Montag, 22. Juni 2026

Nummer 5 lebt - Norev zeigt die Wiederbelebung eines ehemaligen Kernmodells von Renault als rein elektrisch fahrendes Modell... : Renault 5 E-Tech 100% Electric, 2024, Norev, Modelljahrgang 2025

Hersteller : Norev
Modell : Renault 5 E-Tech 100% Electric, 2024
Update : Nein, neues Modell mit parallel gebauten Derivaten in 2025
Rubrik : Standardserie
Produktionsort : China 
Farbe : Gelb + Schwarz & Grün & Schwarz + Rot
Maßstab : ca. 1/64 (3inch)
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 6,2 cm x  2,8 cm x 2,3 cm (l/b/h)
Preis : ca. 6,00 € ( Kaufpreis neu in 2025 )
 
So mancher Autohersteller mag sich mit dem Begriff des "Retrodesigns" nicht mehr wirklich auseinander setzen, oder tut sich damit ersichtlich schwer, da nur die wenigsten Fahrzeuge ihrer Art tatsächlich weltweit im Verkauf funktioniert haben. Der Ford Thunderbird erlebte einst im Retrolook ein echtes Desaster. Der VW New Beetle funktionierte zwar irgendwie, blieb allerdings weit hinter den Hoffnungen des Vorstandes zurück, was aber auch zuletzt bei fast gleichen Verkaufsspreisen mit dem zeitgleich gebauten VW Golf ab seinerzeit 32.000 DM auch keine wirkliche Überraschung war. Renault fabriziert mit dem aktuellen Renault 5 E-Tech 100% Electric tatsächlich im ersten Modelljahr einen kleinen Kassenschlager in der Welt der Elektrofahrzeuge, wo sich nach ersten Erkenntnissen aus der Fachpresse Verkaufszahlen um 6-7tsd Stück pro Monat in den ersten 15 Monaten verkaufen ließen. Wenn man das mit den Zahlen des ersten Renault 5 ab 1972 vergleicht, liegt der Neuling nur bei einem Viertel des Originals, was aber auch an dem Preis und der Ausstattung liegen muss, da sich der heutige Käufer von seinem Vorgänger vor 50 Jahren deutlich unterscheidet. Die Elektronik und die Batterien sind der Preistreiber in einem Auto, und es ist für mich absolut unverständlich, warum der Renault 5 in dem aktuellen Design nicht wieder als ein Modell mit zumindest einem Benziner oder einem Diesel angeboten wird. BMW hat beispielsweise seine Werke so umgebaut, dass man vollkommen technologieoffen produzieren kann. Und bei so einem Fahrzeug wie dem Renault 5 oder einem der ältesten Automarken weltweit wie Renault, hätte ich das auch erwartet... .
 
Zu den Details : Flächenscheinwerfer mit optischen Standfüßen nach unten, Renault Emblem mittig auf der Frontmaske in Silber, eine schwarze Dekorleiste verbindet die Scheinwerfer mit dem Markenemblem, drei schwarze Schlitze unterhalb des Emblems, Kennzeichen bedruckt in Weiß mit schwarzer Schrift "RENAULT" an Front und Heck, in den jeweiligen seitlichen Frontecken ein vierteiliges verspieltes Tagfahrlicht in fast quadratischer Form mit abgerundeten Ecken, großer schwarzer Lüftungseinlass unten mit Kameratechnik für die Fahrassistenten, kleine schwarze Spoilerlippe (Teil der Bodenplatte), eine in Realität beleuchtete Modellnummer "5" im kleinen schwarzen Kasten auf der Motorhaube, Außenspiegel in Schwarz, schwarz lackiertes Dach mit einem roten Streifen am Dachrand beginnend an den jeweiligen A-Säulen, Scheibenwischer, Klarglas in Kristalloptik, senkrechter Farbstreifen mit aufgedruckter Zahl "5" inWeiß, originale Räder des Renault 5 E-Tech, schwarze Seitenschweller, schwarze Kotflügelumrandungen (im Gegensatz zu Matchbox kein Bestandteil des Interieurs sondern der Bodengruppe!), in Tropfenform am Dacholm der C-Säule hochgezogene Heckleuchten in Schwarz und Rot, Heckscheibenwischer, schwarze Dekorleiste am Heck verbindet die Heckleuchten und beinhaltet einen "RENAULT" Schriftzug in Silber sowie die aufgedruckte Zahl "5" in Silber, schwarze Dekorleiste unterhalb des Kennzeichens, eine hochgezogene schwarze Heckschürze sowie ein schwarzes Interieur.  
 
Das Design ist schon erfrischend anders und bezieht sich tatsächlich auf das Original der 70er Jahre. Hier trotzt Renault zumindest mit diesem ersten Modell der typischen aktuellen Schlitzaugenscheinwerfern bei fast allen Neufahrzeugen. Die Ähnlichkeiten vom neuen Renault 5 zu seinem bereits mehr als 50 Jahre alten Vorgänger sind da, und wenn man sich die damaligen Renault 5 Modelle so ansieht, sieht der etwas pummelige Neuling auch eher dem letzten gebauten R5 am ähnlichsten. Diese Fahrzeuggruppe setzt ja genau an dem Punkt an, wo sich tatsächlich viele (oder sogar die meisten) Emissionen einsparen lassen, hier auf den Kurzwegen, der Fahrt mit den Kindern zur Schule, zum Einkaufen oder den Kurzstrecken zur Arbeit. Mit Reichweiten von 312 bis 405 Kilometern deckt dieses Modell den Kernbereich bestens ab und lässt sich dann am Tagesende oder Wochenmitte aufladen. Das Einstiegsmodell hat bereits 95 PS Leistung und das Topmodell der reinen Renaultmodelle hat 150 PS Leistung, was für den Alltag auch vollkommen ausreichen mag. Die Sprintwerte liegen demnach bei etwa 8 bis 12 Sekunden von Null auf 100 Stundenkilometer. Wer es sportlicher mag, muss zu den Alpine Modellen greifen, welche ich hier aber noch vorstellen werde, somit in der Leistung hier und heute demnach auch nicht betrachten werde. Die Krux der modernen Technik ist eindeutig das Gewicht bei den Elektrofahrzeugen. Um das einmal anhand der 50jährigen Geschichte des R5 aufzuzeigen, wog der erste R5 1972 im Mittel 750 Kilogramm, also die Hälfte des aktuellen Modells. Auch die ganze Komfortausstattung verfettet ein Fahrzeug deutlich. Über 5 Millionen Käufern war die Einfachheit des R5 in den 70er und 80er Jahren absolut egal, denn bestimmte Bevölkerungsgruppen brauchen einfach ein kleines, sparsames Fahrzeug, um von A nach B zu gelnagen. Und innerhalb des Renault Konzerns ist das noch bei der Tochtergesellschaft Dacia zu finden. So ändern sich die Zeiten... .
 











  

Samstag, 20. Juni 2026

Der Zwölfzylinder ist tot. - Es lebe der Zwölfzylinder. Neben Ferrari trotzt auch Hot Wheels erfolgreich dem Entfall einer genialen Motorenidee aus dem letzten Jahrhundert... : Ferrari 12Cilindri, Hot Wheels, Rubrik Ferrari, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Hot Wheels
Modell : Ferrari 12Cilindri, 2024
Update : Nein, neues Modell in 2026
Rubrik : Ferrari 
Produktionsort : Malaysia
Farbe : Rotmetallic (Rosso Magma, Originalfarbton) 
Maßstab : ca. 1/67
zu öffnen : nichts  
Maße : ca. 7,2 cm x 3,0 cm x 2,1 cm (l/b/h)
Preis : ca. 1,60 € ( Mein Kaufpreis neu in 2026) 
 
Hot Wheels und Ferrari ist ja auch so eine Kombination, die bereits seit dem einen oder anderen Jahrzehnt immer wieder sehr gut funktioniert. Seit der letzten Übereinkunft, so könnte man es meinen, darf oder kann Hot Wheels erstaunlich viele Ferraris nachbauen, was nun so die eine oder andere Lücke in einer ganzheitlich und markenoffenen geführten Sammlung schließen wird. Wie so viele nun grübeln werden, wann denn der erste Ferrari nachgebaut wurde, musste auch ich eben einmal nachschlagen. Gedanklich war ich zuerst in den 80er Jahren beim Testarossa gelandet, doch es war bereits schon 1970, wo der Ferarri 312p der erste Nachbau eines Ferraris von Hot Wheels war. Der 12Cilindri passt einfach bestens in die Mainline, wobei wir Sammler auch nicht böse wären, wenn Hot Wheels dieses Modell in die eine oder andere Sonderserie der Supersportwagen im Premiumbereich veröffentlichen würde, auch wenn die kleine Sägezahnfelge bereits besser zum Modell passt, als die Originalfelge von Ferrari (Hot Wheels ist einfach der Felgenpapst in unserem Maßstab!). Ansonsten gibt es an dem Modell wedre bei Hot Wheels noch bei Ferrari zu meckern. Sofern man das Kleingeld besitzt, wäre dieses Auto einfach ein schönes Ringtool am Nürburgring oder tatsächlich ein perfektes Zweit-, Dritt-, oder Viertauto für den Wochenendtripp.... .    
 
Viele Hersteller haben vor wenigen Jahren den Zwölfzylinder im Zuge der Elektrifizierung der eigenen Flotte aus dem eigenen Motorbau gestrichen, um sich dadurch auch etwas "umweltfreundlicher" als Autobauer präsentieren zu können. Einige haben das vielleicht auch gemacht, weil man damit im reinen Verkauf mit einer geringen Stückzahl kein Geld verdienen kann. Doch was ist, wenn der Zwölfzylinder als DNA so mit einer Marke verbunden ist, dass man es sich defacto nicht leisten kann, diese Konstruktion entfallen zu lassen? Bei Ferrari ist das so, und irgendwie scheint es auch keiner den Italienern übel zu nehmen. Auch wenn sich ein Großteil der Menschen diese Art von Auto und Motor finanziell nicht leisten kann, muss man diesen Motor einmal rein vom Konstruktiven her als Ingenieursleistung betrachten. Und wenn man die Zündfolge akustisch verfolgt (insbesondere bei alten Zwölfzylindern), das Starterlebnis, die Laufruhe bis hin zum infernalen Sprint ohne eine Grenze bis zum Top Speed zu spüren, erst dann versteht man die Berechtigung dieses einzigartigen Motors. Und davon lebt letztendlich auch Ferarri und das seit nunmehr fast 80 Jahren. 
 
Zu den Details : schön modellierte Zinkgussfront mit einer aufgedruckten schwarz-silbernen Frontblende (ein Tribut und Anlehnung an das Frontdesign des ehemaligen Ferrari 365 GTB/4, hier ebenfalls ein Hot Wheels Produkt), Ferrari Emblem auf der Frontmaske und auf den vorderen Kotflügeln, Lüftungseinlässe in der Front in Schwarz darunter (inklusive der Technik / dem Sichtauge für die Fahrzeugassistenten), Frontlippe in Schwarz (Teil der Bodengruppe), Außenspiegel, Scheibenwischer, Panromadachdarstellung undurchsichtig inklusive Sonnendachdarstellung durchsichtig sowie undurchsichtiges Plastikglas im bereich des Innenrückspiegels (den es aber hier nicht gibt!), kleines Lüftungsgitter in Schwarz sowie ein Zierleiste in Silber im Anschluss der vorderen Radhäuser, Sägezahnfelge verchromt, Seitenschweller in Schwarz sowie eine hochgezogene Heckschürze in Schwarz mit je zwei Abgasauslässen je Fahrzeugseite, Heckklappenbauteil aus Plastikglas mit freier Scheibe und heruntergezogener Heckklappenkante, Teilheckschürze ausn rotem Plastik (ein Bauteil mit dem Interieur),  
 
Um den Schwärmereien vom vorletzten Absatz nun etwas Nüchternheit einzutrichtern, kommen wir mal wieder zu den reinen Zahlen und Fakten, welche allerdings runtergehen wie Öl. Das Modell wird seit knapp eineinhalb Jahren bei Ferrari ausgeliefert. Der verbaute Zwölfzylinder gehört damit fast zu den letzten seiner Art. Aus einem 6,5 liter großen Hubraum werden bei diesem fast einzigartigen Zwölfzylinder rund 830 PS Leistung geschöpft. Wenn der Sprint aus dem Stand erfolgt, ist der Ferrari nach nur 2,9 Sekunden bei der 100 Stundenkilometermarke. Nach weiteren fünf Sekunden durchbricht er die 200 Stundenkilometermarke. Der Top Speed liegt bei rund 340 Stundenkilometer, was schon eine irre Leistung bei einem Straßenfahrzeug bedeutet. Über Verbräuche sprechen wir hier einmal nicht, aber die Gewichtsangaben dürften bei knapp unter 1,6 Tonnen ebenso als revolutionär gelten, wie die Höchstgeschwindigkeit dieses Ferraris.  
 









  

Donnerstag, 18. Juni 2026

Hot Wheels kramt in den Geschichtsbüchern und holt eine faszinierende Motorsportlegende von Maserati aus den 60er Jahren in den Handel... : Maserati Tipo 61, 1961, Hot Wheels, HW Starting Grid, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Hot Wheels
Modell : Maserati Tipo 61, 1961
Update : Nein, neues Modell in 2026
Rubrik : HW Starting Grid 
Produktionsort : Malaysia
Farbe : Weiß mit blauem Streifendekor
Maßstab : ca. 1/65
zu öffnen : nichts  
Maße : ca. 6,8 cm x 2,8 cm x 1,7 cm (l/b/h)
Preis : ca. 1,60 € ( Mein Kaufpreis neu in 2026) 
 
Bei solchen Modellen bin ich tatsächlich immer etwas aufgeregt und kann es auch kaum erwarten, wenn ich so etwas im Laden entdecke, das auch endlich zu Hause auszupacken, um es von allen Seiten zu betrachten. Das Hot Wheels immer weiter erfolgreich den immens großen Motorsportbereich für sich nutzt, habe ich ja bereits vor Jahren hervor gesehen und in diesem Blog beschrieben, als das Thema Motorsport in der Rubrik Team Transport aufgekommen ist und das man hier in nahezu unendlich vielen Varianten LKW Modelle und PKW Modelle kombinieren kann. Ich würde auch einmal positiv in die Zukunft blicken wollen, dass Hot Wheels dieses höchst würdige Modell mit dem schönen Fiat 642 RN" Bartoletti Transporter kombinieren wird, da der Originaltransporter seinerzeit im späteren Lebenszyklus sogar Maserati Modelle transportiert hatte. Was man sich angesichts dieses Modell auch sofort wünschen kann, ist eine vollständig bedruckte Premiumversion. Verdient hätte es das Modell auf jeden Fall. Während die Aufdrucke noch relativ gering erscheinen, hat Hot Wheels hier den Innenraum des Sportwagens ordentlich aufgehübscht, so dass ich deswegen auch ein solches Bild mit beigelegt habe. Der Sitz ist konturiert worden, ebenso die inneren Verkleidungsteile wie der Ablage ( wobei das in Realität keine Ablage sondern ein Gitterkäfig ist) über den Instrumenten und dem freien Platz neben dem Fahrersitz. Wenn man genau hinsieht, entdeckt man zudem ein wunderschönes Dreispeichenlenkrad (vermutlich von Nardi). Da stiehlt das Interieur fast schon dem Modell die Show! Was Hot Wheels allerdings auch gelungen ist, dass man hier ein mir unbekanntes Fahrzeug in den Handel bringt, was schon tatsächlich sehr selten vorkommt... . 
 
Hot Wheels oder dessen Mitarbeiter müssen hier tatsächlich mitlesen, denn es scheint so, als hätte man die Fahrwerksthematik wie bei Majorette nun auch in die eigene Agenda übernommen, um Verbesserungen vorzunehmen. Die neue Felge aus den letzten Zügen des alten Jahres wird derzeit nur in einem Ford Hot Rod benutzt, wobei sie tatsächlich bestens auch zu diesem Modell im Motorsport passt. Frazer Campell ist der Entwerfer der Felge und leitet damit auch eine neue Ära im Bereich Reifen und Fahrwerk bei Hot Wheels ein. Witzig ist, dass das Modell einen anderen Entwerfer bei dem Modell an sich ausweist. Doch nun wieder zurück zu den Fahreigenschaften und meinem persönlichen Pylonentest. Als erstes fällt die äußerst geringe Geräuschentwicklung bei einem leichten Druck auf das Automodell auf, was aber auch bei einem Reifenquerschnitt von nur 1,5 Milimetern plausibel erscheint. Warum? Der Reifen hat deutlich weniger Masse oder Standfläche als ein regulärer Hot Wheels, somit dann auch einen deutlich geringeren Leeraum zur Schallübertragung im Reifeninneren. Wenn man einmal auf den zuvor veröffentlicheten Ford Galaxie 500 schaut, liegt dort der Reifenquerschnitt bei 5,5 bis 6 Milimeter und hat somit deutlich mehr "Volumen oder Körper". Trotz einem leicht kratzenden Geräusch beim Slalom und Kontakt des Reifens mit der Karosse, blockiert hier kein einzelner Reifen bei dem Maserati. Und das sogar bei lang oder kurz aufgestellten Pylonen. Das Modell meistert auf eine neue Art den Pylonenparcours und zudem die Thematik von sehr eng und sehr weit gefahren Kurven. Insbesondere bei de zuletzt genannten Kurven mag man fast schon von einer gewissen "Eleganz" sprechen. Und es handelt sich dabei um echte Motorsport Eigenschaften. Witziger Weise heißt die neue Bereifung "Wire Wheel in Motion", so dass man insbesondere in diesem Fall auch tatsächlich von Emotionen sprechen kann. 
 
Zu den Details : detaillierte Zinkgusskarosse mit einer Andeutung von Doppeleuchten und Gittern sowie einem Tankdeckel am Heck, blaues Streifendekor aufgedruckt, Rennwagennummer "25" in Schwarz aufgedruckt, Hot Wheels Flagge seitlich aufgedruckt, gebogene Klarglasscheibe (geht über die Front zu den Seiten weg), verchromtes Interieur mit einem Sitz sowie einer detaillierten Lenkraddarstellung, Darstellung einer verchromten Abgasanlage auf der Fahrerseite, zweite Veröffentlichung der neuen Reifenform bei Hot Wheels, Heckleuchten in den abgerundeten Teilbereichen der Karosse am Ende erkennbar, das fahrzeug ist ein Rechtslenker. 

Der Maserati Tipo 61 ist schon ein mehr als beindruckender Rennwagen gewesen und macht auch in der Optik viel her. Gebaut wurde das Grundfahrzeug zwischen 1959 und 1961 wobei die Zahl hinter dem Teilnamen Tipo immer den Jahrgang des Modells meint. Dieses ist zudem wichtig, da sich die Modelljahrgänge deutlich in der Leistung der Motoren unterscheidet. Das unten gezeigte Modell des Jahrgangs 1961 weist einen Zweiliter Reihenvierzylinder aus, welcher interessanter Weise um 45 Grad im Einbau geneigt wurde. Hersteller machen das um den Platzbedarf im Motorraum zu minimieren und den Schwerpunkt gleichzeitig zu optimieren. Die Fahrdynamik wird ebenfalls verbessert. Bei einem Fahrzeuggewicht von knapp 600 Kilogramm stehen rund 250 PS zur Verfügung, welche dann für eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 300 Stundenkilometer sorgen. Das Fahrzeug bekam zudem noch den Spitznamen "Birdcage" aufgrund des filigranen Gitterrohrrahmens unter den Verkleidungsteilen, welcher zudem auch im Innenraum an den Seiten sowie über den Instrumenten gut zu erkennen ist. Maserati dominierte kurzzeitig damit den Motorsport in den USA und gewann zudem auch zweimal das 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring. Schätzungsweise wurden etwa 16 bis 17 Fahrzeuge de Jahrgangs 1961 gebaut. Nimmt man das Vormodell mit der Nummer 60 dazu, sind nach Angaben des Rennsportmagazins "radical" rund 22 Stück in Summe gebaut worden.
 









Montag, 15. Juni 2026

Einer der großen Hot Wheels Erfolge im Bereich der eleganten Hardtop Coupés kommt wieder bildgewaltig in den Handel zurück... : Ford Galaxie 500, ab 1965, dritte Generation, Hot Wheels, Vintage Club 1968, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Hot Wheels
Modell : Ford Galaxie 500, ab 1965, dritte Generation 
Update : Ja, neues Sondermodell in 2026
Rubrik : Vintage Club, 1968
Produktionsort : Indonesia
Farbe : Rot + weißes und goldenes Streifendekor
Maßstab: 1/64
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 8,1 cm x 3,0 cm x 2,1 cm (l/b/h)
Preis : ca. 4,00 € ( Mein Kaufpreis neu in 2026 )

Dieses Modell ist tatsächlich schon öfter in diesem Blog vorgekommen, und es gehört mit zu meinen absoluten Lieblingsmodellen von Hot Wheels. Ja, der Ford Galaxie wurde auch schon von anderen Herstellern nachgebaut. Bei Matchbox war er bereits in den Regulars 1-75 und auch bei den ersten Superfastmodellen als Viertürer dabei. Greenlight baute ihn sogar als Viertürer in der Ausführung Custom und als Coupé nach, doch irgendwie ist das Modell von Hot Wheels etwas spannender als die anderen Modelle anderer Hersteller. Das liegt durchaus am Designer Jun Imai, der nicht nur für den Ford Galaxie verantwortlich war, sondern in seiner ganzen Schaffenszeit bei Hot Wheels nahezu alle relevanten und markanten US-Boliden der Muscle Car Ära entwickelt hat. Und das wurde mit so einem Elan gemacht, dass sich daraus auch die Detailfreudigkeiten und die Langzeitqualitäten der Modelle ablesen lassen. Die Proportionen stimmen, die Qualität stimmt und auch die Details an dem Modell stimmen. So kann jeder Sammler oder jedes Spielkind selber entscheiden, wie er oder es das Modell haben will : als ehemaliges NASCAR Fahrzeug, als Full-Size Car (größte Fahrzeugklasse der USA) oder als Hardtop-Coupé der oberen Mittelklasse, als Muscle Car oder einfach nur als eleganten Cruiser einer Oldtimer Rally oder Ausfahrt. Für mich persönlich bleibt er das NASCAR Fahrzeug, welches durch die Ovale der Rennstrecken donnert.      
 
Meinen persönlichen Fahrwerkstest meiner Modellautos ist der hier immer wieder beschriebene Pylonentest auf der Schreibtischplatte. Dieser Test entscheidet über Sieg oder Niederlage in den Themen der Spurhaltung, der Federung, der Reifenwahl des Herstellers und auch die Agilität sowie die Fahrdynamik des jeweiligen Modells aufgrund von Größe, Gewicht und Länge des Modells. Und da bin schon etwas spielerisch in der Region der ganzen Originaltestes bei den großen Modellen im Maßstab 1:1 unterwegs. Wie zu erwarten war, entscheidet der Ford Galxie den Test eindeutig für sich und lässt sich dabei auch nicht aus der Ruhe bringen. Einmal in Fahrt gekommen, kann hier schon einmal das eine oder andere Rad je nach Intensität sich leicht im Bereich eines Mikrometers (1 μm) von der Platte abheben. Ein anderer Bloginhaber im deutschsprachigen Raum schreibt zwar öfter, dass Hot Wheels Modelle keine Federung haben, was aber letztendlich totaler Blödsinn ist. Ja, die Fahrwerke sind schon manchmal bretthart, aber die Reifen lassen sich immer etwas in die Radhäuser eindrücken und federn zurück. Sollte das nicht der Fall sein, liegt meist das Interieur oder der Radlauf auf dem Reifen auf, so dass das Defizit hier konstruktiver Natur ist.     
 
Zu den Details : fotorealistisch bedruckte hochkant stehende Doppelscheinwerfer, komplett verchromte Front samt Kühlergrill, Scheinwerfereinheiten und Stoßstangen (Teil der Bodengruppe), das Modellfahrzeug hat viele Konstrukte und Bauteile aus der damaligen NASCAR Reihe (Motorhaubenverschlüsse, Frontscheiben Halteklipse, Sicherheitstreben zur Halterung der Heckscheibe, Kofferraumverschlüsse, Überrollbügel und Dachverstärkung im hinteren Teil, es gibt nur den Fahrersitz, komplett geöffnete Seitenscheiben, Streifendekor im Renndesign in Weiß und Gold), verchromte nach seitlich außen geführte Abgasrohre, in Chromgold veredelte Felge im Fuchsfelgendesign (hier sind die typischen Porschefelgen gemeint), folgende Aufdrucke sind in Reihenfolge von vorne nach hinten vorhanden, soweit visuell erkennbar "Hot Wheels Flagge / Edelbrook (Motorteile für den Rennsport) / Bell (Rennfahrerhelme) / Holley (Vergaser) / Koni ( Fahrwerkskomponenten Federn und Dämpfer ) / Autolite (Zündkerzen) / Rennwagennummer 65 in Schwarz / Goodyear (Reifen) / Ford Schriftzug in Weiß" sowie auch die dargestellte Motorgröße auf der Motorhaube in cubic inch "427" (7 Liter Hubraum), Tankdeckeldarstellung (Rennsportbetankung ohne Tankdeckelklappe), Heckleuchten in Rot und Weiß aufgedruckt, verchromte Heckleuchteneinfassungen und Stoßstangen sowie ein Interieur in Schwarz.
 
Auch wenn die Mitte der 60er Jahre im US Fahrzeugdesign deutlich nüchterner wurden, da man sich von den Heckflossen und sonstigen wilden Spielereien verabschiedete, darf die verchromte Front des Ford Galaxie 500 durchaus noch als klassische Front gelten. Die dritte Generation begann 1965 und endete nach den regulären Facelifts des Grundmodells in 1968. Der größte verbaute Serienmotor wurde anfänglich noch vom Vorgänger übernommen und hatte einn V8 Motor mit rund 425 PS Leistung. Als NASCAR Modell wurde die Leistung deutlich erhöht und auch durchaus öfter geändert, so dass dieses Fotomodell unten mindestens mit seinen 600 PS Leistung aufwarten kann. Der Hubraum wurde mit 7 Litern schon im oberen Bereich angegeben. Mit diesem Motor war man im Modelljahr 1965 auch in der NASCAR Grand National Series nahezu unschlagbar. Mit den Fahrern Ned Jarret (13 Siege) und Fred Lorenzen holte man sich diverse Saisonsiege und man siegte im Image trächtigen und wichtigen Daytona 500 und Southern 500 Rennen. Rundum war der Ford Galaxie 500 nicht nur in der Vermarktung und in Stückzahlen ein Erfolg, sondern er war ein echter Imageträger vor über 60 Jahren.
 
 









  

Samstag, 13. Juni 2026

Hot Wheels liefert nun endlich ein lang ersehntes Modell nach, welches typisch zu den DNA von Hot Wheels passt und diese auch verkörpert... : Oldsmobile Toronado Custom, 1966, Deluxe Modell, Hot Wheels, Factory Fresh, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Hot Wheels
Modell : Oldsmobile Toronado Custom, 1966, Deluxe Modell
Update : Nein, neues Modell in 2026
Rubrik : Factory Fresh 
Produktionsort : Malaysia
Farbe : Rotmetallic + Schwarz
Maßstab : ca. 1/70
zu öffnen : nichts  
Maße : ca. 7,8 cm x 3,1 cm x 2,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. 1,60 € ( Mein Kaufpreis neu in 2026 ) 
 
Ehe ich auf dieses Modell im Detail eingehe, muss ich doch mal wieder mit einer Anekdote aus vergangenen Jahren daher kommen. In 2012 habe ich seinerzeit in diesem Block den Oldsmobile Toronado von Siku mit einem Wohnwagengespann gezeigt. Seinerzeit hatte ich geschrieben, dass nur Siku dieses Modell in unserem Maßstab gebaut hat und weder Hot Wheels, Matchbox oder auch Majorette dieses Modell nachgebaut haben. Das war auch eine richtige Aussage, aber ohne es damals zu wissen, war Siku tatsächlich nur bis zum Jahre 2000 der einzige Hersteller des Modells, denn Johnny Lightning produzierte es ebenfalls bereits vor mehr als einem viertel Jahrhundert. Um auf dieses Modell zurückzukommen muss man sagen, dass es natürlich unfair wäre, das Sikumodell mit dem Hot Wheels Modell zu vergleichen, denn darin liegen zeitlich etwa 59 Jahre Versatz. Ich bin allerdings ziemlich sicher, dass sich nicht nur ich, sondern auch viele andere Freunde der bisherigen Muscle Cars von Hot Wheels über diesen neuen Giganten freuen werden, denn das Modell ist bis auf die unterschiedliche Achsausbildung mehr als gelungen. Da man das Modell optisch so hergestellt hat, könnte es auch in dieser Aufmachung mit der klassischen Felge für die standardtisierten Muscle Cars der letzten Jahre bereits vor zehn oder zwanzig Jahren so gebaut worden sein, so dass man ihn später einmal, wenn man das Baujahr nicht genau kennt, auch durchaus zeitlich in der Hot Wheels Geschichte falsch einordnen könnte. 
 
Zu der Lackierung möchte ich noch ein Wort verlieren, denn dieser fast schon lasurartige dünne Lack hat eine ungewöhnliche Tiefe in der Darstellung, denn sie vereint die Farbe mit dem eigentlichen "ZAMAC"-Look darunter. Der hauchdünne Metallikanteil tut der Optik sehr gut und je nach Lichteinstrahlung könnte er sogar fast ein wenig rotbräunlich wirken. Einfach ein tolles Modell... . 
 
Zu den Details : geschlossene Klappscheinwerfer, verchromte Stoßstangen samt Kennzeichenhalter und waagerchte Blinkern, waagerechtes Lüftungsgitter in Schwarz, Teilschwarze Lackierung auf der Motorhaube um den mittleren Teil farblich abzusetzen (das war so üblich bei den meisten Muscle Cars dieser Zeit), Lüftungsgitter im Bereich Übergang Motorhaube zur Frontscheibe, leicht getöntes Scheibenglas, Gitterdarstellung zwischen Heckscheibe und Kofferraumklappe (das war eine Durchzugslüftung des Fahrgastraumes!), Standradbereifung für Mainlinemodelle in unterschiedlicher Größe, verchomte Seitenschweller sowie verchromte Heckstoßstangen samt waagerechten Heckleuchten (mit den Stoßstangen vorne ein Bauteil mit der Bodengruppe), schwarzes Kennzeichen im Look eines alten Kennzeichens aus Kalifornien mit gelber Aufschrift "Hot Wheels / 66 Toro", je ein verchromtes Endrohr je Seite sowie ein weißes Interieur.
 
Dieses Fahrzeug steht für alle Goodies, welche so aus der US Autobranche der 60er Jahre kamen. 1966 kam die erste Generation des Oldsmobile Toronado heraus. Zwar gibt es viele US-Fahrzeuge, welche groß und imposant sind, aber der Oldsmobile Toronado topt diese in fast all seinen Eigenschaften. Man könnte auch mit böser Zunge behaupten, dass man darin wohnen könnte, denn der einstige Koloss aus Lansing (Michigan) ist auf eine Länge von knapp über 5,44 Meter angewachsen. Eine zeitgleich gebaute Mercedes S-Klasse mit dem Kürzel W109 würde, wenn sie neben dem Toronado stehen würde, schlichtweg etwas verkümmert und mickrig aussehen, denn sie wäre mit einer damaligen Breite von 1,81 Meter rund 20 Zentimeter schmaler als der Oldsmobile und in Gänze sogar um 44 Zentimeter kürzer. Obwohl der Zweitonner alles andere als filigran ist, wirkt er dennoch vom Design her absolut harmonisch. Und das ist schon eine große Kunst gewesen, welche vom damaligen GM Chefdesigner Bill Mitchel offensichtlich beherrscht wurde. Der Fronttriebler war zudem seinerzeit technisch eine kleine Revolution, und obwohl es den Begriff des Downszizing in dem Jahr noch nicht gab, würde ein Besitzer eh die Achseln zucken und schlichtweg in allen Belangen bei so einem Auto darauf pfeifen. Mit aller Wahrscheinlichkeit gehört dieses Modell zu den besten Fahrzeugen der Marke Oldsmobile, ebenso zu den Fahrzeugen mit dem größten Hubraum, vielleicht sogar auch zu den schnellsten je gebauten Oldsmobilen überhaupt. Es handelt sich einfach um Luxusauto mit sportlichen Genen, der auch optisch als Wolf im Schafspelz gelten könnte. Das Coupe wird von einem Siebenliter V8 Motor mit 375 PS angetrieben, der im Folgejahr 1967 noch einmal auf 7,5 Liter Hubraum aufgebohrt wurde und 25 zusätzliche PS Leistung bekam. Caroll Shelby soll einmal gesagt haben, dass "Hubraum durch nichts zu ersetzen ist, außer durch noch mehr Hubraum...". Er muss dabei an Oldsmobile und vielleicht sogar an den Toronado gedacht haben. Recht hatte er auf jeden Fall mit dieser Aussage !!!