Montag, 15. Juni 2026

Einer der großen Hot Wheels Erfolge im Bereich der eleganten Hardtop Coupés kommt wieder bildgewaltig in den Handel zurück... : Ford Galaxie 500, ab 1965, dritte Generation, Hot Wheels, Vintage Club 1968, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Hot Wheels
Modell : Ford Galaxie 500, ab 1965, dritte Generation 
Update : Ja, neues Sondermodell in 2026
Rubrik : Vintage Club, 1968
Produktionsort : Indonesia
Farbe : Rot + weißes und goldenes Streifendekor
Maßstab: 1/64
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 8,1 cm x 3,0 cm x 2,1 cm (l/b/h)
Preis : ca. 4,00 € ( Mein Kaufpreis neu in 2026 )

Dieses Modell ist tatsächlich schon öfter in diesem Blog vorgekommen, und es gehört mit zu meinen absoluten Lieblingsmodellen von Hot Wheels. Ja, der Ford Galaxie wurde auch schon von anderen Herstellern nachgebaut. Bei Matchbox war er bereits in den Regulars 1-75 und auch bei den ersten Superfastmodellen als Viertürer dabei. Greenlight baute ihn sogar als Viertürer und als Coupé nach, doch irgendwie ist das Modell von Hot Wheels etwas spannender als die anderen Modelle anderer Hersteller. Das liegt durchaus am Designer Jun Imai, der nicht nur für den Ford Galaxie verantwortlich war, sondern in seiner ganzen Schaffenszeit bei Hot Wheels nahezu alle relevanten und markanten US-Boliden der Muscle Car Ära entwickelt hat. Und das wurde mit so einem Elan gemacht, dass sich daraus auch die Detailfreudigkeiten und die Langzeitqualitäten der Modelle ablesen lassen. Die Proportionen stimmen, die Qualität stimmt und auch die Details an dem Modell stimmen. So kann jeder Sammler oder jedes Spielkind selber entscheiden, wie er oder es das Modell haben will : als ehemaliges NASCAR Fahrzeug, als Full-Size Car (größte Fahrzeugklasse der USA) oder als Hardtop-Coupé der oberen Mittelklasse, als Muscle Car oder einfach nur als eleganten Cruiser einer Oldtimer Rally oder Ausfahrt. Für mich persönlich bleibt er das NASCAR Fahrzeug, welches durch die Ovale der Rennstrecken donnert.      
 
Meinen persönlichen Fahrwerkstest meiner Modellautos ist der hier immer wieder beschriebene Pylonentest auf der Schreibtischplatte. Dieser Test entscheidet über Sieg oder Niederlage in den Themen der Spurhaltung, der Federung, der Reifenwahl des Herstellers und auch die Agilität sowie die Fahrdynamik des jeweiligen Modells aufgrund von Größe, Gewicht und Länge des Modells. Und da bin schon etwas spielerisch in der Region der ganzen Originaltestes bei den großen Modellen im Maßstab 1:1 unterwegs. Wie zu erwarten war, entscheidet der Ford Galxie den Test eindeutig für sich und lässt sich dabei auch nicht aus der Ruhe bringen. Einmal in Fahrt gekommen, kann hier schon einmal das eine oder andere Rad je nach Intensität sich leicht im Bereich eines Mikrometers (1 μm) von der Platte abheben. Ein anderer Bloginhaber im deutschsprachigen Raum schreibt zwar öfter, dass Hot Wheels Modelle keine Federung haben, was aber letztendlich totaler Blödsinn ist. Ja, die Fahrwerke sind schon manchmal bretthart, aber die Reifen lassen sich immer etwas in die Radhäuser eindrücken und federn zurück. Sollte das nicht der Fall sein, liegt meist das Interieur oder der Radlauf auf dem Reifen auf, so dass das Defizit hier konstruktiver Natur ist.     
 
Zu den Details : fotorealistisch bedruckte hochkant stehende Doppelscheinwerfer, komplett verchromte Front samt Kühlergrill, Scheinwerfereinheiten und Stoßstangen (Teil der Bodengruppe), das Modellfahrzeug hat viele Konstrukte und Bauteile aus der damaligen NASCAR Reihe (Motorhaubenverschlüsse, Frontscheiben Halteklipse, Sicherheitstreben zur Halterung der Heckscheibe, Kofferraumverschlüsse, Überrollbügel und Dachverstärkung im hinteren Teil, es gibt nur den Fahrersitz, komplett geöffnete Seitenscheiben, Streifendekor im Renndesign in Weiß und Gold), verchromte nach seitlich außen geführte Abgasrohre, in Chromgold veredelte Felge im Fuchsfelgendesign (hier sind die typischen Porschefelgen gemeint), folgende Aufdrucke sind in Reihenfolge von vorne nach hinten vorhanden, soweit visuell erkennbar "Hot Wheels Flagge / Edelbrook (Motorteile für den Rennsport) / Bell (Rennfahrerhelme) / Holley (Vergaser) / Koni ( Fahrwerkskomponenten Federn und Dämpfer ) / Autolite (Zündkerzen) / Rennwagennummer 65 in Schwarz / Goodyear (Reifen) / Ford Schriftzug in Weiß" sowie auch die dargestellte Motorgröße auf der Motorhaube in cubic inch "427" (7 Liter Hubraum), Tankdeckeldarstellung (Rennsportbetankung ohne Tankdeckelklappe), Heckleuchten in Rot und Weiß aufgedruckt, verchromte Heckleuchteneinfassungen und Stoßstangen sowie ein Interieur in Schwarz.
 
Auch wenn die Mitte der 60er Jahre im US Fahrzeugdesign deutlich nüchterner wurden, da man sich von den Heckflossen und sonstigen wilden Spielereien verabschiedete, darf die verchromte Front des Ford Galaxie 500 durchaus noch als klassische Front gelten. Die dritte Generation begann 1965 und endete nach den regulären Facelifts des Grundmodells in 1968. Der größte verbaute Serienmotor wurde anfänglich noch vom Vorgänger übernommen und hatte einn V8 Motor mit rund 425 PS Leistung. Als NASCAR Modell wurde die Leistung deutlich erhöht und auch durchaus öfter geändert, so dass dieses Fotomodell unten mindestens mit seinen 600 PS Leistung aufwarten kann. Der Hubraum wurde mit 7 Litern schon im oberen Bereich angegeben. Mit diesem Motor war man im Modelljahr 1965 auch in der NASCAR Grand National Series nahezu unschlagbar. Mit den Fahrern Ned Jarret (13 Siege) und Fred Lorenzen holte man sich diverse Saisonsiege und man siegte im Image trächtigen und wichtigen Daytona 500 und Southern 500 Rennen. Rundum war der Ford Galaxie 500 nicht nur in der Vermarktung und in Stückzahlen ein Erfolg, sondern er war ein echter Imageträger vor über 60 Jahren.
 
 









  

Samstag, 13. Juni 2026

Hot Wheels liefert nun endlich ein lang ersehntes Modell nach, welches typisch zu den DNA von Hot Wheels passt und diese auch verkörpert... : Oldsmobile Toronado Custom, 1966, Deluxe Modell, Hot Wheels, Factory Fresh, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Hot Wheels
Modell : Oldsmobile Toronado Custom, 1966, Deluxe Modell
Update : Nein, neues Modell in 2026
Rubrik : Factory Fresh 
Produktionsort : Malaysia
Farbe : Rotmetallic + Schwarz
Maßstab : ca. 1/70
zu öffnen : nichts  
Maße : ca. 7,8 cm x 3,1 cm x 2,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. 1,60 € ( Mein Kaufpreis neu in 2026 ) 
 
Ehe ich auf dieses Modell im Detail eingehe, muss ich doch mal wieder mit einer Anekdote aus vergangenen Jahren daher kommen. In 2012 habe ich seinerzeit in diesem Block den Oldsmobile Toronado von Siku mit einem Wohnwagengespann gezeigt. Seinerzeit hatte ich geschrieben, dass nur Siku dieses Modell in unserem Maßstab gebaut hat und weder Hot Wheels, Matchbox oder auch Majorette dieses Modell nachgebaut haben. Das war auch eine richtige Aussage, aber ohne es damals zu wissen, war Siku tatsächlich nur bis zum Jahre 2000 der einzige Hersteller des Modells, denn Johnny Lightning produzierte es ebenfalls bereits vor mehr als einem viertel Jahrhundert. Um auf dieses Modell zurückzukommen muss man sagen, dass es natürlich unfair wäre, das Sikumodell mit dem Hot Wheels Modell zu vergleichen, denn darin liegen zeitlich etwa 59 Jahre Versatz. Ich bin allerdings ziemlich sicher, dass sich nicht nur ich, sondern auch viele andere Freunde der bisherigen Muscle Cars von Hot Wheels über diesen neuen Giganten freuen werden, denn das Modell ist bis auf die unterschiedliche Achsausbildung mehr als gelungen. Da man das Modell optisch so hergestellt hat, könnte es auch in dieser Aufmachung mit der klassischen Felge für die standardtisierten Muscle Cars der letzten Jahre bereits vor zehn oder zwanzig Jahren so gebaut worden sein, so dass man ihn später einmal, wenn man das Baujahr nicht genau kennt, auch durchaus zeitlich in der Hot Wheels Geschichte falsch einordnen könnte. 
 
Zu der Lackierung möchte ich noch ein Wort verlieren, denn dieser fast schon lasurartige dünne Lack hat eine ungewöhnliche Tiefe in der Darstellung, denn sie vereint die Farbe mit dem eigentlichen "ZAMAC"-Look darunter. Der hauchdünne Metallikanteil tut der Optik sehr gut und je nach Lichteinstrahlung könnte er sogar fast ein wenig rotbräunlich wirken. Einfach ein tolles Modell... . 
 
Zu den Details : geschlossene Klappscheinwerfer, verchromte Stoßstangen samt Kennzeichenhalter und waagerchte Blinkern, waagerechtes Lüftungsgitter in Schwarz, Teilschwarze Lackierung auf der Motorhaube um den mittleren Teil farblich abzusetzen (das war so üblich bei den meisten Muscle Cars dieser Zeit), Lüftungsgitter im Bereich Übergang Motorhaube zur Frontscheibe, leicht getöntes Scheibenglas, Gitterdarstellung zwischen Heckscheibe und Kofferraumklappe (das war eine Durchzugslüftung des Fahrgastraumes!), Standradbereifung für Mainlinemodelle in unterschiedlicher Größe, verchomte Seitenschweller sowie verchromte Heckstoßstangen samt waagerechten Heckleuchten (mit den Stoßstangen vorne ein Bauteil mit der Bodengruppe), schwarzes Kennzeichen im Look eines alten Kennzeichens aus Kalifornien mit gelber Aufschrift "Hot Wheels / 66 Toro", je ein verchromtes Endrohr je Seite sowie ein weißes Interieur.
 
Dieses Fahrzeug steht für alle Goodies, welche so aus der US Autobranche der 60er Jahre kamen. 1966 kam die erste Generation des Oldsmobile Toronado heraus. Zwar gibt es viele US-Fahrzeuge, welche groß und imposant sind, aber der Oldsmobile Toronado topt diese in fast all seinen Eigenschaften. Man könnte auch mit böser Zunge behaupten, dass man darin wohnen könnte, denn der einstige Koloss aus Lansing (Michigan) ist auf eine Länge von knapp über 5,44 Meter angewachsen. Eine zeitgleich gebaute Mercedes S-Klasse mit dem Kürzel W109 würde, wenn sie neben dem Toronado stehen würde, schlichtweg etwas verkümmert und mickrig aussehen, denn sie wäre mit einer damaligen Breite von 1,81 Meter rund 20 Zentimeter schmaler als der Oldsmobile und in Gänze sogar um 44 Zentimeter kürzer. Obwohl der Zweitonner alles andere als filigran ist, wirkt er dennoch vom Design her absolut harmonisch. Und das ist schon eine große Kunst gewesen, welche vom damaligen GM Chefdesigner Bill Mitchel offensichtlich beherrscht wurde. Der Fronttriebler war zudem seinerzeit technisch eine kleine Revolution, und obwohl es den Begriff des Downszizing in dem Jahr noch nicht gab, würde ein Besitzer eh die Achseln zucken und schlichtweg in allen Belangen bei so einem Auto darauf pfeifen. Mit aller Wahrscheinlichkeit gehört dieses Modell zu den besten Fahrzeugen der Marke Oldsmobile, ebenso zu den Fahrzeugen mit dem größten Hubraum, vielleicht sogar auch zu den schnellsten je gebauten Oldsmobilen überhaupt. Es handelt sich einfach um Luxusauto mit sportlichen Genen, der auch optisch als Wolf im Schafspelz gelten könnte. Das Coupe wird von einem Siebenliter V8 Motor mit 375 PS angetrieben, der im Folgejahr 1967 noch einmal auf 7,5 Liter Hubraum aufgebohrt wurde und 25 zusätzliche PS Leistung bekam. Caroll Shelby soll einmal gesagt haben, dass "Hubraum durch nichts zu ersetzen ist, außer durch noch mehr Hubraum...". Er muss dabei an Oldsmobile und vielleicht sogar an den Toronado gedacht haben. Recht hatte er auf jeden Fall mit dieser Aussage !!!  
 









 

Donnerstag, 11. Juni 2026

Hot Wheels präsentiert die nächste Variante eines echten Bestsellers und geht mit ihm vom Goodwood Festival of Speed auf die Bergpiste... : Jaguar MK1 Competition Car, 1958, Goodwood Jaguar Racing Series, Hot Wheels, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Hot Wheels
Modelle : Jaguar MK1 Competition Car, Goodwood Jaguar Racing Series  
Update : Ja, neue Modellfassung in 2026
Rubriken : HW Summit Surge
Produktionsort : Indonesia
Farbe : Schwarz
Maßstab : ca. 1/62 
zu öffnen : nichts 
Maße : ca. 7,4 cm x 2,9 cm x 2,1 cm (l/b/h)
Preis : ca. 4,00 € ( Mein Kaufpreis neu in 2026 )  
 
Das dieses Jaguar Modell ein absoluter Bestseller wird, war jetzt auch von mir keine große Kunst, das voraus zusagen, denn es gibt in unserem Maßstab kein vergleichbares Modell. Wenn man einmal die beiden Anfangsmodelle von Matchbox aus den Regulars 1-75 Series im deutlich kleineren Maßstab und in der Erscheinung des normalen Serientrimm heraus nimmt, wäre mir so erst einmal kein weiteres Modell dieser Jaguarserie in unserem Maßstab bekannt. Der Grund für die Begehrlichkeit und der hohen Nachfrage dieses MK1 Modells ist der schmale Übergang innerhalb der Historie der Firma von sehr traditionellen Jaguar Modellen neben dem MK1 sowie den XK Roadstern und der kommenden Jaguar MK 10 Limousine. Es ist sozusagen der Scheideweg vom in begrenzten herstellbaren Stückzahlen mit teilhandfertigungen oder  teilmaschinellen Fertigungen zu absoluten Massenprodukten. Vom Design steckt ebenso noch ein Hauch "Ponton" aus der Nachkriegszeit im MK1 drin gepaart mit klassischen Jaguar Designelementen aus den 40er und 50er Jahren. Und gerade diese Zeit war für Automobilhersteller spannend und gerade im Modellautobereich fehlt aus dieser Zeit noch so vieles an tollen Fahrzeugen. 
 
Das schöne neue Sondermodell vom Jaguar MK1, welches in allen Belangen hervorragend gelungen ist und schon hoch detailiert wurde, ist Bestandteil der neuen Serie "Summit Surge" (Gipfelstürmer), wo eine fünfteilige Autoserie in Form von Klassikern, Supersportwagen mit Saugmotoren, Hybriden als auch Vollektro sich auf einer Bergrallye befinden und vom Tal aus an die Spitze fahren. Ungewöhnliche Idee, reizvoller Titel, noch reizvollere Fahrzeuge. Und gerade wir in Europa haben durchaus die eine oder andere Gebirkskette, wo man dann so schöne Strecken wie das Stilfser Joch oder die Tour zum Großglockner durchaus mal gefahren haben soll. Aber auch in Amerika kann ich mich an eine Strecke besonders gut zurück erinnern, welche wir seinerzeit von Lake Tahoe bis zum Yosemite Nationalpark gefahren sind. Typisch Hot Wheels, dass man so eine Serie auch unbedingt darstellen will, denn bereits mit der Blisterkarte und dem Titel erzählt man eine Geschichte, die ein jedes Spielkind für sich neu entscheiden und entdecken kann, welches von den Fahrzeugen im Rennen oben ankommen wird. Und somit reiht sich diese kleine Rennserie parallel zu dem Vintage Club 1968 gerade in eine spannende Sammelreihe ein. Für die 4-Euro-Klasse sind die Modelle überaus mehr detailiert worden, als es früher der Fall war, so das man durchaus damit auch einen kleinen Angriff auf andere Hersteller wagt, in dem zeigt, dass ein Zwischenprodukt (zwischen Mainline und Premiumbereich) fast schon ein Premiumprodukt sein kann... . "Gutes" muss also nicht viel Geld kosten, sofern man es überhaupt erhält... .

Zu den Details : Rundscheinwerfer in fotorealistischer Optik mit schwarzem Fadenkreuz (typisch für den Rennsport, um das Zerspringen der Streuscheibe bei Steinschlag zu verhindern), Blinker in Silber, Zusatzscheinwerfer in Dunkelgrau mit Silberrand und mittiger Teilung, schwarzer Kühlergrill mit vertikalen Stäben und Umrandung in Silber, Jaguar Emblem auf der Spitze des Kühlergrills in Rot und Silber, Lüftungsgitter auf der Motorhaube in Wagenfarbe, schwarze Kennzeichenplatte ohne Aufschrift, Chromstoßstangen (Teil der Bodenplatte) mit vertikalen Bumpern, Rennwagennummer "55", Sponsor "Castrol" sowie Hot Wheels Flagge in Rot als Aufdruck, klares Scheibenglas, neue Klassikfelge "Steelie" mit geschwärzter Radnarbenabdeckung sowie einem äußeren Chromrand in Silber, Heckleuchten in Rot, silberner Heckklappengriff, Jaguar Schriftzug in Schreibschrift und Silber auf dem Heckdeckel, Chromstoßstangen mit vertikalen Bumpern sowie ein braunes Interieur. Das Fahrzeug ist ein Rechtslenker.  
 
Die Leistungsdaten dieses wundervollen Jaguars sind tatsächlich bekannt, doch wir starten erst einmal mit dem Standard aus den späten 50er Jahren. Der normale Jaguar MK1 hatte in der 2,4 Liter Version einen Reihensechszylinder, der rund 112 PS Leistung aufweisen konnte. Die 3,4 Liter Maschine wies da schon mit 210 PS eine deutlich höhere Leistung auf. Der Jaguar galt für die späten 50er Jahre bereits schon als sehr schnelles Automobil und konnte bereits eine Höchstgeschwindigkeit von rund 190 Stundenkilometer aufweisen. Doch kommen wir nun zu der übearbeiteten Fassung, welche deutlich mehr Leistung aufweist, denn in diesem Renntrimm und dieser neuen Abstimmung kommt der alte Jaguar auf rund 277 PS Leistung. Dieses unten gezeigte Modell ist nach heutigen Erkenntnissen ein Einzelstück, wenn man es mit dem Modell von Les Ely / Mike Hawthorne in Verbindung bringt. Bis 1959 entstanden von der gesamten Baureihe etwa rund 38.500 Fahrzeuge, ehe man mit dem MK2 in das nächste Jahrzehnt rutschte. Das Fahrzeug wurde natürlich vom Jaguar Eigentümer Sir William Lyons entworfen.
 









  

Dienstag, 9. Juni 2026

Brittaniens Ford Cortina kreuzte sich Anfang der 60er Jahre mit Lotus, so dass eine der schärfsten und schönsten Sportlimousinen dazu entstand...(2) : (Ford) Lotus Cortina Mk1, Hot Wheels, HW Euro, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Hot Wheels
Modell : (Ford) Lotus Cortina, Typ Mk1
Update : Ja, neue Modellfassung in 2026
Rubrik : HW Euro 
Produktionsort : Malaysia
Farbe : Rot matt & Gold matt
Maßstab: ca. 1/63
zu öffnen  : nichts  
Maße: ca. 6,8 cm x 2,7 cm x 2,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. 1,60 € ( Mein Kaufpreis neu in 2026)
 
Hot Wheels geht mit einem meiner absoluten Lieblingen unter den Neufahrzeugen in die zweite Runde, welche schon sehr farbenfroh in den Handel gekommen ist. Man schließt mit dem Ford Cortina der ersten Generation tatsächlich eine wichtige Lücke nach unten in der britischen Ford Produktion und kommt dem ehemaligen Superfastmodell Ford Cortina MkII von Matchbox geschichtlich entgegen und nicht in die Quere. Doch warum sind solche Nachbildungen in unserem Maßstab so wichtig? Ford England war wie Ford Köln seit Ende der 30er Jahre ein eigenständiger Ableger der US Marke Ford, welche für den heimischen Markt der Briten Autos bauten. So kam es, dass zwischen den späten 30er Jahren bis hin zu den 60er Jahren vollkommen unterschiedliche Fahrzeuge zwischen Ford England und Ford Deutschland gebaut wurden. Und das tat man sowohl auf der einen als auf der anderen Seite durchaus anfänglich sehr erfolgreich. Aufgrund unterschiedlicher Erfolge und Absatzzahlen wurden die Ford UK Modelle mit den Ford Deutschlandmodellen ab den 60er Jahren zusammengelegt. Der Ford Escort 1 (genannt Hundeknochen Escort) war ein Ford UK Produkt. Die Taunus- und Cortinamodelle liefen zunächst noch parallel und bekamen parallel das Kürzel TC dazu (TC=Taunus/Cortina). Erst ab dem Ford Taunusmodell des Jahrgangs 1976 wechselte man final auf das deutsche Produkt um, Bei dem Granada war der Wechsel deutlich einfacher, denn der britische Entwurf der Zephyr und Zodiac Modelle kam aufgrund der unverhältnismäßigen Modellproportionen beim Publikum nicht so wirklich an, so dass der Granada diese dann ablöste und dann die neue Oberklasse (oder obere Mittelklasse) weiterhin maßgebend bildete.  
 
Die erste Fassung des Ford Cortina Mk1 war sehr erfolgreich, denn es erfüllte die Nachfrage nach mehr Platz, mehr Zuladung und mehr Komfort, da man anfing, mit dem Auto speziell in den Nachkriegsjahren der späten 50er und ab Anfang der 60er zu verreisen. Aber nicht nur solche Argumente feuerten den Verkauf an, denn der Motorsport gab in jenen Tagen noch eine weitere große Portion des Erfolges eines Serienmodells mit dazu, wenn zum Beispiel der Fahrer nach einem Unfall überlebte oder das Fahrzeug pannenfrei ins Ziel kam. Klingt bitter, war aber so. Auch die Sportlichkeit oder die sportliche Note ließen sich in der Serie bestens verkaufen, so dass die Auswahl des Ford Cortina vom Lotuseigentümer Colin Chapman eine sehr gelungene Kombination war. Es stellten sich schnell Erfolge ein, denn 1964 gewann man die British Salon Car Championship. Im Folgejahr holte man sich mit dem Cortina den Sieg in der European Touring Car Championhip. Weiterhin stellten sich auch Erfolge bei den Langstreckenrennen in Brands Hatch als auch auf der anderen Seite der Welt im australischen Bathhurst ein.  
 
Zu den Details : Rundscheinwerfer ohne Bedruckung, gelber Kühlergrill mit Gitterstreben, rote Stoßstangen, schwarzes Modellschild in der Hutze auf der Motorhaube mit silbernem Schriftzug "Consul", Rennwagennummer "63" in Gold mit schwarzem Kreis auf der Motorhaube und den Seitenflächen, goldfarbenes Streifendekor, Lotus Aufdruck (plus gleicher Aufdruck auf der Gegenseite), auf beiden Modellautoseiten mit "Hot Wheels Flagge / Castrol Werbeschriftzug / Team HWS" gleicher Aufdruck, Aero Disc Felge, dritte Bremsleuchte auf Kofferraumdeckel montiert, Sternförmige Unterteilung bei den Rundleuchten am Heck, Heckleuchten samt Kennzeichenschild in Gold abgesetzt, Abgasanlage unter der Fahrertür in Gold sowie ein Interieur in Gold. Das Modell ist ein Rechtslenker.  
 
Die Grundlage des unten gezeigten Modells ist der Ford Cortina Mk1, welcher ab 1962 bis 1967 in den Ford Werken in Dagenham in Großbrittanien gefertigt wurde. Während das Basisstraßenmodell die berühmten und langlebigen Kent Motoren mit 48 PS Leistung verbaut bekommen haben, hatte der Lotus Cortina deutlich mehr Leistung zu bieten. Und hier kam dann auch in den 60er Jahren zusammen, was tatsächlich für einen schönen kleinen Sportwagen auch erfolgreich zusammen gehörte : Lotus und Ford. Als Gruppe 5 Fahrzeug wog der Lotus Cortina etwa nur 850 Kilogramm in der Serie sowie später sogar noch etwas weniger und hatte gemäß dem sportlichen Vornamen Lotus Technik unter der Haube. Hier hat es unterschiedliche Leistungsangaben gegeben, denn frühe Exemplare ab 1962 hatten wohl die 141 PS Leistung und spätere Modelle wurden bereits mit rund 176 PS Leistung aus einem 1,6 Liter Vierzylinder Motor bestückt. In der Gruppe 2 der britischen Tourenwagen hatte der Lotus Cortina rund 106 PS Leistung. Nach Internetangaben sind nur etwa 3.306 Stück von dem exklusiven Sportwagen gebaut worden. Die Gesamtstückzahlen der ersten Ford Cortina Baureihe beläuft sich auf rund 930tsd Stück. 
 









 

Sonntag, 7. Juni 2026

Hot Wheels verfeinert einen seiner ultimativen deutschen Klassiker auf eine bezaubernde Art und schickt ihn auf eine klassische Oldtimerrallye eines Oldtimerclubs... : BMW 507, Hot Wheels, Vintage Club 1968, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Hot Wheels
Modell : BMW 507
Update : Ja, neue Modellversion in 2026
Rubrik : Vintage Club 1968, Mix 2 
Produktionsort : Indonesia
Farbe : Schwarz (Originalfarbton)
Maßstab : ca. 1/64
zu öffnen : nichts  
Maße : ca. 7,0 cm x 2,8 cm x 2,0 cm (l/b/h)
Preis : ca. 4,00 € ( Mein Kaufpreis neu in 2025) 
 
Der wunderbare BMW 507 kehrt bei Hot Wheels in einer sechsten Fassung aktuell wieder in den Handel zurück und zeigt sich dort von seiner originalsten Seite überhaupt, so dass Sammler durchaus ins Schwanken geraten können, warum man für hoch detaillierte und limitierte Modelle dann 40 bis 50 Euro zahlen muss, wenn man sich diesen wunderschönen Roadster im simplen aber sehr kräftigem Schwarz für ein kleines Entgeld ins Regal stellen kann. Das schöne Sondermodell der neuen und aktuellen Vintage Club 1968 Serie zeigt sich hoch detailliert, so dass dort für den Kaufpreis kaum Wünsche offen bleiben. Das Konzept der neuen Serie ist hoch interessant, denn sie bedient sich vom Thema her tatsächlich auch ein wenig an der ebenfalls aktuellen Serie "Summit Surge" und zeigt auf, wie Klassiker an einer schnellen Ausfahrt, einem Rennen oder an einer Oldtimerrallye teilnehmen. Und damit zeigt man sich recht aktuell im Weltgeschehen, denn Oldtimerveranstaltungen haben mittlerweile nicht nur in Deutschland einen festen Platz in den Wochenendveranstaltungen eingenommen. Tatsächlich geht es bei dieser Rennveranstaltung und dem Starterfeld der fünf Fahrzeuge schon eher sehr sportlich zu, denn Hot Wheels stellt dem BMW auch beispielsweise einen Porsche 356, einen Alfa Romeo GTV6, einen Ford Galaxie 500 und einen Honda N600 dafür beiseite. Das passt bestens und die Mischung ist mehr als gelungen, so dass ich mir gerne noch weitere Konstellationen wünschen würde, die Hot Wheels problemlos selbst Länder orientiert nachsetzen kann... (ein Deutschland Set, ein Japan Set, ein England Set, usw.).  
 
Dieses Modell hat eine besondere Felge verbaut bekommen, welche zunächst von weitem betrachtet an die Standard Classic Felge von Matchbox erinnert, wobei diese hier bei näherer Betrachtung ganz anders aufgebaut ist. Hot Wheels zeigt damit, dass man wieder einmal in der Darstellung des Originals ganz oben mitschwimmen kann, wenn man auf auffällige oder überdrehte Tuning Accessoires bei solchen klassischen Fahrzeugen verzichtet. Man könnte auch meinen, dass man im Gegenzug zu Majorette, so langsam mit den Jahrzehnten auch "erwachsen" geworden ist, was jetzt keinesfalls schlecht ist. Die Grundlage des Komplettrades bildet eine simple Lochfelge, welche ganz stark an die ursprüngliche Stahlfelge oder Grundfelge des VW Käfers erinnert. Die Radverschraubungen werden mit einem zusätzlichen Chromaufsatz abgedeckt und geschützt, so dass man hier nur das dezente Achsende des 507 erkennen kann. Hot Wheels nennt die Felge witziger Weise auch noch "Steelie" und wird sich vermutlich auch auf das von mir benannte Exemplar im Original beziehen.       
 
Zu den Details : Rundscheinwerfer in fotorealistischer Optik mit schwarzem Klebekreuz (das macht man bei Rennveranstaltungen zum Schutz der Streuscheibe gegen Steinschlag), Blinker in Weiß (gab es so tatsächlich früher im Original auch bei Auslandsausführungen), verchromter Kühlergrill, verchromte Stoßstangen (samt verchromter Bodenplatte als einem Bauteil), BMW Emblem auf der Frontmaske, Zierelement in Silber auf der Motorhaube, Rennwagennummer "56", Lüftungsgitter im Bereich der Frontscheibe (Zuluft für die Insassen), Lüftungsgitter seitlich in Schwarz und Silber mit BMW Emble (genannt BMW Kieme), Türgriffe in Silber, Antennenspiegel, Klarglas Frontscheibe mit oben monteirten Sonnenblenden, die neue und aktuelle Klassikfelge von Hot Wheels mit Chromring aussen und verchromten Felgendeckel innen (genannt Steelie), Heckleuchten in Rot und Orange, verchromte Heckstoßstange, braunes Interieur sowie die Nachbildung der Schaltkulisse samt Schalttunnel. Das Modell ist ein Linkslenker.  
 
Was sind schon 4 Euro für ein Modellauto, wenn das Originalfahrzeug mit seinen derzeit aktuellem Wert von rund 2 Millionen Euro im Maßstab 1:1 absolut unbezahlbar ist, sofern man denn überhaupt ein Exemplar kaufen kann. Doch auch hier gehen wir erst einmal zurück an den Anfang zu einem maßgeblichen Entscheider dieses Modells, dessen Leben und Wirken im letzten Jahr in einer großen deutschen Oldtimerzeitschrift gewürdigt wurde, Max Hoffmann. Ohne diesen US amerikanischen Autohändler hätte es den BMW 507 vermutlich nicht gegeben, der dem Fahrzeug eine große Marktchance in den USA voraussagte. Mit der gefallenen Entscheidung zur Entwicklung eines Oberklasse Cabriolets wurde der Designer Albrecht Graf von Görtz 1953 von BMW beauftragt, den BMW 503 und den BMW 507 zu entwerfen. Herausgekommen ist ein bis heute unvergleichbares Automobildesign beim BMW 507, welches es sogar als Retrodesign bei dem BMW Z8 im Jahr 2000 geschafft hat, in das kommende Jahrtausend einzuziehen. Die Stückzahlen dieses Roadsters sind nicht gerade groß geworden. 252 Stück wurden insgesamt gebaut, wovon etwa noch 220 Stück existieren sollen. Der BMW weist rund 150 PS Motorleistung auf, welche allerdings damals aus einem 3,2 Liter V8 Aggragt geschöpft wurden, der aus dem Barockengel BMW 3200 genommen wurde. Als Sonderausstattung haben einige 507 Modelle auch eine 165 PS Motorleistung erhalten, welche das Fahrzeug schon auf damals recht unübliche 220 Stundenkilometer beschleunigte. Den Erfolg verhinderte damals der Preis, denn man konnte sich auch etwa acht VW Käfer Modelle alternativ leisten...