Samstag, 30. Mai 2026

Wenn Modellautohersteller anstatt des ursprünglichen Herstellers Modelle produzieren, kommt das unten gezeigte Ergebnis heraus... : Dodge RAM REV, 2025, Matchbox, MBX Adventure, Modelljahrgang 2025 / 2026

Hersteller : Matchbox
Modell : Dodge RAM REV, 2025
Update : Nein, bei der blauen Version in 2025 und Ja, bei der roten Modellversion in 2026 
Rubrik : Mainline, MBX Adventure
Produktionsort : Thailand
Farbe : Dunkelblaumetallic & Rotmetallic
Maßstab : ca. 1/79
zu öffnen : nichts
Maße Modell : ca. 7,5 cm x 2,9 cm x 2,7 cm (l/b/h) 
Preis : ca. 1,50 € & ca. 4,60 € ( Mein Kaufpreis neu in 2025 und 2026 ) 
 
Es ist schon wirklich hochinteressant, wie viele Autobauer sich bei der Herstellung von Elektrofahrzeugen zum einen zu viel Zeit gelassen haben und zum anderen tatsächlich viele Milliarden versenken mussten, um festzustellen, dass sich die Produktion nicht lohnen wird. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, bei dem unten gezeigten Modell oder ganzen Gattung Pick UP´s hätte man das durchaus vorher wissen können, dass so etwas nicht funktionieren konnte. An dem Modell und der Optik liegt es nicht, denn der (Dodge) RAM 1500 REV ist schon ein optisch starker sowie ausgewogener Pick Up geworden. Aber alleine der Tatsache geschuldet, dass seit den ersten Ford-F100 oder den ersten Dodge Sweptside Modellen in den 50er Jahren seit nunmehr über 70 Jahren V8 oder heute auch wieder große V6 Modelle über die amerikanischen Straßen und Highways akustisch hörbar bollern, kann man doch von keinem Käufer verlangen, sich den lässigen Sound zum Cruisen nur zu denken, geschweige denn bei den räumlichen Dimensionen Amerikas alle 500 bis 600 Kilometer Strom nachzutanken. Pick Up´s gehören zu den am meist verkauftesten Modellen in den USA, und wenn es keinen V8 mehr geben sollte, nimmt der Käufer noch den V6 für den Sound, aber rein Elektro auf keinen Fall. Das ist halt Amerika, und es war immer so und man versucht es auf dem Kontinent halt so lang wie eben möglich am Leben zu halten.
 
Somit baut anstatt RAM nun Matchbox fleissig einen schönen und schlanken Pick Up mit vielen Details, so dass es keinen wundert, dass das zumindest wunderbar funktioniert. Derzeit sind zwei Farben bekannt am Markt vertreten und die Modelle kommen in der gewohnt sehr guten Matchbox Qualität in den Handel. Der Pylonentest schafft der RAM REV tatsächlich vollkommen mühelos, da das Modell nur eine verschwindend geringe Federung aufweist. Somit durchfährt der Pick Up souverän die Pylonenreihe, ohne das ein Rad am Radhaus kratzt oder der RAM REV nur einen Milimeter aus der Spur läuft. Perfekt!
 
Zu den Details : Scheinwerfer und Zusatzleuchten in fotorealistischer Optik, schwarzer Kühlergrill, "RAM" Schriftzug in Großbuchstaben silbern aufgedruckt, hochgezogene detaillierte Frontschürze aus schwarzem Plastik (Bauteil ist Bestandteil der gesamten Bodengruppe samt Stoßfängern), Außenspiegel, Scheibenwischer, Dachantenne, großes Panoramadach, am Ende der Doppelkabine wurde die Dachfläche minimal zwecks der Aerodynamik abgesenkt, Radhauseinfassungen sowie Teilstoßstangen und Teilladeflächen in Interieurfarbe (ist ein Bauteil), Sechslochfelge in verchromter Fassung (ist die typische Geländewagenfelge von Matchbox), Heckleuchten in fotorealistischer Optik aufgedruckt, "RAM" Schriftzug in Großbuchstaben silbern mittig am Heck aufgedruckt, "4x4" Schriftzug in Silber rechts am Heck aufgedruckt, Stoßstangen in Interieurfarbe sowie ein detailliertes Interieur in Blau (oder Rot).
 
Die Geschichte des (Dodge) RAM 1500 REV als vollelektrisches Modell kann tatsächlich in Gänze nur noch von Matchbox alleine geschrieben werden, den RAM stellte nach mehreren Ankündigungen in den letzten drei Jahren mit dem einen oder anderen US Hersteller ganze Fahrzeuge oder Fahrzeugreihen im auslaufenden Jahr 2025 oder beginnendem Jahr 2026 komplett ein, da die Nachfrage nur gering oder verschwindend gering an diesem Modell vorhanden war. Folgende technische Daten sind bekannt : Die Gesamtleistung des oder der elektrischen Antriebe liegt bei 654 PS. Die Beschleunigung liegt mit 4,5 Sekunden von Null auf 100 Stundenkilometer auf einem sehr hohen Niveau, so dass die Höchstgeschwindigkeit in den USA mit 180 Stundenkilometer auch keinen gestört haben werden. Die Reichweite ist die Krux, denn hier garantiert RAM im Minimum ca. 560 Kilometer im Standardmodell und bis zu 800 Kilometer im Modell mit der großen Batterie. Nimmt man die mittlerweile bekannten rund 20%igen Schwankungen in der Dauer der Nutzung und Fahrweisen von Elektroautos, gehen hier also mehr als 100 Kilometer Reichweite verloren. Bei winterlichen Temperaturen von -20 Grad oder mehr im mittleren Teil der USA wird sich die Leistung dann mehr als halbieren, so dass deswegen auch keine Käufer zu erwarten waren. 
 










  

Donnerstag, 28. Mai 2026

Majorette zeigt die derzeit vorerst drei finalen Modellfarben der aktuellen BMW M3 (G80) Modellreihe der BMW M GmbH... : BMW M3, Typ G80, Majorette, BMW Edition & Premium Cars & Racing Cars, Modelljahrgang 2025 / 2026

Hersteller : Majorette
Modell : BMW M3, Typ G80
Update: Nein, neues Modell mit parallel gebauten Derivaten in 2025 
Modellnummern : REF 257G, leider gleiche Modellnummer bei allen Varianten
Rubrik : BMW Edition & Premium Cars & Racing Cars 
Produktionsort : Thailand
Produktionsdatum : 12.01.26 & 29.07.25 & 14.10.25
Farben : Frozen Deep Green (Originalfarbton) & Signalgrün (Originalfarbton) & M-Farben
Maßstab : ca. je 1/62
zu öffnen : jeweils die Türen
Maße : ca. je 7,7 cm x 3,0 cm x 2,3 cm (l/b/h)
Preis : ca. je 6,00 € (Kaufpreis neu in 2026)
 
Majorette flutet gerade den Markt mit der aktuellen BMW M3 Limousine mit dem Entwicklungscode G80. Der Streifenwagen der deutschen Polizei, den es nur exklusiv bei Müller gab (oder noch in Resten gibt?)  bildete den Anfang und testete den Markt erfolgreich aus. Es folgten das Premium Cars und Racing Cars Modell sowie die gesonderten Farben der beiden Modelle aus dem sechsteiligen Premium Cars Set inklusive dem Giftpack der BMW Edition. Um dem noch einen drauf zu setzen, bot man auch zwei weitere Modelle mit unterschiedlichen Felgenfarben auf einer neuen Speichenfelge mit gummierter Bereifung und zwei Farben in der Deluxe Cars Serie an. Das macht dann in Summe sieben Modellfarben und vier Modellausführungen innerhalb von vier Monaten. So erlaubt es Majorette mit den ersten Versionen in kürzester Zeit voraussichtlich in diesem Jahr so um die 150tsd Stück bereits verkauft zu haben, wenn man die Volumenbereiche der Premium- und Racing Cars mit je 30tsd und die Sondermodelle dann mit je 10tsd Stück über den Daumen gepeilt im Absatz ansetzt. Und das ist ziemlich klever als kleinerer Hersteller im Vergleich zu Hot Wheels, wobei die Modellpalette durchaus ständig wächst. Und in der Regel kauft derjenige, der das Anfangsmodell erstanden hat, auch gleich alle anderen Modelle mit auf.... .     

Bei dem Thema mit den Fahrwerken unterscheiden sich die unten geziegten M3 Versionen von Majorette eindeutig, so dass man zumindest bei meinen Modellen erkennen kann, dass es auch qualitative Unterschiede gibt. Während das Modell in mattem Grünmetallic den Pylonenparcours auf der glatten Tischfläche mit Bravour absolviert, verliert ausgerechnet das Modell mit den Schaufelradfelgen aus dem Bereich der Racing Cars nach dem ersten Pylonenpaar die Kontrolle und dreht sich um 180 Grad. Die Ursache des Abfluges ist schnell erklärt, denn die Federung des Modells entspricht nicht der des ersten Modells und fällt durch ein starkes Kratzen an den Radhäusern deutlich auf. Das Signalgrüne Modell weist eher das Fahr- udn Abrollverhalten des ersten Modells auf, was aber auch keinen aufgrund der gleichen Felgen verwundern wird. Die Grundqualität aller drei Modelle spricht deutlich für Majorette, welche derzeit den Kampf mit Matchbox und Hot Wheels zeitgleich aufgenommen hat. 
 
Zu den Details des Modells : Scheinwerfer aus durchsichtigem Plastikglas, BMW Emblem auf dem Steg zwischen der Niere auf der Motorhaube und auf dem Heckdeckel (allerdings ist hier das alte Emblem aufgedruckt worden!), BMW Niere in Schwarz mit horizontalen Lüftungslamellen, schwarze Lüftungsschlitze als Lüftungsecken unterhalb seitlich der Niere, kleine schwarze Schürzenecken in der Front erkennbar, kleines schwarzes Ziergitter in den vorderen Kotflügeln, Scheibenwischer, Außenspiegel, Dachantenne, Dachrillen, geschwärzte B-Säule, profilierte Bereifung aus Plastik auf einer V- oder Y-Speichenfelge sowie der mittlerweile etwas betagten Schaufelradfelge, schwarze Schwellerleiste seitlich, Rückleuchten in Rot, Modellschriftzug "M3" rechts in Schwarz auf der Heckklappe, rote Positionsleuchten, hochgezogene Heckschürze mit vier Auspuffrohren in Schwarz sowie ein hochwertiges und detailliertes schwarzes Interieur. 
 
Ja, es gibt hier noch den klassischen Reihensechszylinder bei dem aktuellen BMW M3, der leistungstechnisch auf hohem Niveau daher kommt. Und das ist auch gut so, denn nach den jüngsten Ereignissen in der europäischen Politik ist das Verbrennerverbot bei dem Motorenbau gefallen, wie so ziemlich überall dort, wo viele Autos gebaut werden. 480 PS leistet der Dreiliter in der normalen Version, 510 PS sind es als Competition Modell und 550 PS Leistung sogar als CS Modell (Competition Sport). In nur 4,2 Sekunden beschleunigt man dann von Null auf einhundert Stundenkilometer und zeigt dem Rest auch bei hohen Benzinpreisen, wo der Hammer auf den deutschen Autobahnen hängt. Dreizehntel Sekunden schneller geht es beim Competition Modell und immerhin Achtzehntel beim CS Modell. Die Geschwindigkeit belibt auf deutschen Autobahnen bei 250 Stundenkilometer abgeriegelt. Das Design der BMW Niere ist unter eingefleischten BMW Fans stark umstritten. Mir gefällt sie inzwischen und im Hinblick auf die Modellhistorie von BMW gab es früher auch schon die Hochkant stehenden BMW Nieren. Fakt ist, dass diese Nierenart tatsächlich auf die Märkte USA und China ausgelegt wurde, so dass das Heimatland tatsächlich von den alten Tugenden das Nachsehen hat. Immerhin hat die Serienfassung eine schmale liegende Niere, so dass "die langsameren" Modelle bishin zum 330i daran zu erkennen sind.
  
















Dienstag, 26. Mai 2026

Matchbox zeigt im auslaufenden Modelljahrgang noch den wunderschönen Toyota RAV4 in der spannenden TRD Version... : Toyota RAV4, 2023, fünfte Generation, Faceliftmodell ab 2021, Matchbox, MBX City, Modelljahrgang 2025 / 2026

Hersteller : Matchbox
Modell : Toyota RAV4, 2023, fünfte Generation, Faceliftmodell ab 2021
Update : Nein, neues Modell in 2025 
Rubrik : Mainline, MBX City
Produktionsort : Thailand
Farbe : Weiß
Maßstab : ca. 1/66
zu öffnen : nichts
Maße Modell : ca. 7,0 cm x 2,9 cm x 2,3 cm (l/b/h) 
Preis : ca. 6,50 € ( Mein Kaufpreis neu in 2025 ) 
 
Und wieder einmal trifft Matchbox mit einem neuen, kompakten SUV voll ins Schwarze und damit auch voll in die Herzen der Sammler. Zumindest zeigt das den Hype um das Modell und die tatsächlich sehr geringe Verfügbarkeit der weißen Fassung, welche den Einkauf nicht einfach machte. Mit dem Toyota RAV4 TRD bringt man eines dieser wunderbaren, normalen Weltautos in den Handel, welche in einem normalen Straßenverkehr vielleicht nicht mehr auffallen würden. Aber in unserem Maßstab tun sie das doch, denn es sind meist die typischen Brot-und-Butter Fahrzeuge wie dieses, welche sich von den ganzen Sportwagen und Luxuslimousinen gekonnt optisch absetzen. Warum? Weil sie eben normalen Alltagsfahrzeugen für die Masse entsprechen, welche täglich die Städte, Vororte und Autobahnen dieser Welt Tagein und Tagaus bevölkern und uns alle treu und brav von A nach B bringen.
 
Matchbox hat hier ein grandioses Modell auf den Markt gebracht, was natürlich wieder einmal mit der Farbe Weiß die Hauptmärkte und deren Lieblingsfarbe der Bereiche USA und Japan sowie den gesamten asiatischen Raum primär anspricht. Als ein 2023er Modelljahrgang handelt es sich fast noch um einen aktuellen Neuwagen, obwohl das Modell nach gut acht Jahren Produktionszeit in diesem Jahr noch bei Toyota auslaufen wird. Zum einen ist die recht üppige Ausstattung faszinierend und zum anderen polarisiert die gesamte Formensprache des Modells. Die Herstellungsform ist auffallend detailreich bearbeitet worden, um mit dem ganzen Flächenspiel der Karosse in Form von eckiger und runder Formensprache gerecht zu werden. Somit ist es echt schon schade, dass ein so dunkles Scheibenglas verbaut wurde, so dass man die technische Finesse im Innenraum vielleicht gar nicht einmal mehr mitbekommt oder zu Gesicht bekommt.

Zu den Details : Schlitzscheinwerfer in fotorealistischer Optik, sechseckiger Flächenkühler in Schwarz mit mittig platziertem Toyotaemblem in Silber, seitliche Lüftungsgitter in Schwarz mit Tagfahrlicht, markant geformte schwarze Stoßfängerleiste mit darunter liegendem Lüftungsgitter, Außenspiegel, Scheibenwischer Schiebedach, Dachrillen, Dachantenne, Dachreeling, Seitenschweller in Schwarz, schwarze Schmutzlappen an den Rädern (zur Vermeidung von festsitzendem hochgeschleuderten Dreck bei Offroadfahrten), die sehr schöne Eagle Bedlockfelge geschwärzt mit profiliertem Rand, hochgezoegne Heckschürze in Schwarz, fotorealistisch bedruckte Heckleuchten, Toyota Emblem in Silber mittig auf der Heckklappe, schwarzes Kennzeichen mit weißer "TRD" Aufschrift, schwarze Schriftzüge "RAV4" links und "TRD Off Road" rechts am Heck zu finden, Heckscheibenwischer sowie ein schwarzes Interieur. 
 
Der Toyota RAV4 TRD (Toyota Racing Development) ist ein sogenanntes Weltauto geworden, welches in diversen Ländern einen anderen Namen als auch einen anderen Firmennamen sowie das dazu gehörige geänderte Design erhalten hat. Suzuki und Mitsuoka haben die Plattform samt Technik übernommen und aussen anders gestaltet. Der derzeitige Absatzerfolg Toyotas beruft sich sich auf das gleiche Rezept wie bei BMW, denn beide Konzerne beliefern den Weltmarkt innerhalb der gesamten Nachfrage aller Antriebsarten, ohne sich bei den Elektroantrieben zu verzetteln. Zum Modellstart gibt es einen kleinen Zweiliter Reihenvierzylinder sowie auch das volle Hybridprogramm mit einem größeren 2,4 Liter Benziner plus einem Elektromotor. Das unten gezeigte Modell kommt im TRD Off Road Trimm und ich gehe einmal davon aus, dass es sich dabei dann auch um das 2,5 Liter große Top Modell handelt. Der Benziner leistet rund 185 PS Leistung und der Elektromotor rund 121 PS Leistung, so dass der toyota durchaus eine stattliche Systemleistung von rund 306 PS besitzt. Damit ist es möglich, einen Sprint von Null auf 100 Stundenkilometer in nur 6 Sekunden zu schaffen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt etwa 185 Stundenkilometer.   
 










Montag, 25. Mai 2026

Matchbox belebt eine urtümliche Art der Fortbewegung aus Großbrittanien einer der skurilsten Fahrzeughersteller der Welt... : Morgan 3 Wheeler (Threewheeler), ab 2010, Matchbox, MBX Showroom, Modelljahrgang 2025 / 2026

Hersteller : Matchbox
Modell : Morgan 3 Wheeler (Threewheeler), ab 2010
Update : Nein, bei der grünen Version und Ja, bei der silbernen Modellversion in 2026 
Rubrik : Mainline, MBX Showroom
Produktionsort : Thailand
Farbe : Dunkelgrünmetallic (British Racing Green, Originalfarbton) & Silbermetallic
Maßstab : ca. 1/54
zu öffnen : nichts
Maße Modell : ca. 6,0 cm x 3,0 cm x 1,9 cm (l/b/h) 
Preis : ca. je 1,50 € ( Mein Kaufpreis neu in 2025 und 2026 ) 
 
Die Briten sind ja schon so dann und wann ein komisches Völkchen gewesen und den größten Humor bewiesen sie wohl bei ihrer eigenen zum Teil höchst skurilen Autoindustrie, von der fast nichts mehr in der eigenen Hand geblieben ist oder schon vergessen oder zumindest erfolgreich beerdigt wurde. Die Kronjuwelen wie Rolls-Royce und Bentley wurden in der deutschen Hand erst richtig erfolgreich und profitabel. China sicherte sich mit dem Überbleibsel der Marke Rover die Reste der britischen Massenindustrie sowie ein paar wertvolle Namen wie MG. Lotus ging zunächst nach Malaysia und ist mittlerweile ebenfalls in China zu Hause. Land Rover und Jaguar sind in der ehemaligen Kolonie Indien gelandet. Das muss weh tun!!! Doch es gibt sie noch, die kleinen und feinen Manufakturen skuriler Fahrzeuge, welche mit Beharrlichkeit an der guten alten Zeit und entsprechenden Fahrmaschinen festhalten. Eine davon ist die Morgan Motor Company Limited, welche bereits seit 117 Jahren erfolgreich gegen die Massenherstellung mit einer entsprechenden Portion Individualität und Fahrspaß entgegen wirkt. Während die größeren Modelle wie der Morgan Plus4 oder Plus8 schon vor über 40 Jahren  nachproduziert wurden, kommt nun das Spaßmobil "Threewheeler" in den Handel. Und das recht bildgewaltig bereits in zwei Fassungen von Matchbox und ebenso zwei Fassungen von Hot Wheels, denn auch hier teilt man das Modell erneut in die Bereiche Originalität (Matchbox) & Sport (Hot Wheels) auf.  

Matchbox hat hier einfach ein grandioses Modell entwickelt, welches ein absoluter Eyecatcher ist. Qualitativ ist dieses Modell verdammt gut geworden und die schwere Bodenplatte aus Metall muss schon für die Stabilität und gegen das Umkippen rein konstruktiv sein. Das Modell hat sogar eine Federung und scheppert mit dem einen Hinterrad ebenso grandios sowie lautstark als auch zum Schmunzeln selbstbewusst über die Tischplatte. Selbst den Pylonentest gewinnt dieses Vehikulum und vollzieht den Lastwechsel mit einem Rad in der Luft (gegenseitiges Vorderrad), so dass hier auch noch der Spielspaßfaktor ein neues Level erreicht. Trifft Matchbox hier mit einer neuen Modellgeneration den Zahn der Zeit? Nicht ganz, denn Tomy baute bereits früh in den 70er Jahren den Daihatsu Midget als Modell nach, was in Japan und in anderen asiatischen Ländern auch für reißenden Absatz sorgte. Es folgten diverse Tuk Tuks von Tomy, Majorette und Matchbox sowie auch bereits in den 70er Jahren der Reliant Ant von Corgi Whizzwheels. 

Zu den Details : Rundscheinwerfer verchromt sowie mit dem verchromten Motor und dem verchromten Kühler als ein Bauteil verbunden (bei dem 2026er Jahrgang ist das Bauteil Schwarz), Fahrwerksteile im Übergang von Bodenplatte zum verchromten Motor erkennbar, Kühlergrill mit Firmenemblem (hinter dem Motor) außen versilbert und innen Schwarz, verchromte Sidepipes, braune Rundteilscheiben (Bestandteil vom Interieur), Überrollbügel in der Nähe der Fahrerköpfe in Braun (Bestandteil vom Interieur), Tankdeckel im Heckbereich, Y-Speiche geschwärzt vorne, Zweisitzer, Lenkrad- und Interieurdarstellung, Heckleuchten farbig in Rot und Gelb sowie eine Kennzeichenplatte am Heck in Gelb mit schwarzer Modellschrift "Morgan" samt Firmenemblem zu finden. Das Modell ist ein Rechtslenker mit einem braunen Interieur (bei dem 2026er Jahrgang ist das Interieur Dunkelbraun).
 
Es ist schon erstaunlich aber die Geschichte des Morgan Threewheelers ist ein kleines Husarenstück gewesen. Henry Frederick Stanley Morgan bewies eine gewisse Weitsicht im Jahre 1908/1909, als dieses Modell zunächst als Einsitzer mit dem Modellnamen Runnabout entwickelt und auf einer Motorrad und Zweirad-Messe in London 1910 präsentiert wurde. Aufgrumd des großen Interesse des Publikums wagte Morgane den Versuch der Fertigung und baute dieses Modell bis in die Nachkriegszeit des zweiten Weltkrieges 1951. Ca. 60 Jahre später in 2011 lebte die Idee wieder auf und es entstand eine moderne Neuauflage des Modells mit einem Schaltgetriebe von Mazda. Weitere fünf Jahre später folgte die erste Elektroversion des Modells. Das unten gezeigte Modell enstpricht der Neuauflage, welche von 2010 bis 2021 gebaut wurde. Für die Modellart finde ich die Motorleistung schon recht überragend, denn aus einem Zwzeizylinder V-Motor entwickelte Morgan mit einem Hubraum von knapp 2 Litern ein Fahrzeug mit 83 PS Leistung. Die Beschleunigung des Modells liegt bei sensationellen 6 Sekunden von Null auf 100 Stundenkilometer und der Threewheeler kommt dabei auf eine Höchstgeschwindigkeit von 185 Stundenkilometer. Das Gewicht von nur 525 Kilogramm ist bemerkenswert. Der Verbrauch liegt bei rund 9 Liter und die Reichweite bei immerhin knapp über 400 Kilometer. Genial. Was will man(n) mehr???