Hersteller : Norev
Modell : Renault Scenic E-Tech 100% Electric, 2024
Update : Nein, neues Modell mit parallel gebauten Derivaten in 2025
Modell : Renault Scenic E-Tech 100% Electric, 2024
Update : Nein, neues Modell mit parallel gebauten Derivaten in 2025
Rubrik : Standardserie
Produktionsort : China
Produktionsort : China
Farbe : Rotmetallic + Schwarz (Flame Red) & Schwarz (Diamond Black)
Maßstab : ca. 1/64 (3inch)
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 7,0 cm x 3,0 cm x 2,4 cm (l/b/h)
Preis : ca. 6,00 € ( Kaufpreis neu in 2025 )
Es ist schon manchmal erstaunlich, wenn man heute einen vertrauten Namen liest und dann das dazu vom Hersteller produzierte Auto ansieht. Und dann kommt man ins Grübeln, ob der ursprüngliche Fahrzeugtyp nicht einmal einst einen ganz anderen Nutzen oder Zielgruppe hatte. Am Schlimmsten ist es, wenn der Name mit dem Original gar nichts mehr zu tun hat, so wie das beispielsweise beim aktuellen Ford Capri von heute der Fall ist. Aber Ford ist da nicht mit dem Namensdilemma alleine auf dem Markt, denn Renault kann das ebenfalls sehr gut beim Modellnamen Scenic nachmachen. Der erste Renault Scenic oder Renault Megane Scenic traf den Puls und den Geschmack der Zeit, als man jungen Familien endlich einen kompakten Van präsentieren konnte, der für eine ganze Familie reichte. Schon weit in den 60er Jahren zurück bewiesen Fahrzeuge aus Frankreich, dass sie preiswert und variabel sind, wenn eine vierköpfige Familie ein Fahrzeug benötigte. Mit dem Renault Megane Scenic begann somit 1996 eine große Erfolgsgeschichte, so dass der erste Wurf aus Frankreich nahezu keine Konkurrenz hatte. Und die seinerzeit mögliche Konkurrenz, hatte sich in kürzester Zeit buchstäblich fast selber aufgelöst. So wurde einst die erste Mercedes-Benz V-Klasse mit Rost ab Werk schon ausgeliefert, so dass dieses Modell oftmals nach sechs Nutzjahren komplett durchgerostet war. Zeitgleich pulverisierte sich der erste Opel Sintra, der lieblos als Badge Engineering Modell als das Schwesternmodell seiner amerikanischen Brüder Chevrolet, Pontiac, Buick und dem englischen Pendant Vauxhall in den Markt gedrückt wurde. Aufgrund von schlechter Qualität und katastrophalen Crash-Test-Ergbnissen wurde das Modell schlussendlich vom Markt genommen, als Opel beispielsweise mit einem Seitenrammschutz warb, der nach dem Aufschneiden der Türen aber nicht vorhanden war. Das unsägliche Quartett aus einem weiteren Badge Engineering Modell der Marken Fiat Ulysse, Lancia Zeta, Peugeot 806 und Citroen C8 fiel ebenfalls zeitgleich aufgrund von vielen Qualitätsmängeln auf, so dass nach der zweiten Generation die Fahrzeugkooperation in der Versenkung verschwand.
Norev ist und bleibt mit diesem Modell am Puls der Zeit und zeigt den aktuellen Renault Scenic E-Tech 100% Electric. Auch dieses Modell ist zweifarbig in den Handel gekommen, wobei das wunderschöne Rotmetallic der Zweifarbigkeit fast schon in Gänze die Show stiehlt. Die Tiefe und der Glanz der Farbe würde man vielleicht eher bei einem Alfa Romeo vermuten, doch Norev zeigt bewusst, dass auch die Franzosen das Spiel der Farben gut beherrschen können. Das Modell weist eine sehr hohe Detailqualität in der Optik auf, weil Norev in dieser Preisklasse keine Bauteile wie Türen, Hauben oder Kofferräume öffnet. Matchbox spart sich beispielsweise bei den Moving Parts Modellen dafür die eine oder andere Bedruckung. Vom Fahrwerk her vertraut Norev auf ein Starachsensystem, was tatsächlich ohne eiern oder Blockierung beim Abrollen bestens funktioniert. Die Felgen sind immer individuell dem Original nach hergestellt worden. Während auf glatten Tischplatten das Modell durchaus mal eine 180° Drehung beim Abrollen hinlegt, bleibt das Modell auf Stoffen und Teppichen mit den Plastikrädern durchaus spurstabiler.
Zu den Details : Schlitzscheinwerfer in fotorealistischer Optik
aufgedruckt, schwarzes Gitterelement als Fake zwischen den Leuchten aufgedruckt, mit kleinem Versatz nach innen befindet sich unter den zuvor beschriebenen Scheinwerfern die wie ein Pfeil nach innen zeigenden Zusatzleuchten und Nebelscheinwerfer außen in Schwarz und innen in Weiß, Renault Emblem mittig in Silber in der Front aufgedruckt,
Kennzeichenplatte in Weiß mit schwarzer Aufschrift "Scenic E-Tech Electric", schwarze Gitterstruktur unten, Spoilerlippe in Schwarz,
Außenspiegel in Wagenfarbe (in diesem Fall die farbliche Übernahme der
schwarzen Dachfläche, hier ein Ausstattungs-Extra), Scheibenwischer,
kristallklares Scheibenglas, Seitenschweller aus schwarzem Plastik (Bestandteil der Karosse),
Plastikbereifung mit originaler Felgendarstellung, Heckleuchten
fotorealistisch in Rot und Schwarz bedruckt, Heckscheibenwischer, Scenic Modellschriftzug in Schwarz auf der
Heckklappe, Renault Emblem in Silber auf der heckklappe, Kennzeichenplatte in Weiß mit schwarzer
Aufschrift "RENAULT", hochgezogene Heckschürze aus schwarzem Plastik, sowie eine
schwarze Bodenplatte als auch ein schwarzes Interieur.
Wie wir eben einmal zuvor in der frühen Zeitgeschichte nachlesen konnten, ist das damalige Erfolgsmodell von Renault heute nicht mehr mit dem verwandt, der seinerzeit für sehr gute Absatzzahlen sorgte. Der Renault Scenic E-Tech 100% Electric ist ein modernes Elektrofahrzeug, welcher sich die Technik und die Plattform des Nissan Ariya teilt (das Modell ist bereits bei den Matchbox Moving Parts Modellen erschienen und hier im Blog auch zu sehen!). Während das erste Modell schnell aufgrund von zu geringer Reichweite beim Kunden durchfiel, ist auch die bereits zweite Variante auf gleicher Basis aber mit höherer Reichweite aus dem Programm genommen worden. Derzeit gibt es den Renault Scenic E-Tech 100% Electric ausschließlich mit 218 PS Leistung sowie einer Reichweite von rund 450 Kilometern. Es fällt zudem auf, dass die Höchstgeschwindigkeit hier bereits weit unter der Konkurrenz bei 160 Stundenkilometer liegt. Ein konstruktiver Schwachpunkt des Modells ist die kleine Heckscheibe. Wenn man als Fahrer oder Beifahrer nach hinten gucken will, ist nur noch ein kleiner Scheibenanteil nach Abzug der im Sichtfeld stehenden Kopfstützen vorhanden. So muss der Fahrer ausschließlich auf die Kameras vertrauen, welche vielleicht das Umgebungssichtfeld zeigen, aber nicht denjenigen, der mit hoher Geschwindigkeit von links oder Rechts beim Rückwärtsfahren angeschossen kommt. Wer sich noch erinnern kann und mag, gab es früher Fahrzeuge mit ausschließlich 100% Sicht durch eine Heckscheibe. Also das war früher auf jeden Fall besser... .