Sonntag, 8. Februar 2026

Ein französisches Sportcoupé der Oberklasse mit einem italienischen Herzen...(3) : Citroen SM, 1970-1975, Norev, Modelljahrgänge bis 2025

Hersteller : Norev
Modell : Citroen SM, 1970-1975
Update : Ja, neue Modellfarben bis zum Jahr 2025
Rubrik : Standardserie
Produktionsort : China
Farben 1 + 2 : Braunmetallic ( Sable Métallisé ) & Rot ( Rouge de Rio )
Farben 3 + 4 : Silbermetallic ( Gris Nacré ) & Dunkelgrün Metallic, nicht erratbar, 
enormes Farbspektrum, hier ( Vert Argenté Métallisé ) oder ( Vert des Tropiques Métallisé )  
Maßstab: 1/58 (größerer Maßstab als sonst)
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 8,5 cm x 3,3 cm x 2,3 cm (l/b/h)
Preis : ca. 6,00 € ( Kaufpreis neu in 2025 )

Norev lässt das Modell des unsterblichen Citroen SM erneut wieder auferstehen, und spendiert dem flinken Franzosen weitere neue Originalfarben. Norev ändert übrigens neben der Farbe nur noch die Felgen, welche je nach Wagenfarbe in den Zwischenräumen in Wagenfarbe teillackiert wurden und mit der sichtbaren Radnarbe und der Verschraubung der Felge ein schönes Detail geschaffen haben. Die unten gezeigten Farben entsprechen dem Zeitgeist der 70er Jahre, wobei mir tatsächlich das Braunmetallic und das Rot am Besten gefallen, und der langgestreckten Karosse die größte Eleganz geben. 
 
Der revolutionäre und dynamische Entwurf der Marke Citroen setzte seinerzeit einen Maßstab im Luftwiderstandswert und verzauberte den Betrachter mit einen schier unendlich langen Motorhaube. Der SM wirkte damals schon wie eine Art Keil, denn während die Front sehr flach sowie rund aufgefächert war, wirkte das Heck wie ein kantiger Klotz, welches an so manchen Sonderumbau von Citroenmodellen im Heckbereich entweder von Chapron als auch Opron erinnern mag. Von der DS übernahm man auch in den 70er Jahren noch die leicht überdeckten Reifen im Heckbereich, wobei diese Blenden auch herausnehmbar waren. Hätte man das technische Desaster vorhergesehen, hätte man auch von dort die großen Vierzylinder übernehmen sollen. Dieses Modell ist beim Anblick einfach Frankreich, denn Frankreich gehört zu den Taktgebern der Mode. Dieses Modell stellte 1971 den Aufbruch in die Moderne dar, ohne die bisherigen modischen Schnitte zu vergessen. Das Kleid des Citroen wirkt darüber hinaus wie ein Maßanzug, ohne dabei auch nur ansatzeise zu geordnet zu wirken. Alles passt, ist faltenfrei und mit wenigen akzentuierten Details aufgewertet worden. Das hatte auch zur Folge, dass mit diesem Auto eher die oberen Zehntausend als Kundschaft angesprochen waren, anstatt des normalen Mannes von der Straße, der sich die Diva mit einem italienischen Motor sowieso nicht hätte leisten können. Dementsprechend verwundern einen auch die tatsächlichen Stückzahlen nicht, wobei man mit anderer Technik durchaus die einen oder anderen zehntausend Fahrzeuge hätte mehr verkaufen können. 
 
Zu den Details : durchsichtige Scheinwerfereinheit mit drei Scheinwerfern in Silber, schwarze Kühlergrilloptik hinter Glas (wobei die Farbe nur als Hintergrundfarbe für das darauf zu setzende Kennzeichen war), Citroen Emblem in Silber auf schwarzem Untergrund auf der Motorhaube (Beifahrerseite), silberne Stoßstangen mit Einbuchtungen für die waagerechten Blinker, rundum Scheibenumrandungen in Chrom, Armaturenbrett in Schwarz, Scheibenwischer in Silber, linker Außenspiegel in Silber, rechtes Spiegeldreieck in Silber, silberne Radabdeckungen sowie eine im Teilbereich abgedunkelte Felgenfläche mittig, gummierte und profilierte Bereifung, silberne Türgriffe, Zierrat an der C-Säule in Silber, Stoßstange am Heck in Silber, Scheibenumrandung am Heck in Schwarz, Interieur in Schwarz, Hutablage in Schwarz, Heckleuchten in Rot und Gelb sowie mit silberner Einfassung, Chromzierrat am Heck, sowie ein Interieur in Schwarz.

Es gibt ja Fahrzeuge auf dieser Welt, die aufgrund eines zweifelhaften Rufes der verbauten Technik dennoch zu der damaligen Zeit über alles erhaben waren und deren Glanz und Glamour über Jahrzehnte hinweg niemals untergegangen ist. Hierzu gehört der wunderbare Citroen SM. Technisch galt der Citroen SM als ein absolutes Desaster, denn der zugekaufte Motor von Maserati trieben Kunden wie Werkstatt als auch den Hersteller dieses Autos buchstäblich in den Wahnsinn, so dass die Zusatzbezeichnung SM auch fast schon verbal bei Käufern mit einer Neigung zu einer sexuellen Spielart seinerzeit verglichen wurde, wenn sie einen SM kaufen oder besitzen würden, was die Verkäufe ebenfalls in den Keller trieben. Die eingebaute Lage des Motors sowie die Steuerkette führten zu der technischen Misere. Warum ein Maseratimotor aus Italien in einem Franzosen verbaut wurde, ist sogar schnell erklärt, denn die Marke Maserati gehörte zu dem Zeitpunkt mehrheitlich Citroen. Bis zu 180 PS konnte der schnelle Franzose mit italienischem Herzen an Leistung verbaut haben, so dass ihn diese Leistung sogar lange zum schnellsten Fronttriebler der Welt gemacht hatte. Ein persönliches Erlebnis mit dem SM hatte ich einmal auf einer Autobahn vor einigen Jahren, wo ich zunächst bei geöffnetem Fenster an einem Sonnentag ein leichtes, aber immer näher kommendes Donnergrollen hörte, ehe der Citroen SM dann mehr als Eindrucksvoll auf der linken Seite gewaltig mit hoher Geschwindigkeit nahezu an mir verbeigeschossen war. Wenn er denn fuhr, musste er wohl ein Highlight gewesen sein. Der Zusammenschluss von Citroen mit der Marke Peugeot läutete im Jahr 1975 im Übrigen das Ende des Modells ein, da nach dem Zusammenschluss dieser Verlustbringer mit nur knapp 13.000 Exemplaren eingestellt wurde. Das Design stammte übrigens von Robert Opron, der immerhin ein optisches Highlight für den französischen Automobilbau entworfen hatte. 
  














  

Freitag, 6. Februar 2026

Mit dem Landwirtschaftsfahrzeughersteller CLAAS hat sich Majorette einen starken Partner an Land gezogen... (2) : Claas Arion 660 & Claas Xerion 5000 & Liebherr L538, Majorette, Farm Giftpack, Modelljahrgang 2025

Hersteller : Majorette
Modell : Claas Arion 660 & Claas Xerion 5000 & Liebherr L538
Update: Ja, neue Modellversionen in 2025 
Modellnummern : REF 208H & REF 208B & REF 263C
Rubrik : Farm Giftpack, Thema CLAAS Landwirtschafstfahrzeuge
Produktionsort : Thailand
Produktionsdatum : der 07.04.25 & 31.03.25 & 31.03.25
Farben : Weiß + Hellgrün + Schwarz (oder Grau) + Rot (Felgen), hier alle Fahrzeuge
Maßstab : ohne Angabe
zu öffnen : die Schaufel des Radladers ist kippbar
Maße : ca. 7,2 cm x 3,3 cm x 4,1 cm & 8,2 cm x 3,4 cm x 4,3 cm & 8,4 cm x 3,0 cm x 3,7 cm (l/b/h)
Preis : ca. je 5,00 € (Kaufpreis neu in 2025)
 
Es ist schon irgendwie erstaunlich, wie schnell manche Sets online verkauft werden können, von denen man es erst einmal so nicht erwartet hat. Das aktuelle Landwirtschafstfahrzeugset mit dem Themeninhalt CLAAS Traktoren und einem sehr schönen Servicefahrzeug hat zumindest derzeit einen hohen Nachfragefaktor, was vermutlich an dem VW ID BUZZ Cargo Modell in erster Linie liegen mag. Allerdings sind auch die durchaus sehr attraktiven Traktoren nennenswert, welche ich wie bereits angedügt, nun einmal in diesem Beitrag vorstellen werde. Majorette ist derzeit in vielen Bereichen schneller, wo einst Siku mal eine gewisse Vorherrschaft hatte. Nachdem man im PKW Segment erfolgreich mehrfach sich die Top Modelle von Siku ins eigene Programm geholt hat, scheint es Majorette nun auf die Landwirtschaftssparte von Siku abzusehen. Und Siku macht es Majorette auch derzeit noch so leicht, sich die Kundschaft auch kampflos abwerben zu lassen. 
 
Zur Qualität der Modelle : Auch wenn viele Plastikteile vorhanden sind, wirken alle Traktoren in der Tat hochwertig. Die Aufdrucke passen, das Plastik hat eine gute und hohe Qualität, die Lesbarkeit der Aufdrucke stimmt, die Rollbarkeit ist sehr gut und auch die Details dieser Traktoren sind sehr gut geworden. Die Lenkung der beiden größeren Traktoren ist überraschend. Auch wenn der Arion sich besser verstellen kann, zeigt sich auch beim Xerion deutlich die Wirkung, wenn man bei der Achsbewegung mit den Fingern, die Frontachse etwas drehen kann. In Summe sind die Traktoren sehr stimmig, so dass diese kleinen Traktoren flexibel und agil ihren Job machen können. Optisch sind sie eine Augenweide, so dass diese auch perfekt auf einen Spielzeugbauernhof passen, oder auch in einem Landwirtschaftsdiorama eingesetzt werden. Und hier ist tatsächlich der Eindruck entstanden, dass die Qualität bei Majorette auch viel besser als bei den Sikuprodukten ist, die in dem Preissegment nicht nur teurer, sondern auch schlechter verarbeitet wurden. Der Liebherr ist dort noch eine kleine Ausnahme, da Majorette ihn einfach umlackiert hat, obwohl der Liebherr in der Regel im Bausektor seine große Schaufel nutzt. Warum also nicht auch in der Landschaft? Fehlplatziert wirkt er nicht, aber die größeren Traktoren sind da wesentlich interessanter sowie auch ausgefeilter.  
 
Mit den beiden hier gezeigten CLAAS Traktoren liegt Majorette am Puls der Zeit, und es gibt noch andere im Sortiment zu erwerben. Ob man diese zum Spielen verteilt oder doch lieber gesichert irgendwohin stellt, muss jeder für sich entscheiden. Beim Anschauen machen sie zumindest viel Spaß. Schaut man sich das vorletzte Bild an, ist dort schon eine ordentliche Ansammlung von Traktoren und Landwirtschaftsmodellen zusammen gekommen. 5 Euro pro Stück sind daher eher als Angebot und Schnäppchen zu betrachten, als das hier der Eindruck entstehe, zu viel Geld bezahlt zu haben. Man sollte diese Fahrzeuge und auch die Landwirtschaftssparte im Auge behalten... . 
 












  

Mittwoch, 4. Februar 2026

Almost Real zeigt in seinem aktuellen BMW Jubiläums Set die seltene Elektrovariante des aktuellen BMW Dreier, welche nur in China ausgeleifert wird... : BMW i3 edrive 40L, Jubiläums Sondermodell, Typ G20, Almost Real, BMW Collection Series, 50 Years BMW 3 Series, Nr. 7, Modelljahrgang 2025

Hersteller : Almost Real, Sums Model Toys Co. Ltd.
Modell : BMW i3 edrive 40L, Jubiläums Sondermodell, Typ G20
Update : Nein, neues Modell aus 2025 von Almost Real 
Rubrik : BMW Collection Series, 50 Years BMW 3 Series, Nr. 7 
Produktionsort : China
Farbe : Grau matt
Maßstab : 1/64
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 7,6 cm x 2,9 cm x 2,3 cm (l/b/h)
Preis : ca. 18,00 € (Kaufpreis neu in 2025)
 
Almost Real kürt das Sonderset "50 Jahre BMW 3er Reihe" mit zwei aktuellen BMW 3er Modellen, welche sich einmal in Form eines 330i (siehe Blog Eintrag) und einmal in Form eines edrive 40L zeigen. Damit zeigt man gesondert 8 Modelle in sieben Generationen und von der aktuellen Generation somit auch zwei sehr unterschiedliche Modelle. In dem zweiten Jubiläums Set, welches auch offiziell nach Deutschland importiert wird, wird genau diese unten gezeigte elektrische Sonderversion nicht mit enthalten sein, so dass dieses Modell gesondert auch künftig gehandelt wird, denn damit ist es in dieser einen Fassung weltweit selten anzutreffen. Almost Real hat tatsächlich in Summe schöne Modelle erarbeitet und dieser elektrische BMW stellt ein optisches Highlight dar. Obwohl die Perfektion des Modells reizt, kann ich mir in meiner Sammlung ebenso eine kleine Flotte davon vorstellen. Das Modell ist perfekt verarbeitet worden, hat kristallklares Scheibenglas, nichts knarzt, das Modell rollt wunderbar, hatt alle wichtigen Details mit auf den Weg bekommen und verführt haptisch ebenso mit einer sehr weichen und angenehmen Lackierung. Kurzum, eigentlich ist es perfekt geraten. Denn mit der Betrachtung der originalen Farbe und dem detailreichen Interieur kommt man genau zu dieser Perfektion! 

Zu den Details: Flächenscheinwerfer inklusive Blinker hinter durchsichtigem Plastikglas, die Leuchtmittel sind innerhalb des Flächenscheinwerfers optisch abgetrennt, BMW Niere zum Teil in Schwarz mit silberner Wabenoptik, Lüftungsgitter in Schwarz unterhalb des Stoßfängers sowie schwarze Lüftungsecken (wobei es beim Elektro-Dreier nur die Andeutung einer Lüftung gibt), Kamera mittig in Schwarz wagerecht im Lüftungsgitter, BMW Emblem auf der Motorhaube, Dachantenne, großes Doppelschiebedach, Scheibenwischer in Schwarz, Shadow Line, Außenspiegel außen in Schwarz und innen spiegelnd, Innenrückspiegel außen in Schwarz und innen spiegelnd, sportliche Doppelspeichenfelge in Silber auf gummierten und profilierten Reifen, geschwärzte B-Säule, Heckleuchten aus durchsichtigem mehrfarbigen Plastik in Rot und Silber, Modellschriftzug "iC" sowie auf chinesisch links in Silber auf der Kofferraumklappe, Modellschriftzug "edrive 40L" in Silber rechts auf der Kofferraumklappe, BMW Emblem auf der Kofferraumklappe, Kennzeichen bedruckt mit "THE 3 / i", Positionsleuchten in Rot jeweils innerhalb silberner Dekorleisten im Bereich der ehemaligen Abgasanlage sowie ein schwarzes und detailreiches Interieur. 
 
Dieses BMW 3er Design ist bei BMW ein echter Volltreffer geworden, denn BMW verlängert hier aufgrund der Nachfrage und der hohen Stückzahlen die Laufzeit der Baureihe. Das mag auch daran liegen, dass man sich damit etwas Luft zur neuen elektrischen "i Baureihe" verschaffen will. Im Gesamtauftritt des Designs ist dieser BMW 3er eher der schärfste und aggressivste 3er aller Zeiten. Insbesondere die seitlichen Lüftungsecken in der Front, welche bei dem Elektromodell keine sind, erinnern fast irgendwie an Nasenlöchern von Pferden oder die Beatmungsöffnungen von Darth Vader. Die wachsende und eher volumniös ausfallende Niere ist optisch leider auf den Geschmack der Amerikaner und der Chinesen ausgelegt worden. Dafür sitzen und passen alle Sicken und Ausformungen von Scheinwerfern und Leuchten bestens. Als i3 kommt dieses unten gezeigte Modell als edrive 40L mit rund 340PS Leistung in den Handel. Die Höchstgeschwindigkeit des Elektromobils liegt bei 180 Stundenkilometer und die Reichweite wird mit etwa 592 Kilometer angegeben. Damit kommt man schon eine ganze Ecke weiter, als mit vielen anderen Modellen in dieser Zeit. 
 
Motorentechnisch ist der noch aktuelle 3er BMW, der seit 2019 gebaut wird, als Benziner oder Diesel absolut in top Form, auch wenn die Vierzylinder überwiegen. Im Einstieg geht es mit einem Zweiliter Reihenvierzylinder samt Turbo und rund 156 PS los. Der 330i ist der größte Vierzylinder mit 245 PS Leistung /vormals 258PS) und der 335i aus dem Vormodell ist entfallen. Der einzige Sechszylinder der normalen BMW 3er Reihe ist der 340i mit rund 392 PS Leistung, was dann auch schon das perfekte Bindeglied zum M3 darstellt. Auch der BMW M3 fand wieder zum Sechszylinder zurück und leistete als Dreiliter Motor zwischen 480 und 550 PS Leistung. Während der normale M3 nur noch 4,2 Sekunden von Null auf 100 Stundenkilometer benötigte, schaffte der CS mit nur 3,4 Sekunden bereits Supersportwagenwerte. Ein witziges Gimmick besitzt der M3, denn die Front hat hier eine eigene Optik und das scheint die Baureihe nicht zu splitten, gibt aber wiederum dem M3 einen eigenen Kick.  
 








 

Montag, 2. Februar 2026

Almost Real setzt der BMW Baureihe F30 mit diesem Modell in der Perfektion ein Denkmal... : BMW 328i, Typ F30, Almost Real, BMW Collection Series, 50 Years BMW 3 Series, Nr. 6, Modelljahrgang 2025

Hersteller : Almost Real, Sums Model Toys Co. Ltd.
Modell : BMW 328i, Typ F30
Update : Nein, neues Modell aus 2025 von Almost Real 
Rubrik : BMW Collection Series, 50 Years BMW 3 Series, Nr. 6 
Produktionsort : China
Farbe : Blaumetallic (voraussichtlich Originalfarbton Estorilblaumetallic)
Maßstab : 1/64
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 7,3 cm x 2,9 cm x 2,3 cm (l/b/h)
Preis : ca. 18,00 € (Kaufpreis neu in 2025)
 
Wem das unten gezeigte Modell ebenfalls bekannt vorkommen mag, sollte sich in diesem Blog das rote Pendant von Welly angucken, welches vor etwa zehn Jahren in den Handel gekommen ist. In dieser Zeit sortierten sich irgendwie alle Modellautohersteller in deren Zukunftsausrichtung, so dass seinerzeit nur die wenigsten neuen und interessanten Modelle der großen deutschen Hersteller in den Handel gekommen sind. Heute ist das anders, denn gerade diese BMW Sets scheinen sich schnell und gut abverkaufen zu lassen, auch wenn man in Summe einen dreistelligen Betrag hinlegen muss. Das Wellymodell hatte damals kaum Details, was dieses Modell nun mehr als wieder gut macht. Dabei ist festzustellen, dass das Almost Real Modell tatsächlich eine ziemlich gute Kopie des Originals ist. Das Modell ist perfekt verarbeitet worden, hat kristallklare Scheibenglas, nichts knarzt, das Modell rollt wunderbar, hat alle wichtigen Details mit auf den Weg bekommen und verführt haptisch sogar mit einer sehr weichen und angenehmen Lackierung. Kurzum, eigentlich ist es perfekt geraten, wenn man die originalen Felgen und die Originallackierung mit in Betracht zieht. Und mit der zusätzlichen Betrachtung des detailreichen Interieurs verschwinden auch beim Betrachter letzte Zweifel! Da ist dann auch der Preis in Ordnung.

Zu den Details: Flächenscheinwerfer inklusive Blinker hinter durchsichtigem Plastikglas, BMW Niere in Schwarz mit Silberrand, Lüftungsgitter in Schwarz unterhalb des Stoßfängers, silberne Dekorleisten waagerecht verbaut im Lüftungsgitter, Nebelscheinwerfer in Silber in den Außenecken der Frontlüftungsgitter, BMW Emblem auf der Motorhaube, Dachantenne, abgedunkeltes Schiebedach (ist ein bauteil mit den Scheiben), Scheibenwischer in Schwarz, Shadow Line, Außenspiegel außen in Schwarz und innen spiegelnd, Außenspiegel mit Blinkerfunktion in Silber, Innenrückspiegel außen in Schwarz und innen spiegelnd, sportliche Doppelspeichenfelge in Silber auf gummierten und profilierten Reifen, geschwärzte B-Säule, Heckleuchten aus durchsichtigem farbigen Plastik in Rot, Modellschriftzug auf chinesisch links in Silber auf der Kofferraumklappe, Modellschriftzug "328i" in Silber rechts auf der Kofferraumklappe, BMW Emblem auf der Kofferraumklappe, Positionsleuchten in Rot jeweils in den Ecken des Heckbereiches, jeweils ein Auspuffendrohr in Silber je Seite, sowie ein schwarzes und detailreiches Interieur. 
 
Ehe es zu den technischen Details übergeht, muss man noch ein Vorwort zu dem Design des Modells des F30 machen. Die vorherige Sachlichkeit zum E90 hat wieder ein Ende. Insbesondere die BMW Niere hat in Ihrer Formschönheit Anleihen der BMW Niere der Baureihe E38 erhalten. Die Flächenscheinwerfer haben ebenfalls wieder einen schönen "Kick" sowie die gesamte Proportion der Karosserie. Man könnte behaupten, ein Durchnittsmaler formt hier den Grundstock eines Modells und der Meistermaler gibt der gesamten Karosserie durch die Einbringungen von Sicken, Kanten und gesonderten Betonungen bei einigen Bauteilen den letzten akzentuierten Schliff. Zudem musste BMW auch erkennen, dass dieser 3er so gut war, dass er dem 5er eigentlich schon viel zu Nahe kam. Auch Käufer fragten sich, warum sollte man denn eine Nummer größer gehen, wenn der 3er weiter in der Länge wächst?  
 
Die Baureihe F30 mit seinen fortlaufenden internen Entwicklungsnummern sieht erst einmal nur auf dem Papier so aus, als würden die Verkaufszahlen sinken. Fakt ist, das BMW den Status des Vollsortimenters erstmalig in dieser Baureihe wieder auflöst. Der Grund ist zunächst sehr einfach, denn die abgesplitteten Modellreihen Coupé und Cabriolet sollen eigenständige Baureihen mit anderen Nummer werden (Vierer BMW). Durch die Höherpositionierung versprach sich seinerzeit BMW auch höhere Margen, was zumindest bei der Coupébaureihe in Stückzahlen auch funktioniert haben wird. Obwohl der 3er GT eine eigenständige Modellreihe war, gehört er dennoch technisch zum 3er, was Reparaturen durch das Gleichteileprinzip eher vereinfacht. Somit konzentriert sich der ursprüngliche "3er BMW" tatsächlich hier nur noch auf die Limousine und den Touring. Beide Modelle wurden zusammen in Summe rund knapp über 2,9 Millionen Mal von 2011 bis 2019 gebaut. Motorentechnisch gab es auch gegenüber der vorherigen Baureihe weitere Einschnitte. Ältere Sechszylinder sind entfallen. Der Rest waren zwar durchaus taugliche Vierzylinder, allerdings kam der Turbolader nun zu allen Motoren im Zeitalter des Downszizing hinzu. Die Vierzylinder leisteten im Einstieg als 316i rund 136 PS und als 330i immerhin 252PS. Der Sechszylinder bildete als 335i mit 306 PS oder als 340i mit 326 PS dann fast schon die perfekte Mitte der Baureihe. Auch der BMW M3 fand wieder zum Sechszylinder zurück und leistete als Dreiliter Motor zwischen 431 und 460 PS Leistung. Während der normale M3 nur noch 4,3 Sekunden von Null auf 100 Stundenkilometer benötigte, schaffte es der CS mit knapp einer halben Sekunde weniger mit 3,9 Sekunden.
 








  

Samstag, 31. Januar 2026

Der Kompaktsportler VW Golf GTi Mk1 kommt bei Matchbox wieder innerhalb eines 5-Pack in den Handel zurück... : VW Golf GTi Mk1, 1976, Matchbox, MBX Retro II, unterschiedliche Hutablagen, Modelljahrgang 2025

Hersteller : Matchbox
Modell : VW Golf GTi MK1, 1976
Update : Ja, neue Modellfarbe in 2025
Rubrik : 5-Pack, MBX Retro II 
Produktionsort : Thailand
Farbe : Hellgelbmetallic
Maßstab : 1/64 
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 6,3 cm x  2,7 cm x 2,4 cm (l/b/h),
Preis : ca. 1,30 € ( Kaufpreis neu in 2025)

Grundsätzlich muss man erwähnen, dass es bessere VW Golf Modelle als dieses gibt und derzeit wohl immer noch das letzte Modell von Schuco, welches das tatsächlich beste Modell in unserem Maßstab am Markt darstellt. Matchbox selber produzierte den VW Golf Mk1 bereits in den 70er Jahren in der regulären Superfastserie, so dass das neue Modell schon beim Start etwas verwunderte. Überhaupt wäre das Modell an sich schon etwas anzuzweifeln gewesen, denn gerade der VW Golf 1 wurde ja von allen großen Herstellern seinerzeit nachgebaut. Aber es erscheint derzeit eine kleine Retrowelle zu geben, denn Majorette geht ja sogar mit zwei GTi Modellen derzeit ins Rennen. Insbesondere kann man sich über den Maßstab und die Qualität der Darstellung bei dem Matchbox Modell unterhalten, welche beim 70er Jahre Modell deutlich besser war. Allerdings muss man auch erwähnen, dass dieses Modell im Vergleich zum alten Modell hier ein Dreitürer statt ein Fünftürer ist. Ein Flop ist das Modell aber nicht, denn es füllt die Standardserie gut aus, und VW Sammler mögen es. Zudem betreibt Matchbox hier schon sehr gerne den Spaß mit den Sammlern mit dem abgeänderten Interieur. Die Hutablage ist entweder belegt oder nicht belegt, und es hat eine ganze Zeit gedauert, bis das überhaupt jemand herausgefunden hat, so dass kaum einer von den ersten Modellen beide Versionen hat. Im sechsten Modelljahr haben wir es somit mit der elften Fassung des Modells zu tun. Erstmalig zeige ich in diesem Blog auch die unterschiedlichen Hutablagen, so dass hier auch jeder andere Sammler darauf einmal achten kann.

Auf die Schwächen des Modells möchte ich dennoch kurz eingehen, auch wenn der Einkaufspreis dann ganz entspannt den Betrachter über die Schwächen hinweg sehen läßt. Auf der Beifahrerseite vorne links fehlt der eingerückte waagerechte Blinker im schwarzen Plastik (Produktionsfehler des Prototyps), das  Gelbmetallic ist leider keine Originalfarbe (das typische Golfgelb wäre besser gewesen), Heckkonturen etwas zu schwach (oder Farbauftrag zu stark), das US Modell Rabbit hatte seinerzeit 1976 andere Stoßstangen montiert, ein deutscher VW Golf GTi hieß dafür nie Rabbit, somit stimmt entweder die Zeit, der Beiname oder das US Modell in Verbindung mit fehlenden US Stoßstangen und fehlenden seitlichen Blinkern nicht so ganz überein.

Zu den Details : Scheinwerfer in Fotooptik, schwarzer Kühlergrill, "GTi" Kennzeichnung und VW Emblem in Silber auf dem Kühler, Schwarze Stoßstangen und schwarze Kennzeichenplatte vorne (die Farbe ist der Bodenplatte als Hauptbauteil geschuldet), leicht getöntes Scheibenglas, Scheibenwischer, Außenspiegel in Wagenfarbe, schwarze Türgriffe, Aufdruck "Rabbit" in Schwarz, Dekorleisten in Schwarz, breite Sechspeichenfelge verchromt in klein (gibt es für andere Modelle auch im größeren Durchmesser), Schiebedach, Hutablage leer oder Hutablage mit Accessoires bestückt, Heckscheibenwischer.

Der VW Golf I hatte eine bemerkenswerte Karriere vor sich, trug aber dennoch die ganze Last des schwankenden Konzerns auf seinen Schultern, denn er musste den im Absatz schwindenden VW Käfer ablösen. Ich selber kann mich noch gut an das Modell erinnern, denn der erste Golf I meiner Oma ließ in der Waschanlage stehend immer etwas Wasser durch die hinteren Scheibengummis durch und war buchstäblich nicht ganz "dicht". Aber dieser und andere Mängel wurden relativ schnell in der Baureihe beseitigt, welche es als Drei- und Fünftürer sowie als Cabriolet namens "Erdbeerkörbchen" (aufgrund des Sicherheitsbügels) gab. Weiterhin gab es noch ein Nutzfahrzeug namens "Caddy" auf Basis des Golf. Da die Stückzahlen etwas schwammig sind, kann man aber erwähnen, dass von der ersten Generation an mehr als 6,7 Millionen Stück gebaut worden sind, was ein voller Erfolg war. Die Geschichte des GTi war schon etwas kurios, denn der Vorstand verkalkulierte sich in den vorausgesehenen Stückzahlen gewaltig, denn man rechnete mit etwa 5000 Stück, wobei dann in Summe etwa 100tsd Stück gefertigt wurden. Das Zeitalter der schnellen Kompakten war damit gebohren worden und VW war hier mit ein Vorreiter.