Samstag, 22. August 2026

Minimax streicht dem VW Golf Modell die Bezeichnung "GTi" und feiert das zehnjährige Jubiläum des Grundmodell VW Golf 1 im eigenen Programm... : VW Golf 1, Typ 17, 1974 bis 1983, Schuco (Minimax Import & Export Ltd.), Modelljahrgang 2026

Hersteller : Schuco (Minimax Import & Export Ltd.)
Modell : VW Golf 1, Typ 17, 1974 bis 1983
Lenkung : Linkslenker 
Update : Ja, neue Modellfarbe in 2026
Rubrik : Edition 1:64
Produktionsort : China
Farbe : Hellblau (Monacoblau, Originalfarbton 1981)
Maßstab : 1/64
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 5,8 cm x 2,2 cm x 2,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. 14,50 € ( Mein Kaufpreis neu in 2026 )

Ich persönlich finde die Entscheidung von Minimax, auf den Zusatz "GTi" bei dem VW Golf 1 zu verzichten, mehr als mutig und tatsächlich auch sinnvoll. Matchbox und Majorette hatten sich in der jüngsten Zeit fast schon eine regelrechte Modellschlacht mit dem VW Golf 1 GTi geliefert und das trotz der Modelle, welche man in den 70er Jahren bereits produzierte hatte. Überhaupt baute irgendwie jeder den VW Golf nach, so dass mindestens noch die Sikumodelle als auch die Schucomodelle 1:66 sowie Tomica als auch Polistil mit hinzugezählt werden müssen. 

Qualitativ trennt sich dieses normale Minimaxmodell von dem vorherigen Schucomodell gewaltig. Ein Lackmangel oder ein eingedrückter Lackschaden am vorderen Kotflügel wurde bereits im Werk beseitigt. Die Aufdrucke der schwarzen Scheibenumrandungen sind nicht gerade, so dass es aussieht, als hätte die Dachform Knicke. Der Grundreifen als Gummireifen ist viel zu groß für das Modell. Erst wenn man die Schrauben des Modells löst, hat zumindest die Vorderachse einen halbwegs guten Lauf. Die Hinterachse hat das Problem, dass der Reifen das Radhaus komplett ausfüllt und das rad sich entsprechend dadurch nicht flüssig dreht. Viellecht kann man die Mängel noch bei Teppich verschleiern aber bei glatten Untergründen hat das Modell definitiv ein Problem. Ok, es ist ja auch eher ein Vitrinenmodell, aber dennoch fließen diese Punkte in meine Bewertung ein, so dass das Modell nur ein Durchschnittsmodell ist und verbessert anstatt verschlimmbessert werden muss. 

Zu den Details : Rundscheinwerfer aus durchsichtigem Plastik, schwarzer Kühlergrill mit mittig platziertem VW Emblem in Silber, "GTi" Platzhalter in Schwarz unbedruckt noch vorhanden, orangefarbene waagerechte Blinker, Frontspoiler in Schwarz, Stoßstangen an der Front undem Heck des Modells in Schwarz, schwarze Scheibenwischer, Außenspiegel auf der Fahrerseite in Wagenfarbe lackiert (zu dem Zeitpunkt gab es nur einen Außenspiegel in der Serie. Der zweite Außenspiegel musste immer dazu gekauft werden!), schwarzer Dekorstreifen seitlich (Gürtellinie des Modells), Türgriffe und Tankdeckel in Schwarz, silberne Grundfelge auf gummierten und profilierten Reifen (das ist auch eine Originalfelge vom Golf 1), mehrfarbiges durchsichtiges Plastik als Rückleuchten, Hersteller- und Modellschriftzug "VOLKSWAGEN" in Silber auf schwarzem Grund (auch dieses Detail hatten viele Modelle wobei der Schriftzug oftmals verchromt war und der schwarze Anteil dann ein Gummiduplikat zwischen Blech und Chrom war!), Heckscheibenwischer in Schwarz, Auspuff in Farbe der Bodenplatte (hier Schwarz) sowie ein detailliertes, dunkelgraues Interieur.

Volkswagen steckte Anfang der 70er Jahre tief in der Absatzkrise, da seine ehemaligen Zugpferde mit luftgekühltem Motor nicht mehr den erhofften Erfolg im Verkauf brachten. VW brauchte dringend in fast allen Klassen Nachfolger, welche technisch auch tatsächlich "Uptodate" waren, um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Ab 1974 wurde der VW Golf 1 in den Werken gebaut und wurde tatsächlich auf Anhieb ein Erfolg. Volkswagen baute hier einen Dreitürer, einen Fünftürer sowie auch ein Cabriolet, welches aufgrund des Überrollbügels auch "Erdbeerkörbchen" im Volksmund genant wurde. Insgesamt setzte man vom Golf 1 rund sechs Millionen Modelle ab, wovon bereits jeder sechste ein Diesel war. Auch das Cabriolet war für seine Verhältnisse überdurchschnittlich erfolgreich, denn VW setzte etwa 389tsd Stück davon ab.   

Damals konnte die Kundschaft bei den Autoherstellern noch richtig viel Auswahl im Motorenbau vorfinden. Volkswagen baute elf Motoren beim VW Golf 1, um so breit aufgefächert zu sein, so dass man Sparfüchse und auch sportliche Fahrer zugleich als Kunden gewinnen konnte. Neben acht Benzinmotoren mit einer leistungsspanne von 50PS beim Einstiegsmodell bishin zum 110 PS starken GTi gab es auch zwei Diesel mit 50 PS und 54 PS und sogar schon einen Turbodiesel mit 70 PS Leistung. Da sich in den 80er Jahren schon einige Autohersteller mit der Verbrauchssenkung beschäftigten, gab es bei VW frühzeitig die Formel E Automodelle, so dass der Verbrauch um ein bis ganze drei Liter nach unten differierte, was bis zu 30% Einsparung entsprach. Formel E Motoren waren ausschließlich in  Vergasermotoren zu finden.  
 










Donnerstag, 20. August 2026

Auch der Porsche 356 hat eine neue Farbe erhalten und strahlt in einem wunderbaren Cremeweiß mit dem Look der 50er Jahre durchaus in eine positive Zukunft! Da geht noch was... : Porsche 356 Carrera 2 C, 1962, Schuco (Minimax Import & Export Ltd.), Modelljahrgang 2026

Hersteller : Schuco (Minimax Import & Export Ltd.)
Modell : Porsche 356 Carrera 2 C, 1962
Lenkung : Linkslenker 
Update : Ja, neue Modellfarbe in 2026
Rubrik : Edition 1:64
Produktionsort : China
Farbe : Cremeweiß ( Hellelfenbein)
Maßstab: ca. 1/64
zu öffnen : nichts
Maße : ca.  6,5 cm x 2,6 cm x 2,0cm (l/b/h)
Preis : ca. 14,50 € ( Kaufpreis neu in 2026 )
 
Neben dem einen oder anderen No Name Hersteller, war Schuco seinerzeit der erste Hersteller, der den Porsche 356 absolut salonfähig gemacht hat. Tomica stellte in den 80ern bereits das Cabriolet her und Hot Wheels machte das bei seinen ersten Versuchen, die Premiumreihe ab 2018 zu etablieren, ebenso. Erst später kreierte man auch einen geschlossenen 356er, welcher mittlerweile eine echte Legende darstellt. Schuco war einst bescheiden, Minimax ist das heute ebenso, aber durchaus etwas mehr Entwicklungsmut bei der Weiterentwicklung des Modells täte ganz gut. Ansonsten ist das Modell noch immer das, was es immer war und hier im Blog bereits in einigen Einträgen auch immer so vorgestellt wurde. Ein Vitrinenstück zum guten Preis, ein Spielzeug, welches auch rollen kann, und nach wie vor ist es das Modell ein echter Eyecatcher. Die Bodenplatte aus Metall, die gummierten Reifen, die vielen schönen Details und eine absolut perfekte Umsetzung einer doch recht schwierigen Form und Proportion. Matchbox kennt das Problem und hatte mit seinem Moving Parts Modell schon durchaus zu kämpfen.
 
Was ich mir persönlich von Schuco Minimax wünschen würde : Lieber Hersteller! Man könnte mit sehr wenig Aufwand aus dem oben gezeigten normalen Porsche 356er schnell in normalen Weiß einen Polizeiwagen herstellen, den es bekanntlicher Weise in den auslaufenden 50er Jahren als auch ab den 60er Jahren so gegegeben hat : die weißen Mäuse! So wurden einst im Volksmund die Porsche Polizeiwagen genannt, welche dann auf eine Hochgeschwindigkeitsjagd als auch auf sonstige Temposünder losgelassen wurden. Das war nicht nur in Deutschland so, sondern auch in anderen europäischen Ländern. In einigen nordischen Ländern wurde diese Idee ebenfalls übernommen und gelebt. Man bedrucke das Fahrzeug mit einigen Aufdrucken und Schriftzügen der Polizei, gebe noch ein paar damalige Blauleuchten und Antennen mit hinzu, befestigt hier und da noch einen Lautsprecher am Fahrzeug und fertig ist ein sensationeller Polizeiwagen, den es vor 60 Jahren so tatsächlich einmal gegeben hat. Und man tut keinem anderen Hersteller weh, denn den Siku V Modellen in dieser Aufmachung, hier dem Ford Escort der ersten jahre sowie dem ersten Porsche 911 könnte man diese Porsche 356er bestens an die Seite stellen. Na? Interesse geweckt? Dann auf in die Produktion! 
 
Zu den Details : Scheinwerfer aus durchsichtigem Plastikglas, orangefarbene Blinker, Chromzierrat in der Verlängerung tropfenförmig auf der Fronthaube in Silber, Darstellung vom Tankdeckel sowie den Lüftungsgittern bei der Frontscheibe, verchromte Stoßstangen mit vertikalen Bumpern vorne und hinten, in Stoßstange eingearbeitete Gummilipee in Schwarz ebenfalls vorne und hinten (zum Abfangen von kleineren Beschädigungen), sowie an den Türgriffen in Silber, silberne Scheibenumrandungen rundum, silberne Scheibenwischer, Außenspiegel in Wagenfarbe außen und innen versilbert (nur Fahrerseite), originale Felgenabdeckungen in Silber mit Porsche Emblem, gummierte und profilierte Bereifung, Modellschriftzug "Porsche Carrera 2" in Silber, mehrfarbig lackierte Rückleuchten mit Silberrand, zwei schwarze Auspuffrohre schauen durch eine Blende durch am Heck sowie ein schönes Interieur in Schwarz.
 
Dieser unten gezeigte wunderbare Porsche wurde einst von 1948 bis immerhin 1965 gebaut. Die Faszination, welche der Porsche durch seine unglaublich schöne Karosse erreichte, hat bis heute nicht einen Punkt der gesamten Faszination des Modells verloren. Was anfänglich noch auf dem VW Motor beruhte wurde im Laufe der Jahre sportlich hochgezüchtet, so dass aus einem simplen VW Motor später ein eigener Motor mit einer sehr hohen PS Leistungszahl verbaut wurde. 130 PS Leistung, welche aus einem Zweiliter Hubraum gewonnen wurden, lassen für die 60er Jahre bei gerade einmal einer Tonne Gewicht sehr gute Fahreigenschaften des Carrera 2 hervorrufen. Und 1962 war das schon eine echte Kampfansage. Immerhin benötigte er im Sprint nur 8,0sec von 0 auf 100 Km/h. Und wir reden vom absoluten VW Käfer Zeitalter, wo viele Eigentümer überhaupt froh waren, dass der eigene VW Käfer überhaupt 100 Km/h schaffte und als Auto vor der Haustür stand. Die Sportausführung des Carrera 2 schaffte übrigens bis 155PS an Leistung, was seinerzeit schon überdurchschnittlich gewesen sein musste. Das unten gezeigte Modell nimmt die Sportoptik gut auf. Während das Modellauto noch bezahlbar ist, ist das Originalfahrzeug bereits in einer guten sechsstelligen Spähre angekommen. Preisende? Unbekannt!










 
 

Dienstag, 18. August 2026

Bei Minimax gibt es erneut ein Farbenupdate und der gute, alte Unimog U406 rollt im sehr auffälligen Gelb in den Handel... : Unimog U 406, 1963 bis 1989, Schuco (Minimax Import & Export Ltd.), Modelljahrgang 2026

Hersteller : Schuco (Minimax Import & Export Ltd.)
Modell : Unimog U 406, 1963 bis 1989
Lenkung : Linkslenker
Update : Ja, neue Modellfabe in 2026
Rubrik : Edition 1:64 
Produktionsort : China 
Farbe : Gelb + Grau (Ambragelb als Originalfarbton)
Maßstab : ca. 1/64 (3inch)
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 6,5 cm x 3,3 cm x 4,9 cm (l/b/h)
Preis : ca. 22,00 € ( Kaufpreis neu in 2026 )
 
Der Unimog U406 vom ehemaligen Hersteller Schuco und heutigem Hersteller Minimax gehört zu den stärksten Modellen der gesamten Edition 1:64 Modelle. In dieser verarbeiteten Qualität und in einer außergewöhnlichen Modellschönheit gibt es meines Wissens kein zweites Modell in dieser Art in unserem Maßstab. Etliche Hersteller haben sich an dem U406 orientiert, so dass auch frühzeitliche Matchboxmodelle aus der ursprünglichen Regulars 1-75 Serie sowie auch bei Siku´s V- und 1000er Serie immer noch heute gebraucht in gutem Zustand auftauchen können. Das Minimax Modell wirkt vom ersten bis zum letzten Zentimeter vollkommen original und authentisch. Obwohl es ein Showstück für die Vitrine ist, ist es zudem auch gleichzeitig ein wunderbares Spielzeug. Das Modell rollt wunderbar. Der Ersatzreifen unter der Ladefläche ist tatsächlich ein originaler gummierter Reifen und ist vermutlich dabei auch abnehmbar. Die graue Plane wird derzeit durch ein Spanngummi gehalten und ist ebenfalls abnehmbar. Tatsächlich hat Minimax mit der Farbe einen echten Hingucker hergestellt. Wenn man dort klever ist, nimmt man mit dem ADAC in Deutschland Kontakt auf und baut einen ADAC Transporter nach (hat es ja auch mal im Original gegeben). 
 
Da es ja leider keinen Katalog mehr zu den Schuco Modellen gibt, muss ich zum einen den Blog, mein Archiv und den letzten Katalog zu Grunde legen, so dass man über den Unimog aussagen kann, dass es etwa in Summe zehn unterschiedliche Modelle gibt. Sollte Minimax vom Unimog noch die restlichen Farblackierungen hinzufügen wollen, werden es mindestens in Summe noch einmal plus fünf Stück.
 
Zu den Details : Rundscheinwerfer aus durchsichtigem Plastik, Scheinwerfereinfassung in Wagenfarbe, Mercedes Stern Emblem in Silber, "Unimog" Schriftzug sowie der Mercedes Stern in Silber auf der Fronthaube, Kühlergrill mit senkrechten Lamellen in Wagenfarbe, waagerechte Zierleiste des Kühlergrills in Silber, seitliche Lüftungsgitter in Schwarz innen bedruckt und außen in Wagenfarbe lackiert, Blinker seitlich in Orange und Einfassung in Wagenfarbe, Stoßstangen in Schwarz (das gesamte Untergestell ist in Schwarz lackiert, kreisrunde Öffnung zwischen Kühlergrill und Stoßstange mit einem halb herausguckenden Stab ( Öffnung und Fassung für die Motorkurbel, falls der Anlasser kaputt ist), Scheibenwischer in Schwarz, Außenspiegel in Wagenfarbe, Innenseite des Außenspiegels aber verspiegelt, Dachfläche geriffelt mit Lüftungsklappe für die Kabine nach oben, Türgriffe in Silber, gummierte und profilierte Bereifung, Felge als Standardfelge in Wagenfarbe, einfarbige Heckleuchten aus durchsichtigem Plastik, rote Positionsleuchten, Auspuffanlage in Silber auf der Fahrerseite herausguckend, graue Plane mit schwarzen Planenschlaufen sowie ein schwarzes Interieur.  
 
Der Unimog gehört bis heute zu den faszinierendsten Universalen Arbeitsfahrzeugen, welche weltweit und überall eingesetzt werden können. Egal ob Wüste, Dschungel oder Eis, beweist der Unimog hier in solchen Spezialgebieten gerade bei den unwegsamen Strecken seine Stärken. Gewählt wurde von Schuco der Aufbau des geschlossenen Fahrerhauses mit einer Pritsche und einem schönen Planenaufbau, so wie das Fahrzeug auch in der Realität zwischen 1963 und 1989 mit wenigen Änderungen gebaut wurde. Knapp 37.000 Fahrzeuge wurden bei Mercedes Benz gebaut. Elf unterschiedliche Fassungen gab es über die gesamte Bauzeit hinweg. Die Mindestleistung war seinerzeit mit 65 PS angegeben und die Höchstleistung betrifft immerhin 110 PS Leistung, welche aus dm Sechszylinder Reihenmotor geschöpft werden. Mit rund 5,7 Liter Hubraum ließ es sich ordentlich kraxeln und nur die Höchstgeschwindigkeit war seinerzeit mit rund 60 erlaubten Stundenkilometern deutlich eingeschränkt. 
 










  

Sonntag, 16. August 2026

Achtung an alle Sammler : Der Strichachter als Wanderdüne mit dem beliebtesten Diesel der 60er und 70er Jahre kommt wieder in den Handel zurück... : Mercedes Benz 200D, W115, Schuco, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Schuco (Minimax Import & Export Ltd.)
Modell : Mercedes Benz 200D, Typ W115 (/8), 1968 bis 1976
Lenkung : Linkslenker
Update : Ja, neue Modellfabe in 2026
Rubrik : Edition 1:64 
Produktionsort : China 
Farbe : Blau (vielleicht eine Mischung aus Aquablau und Pastellblau)
Maßstab : ca. 1/64 (3inch)
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 7,5 cm x 2,8 cm x 2,3 cm (l/b/h)
Preis : ca. 14,50 € ( Kaufpreis neu in 2026 )
 
Nach einer echt langen Stillstandszeit in der gesamten ehemaligen Schucopalette kommt nun wieder Bewegung in die Modelle. Gerade bei dem unten gezeigten Modell handelt es sich um einen typischen Mercedes, der auch gerne Mal in zehn Farben oder mehr gesammelt wird. So bin ich mir deutlich sicher, dass nicht nur ich als Käufer von allen präsentierten Farben in Frage kommen werde, da nicht nur ich eine Aufreihung von beispielsweise zehn oder mehr Modellen höchst attraktiv finde. Der neue Hersteller Minimax sollte aber auch die Grundform nicht außer Augen lassen. Ein deutsches Taximodell in Schwarz oder Hellelfenbein fehlt definitiv noch in der Auslage. Und die Frage, warum es nicht schon längst auf dem Markt ist, obwohl man bereits zwei Hong Kong Taximodelle entwickelt und verkauft hat, bleibt erst einmal unbeantwortet. Auch ein Feuerwehreinsatzfahrzeug in Rot mit weißen Kotflügeln als auch ein frühes Modell eines Notarztwagens wäre denkbar. Und sollte der W115 einmal in Limousinenform nicht mehr gewollt sein, könnte man daraus wunderbar ein Kombimodell nach Vorlage der Firmen Crayford, Miesen oder IMA herstellen. Und mit einem Kombimodell könnte man alle Farben und Aufbauten wiederholen... .

Qualitativ ist der schöne Mercedes als Strichachter tatsächlich noch immer das, was er auch vorher war. Trotz der Starrachsenthematik rollt das Modell wunderbar über die Tischplatte. Den Pylonentest würde der Diesel aufgrund der Langsamkeit sowieso immer gut überstehen, so dass ich auf der Tischplatte nur mal ein wenig mit dem Lastwechsel gespielt habe. Da eine Federung am Modell fehlt, ist dieser Mercedes tatsächlich auch äußerst spurstabil geraten. Obwohl es ja eigentlich ein Vitrinenmodell wäre, könnte man das Modell fast schon zum Spielen freigeben, wobei die vielen Kleinteile im überaktiven Spielzimmer schnell verlorengehen könnten (leuchten und Mercedes Stern). Das Interieur ist sehr gut auf die Außenfarbe abgestimmt worden. Wenn ich zeitlich zurück auf die Ersterscheinung gucke, stelle ich fest, dass dieses Modell zudem sein zehnjähriges Bestehen in der Produktion feiern kann. Gutes und Attrakives kommt halt nicht so schnell aus der Mode und lässt sich auch noch über den Zeitraum von zehn Jahren hinaus gut verkaufen.
 
Zu den Details : Hochkantscheinwerfer aus durchsichtigem Plastik mit orangefarbenen Blinkern im oberen Teil, Chromkühlergrill innen in Schwarz und waagerechten Chromverstrebungen, auf dem Kühler befindet sich der verchromte Mercedes Stern, silberne Stoßstangen mit dargestellter schwarzer Gummistoßfängereinlage, Außenspiegel in Silber auf der Fahrerseite (in den Jahren war das noch so, dass dieser extra bestellt werden musste!), gegenläufige Scheibenwischer in Silber, Silberzierrat in Form von Dekorleisten / Schwellerleisten und Scheibenumrandung, silberne Türgriffe, Radkappen mit Mercedes Stern in Silber sowie in Wagenfarbe lackiert, gummierte und profillierte Bereifung, Mercedes Stern samt Dekorleiste auf der Heckklappe in Silber, Modellschriftzug "200D" in Silber, durchsichtige Plastikleuchten in Riffeloptik  dreifarbig (die Riffelheckleuchten stellen das Faceliftmodell dar), Auspuffrohr in Silber, sowie ein graues Interieur.
 
Schuco schaffte in den 70er Jahren bereits mit dem Strichachter große Erfolge. Es gab ein Taxi, ein Polizeiwagen (genannt Peterwagen) sowie eine normale Limousine als 200er Benziner mit 95 PS. Interessanter Weise wies das Modell damals im Maßstab 1:66 die erste Stufe des Strichachters auf, welche man prima an den Heckleuchten erkennen konnte. Alle kleineren Motoren, egal ob Benziner oder Diesel gehören als Vierzylinder der Baureihe W115 an. Alle großen Motoren mit dem Sechszylinder sind W114er. Unten sieht man den klassischen und vermutlich den beliebtesten Motor der Baureihe, hier den 200D, sprich ein 55PS Dieselmotor, der auch die Wanderdüne genannt wurde, weil selbst teilweise LKW schneller beschleunigten. Mit rund 31 Sekunden Sprintzeit von Null auf 100 Km/H beschleunigte er genauso schnell wie der VW Käfer. Die Stückzahlen zeigen auf, dass diese sich zwar vom Vorfaceliftmodell zum Faceliftmodell am Laufende um knapp 30tsd Autos unterscheiden. Insgesamt sollen vom 200er Diesel knapp 340tsd Stück vom Band gelaufen sein. Betrachtet man die gesamte Baureihe so blieb Mercedes inklusive dem Coupé bei knapp über 1,9 millionen Stück, was für die 60er und 70er Jahre ein enormer Erfolg gewesen war. Es bleibt aber zu bemerken, dass man bei Mercedes hier einen echten Verkaufsschlager im Programm hatte und der Mercedes-Benz Strichachter insbesondere als Diesel in großen Teilen der Welt über Jahrzehnte über das Bauende hinweg auch ersichtlich präsent war. Die Haltbarkeit der Technik ist bis heute legendär. Weiterhin ging der Mercedes in die Geschichte als das Modell bei Mercedes ein, wo bis zu 43 Extras für ein Modell angeboten wurden. Das individualisierte stark die Modelle, schaffte aber auch Raum für schöne Gewinne bei Mercedes.  
 










  

Donnerstag, 13. August 2026

Heute zeige ich wieder einmal aus der Exklusivserie von Tomica keinen roten, aber immerhin einen schönen Ferrari in einer Außenseiterfarbvariante... : Ferrari 512 M, 1994 bis 1996, Tomica Limited Vintage Neo, Sonderserie Ferrari, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Tomy / Tomica
Modelle : Ferrari 512 M, 1994 bis 1996
Lenkung : Linkslenker 
Update : Ja, neue Modellfarbe in 2026
Rubrik : Tomica Limited Vintage Neo, Sonderserie Ferrari 
Produktionsort : China
Farbe : Schwarz
Maßstab : 1/64
zu öffnen : Motorhaube im Heckbereich
Maße Modell: ca. 7,0 cm x 3,1 cm x 1,8 (l/b/h)
Preis : ca. 65,00€ ( Mein Kaufpreis neu in 2026 )
 
Einen Ferrari in Rot hat ja irgendwie jeder, aber einen in Schwarz? Das ist schon etwas anderes. Ob ich mir damals die über 60 Euro für den roten Ferrari 512 M sparen wollte, oder er mir einfach nicht gefallen hat, wird vermutlich eine Mischung aus beiden Punkten gewesen sein. Als mir der nicht gewollte Ferrari aber in Schwarz angeboten wurde, fand ich ihn deswegen so gut, weil er eben nicht alltäglich war. In Gelb hätte ich ihn vermutlich ebenso genommen. Nichts desto trotz sind für die derzeitige Königsklasse im Bereich der Modellautos der aufgerufene Preis von 60 bis 90 Euro je nach Modell eine echte Ansage. Das Angebot an den Sonderserie ist noch knapper als bei den TLV oder TLV-N Modellen und meist merkt man nach ein paar Jahren, dass man solch ein Modell aufgrund der vorbestimmten Wertsteigerung doch schon hätte kaufen sollen. Und hier reizt auch noch einmal mehr die Verarbeitung des Modells sowie die extrem schön Verpackung aus bedrucktem oder bezogenem Balsaholz. Irgendwie erinnert einen diese Verpackung wie die einer edlen Uhr und dementsprechend ähnlich ist auch das innere des Kartons interessant und mit einem hochwertigen Beipacktext bestückt. Zumindest kann ich dem einen oder anderen raten, auch die Verpackung in die Vitrine zu stellen, denn auch so eine Verpackung stellt kein anderer Hersteller her.
 
Ja, wir sind hier im absoluten High End Bereich bei Automodellen angekommen, was dann auch bei der Verarbeitung und wie zuvor beschrieben, auch mit der Verpackung samt Präsentation der Modelle bemerkbar ist. Die Lackierung der Modelle und insbesondere der Weichegrad der Oberfläche ist mehr als beeindruckend. Die Details des Modells gehen in den Bereich der 1: 18 Modelle, da man auch hier auf dem Lenkrad logischer Weise das Ferrariemblem aufgedruckt hat und das auch gut erkennbar ist. Trotz der Starachsen weist dieses Modell eine Fahrdynamik auf, welches selbst bei anderen Modellen so nicht zu finden ist. Es ist zudem eine minimal und leichte Federung an beiden Achsen bei diesem Modell vorhanden. Das Modell bremst mit Druck auf den vorderen Bereich dank der gummierten und profilierten Bereifung extrem schnell ab. Die gebogenen Außenspiegel sind zudem ein echtes optisches Highlight in diesem Maßstab, wo ich nicht wüsste, wer diese in dieser Art noch so herstellen würde. Und öffnet man dann die Motorhaube, findet man dann den Modellhöhepunkt mit enormer Finesse in Form von Grundbauteilen des Motors in Silber und Rot sowie mit schwarzen Anbauteilen ergänzt. Kurzum, das ist eine echte Augenweide. Der Rest ist dann, und das sollte auf keinen Fall abwertend klingen, gleich den Modellen der Tomica Limited Vintage oder den Tomica Limited Vintage Neo Modellen. Und einen weiteren Tipp möchte ich zu diesem exklusiven Modell noch mitgeben : "Haben" ist besser ist als "Brauchen". Daher spare ich gerne in anderen Bereichen im Leben, um mir diesen Luxus zu gönnen... .
 
Zu den Details : Flächenscheinwerfer in Klarglasoptik mit unterschiedlichen Leuchtengrößen, halbovaler Kühlergrill in schwarz und Gitteroptik (sieht aus wie ein lächelnder Mund), waagerechte Blinker in Silber, Nebelscheinwerfer in rund und in Silber, Ferarri Emblem mittig auf der Frontmaske, Lüftungsgitter innerhalb der Fronthaube (Für die Innenraumluft), Scheibenwischer in Schwarz, stylisch in einer Art Löffelform gebogene Aussenspiegel aussen in Schwarz und innen spiegelnd dargestellt, Scheibenrandtrennsteg zwischen Tür und hinterem Seitenfenster, orangefarbene Blinker auf den vorderen Kotflügeln, Schild des Karosseriebauers "PININFARINA" in Schreibschrift in Schwarz auf Silbergrund auf den hinteren Kotflügeln im unteren Bereich, "FERRARI" Schriftzug in Silber auf der Heckklappe (Aufsicht), "F 512 m" Schriftzug in Silber auf der Heckklappe (Ansicht von hinten), silbernes Ferraripferd mittig auf der Heckblende, Heckblende in Schwarz in waagerechter Riffeloptik, mehrfarbige Plastikleuchten mit silbernem Rücklicht innen als Doppelrundleuchten, weiße Kennzeichenplatte, je Fahrzeugseite ein Doppelrundendrohr innerhalb der Heckblende sowie ein hoch detailliertes Interieur.    
 
Es ist schon erstaunlich, wie schnell 30 Jahre vergehen können, denn gefühlt hätte ich das Modell optisch auch fast schon ein Jahrzehnt danach eingeordnet. Der Ferrari 512 M wurde nur von 1994 bis 1996 gebaut. Dabei entstanden nur rund 501 Stück, so dass Tomica definitv mehr davon bauen wird, als Ferrari einst gebaut hat. Das "M" im Modell steht für "Modificata" und bedeutet auch nichts weiter als eine Modifikation oder Überarbeitung des Ferrari Testarossa, auf dem dieses Modell auch beruht. Letztendlich kann man auch aussagen, dass dies die letzte Überarbeitungsstufe des Testarossa gewesen ist, welche man auch deutlich an der Karosse erkennen konnte. Immerhin nahm er mit dem Entfall der anfälligen Klappscheinwerfer in dieser Optik mit den flachen Scheinwerfern hinter Glas die Moderne voraus. Aus einem 4,9 Liter Hubraum schöpfte man in der letzten Ausbaustufe rund 441 PS Leistung. Den Sprint legte der Ferrari in nur 4,7  Sekunden von Null auf einhundert Stundenkilometer zurück. Noch beeindruckender ist die Angabe, dass ein Kilometer nach dem Sprint aus der Startprosition in nur 22,7 Sekunden zurückgelegt wurde. In der Endspitze erreichte die Flunder um die 315 Stundenkilometer, so dass Ferrari wieder einmal bewiesen hat, dass man nicht unbedingt in ein Flugzeug steigen muss, um schnell voran zu kommen. Ein mehr als beeindruckendes Fahrzeug für seine Zeit.