Donnerstag, 13. August 2026

Heute zeige ich wieder einmal aus der Exklusivserie von Tomica keinen roten, aber immerhin einen schönen Ferrari in einer Außenseiterfarbvariante... : Ferrari 512 M, 1994 bis 1996, Tomica Limited Vintage Neo, Sonderserie Ferrari, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Tomy / Tomica
Modelle : Ferrari 512 M, 1994 bis 1996
Lenkung : Linkslenker 
Update : Ja, neue Modellfarbe in 2026
Rubrik : Tomica Limited Vintage Neo, Sonderserie Ferrari 
Produktionsort : China
Farbe : Schwarz
Maßstab : 1/64
zu öffnen : Motorhaube im Heckbereich
Maße Modell: ca. 7,0 cm x 3,1 cm x 1,8 (l/b/h)
Preis : ca. 65,00€ ( Mein Kaufpreis neu in 2026 )
 
Einen Ferrari in Rot hat ja irgendwie jeder, aber einen in Schwarz? Das ist schon etwas anderes. Ob ich mir damals die über 60 Euro für den roten Ferrari 512 M sparen wollte, oder er mir einfach nicht gefallen hat, wird vermutlich eine Mischung aus beiden Punkten gewesen sein. Als mir der nicht gewollte Ferrari aber in Schwarz angeboten wurde, fand ich ihn deswegen so gut, weil er eben nicht alltäglich war. In Gelb hätte ich ihn vermutlich ebenso genommen. Nichts desto trotz sind für die derzeitige Königsklasse im Bereich der Modellautos der aufgerufene Preis von 60 bis 90 Euro je nach Modell eine echte Ansage. Das Angebot an den Sonderserie ist noch knapper als bei den TLV oder TLV-N Modellen und meist merkt man nach ein paar Jahren, dass man solch ein Modell aufgrund der vorbestimmten Wertsteigerung doch schon hätte kaufen sollen. Und hier reizt auch noch einmal mehr die Verarbeitung des Modells sowie die extrem schön Verpackung aus bedrucktem oder bezogenem Balsaholz. Irgendwie erinnert einen diese Verpackung wie die einer edlen Uhr und dementsprechend ähnlich ist auch das innere des Kartons interessant und mit einem hochwertigen Beipacktext bestückt. Zumindest kann ich dem einen oder anderen raten, auch die Verpackung in die Vitrine zu stellen, denn auch so eine Verpackung stellt kein anderer Hersteller her.
 
Ja, wir sind hier im absoluten High End Bereich bei Automodellen angekommen, was dann auch bei der Verarbeitung und wie zuvor beschrieben, auch mit der Verpackung samt Präsentation der Modelle bemerkbar ist. Die Lackierung der Modelle und insbesondere der Weichegrad der Oberfläche ist mehr als beeindruckend. Die Details des Modells gehen in den Bereich der 1: 18 Modelle, da man auch hier auf dem Lenkrad logischer Weise das Ferrariemblem aufgedruckt hat und das auch gut erkennbar ist. Trotz der Starachsen weist dieses Modell eine Fahrdynamik auf, welches selbst bei anderen Modellen so nicht zu finden ist. Es ist zudem eine minimal und leichte Federung an beiden Achsen bei diesem Modell vorhanden. Das Modell bremst mit Druck auf den vorderen Bereich dank der gummierten und profilierten Bereifung extrem schnell ab. Die gebogenen Außenspiegel sind zudem ein echtes optisches Highlight in diesem Maßstab, wo ich nicht wüsste, wer diese in dieser Art noch so herstellen würde. Und öffnet man dann die Motorhaube, findet man dann den Modellhöhepunkt mit enormer Finesse in Form von Grundbauteilen des Motors in Silber und Rot sowie mit schwarzen Anbauteilen ergänzt. Kurzum, das ist eine echte Augenweide. Der Rest ist dann, und das sollte auf keinen Fall abwertend klingen, gleich den Modellen der Tomica Limited Vintage oder den Tomica Limited Vintage Neo Modellen. Und einen weiteren Tipp möchte ich zu diesem exklusiven Modell noch mitgeben : "Haben" ist besser ist als "Brauchen". Daher spare ich gerne in anderen Bereichen im Leben, um mir diesen Luxus zu gönnen... .
 
Zu den Details : Flächenscheinwerfer in Klarglasoptik mit unterschiedlichen Leuchtengrößen, halbovaler Kühlergrill in schwarz und Gitteroptik (sieht aus wie ein lächelnder Mund), waagerechte Blinker in Silber, Nebelscheinwerfer in rund und in Silber, Ferarri Emblem mittig auf der Frontmaske, Lüftungsgitter innerhalb der Fronthaube (Für die Innenraumluft), Scheibenwischer in Schwarz, stylisch in einer Art Löffelform gebogene Aussenspiegel aussen in Schwarz und innen spiegelnd dargestellt, Scheibenrandtrennsteg zwischen Tür und hinterem Seitenfenster, orangefarbene Blinker auf den vorderen Kotflügeln, Schild des Karosseriebauers "PININFARINA" in Schreibschrift in Schwarz auf Silbergrund auf den hinteren Kotflügeln im unteren Bereich, "FERRARI" Schriftzug in Silber auf der Heckklappe (Aufsicht), "F 512 m" Schriftzug in Silber auf der Heckklappe (Ansicht von hinten), silbernes Ferraripferd mittig auf der Heckblende, Heckblende in Schwarz in waagerechter Riffeloptik, mehrfarbige Plastikleuchten mit silbernem Rücklicht innen als Doppelrundleuchten, weiße Kennzeichenplatte, je Fahrzeugseite ein Doppelrundendrohr innerhalb der Heckblende sowie ein hoch detailliertes Interieur.    
 
Es ist schon erstaunlich, wie schnell 30 Jahre vergehen können, denn gefühlt hätte ich das Modell optisch auch fast schon ein Jahrzehnt danach eingeordnet. Der Ferrari 512 M wurde nur von 1994 bis 1996 gebaut. Dabei entstanden nur rund 501 Stück, so dass Tomica definitv mehr davon bauen wird, als Ferrari einst gebaut hat. Das "M" im Modell steht für "Modificata" und bedeutet auch nichts weiter als eine Modifikation oder Überarbeitung des Ferrari Testarossa, auf dem dieses Modell auch beruht. Letztendlich kann man auch aussagen, dass dies die letzte Überarbeitungsstufe des Testarossa gewesen ist, welche man auch deutlich an der Karosse erkennen konnte. Immerhin nahm er mit dem Entfall der anfälligen Klappscheinwerfer in dieser Optik mit den flachen Scheinwerfern hinter Glas die Moderne voraus. Aus einem 4,9 Liter Hubraum schöpfte man in der letzten Ausbaustufe rund 441 PS Leistung. Den Sprint legte der Ferrari in nur 4,7  Sekunden von Null auf einhundert Stundenkilometer zurück. Noch beeindruckender ist die Angabe, dass ein Kilometer nach dem Sprint aus der Startprosition in nur 22,7 Sekunden zurückgelegt wurde. In der Endspitze erreichte die Flunder um die 315 Stundenkilometer, so dass Ferrari wieder einmal bewiesen hat, dass man nicht unbedingt in ein Flugzeug steigen muss, um schnell voran zu kommen. Ein mehr als beeindruckendes Fahrzeug für seine Zeit.   
 











  

Dienstag, 11. August 2026

Japan baute schon so manche schöne und scharfe Limousine, aber dieser Kombi aus dem letzten Viertel Jahrhundert stiehlt ihnen besonders als Turbo die Show... : Toyota Crown Estate Athlete V, elfte Generation, Typ S170, Faceliftmodell, 1999-2007, Tomica Limited Vintage Neo, LV-N355a, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Tomy / Tomica
Modelle : Toyota Crown Estate Athlete V, elfte Generation, Typ S170, Faceliftmodell, 1999-2007
Lenkung : Rechtslenker 
Update : Nein, neues Modell mit zeitgleich gebautem Pendant in 2026
Rubrik : Tomica Limited Vintage Neo, LV-N355a 
Produktionsort : China
Farbe : Silbermetallic
Maßstab : 1/64
zu öffnen : nichts
Maße Modell: ca. 7,6 cm x 2,8 cm x 2,3 (l/b/h)
Preis : ca. 29,00€ ( Mein Kaufpreis neu in 2026 )
 
Dieses Modell darf mal wieder in die Rubrik des kleinen Paukenschlages gepackt werden. Die Geschichte des Toyota Crown aufzuarbeiten, verfolgt ja mittlerweile Tomica sehr erfolgreich, doch während die Hauptmodelle fast alle vorhanden sind, gibt es bei den herrlichen Nebenmodellen wie diesem gezeigten Kombi oder den wenigen wunderschönen Coupés noch ein wenig Nachholbedarf. Im Jahre 2001 ist in der Mainline von Tomy das zeitgleich gebaute Limousinenmodell entstanden, welches hier ebenfalls im Blog zu finden ist. Ein viertel Jahrhundert später entsteht nun in dieser ganz anderen Modellrubrik von Tomica und deutlich hochwertiger sowie detailreicher das unten gezeigte Kombimodell. Und wenn man sich diesen wunderschönen Kombi so ansieht, kommt man schnell zu dem Entschluss : Kombimodelle können die Japaner. Im Gegensatz zur damals veröffentlichten Limousine ist der Kombi auch sportlich geworden, zeigt aber diese Sportlichkeit deutlich dezenter und überhaupt nicht mehr in Richtung der Krawalloptik. Bis auf den durchaus noch dezenten Dachspoiler, wirkt dieser Kombi wie aus einem Guß. Die Sportlichkeit kommt also vom Motor her, so dass dieser Kombi auch gerne mal unterschätzt wird.        
 
Tatsächlich fällt mir an diesem wunderbaren Modell sofort ein bestimmtes Fahrwerksdetail auf. Das Toyotamodell weist wieder einzeln steuerbare Räder auf. Mir persönlich ist bis heute unklar, warum man trotz dieser bekannten Technik dann bei manch anderem Modell wieder auf die Starachsen zurückgeht. Ist es der Preis? Ist es die Modellkategorie, so dass zumindest sportlichere Fahrzeuge auch die bessere Reifentechnik erhält? Zwar gehört Tomica zu denen, welche die Starachsenproblematik auch vollständig für sich selber gelöst hat, aber dennoch ist die Verwunderung groß, dass bei bestimmten Modellen dann doch wieder gewechselt wird. Nimmt man zu diesem Modell den Toyota Celsior aus dem vorherigen Eintrag in den direkten Vergleich, fällt auf, dass die schnell gefahrenen Lastwechsel bei diesem Modell noch besser funktionieren. Eine Vollbremsung unterscheidet sich allerdings deutlich, so dass man bei diesem Modell anmerken muss, dass hier die Räder nicht blockieren. Der Federungskomfort scheint auch bei diesem Modell etwas besser zu sein. Ansonsten sieht das Modell durch die herrlich in Schwarz hervorgehobene Dachreeling auch wie ein normaler Kombi aus, obwohl er das nicht ist. Ein sehr witziges Detail sind die auf den Kotflügeln montierten kleinen Positionsleuchten, welche offiziell als Begrenzungsleuchten oder Parkleuchten benannt werden, um im Dunkeln dann die volle Breite des Modells beim Einparken besser einschätzen zu können. Keine schlechte Austattung, oder?       

Zu den Details : rechteckige Flächenscheinwerfereinheit aus durchsichtigem Plastikglas mit Doppelrundscheinwerfern im Versatz samt Leuchtmitteldarstellung und versilberter Randeinfassung, Klarglasblinkereinheit am Rand, verchromter Kühlergrillrand mit schwarzen Waben innen, silbernes Toyota Crown Emblem mittig auf dem Kühlergrill (das Emblem zeigt auch eine Krone) sowie den silbernen "ATHLETE" Schriftzug rechts im Kühlergrill, silbern abgesetzte Nebelscheinwerfer in der Frontschürze, Lüftungsschlitze unterhalb der Stoßstange in Schwarz mit waagerechten silbernen Dekorleisten, aufgesetzte weiße Kennzeichenplatte in Aussparung der Frontschürze, seitlich in Frontschürze befindliche Zusatzleuchten in Silber abgesetzt, Positionsleuchten auf den Kotflügeln, Außenspiegel innen matt und leicht spiegelnd, Außenspiegel außen in Wagenfarbe, Klarglasscheiben, silberne Scheibenumrandung an Front- und Heckscheibe, silberne Seitenumrandung der Fensterscheiben seitlich,  Fenstersäulen schmal und in Schwarz, Türgriffe seitlich in Schwarz, dezente schwarze Dekorleiste seitlich, originaler Felgensatz Y-Speiche verchromt mit profilierten Gummireifen, Heckklappenspoiler, Andeutung eines Heckscheibenwischers in Schwarz, Modellbezeichnung "ATHLETE" am Heck links in Schwarz, Toyota Emblem mittig auf der Kofferraumklappe in Schwarz, Modellbezeichnung "CROWN ESTATE" rechts auf der Heckklappe in Schwarz, große Heckleuchten aus mehrfarbigen durchsichtigem Plastik (mit Rückfahrlicht in Silber), Kennzeichenplatte in Weiß mit seitlicher Kennzeichenbeleuchtung (oder doch Rückfahrlicht?), Kofferraumschloss in Schwarz, einflutige Auspuffanlage in Silber (inklusive Endtopfdarstellung unter der Bodenplatte), originale Darstellung der Innenausstattungslinie in Schwarz, perfekt konturierte Sitze samt Kopfstützen und Seitenwangen, perfekt konturierte Innentüren sowie ein perfekt dargestelltes Armaturenbrett.
 
Die elfte Generation des Toyota Crown Modells hat es in Japan in sich. Von 1999 an wurden sowohl Kombi als auch Limousine gebaut. Während die Limousine im Jahr 2003 endete, wude der Kombi noch bis 2007 weitergebaut. Bei dieser Baureihe kamen ausschließlich Reihensechszylindermodelle zum Einsatz. Da es sich um ein Luxusfahrzeug handelt, gibt es auch eine kleine Zweiliter Hubraum mit 158 PS Leistung als Einstigesversion, da auf dieses Modell dann keine Luxussteuer entfällt. Danach folgten zwei Abstufungen des 2,5 liter Modells mit rund 170 PS und rund 200 PS Leistung sowie ein weiterer 2,5 Liter Turbo, der mit rund 280 PS Leistung um die Jahrhundertwende dann ein tatsächlicher Dampfhammer gewesen ist. Damit ist der Turbo mit dem etwas kleineren Sechszylinder das Topmodell der gesamten Baureihe. Bei den Dreiliter Reihensechszylindermodellen wurde einer als Mildhybrid angeboten und der zweite dann als Topmodell der Großmotoren der Baureihe. Dieses Modell hatte aber rund 50 PS wenige und hatte dann rund 230 PS Leistung zur Verfügung, was ja auch keine schlechte Motorleistung war. Insgesamt baute Toyota von dieser Modellreihe knapp 351.000 Stück, wobei nicht bekannt ist, wie hoch der Kombianteil im Allgemeinen war. Auf diese Stückzahl entfielen dann rund 10.545 Crown Athlete V Limousinen und nur rund 5.02 Stück Crown Athlete V Kombimodelle. Somit handelt es sich bei beiden Modellversionen um eine echte Rarität. Vom Design her ist dieser Kombi absolut ausgewogen, so dass es echt die Frage übrig bleibt, warum nicht nicht jeder dritte der Gesamtzahl ein Kombi gewesen ist. 
 










  

Sonntag, 9. August 2026

Bei Tomytec sind die "Moving Parts" Bauteile mittlerweile aus den High End Kleinserien bei den Limited Vintage Modellen angekommen... : Nissan Skyline HT 2000 GT, 1970 bis 1972, Tomica Limited Vintage Neo, LV-N356a, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Tomy / Tomica
Modelle : Nissan Skyline HT 2000 GT, 1970 bis 1972
Lenkung : Rechtslenker 
Update : Nein, neues Modell mit zeitgleich gebautem Pendant in 2026
Rubrik : Tomica Limited Vintage Neo, LV-N356a 
Produktionsort : China
Farbe : Silbergraumetallic
Maßstab : 1/64
zu öffnen : Motorhaube
Maße Modell: ca. 6,9 cm x 2,6 cm x 2,1 (l/b/h)
Preis : ca. 35,00€ ( Mein Kaufpreis neu in 2026 )
 
Vor vielen Jahrzehnten hatte Tomica in den 70er Jahren in der Mainline dieses Coupé ebenfalls mit aufgenommen, wobei das unten gezeigte Exemplar der heutigen Limited Vintage Modelle deutlich genauer und kantiger als Coupé dargestellt wird, als es seinerzeit in der Erstfassung der Fall war. Das mag natürlich an den Fertigungsmöglichkeiten als auch an der Fertigungsqualität gelegen haben. Vor etwa 10 Jahren habe ich einmal alle drei Varianten vom Typ C10 nebeneinander gestellt, wobei zu diesem Zeitpunkt noch das rare Coupé aus der Mainline dazu gekommen ist und erst heute durch die aktuelle Fassung ausgetauscht werden könnte (das ehemalige Mainlinemodell ist über folgenden Text zu finden : Faszination Tomica und die Nissan Skyline Familie des Typs C10 im Überblick). Erstaunlicher Weise ist weder das eine oder andere Produkt leicht zu finden. Vom Preis könnten sich die Modelle trotz des hohen Einstiegspreis der aktuellen Limited Vintage Modelle zur damaligen Mainline dennoch groß unterscheiden. Die erste Fassung aus der Mainline mit den abweichenden Standardfelgen liegt derzeit mit und ohne Packung zwischen 150 und 175 Euro. Versand ist damit noch nicht drin. Da kann man sich auch fünf der Limited Vintage Modelle leisten, welche "morgen" auch an Wert gewinnen werden... . 
 
Auch bei diesem Modell muss man sich selber immer einbremsen, es nie zum Spielen zu benutzen, da es einfach zu wertvoll ist. Die "Moving Parts" Modelle von Tomica verursachen in dieser exklusiven Limited Vintage Neo Fassung einen Aufschlag von etwa 5 bis 7 Euro, also in etwa ein ganzes Mainlinemodell. Aber dieses Modell verführt einfach jeden sofort, was an diesem unzähligen Detailreichtum als auch an der gesamten Verarbeitung liegen mag. Das fängt schon beim kristallklaren Scheibenglas an, geht über das angenehm volle Gewicht der Karosse bishin zum seidenweichen Lack. Und gerade die Lackierung ist mit Sicherheit im Mehrschichtverfahren entstanden. Außerdem fällt bei so einem Modell wie diesem auf, wie "leise" das Modell auf den gummierten Reifen auf einer Tischplatte abrollt und fast schon darüber hinweg spurstabil schwebt. Man könnte fast meinen, dass das Thema Fahrwerk beginnend mit diesem Blog tatsächlich auch an Gehör und auch an Wertigkeit gewonnen haben mag. Mit Sicherheit kann man die Aussage treffen, dass diese Modelle zu den leistesten ihrer Art gehören, als hätte man irgendwelche Dämpfer als Zusatzbauteil der Federung eingebaut. Vermutlich liegt es aber "nur" an dieser unglaublich starken Präzision der Verarbeitung, dass weder etwas quietscht noch eiert. Und gerade dafür sind ja die Japaner bekannt, perfekte Modelle zu bauen. Obwohl das China mittlerweile genauso gut kann... .
 
Zu den Details : Doppelrundscheinwerfer aus Klarglas mit äußerer Chromeinfassung nach innen zulaufend eingefasst, Kühlergrill in Schwarz oben und unten mit einer Chromleiste eingefasst, Nissan Emblem mittig auf dem Kühlergrill in Silber, Modellschriftzug "2000 GT" in Silber rechts auf dem Kühlergrill montiert, waagerechte Blinker in Weiß über der Stoßstange, Stoßstange aus Chrom mit weißer Kennzeichenplatte, Lüftungsgitterdarstellung zwischen Motorhaube und Fensterscheibe, Scheibenumrandungen in Silber an allen Scheiben, die Seitenscheiben sind mit einer senkrechten Leistenunterteilung in Silber und einer schwarzen Dreiecksleiste ausgestattet worden, Scheibenwischer in Silber, rundes Dekorelement an der C-Säule, silberne Dekorleiste im seitlichen Schwellerbereich, Türgriffdarstellung, Kotflügelblinker waagerecht in Orange, Modellschriftzug "Skyline" in Schreibschrift auf den vorderen Kotflügeln dargestellt, weiße Positionsleuchten waagerecht im seitlichen Heckbereich, aufwendige und original verchromte Lochfelgen auf schwarzen und profillierten Gummireifen mit Weißrand, silberne Dekorleiste auf der Kofferraumklappe, Heckleuchten in durchsichtigem mehrfarbigem Plastik sowie in doppelt quadratischer und verchromter Einfassung, schwarze Heckblende zwischen den Heckleuchten oben und unten mit verchromter Dekorleiste versehen, "2000 GT" in Silber als Modellschriftzug neben den rechten Heckleuchten, Kofferraumschloss in Silber, weißes Kennzeichen mit Chromdekorleisten zum Teil eingefasst, Stoßstangen am Heck verchromt und je Fahrzeugseite mit weißen und integrierten Rückfahrleuchten versehen, verchromte Doppelrundauspuffanlage, schön gestaltetes schwarzes Interieur, Hutablage auf geriffelter Fläche, Holzlenkrad und Holzdekor in der Mittelkonsole (bei der Schaltung), sehr gut konturierte Sitze, detaillierte Motordarstellung, silberner Grundmotor, blaue Verteilerkappe sowie schwarze Anbauteile.
 
Nissan erbte die Modellbezeichnung "Skyline" nach der Übernahme der Prince Motor Company im Jahre 1966, ohne vielleicht dabei zu wissen, das sowohl Fahrzeuge der ersten Generation als auch der Name Skyline es bis in die Neuzeit und in das Jahr 2024 schaffen würden. Das unten gezeigte Modell ist sowohl als Viertürer als auch als Kombimodell gebaut worden. Beide Modelle sind hier im Blog zu sehen. Das wunderschöne Coupé des C10 wurde tatsächlich erst sehr spät um 1970 herum in Produktion gegeben. Die Baureihe C10 endete im Jahre 1972. Knapp über 310.000 Exemplare baute Nissan in nur vier Jahren, wobei nicht mehr abzuleiten ist, wie viele Coupés davon gebaut wurden. Damit verdreifachte man den Absatz des Vorgängers. Und vielleicht ist das auch die Geburtstunde des sportlichen Image, welches der Skyline bis heute inne hält. Jede Variante hat seinen Reiz. Da es eine Luxussteuer auf Autos über Zweiliter Hubraum gab, sind seinerzeit die Motoren auf diesen Hubraum begrenzt worden. Mit einer zweiflutigen Auspuffanlage bewegt sich der 2000 GT bereits in dem elitären Kreis der wunderbaren Reihensechszylinder Motoren. 120 PS bringen die im Mittel 1000kg schwere Limousine ordentlich in Wallung, und damit liegt das Fahrzeug mit 20 PS über dem 1800er und 32PS über dem 1500er Modell. Der 2000 GT weißt eine Höchstgeschwindigkeit von rund 175 Stundenkilometer auf und hätte zumindest damals mit den Commodoremodellen von Opel oder den großen Sechszylindern von Ford Taunus und Ford Granada mit konkurriert. Überhaupt hätte man seinerzeit schon den Schritt mit diesem Modell nach Deutschland wagen können... .













 

Freitag, 7. August 2026

Tomy präsentiert dem Handel und den Sammlern dieser Welt mit der zweiten Generation des Toyota Celsior erneut ein echtes Vorzeigestück für die Vitrine... : Toyota Celsior, zweite Generation, Faceliftmodell 1997-2000, Tomica Limited Vintage Neo, LV-N356a, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Tomy / Tomica
Modelle : Toyota Celsior, zweite Generation, Faceliftmodell 1997-2000
Lenkung : Rechtslenker 
Update : Nein, neues Modell mit zeitgleich gebautem Pendant in 2026
Rubrik : Tomica Limited Vintage Neo, LV-N356a 
Produktionsort : China
Farbe : Weißmetallic + Silber
Maßstab : 1/64
zu öffnen : nichts
Maße Modell: ca. 7,8 cm x 2,9 cm x 2,2 (l/b/h)
Preis : ca. 32,00€ ( Mein Kaufpreis neu in 2026 )
 
Wie immer achtet zumindest Tomy sehr gut darauf, was in diesem Segment produziert wird oder auch wurde. Hausintern hat man bereits die erste Generation des Celsior in der regulären Serie als auch im Premiumbereich hergestellt. Matchbox und andere nahmen sich vermehrt dem Exportmodell Lexus aus der Zeit an. Somit ist es nur logisch, dass man sich auch der zweiten Generation des Celsior im Hause Tomy selber widmet, um hier ein deutliches Statement zum Modell aus der Heimat zu setzen. Gerade im wachsenden Markt der Konkurrenz, welche sich beispielsweise bei Mini GT gesondert um die deutsche Luxusklasse bemüht, setzt Tomica verstärkt auf die Automodelle aus dem eigenen Land. Und das waren bei weitem keine schlechten Modelle, wie man hier im Blog erkennen kann. Mit dem Toyota Celsior der zweiten Genration und somit zudem noch mit dem Faceliftmodell der Baureihe setzt Tomica wieder einmal ein absolutes Highlight in unserem Maßstab und zeigt das Modell so detailliert, dass es mit dem Detailreichtum der größeren Maßstäbe absolut mithalten kann. Die Qualität bleibt zum Glück auf dem bekannten Spitzenniveau, so dass auch Tomica weiterhin als Benchmark gelten darf. Aber die wachsende Konkurrenz rückt bereits verdammt nah an den Primus der Branche heran, so dass man sich weiterhin etwas einfallen lassen muss, um dauerhaft auch die Nummer 1 in unserem Maßstab zu bleiben.   
 
Tatsächlich fallen mir zwei Punkte an dem Modell auf, welche die Konkurrenz bereits öfter behandelt als Tomica selber. Die Innenseite der Außenspiegel spiegelt nicht (also weder in Silber noch in Spiegel-funktion hergestellt). Das Gleiche gilt für den mittlerweile wieder zurückgekehrten Innenspiegel an der Frontscheibe, der auch bei diesem Modell nicht vorhanden ist. Dafür punktet man nahezu konkurrenzlos mit dem Detailgrad des Interieur im Vergleich zum Originalfahrzeug, der Darstellung der Frontleuchten bishin zum Glühmitteleinsatz sowie mit einem Fahrwerk, an dem sich merkwürdiger Weise die Konkurrenz bis heute noch die Zähne ausbeißt. Auch wenn es sich um ein reines Vitrinenmodell handelt, ist die Verführung zu groß mit so einem wunderbaren Modell auch zu spielen. Der schnelle Lastwechsel funktioniert ebenso im Pylonentest so gut wie bei einem deutlich weiteren Abstand der Pylonen und einer höherer Geschwindigkeit. Ein Bremstest absolvieren die Gummireifen bei blockierter Frontbereifung mit einem extrem schnellen Stand. Man kann dabei beobachten, dass die Räder zwar im Radhaus eintauchen, aber nirgends an einem der benachbarten Bauteile scheuern oder stoßen (so wie das bei Majorette beispielsweise genau das der Fall ist). Somit zeigt sich deutlich, dass die Limited Vintage und Limited Vintage Neo Baureihen so ganzheitlich in allen Teilen durchdacht wurden, dass man sich vielleicht genau deswegen vermutlich auch in Zukunft um die Konkurrenz noch nicht so ganz die Sorgen machen muss.  

Zu den Details : rechteckige Flächenscheinwerfereinheit aus durchsichtigem Plastikglas mit Doppelrundscheinwerfern im Versatz samt Leuchtmitteldarstellung und versilberter Randeinfassung, Klarglasblinkereinheit am Rand mit orangefarbenen Blinkereinsatz, verchromter Kühlergrillrand mit schwarzen waagerechten Lamellen innen, silbernes Toyota Emblem mittig auf dem Kühlergrill, silbern abgesetzte Frontschürze mitintegrierter Stoßstange vorne und als Beplankung fortführend seitlich, Lüftungsschlitz unterhalb der Stoßstange in Schwarz mit waagerechten silbernen Dekorleisten, aufgesetzte weiße Kennzeichenplatte, seitlich in Frontschürze befindliche Zusatzleuchten in Silber abgesetzt, orangefarbene Seitenblinker innerhalb des Kotflügels vorne rechteckig dargestellt, Außenspiegel innen matt und außen in Wagenfarbe, Klarglasscheiben, schwarze Scheibenumrandung an Front- und Heckscheibe, silberne Seitenumrandung der Fensterscheiben seitlich, Klarglasschiebedach, B-Säule schmal in Schwarz, Türgriffe seitlich in Wagenfarbe, silberne Schwellerleiste (auch als Beplankung seit der Mercedes-S-Klasse benannt), originaler Felgensatz verchromt mit profilierten Gummireifen, Heckstoßstange in Silber, Modellbezeichnung "Celsior" am Heck  rechts in Gold, Toyota Emblem mittig auf der Kofferraumklappe in Gold, große Heckleuchten aus mehrfarbigen durchsichtigem Plastik (mit Rückfahrlicht in Silber), Kennzeichenplatte in Weiß, je Seite eine einflutige Auspuffanlage in Silber (inklusive Endtopfdarstellung unter der Bodenplatte), originale Darstellung der Innenausstattungslinie in hellgelb, in braun dargestellete Holzapplikationen, perfekt konturierte Sitze samt Kopfstützen und Seitenwangen, Hutablage mit darstellung des Soundsystems wie der dritten Bremsleuchte, perfekt konturierte Innentüren sowie ein perfekt dargestelltes Armaturenbrett in Grau.
 
Toyota hat noch nie so wirklich halbe Sachen gemacht, so dass es auch mehr als einen Grund gibt, warum dieser Autohersteller aus bestimmten Gründen an der Weltspitze in punkto Absatz und oftmals auch in punkto Qualität steht. Eine Luxusklasse für die Masse zu etablieren, dürfte wohl zu den schwierigsten Aufgaben im Autobau überhaupt zählen. Als man in 1983 sich aufmachte, genau das zu tun, um in diesem lukrativen Markt mitmischen zu können, nahm Toyota mehr als eine Milliarde US Dollar in die Hand, um nicht nur ein solches Auto zu entwickeln, sondern für den Export auch gleich parallel daraus eine ganze Automarke zu schaffen. Nach oben hatte man als Gegensatz zum Rolls-Royce den Toyota Century im Programm und nach unten den gerade neu erschaffenen Toyota Camry als starke Mittelklasse, so wie das auch noch über 40 Jahre danach heute der Fall ist. Somit wurde die Baureihe Toyota Celsior für den Inlandsmarkt Japan und die Marke Lexus für den Export gegründet. Das Fahrzeug ist bis auf wenige Bauteile baugleich mit dem Lexus LS 400 entstanden (Baureihenbezeichnung UCF20/21). Der unten gezeigte Toyota Celsior gehört der zweiten Generation der Baureihe ab 1994 an und wurde als Faceliftmodell zwischen 1997 und 2000 oftmals in der typischen Farbe Weißmetallic gebaut. Wie bei Mercedes-Benz und dessen S-Klasse, setzte man den unteren Teil der Karosse mit Planken strukturell und farblich ab. Der Toyota hatte einen Vierliter V8 Motor erhalten, der als Faceliftmodell von ursprünglich rund 260 PS Leistung auf bis zu 290 PS Leistung anwuchs. Zum einen fiel der Celsior damit auf, dass er zum leichtesten Luxusliner seiner Klasse gewählt wurde (nur rund 1690 Kilogramm Gewicht) und zum anderen zeigte sich der V8 Motor durchaus als sehr drehfreudig und leistungsstark. Es sind verschiedene Beschleunigungsangaben im Netz zu finden, so dass ich hier einmal auf den baugleichen Wert des Lexus und somit auf die nur 6,7 Sekunden im Sprint von Null auf 100 Stundenkilometer eingehen möchte. Wie die deutsche Konkurrenz hat Toyota den Celsior auf rund 250 Stundenkilometer in der Endspitze abgeriegelt. Die genauen Stückzahlen sind unbekannt, aber schätzungsweise hat Toyota im Inland zwischen 30tsd und 50tsd Modelle jährlich absetzen können und setzte damit einen erfolgreichen Gegenpunkt zum weltweiten Erfolg der S-Klasse von Mercede und dem 7er von BMW.