Sonntag, 9. August 2026

Bei Tomytec sind die "Moving Parts" Bauteile mittlerweile aus den High End Kleinserien bei den Limited Vintage Modellen angekommen... : Nissan Skyline HT 2000 GT, 1970 bis 1972, Tomica Limited Vintage Neo, LV-N356a, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Tomy / Tomica
Modelle : Nissan Skyline HT 2000 GT, 1970 bis 1972
Lenkung : Rechtslenker 
Update : Nein, neues Modell mit zeitgleich gebautem Pendant in 2026
Rubrik : Tomica Limited Vintage Neo, LV-N356a 
Produktionsort : China
Farbe : Silbergraumetallic
Maßstab : 1/64
zu öffnen : Motorhaube
Maße Modell: ca. 6,9 cm x 2,6 cm x 2,1 (l/b/h)
Preis : ca. 35,00€ ( Mein Kaufpreis neu in 2026 )
 
Vor vielen Jahrzehnten hatte Tomica in den 70er Jahren in der Mainline dieses Coupé ebenfalls mit aufgenommen, wobei das unten gezeigte Exemplar der heutigen Limited Vintage Modelle deutlich genauer und kantiger als Coupé dargestellt wird, als es seinerzeit in der Erstfassung der Fall war. Das mag natürlich an den Fertigungsmöglichkeiten als auch an der Fertigungsqualität gelegen haben. Vor etwa 10 Jahren habe ich einmal alle drei Varianten vom Typ C10 nebeneinander gestellt, wobei zu diesem Zeitpunkt noch das rare Coupé aus der Mainline dazu gekommen ist und erst heute durch die aktuelle Fassung ausgetauscht werden könnte (das ehemalige Mainlinemodell ist über folgenden Text zu finden : Faszination Tomica und die Nissan Skyline Familie des Typs C10 im Überblick). Erstaunlicher Weise ist weder das eine oder andere Produkt leicht zu finden. Vom Preis könnten sich die Modelle trotz des hohen Einstiegspreis der aktuellen Limited Vintage Modelle zur damaligen Mainline dennoch groß unterscheiden. Die erste Fassung aus der Mainline mit den abweichenden Standardfelgen liegt derzeit mit und ohne Packung zwischen 150 und 175 Euro. Versand ist damit noch nicht drin. Da kann man sich auch fünf der Limited Vintage Modelle leisten, welche "morgen" auch an Wert gewinnen werden... . 
 
Auch bei diesem Modell muss man sich selber immer einbremsen, es nie zum Spielen zu benutzen, da es einfach zu wertvoll ist. Die "Moving Parts" Modelle von Tomica verursachen in dieser exklusiven Limited Vintage Neo Fassung einen Aufschlag von etwa 5 bis 7 Euro, also in etwa ein ganzes Mainlinemodell. Aber dieses Modell verführt einfach jeden sofort, was an diesem unzähligen Detailreichtum als auch an der gesamten Verarbeitung liegen mag. Das fängt schon beim kristallklaren Scheibenglas an, geht über das angenehm volle Gewicht der Karosse bishin zum seidenweichen Lack. Und gerade die Lackierung ist mit Sicherheit im Mehrschichtverfahren entstanden. Außerdem fällt bei so einem Modell wie diesem auf, wie "leise" das Modell auf den gummierten Reifen auf einer Tischplatte abrollt und fast schon darüber hinweg spurstabil schwebt. Man könnte fast meinen, dass das Thema Fahrwerk beginnend mit diesem Blog tatsächlich auch an Gehör und auch an Wertigkeit gewonnen haben mag. Mit Sicherheit kann man die Aussage treffen, dass diese Modelle zu den leistesten ihrer Art gehören, als hätte man irgendwelche Dämpfer als Zusatzbauteil der Federung eingebaut. Vermutlich liegt es aber "nur" an dieser unglaublich starken Präzision der Verarbeitung, dass weder etwas quietscht noch eiert. Und gerade dafür sind ja die Japaner bekannt, perfekte Modelle zu bauen. Obwohl das China mittlerweile genauso gut kann... .
 
Zu den Details : Doppelrundscheinwerfer aus Klarglas mit äußerer Chromeinfassung nach innen zulaufend eingefasst, Kühlergrill in Schwarz oben und unten mit einer Chromleiste eingefasst, Nissan Emblem mittig auf dem Kühlergrill in Silber, Modellschriftzug "2000 GT" in Silber rechts auf dem Kühlergrill montiert, waagerechte Blinker in Weiß über der Stoßstange, Stoßstange aus Chrom mit weißer Kennzeichenplatte, Lüftungsgitterdarstellung zwischen Motorhaube und Fensterscheibe, Scheibenumrandungen in Silber an allen Scheiben, die Seitenscheiben sind mit einer senkrechten Leistenunterteilung in Silber und einer schwarzen Dreiecksleiste ausgestattet worden, Scheibenwischer in Silber, rundes Dekorelement an der C-Säule, silberne Dekorleiste im seitlichen Schwellerbereich, Türgriffdarstellung, Kotflügelblinker waagerecht in Orange, Modellschriftzug "Skyline" in Schreibschrift auf den vorderen Kotflügeln dargestellt, weiße Positionsleuchten waagerecht im seitlichen Heckbereich, aufwendige und original verchromte Lochfelgen auf schwarzen und profillierten Gummireifen mit Weißrand, silberne Dekorleiste auf der Kofferraumklappe, Heckleuchten in durchsichtigem mehrfarbigem Plastik sowie in doppelt quadratischer und verchromter Einfassung, schwarze Heckblende zwischen den Heckleuchten oben und unten mit verchromter Dekorleiste versehen, "2000 GT" in Silber als Modellschriftzug neben den rechten Heckleuchten, Kofferraumschloss in Silber, weißes Kennzeichen mit Chromdekorleisten zum Teil eingefasst, Stoßstangen am Heck verchromt und je Fahrzeugseite mit weißen und integrierten Rückfahrleuchten versehen, verchromte Doppelrundauspuffanlage, schön gestaltetes schwarzes Interieur, Hutablage auf geriffelter Fläche, Holzlenkrad und Holzdekor in der Mittelkonsole (bei der Schaltung), sehr gut konturierte Sitze, detaillierte Motordarstellung, silberner Grundmotor, blaue Verteilerkappe sowie schwarze Anbauteile.
 
Nissan erbte die Modellbezeichnung "Skyline" nach der Übernahme der Prince Motor Company im Jahre 1966, ohne vielleicht dabei zu wissen, das sowohl Fahrzeuge der ersten Generation als auch der Name Skyline es bis in die Neuzeit und in das Jahr 2024 schaffen würden. Das unten gezeigte Modell ist sowohl als Viertürer als auch als Kombimodell gebaut worden. Beide Modelle sind hier im Blog zu sehen. Das wunderschöne Coupé des C10 wurde tatsächlich erst sehr spät um 1970 herum in Produktion gegeben. Die Baureihe C10 endete im Jahre 1972. Knapp über 310.000 Exemplare baute Nissan in nur vier Jahren, wobei nicht mehr abzuleiten ist, wie viele Coupés davon gebaut wurden. Damit verdreifachte man den Absatz des Vorgängers. Und vielleicht ist das auch die Geburtstunde des sportlichen Image, welches der Skyline bis heute inne hält. Jede Variante hat seinen Reiz. Da es eine Luxussteuer auf Autos über Zweiliter Hubraum gab, sind seinerzeit die Motoren auf diesen Hubraum begrenzt worden. Mit einer zweiflutigen Auspuffanlage bewegt sich der 2000 GT bereits in dem elitären Kreis der wunderbaren Reihensechszylinder Motoren. 120 PS bringen die im Mittel 1000kg schwere Limousine ordentlich in Wallung, und damit liegt das Fahrzeug mit 20 PS über dem 1800er und 32PS über dem 1500er Modell. Der 2000 GT weißt eine Höchstgeschwindigkeit von rund 175 Stundenkilometer auf und hätte zumindest damals mit den Commodoremodellen von Opel oder den großen Sechszylindern von Ford Taunus und Ford Granada mit konkurriert. Überhaupt hätte man seinerzeit schon den Schritt mit diesem Modell nach Deutschland wagen können... .













 

Freitag, 7. August 2026

Tomy präsentiert dem Handel und den Sammlern dieser Welt mit der zweiten Generation des Toyota Celsior erneut ein echtes Vorzeigestück für die Vitrine... : Toyota Celsior, zweite Generation, Faceliftmodell 1997-2000, Tomica Limited Vintage Neo, LV-N356a, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Tomy / Tomica
Modelle : Toyota Celsior, zweite Generation, Faceliftmodell 1997-2000
Lenkung : Rechtslenker 
Update : Nein, neues Modell mit zeitgleich gebautem Pendant in 2026
Rubrik : Tomica Limited Vintage Neo, LV-N356a 
Produktionsort : China
Farbe : Weißmetallic + Silber
Maßstab : 1/64
zu öffnen : nichts
Maße Modell: ca. 7,8 cm x 2,9 cm x 2,2 (l/b/h)
Preis : ca. 32,00€ ( Mein Kaufpreis neu in 2026 )
 
Wie immer achtet zumindest Tomy sehr gut darauf, was in diesem Segment produziert wird oder auch wurde. Hausintern hat man bereits die erste Generation des Celsior in der regulären Serie als auch im Premiumbereich hergestellt. Matchbox und andere nahmen sich vermehrt dem Exportmodell Lexus aus der Zeit an. Somit ist es nur logisch, dass man sich auch der zweiten Generation des Celsior im Hause Tomy selber widmet, um hier ein deutliches Statement zum Modell aus der Heimat zu setzen. Gerade im wachsenden Markt der Konkurrenz, welche sich beispielsweise bei Mini GT gesondert um die deutsche Luxusklasse bemüht, setzt Tomica verstärkt auf die Automodelle aus dem eigenen Land. Und das waren bei weitem keine schlechten Modelle, wie man hier im Blog erkennen kann. Mit dem Toyota Celsior der zweiten Genration und somit zudem noch mit dem Faceliftmodell der Baureihe setzt Tomica wieder einmal ein absolutes Highlight in unserem Maßstab und zeigt das Modell so detailliert, dass es mit dem Detailreichtum der größeren Maßstäbe absolut mithalten kann. Die Qualität bleibt zum Glück auf dem bekannten Spitzenniveau, so dass auch Tomica weiterhin als Benchmark gelten darf. Aber die wachsende Konkurrenz rückt bereits verdammt nah an den Primus der Branche heran, so dass man sich weiterhin etwas einfallen lassen muss, um dauerhaft auch die Nummer 1 in unserem Maßstab zu bleiben.   
 
Tatsächlich fallen mir zwei Punkte an dem Modell auf, welche die Konkurrenz bereits öfter behandelt als Tomica selber. Die Innenseite der Außenspiegel spiegelt nicht (also weder in Silber noch in Spiegel-funktion hergestellt). Das Gleiche gilt für den mittlerweile wieder zurückgekehrten Innenspiegel an der Frontscheibe, der auch bei diesem Modell nicht vorhanden ist. Dafür punktet man nahezu konkurrenzlos mit dem Detailgrad des Interieur im Vergleich zum Originalfahrzeug, der Darstellung der Frontleuchten bishin zum Glühmitteleinsatz sowie mit einem Fahrwerk, an dem sich merkwürdiger Weise die Konkurrenz bis heute noch die Zähne ausbeißt. Auch wenn es sich um ein reines Vitrinenmodell handelt, ist die Verführung zu groß mit so einem wunderbaren Modell auch zu spielen. Der schnelle Lastwechsel funktioniert ebenso im Pylonentest so gut wie bei einem deutlich weiteren Abstand der Pylonen und einer höherer Geschwindigkeit. Ein Bremstest absolvieren die Gummireifen bei blockierter Frontbereifung mit einem extrem schnellen Stand. Man kann dabei beobachten, dass die Räder zwar im Radhaus eintauchen, aber nirgends an einem der benachbarten Bauteile scheuern oder stoßen (so wie das bei Majorette beispielsweise genau das der Fall ist). Somit zeigt sich deutlich, dass die Limited Vintage und Limited Vintage Neo Baureihen so ganzheitlich in allen Teilen durchdacht wurden, dass man sich vielleicht genau deswegen vermutlich auch in Zukunft um die Konkurrenz noch nicht so ganz die Sorgen machen muss.  

Zu den Details : rechteckige Flächenscheinwerfereinheit aus durchsichtigem Plastikglas mit Doppelrundscheinwerfern im Versatz samt Leuchtmitteldarstellung und versilberter Randeinfassung, Klarglasblinkereinheit am Rand mit orangefarbenen Blinkereinsatz, verchromter Kühlergrillrand mit schwarzen waagerechten Lamellen innen, silbernes Toyota Emblem mittig auf dem Kühlergrill, silbern abgesetzte Frontschürze mitintegrierter Stoßstange vorne und als Beplankung fortführend seitlich, Lüftungsschlitz unterhalb der Stoßstange in Schwarz mit waagerechten silbernen Dekorleisten, aufgesetzte weiße Kennzeichenplatte, seitlich in Frontschürze befindliche Zusatzleuchten in Silber abgesetzt, orangefarbene Seitenblinker innerhalb des Kotflügels vorne rechteckig dargestellt, Außenspiegel innen matt und außen in Wagenfarbe, Klarglasscheiben, schwarze Scheibenumrandung an Front- und Heckscheibe, silberne Seitenumrandung der Fensterscheiben seitlich, Klarglasschiebedach, B-Säule schmal in Schwarz, Türgriffe seitlich in Wagenfarbe, silberne Schwellerleiste (auch als Beplankung seit der Mercedes-S-Klasse benannt), originaler Felgensatz verchromt mit profilierten Gummireifen, Heckstoßstange in Silber, Modellbezeichnung "Celsior" am Heck  rechts in Gold, Toyota Emblem mittig auf der Kofferraumklappe in Gold, große Heckleuchten aus mehrfarbigen durchsichtigem Plastik (mit Rückfahrlicht in Silber), Kennzeichenplatte in Weiß, je Seite eine einflutige Auspuffanlage in Silber (inklusive Endtopfdarstellung unter der Bodenplatte), originale Darstellung der Innenausstattungslinie in hellgelb, in braun dargestellete Holzapplikationen, perfekt konturierte Sitze samt Kopfstützen und Seitenwangen, Hutablage mit darstellung des Soundsystems wie der dritten Bremsleuchte, perfekt konturierte Innentüren sowie ein perfekt dargestelltes Armaturenbrett in Grau.
 
Toyota hat noch nie so wirklich halbe Sachen gemacht, so dass es auch mehr als einen Grund gibt, warum dieser Autohersteller aus bestimmten Gründen an der Weltspitze in punkto Absatz und oftmals auch in punkto Qualität steht. Eine Luxusklasse für die Masse zu etablieren, dürfte wohl zu den schwierigsten Aufgaben im Autobau überhaupt zählen. Als man in 1983 sich aufmachte, genau das zu tun, um in diesem lukrativen Markt mitmischen zu können, nahm Toyota mehr als eine Milliarde US Dollar in die Hand, um nicht nur ein solches Auto zu entwickeln, sondern für den Export auch gleich parallel daraus eine ganze Automarke zu schaffen. Nach oben hatte man als Gegensatz zum Rolls-Royce den Toyota Century im Programm und nach unten den gerade neu erschaffenen Toyota Camry als starke Mittelklasse, so wie das auch noch über 40 Jahre danach heute der Fall ist. Somit wurde die Baureihe Toyota Celsior für den Inlandsmarkt Japan und die Marke Lexus für den Export gegründet. Das Fahrzeug ist bis auf wenige Bauteile baugleich mit dem Lexus LS 400 entstanden (Baureihenbezeichnung UCF20/21). Der unten gezeigte Toyota Celsior gehört der zweiten Generation der Baureihe ab 1994 an und wurde als Faceliftmodell zwischen 1997 und 2000 oftmals in der typischen Farbe Weißmetallic gebaut. Wie bei Mercedes-Benz und dessen S-Klasse, setzte man den unteren Teil der Karosse mit Planken strukturell und farblich ab. Der Toyota hatte einen Vierliter V8 Motor erhalten, der als Faceliftmodell von ursprünglich rund 260 PS Leistung auf bis zu 290 PS Leistung anwuchs. Zum einen fiel der Celsior damit auf, dass er zum leichtesten Luxusliner seiner Klasse gewählt wurde (nur rund 1690 Kilogramm Gewicht) und zum anderen zeigte sich der V8 Motor durchaus als sehr drehfreudig und leistungsstark. Es sind verschiedene Beschleunigungsangaben im Netz zu finden, so dass ich hier einmal auf den baugleichen Wert des Lexus und somit auf die nur 6,7 Sekunden im Sprint von Null auf 100 Stundenkilometer eingehen möchte. Wie die deutsche Konkurrenz hat Toyota den Celsior auf rund 250 Stundenkilometer in der Endspitze abgeriegelt. Die genauen Stückzahlen sind unbekannt, aber schätzungsweise hat Toyota im Inland zwischen 30tsd und 50tsd Modelle jährlich absetzen können und setzte damit einen erfolgreichen Gegenpunkt zum weltweiten Erfolg der S-Klasse von Mercede und dem 7er von BMW.
 













  

Dienstag, 4. August 2026

Der japanische E-Type wurde in seiner sportlichsten Fassung in der Premiumreihe erneut wieder aufgelegt... : Nissan Fairlady Z, Typ S30, 1969-1973, Tomy, Premium, 3 Models Collection, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Tomy / Tomica
Modelle : Nissan Fairlady Z, Typ S30, 1969-1973
Lenkung : Rechtslenker 
Update : Ja, neue Modellfarbe in 2026
Rubrik : Premium, Nissan Fairlady Z, 3 Models Collection
Produktionsort : Vietnam
Farbe : Dunkelgrün
Maßstab : 1/58
zu öffnen : Motorhaube lässt sich öffnen
Maße Modelle: ca. 7,2 cm x 3,0 cm x 2,2 (l/b/h)
Preis : ca. 8,50€ ( Mein Kaufpreis neu in 2026 ), Einzelmodellpreis, kein Setpreis
 
Aufmerksame Leser könnten sich an dieses Modell erinnern, denn es ist schon einmal im Jahr 2019 in der Farbe Blau hier im Blog gezeigt worden. Weiterhin wurde in 2024 eine ähnliche, aber deutlich abweichende Version dieses Modells hier gezeigt, so dass diese sehr sportlichere "Fairlady" noch eine deutlich bösartigere "Fairlady" namens "Wangan Midnight Z" mit Detailänderungen als fast optischen Zwilling in der Verwandschaft hat. Ich bin schon froh um jedes Modell, was ich angeboten bekomme, aber ich kann mir leider auch nicht jedes Modell erlauben. Würde ich in Japan leben, würde ich vermutlich monatlich alles zur Verfügung stehende Geld für Tomica ausgeben, denn die Tomy / Tomica Welt ist in Übersee inklusive der High End Fahrzeuge in den Einzelsonderserien sowie in Bezug zu den ganzen Dioramas (oder Dioramen?) mittlerweile gigantisch gewachsen. Man kann sich seine eigene Welt bauen, denn Tomica bietet einfach alles dazu an.  

Tomy baut dieses Modell in der mittlerweile etablierten Premium Sparte nach, welche oberhalb der Standardserie und unterhalb der Limited Vintage Reihe angesiedelt ist und versetzt es mit gesonderten Lackfarben und einer höheren Detaillierung in eine Optik, die von weitem schon fast den Limited Vintage Modellen nahe kommt. Aber aus der Nähe betrachtet erkennt man schnell die Unterschiede. Mit dem sehr leichten Gewicht und somit keiner Bodenplatte aus Metall, spart dieses Modell Kosten ein, ohne aber mit den eigenen Reizen zu Geizen. Das Fazit ist, dass dieses Modell echt viel Spaß und Freude beim Anblick bereitet. Die zu öffnende Haube gehört bei hochpreisigen Modellen mittlerweile zum guten Ton, ebenso die spannenden Farben, welche weit weg von den Serienfarben sich befinden. Spannend ist, dass diese neue Interpretation sowohl zwischen das Limited Vintagemodell und das frühe Modell der Standardserie sehr gut passt, ohne dem einen oder anderen Modell in der Historie zu nahe zu kommen. Fahrwerkstechnisch überrascht die Einzelradsteuerung auf der einen Seite und die ultraglatte Lauffläche der Reifen auf der anderen Seite. Kommt der berühmt berüchtigte Pylonentest zum Einsatz, benötigt dieses Modell kaum die halbe Strecke, um einen Abflug zu machen. Wer mit unterschiedlicher Kraftübertragung das Modellauto zudem drehen möchte, kann dies problemlos entweder in einer 180° Wendung oder sogar in einer vollständigen Drehung enden lassen. Entsprechend ist gerade dieses Modell ein waschechtes Spielzeug und Spaßgarant in unserem Maßstab geworden und könnte vermutlich auch in der Kategorie der Driftfahrzeuge in engen und alng gestreckten Kurven wunderbar mithalten. Wer die Chance hat, eines dieser Modelle auf dem Weltmarkt zu erhalten, der sollte zugreifen, denn bereuen wird man eines Tage nur, ihn "nicht" gekauft zu haben...
 
Zu den Details : Rundleuchteneinsatz aus durchsichtigen Leuchten (vermutlich Scheibenglas), schwarzer Kühlergrill geteilt durch eine silberne Stoßstange, orangefarbene Blinker waagerecht unterhalb der Stoßstange, Frontspoiler mit kleiner Spoilerlippe, Datsun Emblem auf der Motorhaube, Grundmotor in Silber und Anbauteile des Motors in Wagenfarbe, Scheibenumrandung in Silber, Innenrückspiegel innerhalb der Frontscheibe sichtbar, Türgriffe in Silber, "Fairlady Z" Schriftzug in Silber auf den vorderen Kotflügeln, orangefarbene Blinker auf den vorderen Kotflügeln, geschwärzte Watanabe Felge mit Chromrand auf Plastikbereifung, einzeln steuerbare Bereifung, Datsun Emblem seitlich an der C-Säule, Heckspoiler in Wagenfarbe, dunkelgraue Heckblende, Heckleuchten aus rotem Plastik und silbernem waagerechten Trennstrich, kleine Lampen unterhalb der Kofferraumklappe (Kennzeichenbeleuchtung), silberne Heckstoßstange, doppelflutiger Heckauspuff in Silber und einm schwarzes glänzendes Interieur.   
 
Motorentechnisch haben wir es durchaus mit einem Leckerbissen zu tun, denn die klassischen Fairlady Z Modelle haben eine große Bandbreite an Leistung. Während der Modellstart ab 1969 bei dem Typ 240 und rund 130 PS Leistung startet, können wir diesen Typ aber anhand der Leuchten vorne ausschließen. Optisch handelt es sich zumindest um den Typ 260Z, so dass Blinker, Seitenblinker und auch der Rest der Front optisch zu dem Modell passt. Doch hier muss nun unterschieden werden. Die Grundlage ist also ein 2,6 Liter Reihensechszylinder geworden, wenn es sich um das Exportmodell handelt. Wenn nicht, dann ist das JDM Modell nur mit einem Zweiliter Aggregat ausgestattet worden, weil darüber eine Luxussteuer angefallen wäre. Somit ist es schon erstaunlich, dass die Fairlady Z mit einem recht kleinen Hubraum für die damalige Zeit auch mit knapp 10 Sekunden von Null auf 100 Stundenkilometer eine echte Ansage war. Und dabei hatte man tatsächlich nur mit einer Tonne Gewicht zu tun. Allerdings zeigt uns die Optik des Modells auch, dass hier noch deutlich mehr Leistung dran sein muss, denn die Spoiler und die schönen Watanabenfelgen wurden nicht überall montiert. Und dieses Modell weist zudem eine zweiflutige Abgasanlage auf. Während der Werks L28 aus seinem 2,4 Liter Sechszylinder rund 170 PS schöpfte, legte man im Rennsport noch etwas drauf. Dort gibt es Fahrzeuge mit rund 225 bis 250 PS Leistung. Weiterhin gibt es wohl nachgerüstete Umbauten mit Turboladern, die das Fahrzeug dann über die 300 PS Marke bishin zu 350 PS hochrüsten. Das unten gezeigte Modell des Nissan Fairlady Z stammt übrigens aus dem Jahr 1973. 













 

Sonntag, 2. August 2026

Diese wunderschöne Ausführung eines der ersten Turboladermodelle Japans sollten sich nicht nur Japanfreunde oder JDM-Sammler zulegen... : Mitsubishi Starion GSR-VR, 1987-1989, Tomy, Premium, Mitsubishi Sports Cars Collection, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Tomy / Tomica
Modelle : Mitsubishi Starion GSR-VR, 1987-1989
Lenkung : Rechtslenker 
Update : Ja, neue Modellfarbe in 2026
Rubrik : Premium, Mitsubishi Sports Cars, 3 Models Collection
Produktionsort : Vietnam
Farbe : Silbermetallic
Maßstab : 1/62 (nach Längenmaß eher schon 1/61)
zu öffnen : Türen lassen sich öffnen, Scheinwerfer lassen sich aufklappen
Maße Modelle: ca. 7,3 cm x 3,0 cm x 2,2 (l/b/h)
Preis : ca. 8,50€ ( Mein Kaufpreis neu in 2026 ), Einzelmodellpreis, kein Setpreis
 
Ich kann es nur immer wieder betonen, wie unglaublich schade es ist, dass Tomy nie den Mut hatte, seine ganzen Modelle auch offiziell in Deutschland zu verkaufen. Der Markt und das Interesse ist auf jeden Fall vorhanden. Somit waren auf normalem Wege über viele Jahrzehnte immer nur Hot Wheels und Matchbox die Heilsbringer, wenn es einmal darum ging, ein japanisches Modell nachzubauen, welches dann die Sammlung bereichern konnte. Den ersten Mitsubishi Starion gab es bei Tomy in der regulären Serie bereits gegen Ende 1982. Doch zu diesem Zeitpunkt wusste ich weder, dass es Tomy oder auch dieses Modell überhaupt gab. Somit vergingen nun 44 Jahre, ehe der Starion auch bei mir ankommen durfte. Und das scharfe Hot Wheels Pendant aus der aktuellen Serie wurde auch erst vor wenigen Tagen bei mir in die Sammlung gespült und könnte vielleicht auch noch in die Vorstellungsrunde kommen. 
 
Doch der Mitsubishi Starion hat als eine Art Eckpfeiler durchaus eine über 40 jährige Geschichte bei Tomica hinter sich. Neben der regulären Einstiegsserie, den überarbeiteten Modellen der 80er Jahre mit den breiteren un sportlicheren Felgen, den unterschiedlichen Versionen aus Alltags-, Sport und Polizeifahrzeugen, den Premiumfahrzeugen bis hin zu dem frühen Limited Vintage Modell, in dem er als damalige Nummer 32 noch ein Testballon der neuen Rubrik darstellte, ist dieses Modell ein echter und sehr beständiger Bestseller geworden. Das unten gezeigte Modell stammt tatsächlich aus diesem Modelljahr und überrascht in vielerlei Hinsicht in seiner Ausführung und den Modellqualitäten. Insbesondere die hoch detaillierte Karosse mit den Sicken, Falten und Auswölbungen einer lebendigen Karosse macht beim Anschauen viel Spaß. Wenn man den Einzelpreis im Auge behält, schlägt dieses Modell sämtliche Konkurrenz und zeigt auf, was derzeit im Preissegment unter 10 Euro möglich sein kann. Als Premiummodell gehört er eigentlich in die Vitrine, doch den Spielspaß mit den zu öffnenden Bauteilen sollte man Kindern auch nicht vorenthalten.
 
Zu den Details : manuell steuerbare Klappscheinwerfer (über einen Schieberegler hinter dem Spoiler), Scheinwerfer in Silber mit schwarzer Umrandung, Mitsubishi Emblem in Rot auf der Frontmaske, Blinker in Orange sowie Zusatzbeleuchtung in Silber waagerecht (voraussichtlich Nebelscheinwerfer), Kennzeichenplatte in Weiß, schwarze Lüftungseinlässe seitlich und mittig, ausgebildeter Frontspoiler, leicht getöntes Scheibenglas, Innenrückspiegel, schwarze Umrandung der Seitenscheiben sowie bei dem hinteren Scheibendreieck der Heckklappe, Heckklappenscharniere sichtbar(gab es ja bei auch bei deutschen Fahrzeugen wie u.a. dem Opel Monza), orangefarbene Seitenblinker in Rund an den vorderen Kotflügeln, nicht profilierte aber einzeln steuerbare schwarze Plastikräder, Originalfelge silbern matt verchromt, Nebelschlussleuchte in Rot ( anhand des Modelljahrs kann es noch keine dritte Bremsleuchte gewesen sein, es sei denn dieses Modell wäre in den USA bereits schon so ausgeliefert worden), rote Flächenheckleuchten geriffelt aus rotem und durchsichtigem Plastik, weiße Kennzeichenblende, Herstelleremblem in Rot und Bezeichnung in Schwarz links am Heck "MMC" (Mitsubishi Motors Corporation), Modellname in Schwarz und Version in Gelb rechts am Heck "Starion GSR-VR" (die Bezeichnung VR ist sehr schlecht lesbar, ist aber aufgrund eines reinen Japanmodells und dem Widebody glaubhaft!), doppelflutige Abgasanlage rechts in Silber sowie ein schwarz glänzendes Interieur.  

Das unten gezeigte Modell ist der Bezeichnung nach ein echtes JDM Modell. In Realität wurde der Mitsubishi Starion von 1982 bis 1989 gebaut. Die Gesamtstückzahl aus japanischer Produktion lässt sich in etwa mit knapp 50tsd Einheiten angeben. Was nicht genau angegeben werden kann, ist die Produktion vom Cooperationspartner Chrysler mit den Nebenmarke Dodge und Plymouth, wo das Modell den Namen "Conquest" erhielt. Hier schätzt man zumindest aufgrund einiger Netzfunde die Zahl der Exemplare auf bis zu 25tsd Stück aller drei Marken. Das reine Japanmodell als GSR-VE mit dem hübschen Widebody stellt die Topversion der Baureihe dar. Ein 2,6 Liter starker Reihenvierzylinder holte aus dem Motor mit Turbolader und Ladeluftkühler rund 279 PS Leistung heraus, was schon eine deutliche Ansage an die Konkurrenz gewesen ist. Den Sprint auf 100 Stundenkilometer schaffte der Starion in rund 7,9 Sekunden und die Endspitze lag dann bei beachtlichen 220 Stundenkilometer. Damit konnte er sich durchaus vergleichend mit den deutschen Großcoupés von Mercedes und BMW messen lassen, wobei er hierzulande und weltweit gesehen nicht unbedingt erfolgreich war. Dennoch ist es gut, dass es ihn gab und heute auch zumindest bereichernd in der Modellautolandschaft noch gibt... .