Montag, 20. Juli 2026

Nummer 5 lebt sogar doppelt !!! - Norev zeigt die Wiederbelebung eines ehemaligen sportlichen Ablegers von Renault als ein rein elektrisch fahrendes Modell... : Alpine A290 2024, Norev, Modelljahrgang 2025

Hersteller : Norev
Modell : Alpine A290, 2024
Update : Nein, neues Modell mit parallel gebauten Derivaten in 2025
Rubrik : Standardserie
Produktionsort : China 
Farbe : Blaumetallic & Weißmetallic + Schwarz & Graumetallic + Carbonoptik
Maßstab : ca. 1/64 (3inch)
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 6,3 cm x  2,9 cm x 2,4 cm (l/b/h)
Preis : ca. 6,00 € ( Kaufpreis neu in 2025 )
 
Heute geht es in diesem Eintrag, sowie bereits im Eintrag mit den normalen R5 Modellen angekündigt, um die aktuellen Renault Alpine Modelle. Kurzum ist das der aktuelle sportliche Ableger des Renault 5 und Alpine als 100%ige Tochter des Renaultkonzerns darf ihn bauen, oder die Grundmodelle entsprechend mit anderen Bauteilen veredeln. Im Hinblick des 80er Jahre Modells darf man den ursprünglichen Renault Alpine fast schon als optisch "zu brav" bezeichnen, da sein Nachfahre heute doch deutlich krawalliger aussieht, sofern man diese Optik entspechend auslegen mag. Das Konzept könnte bei Renault durchaus besser aufgehen als in den 80er Jahren, denn der aktuelle A290 GT wirkt dabei frischer, stimmiger und optisch durchaus noch frecher als das frühere Vorbild. 
 
Wie viele Modelle Norev noch davon baut oder bauen wird, weiß ich nicht, aber diese drei Versionen gibt es auf jeden Fall. Und unterschiedlicher könnten sie kaum sein. Das blaue Modell wirkt sehr brav. Das weiße Modell ist insbesondere mit der Dachlackierung "der junge Wilde" in dem Trio, der vermutlich auch diese Klientel ansprechen möchte. Der Silberne wirkt stattdessen wie ein Vollblutsportler, der sowohl privat als auch auf dem Nürburgring sowie bei sportlichen Anlässen in einem seriösen Renntrimm als Verfolger seine Runden drehen könnte. Die Verarbeitung ist wie immer TOP! Überhaupt fallen Mängel in der Regel bei Norev nur im Bereich der Scheiben und der Bodenplatte auf, sollten diese einmal nicht ganz knisterfrei eingebaut worden sein. Aber die Problematik tritt heutzutage eher selten auf. Auch beim "Spielen" auf Tischplatte macht der 290 GT durchaus Erwachsenen Spaß, denn nicht Alpine sondern auch Norev hat den Kleinen eher sportlich ausgelegt. Obwohl Norevmodelle auch zum Spielen in Kinderhände gelangen, werden meine Fotoexemplare aber eher den sicheren Aufbewahrungsplatz zum Anschauen erhalten. Was allerdings auch den meisten Modellen so wiederfahren wird... .
 
Zu den Details (der silbernen Ausführung) : Flächenscheinwerfer mit optischen Standfüßen nach unten in Schwarz und Weiß, Alpine Schriftzug mittig auf der Frontmaske in Schwarz (je nach Farbe auch in Weiß oder Blau), Zusatzscheinwerfer oder Tagfahrlicht in neuer Position in Schwarz mit weißer "X-Optik" (gemäß der Position der alten Rallyleuchten, welche früher einst von Hella kamen und über der Frontstoßstange zum Teil mit sichtbarer Verkabelung verbaut und verlegt wurden), Kennzeichen bedruckt in Schwarz mit weißer Schrift "A290 GT" an der Front und dem Heck, in den jeweiligen seitlichen Frontecken befindet sich entweder ein Tagfahrlicht oder eine Positionsleuchte, großer schwarzer Lüftungseinlass in Gitteroptik unten mit Kameratechnik für die Fahrassistenten bei geschlossenem Plastik und die Lüftung bei offenen Teilschlitzen, kleine Spoilerlippe in Wagenfarbe (hier Teil der Bodenplatte, es gibt farbliche Unterschiede bei den anderen Modellen), eine in Realität beleuchteter Buchstabe "A" im kleinen schwarzen Kasten auf der Motorhaube, Außenspiegel in Schwarz, schwarz lackiertes Dach mit weißen Dreiecksformen und unterschiedlich breiten Streifen (gemäß dem damaligen Streifendekor), schwarze Scheibenumrandungen inklusiver schwarzer A-Säule, Scheibenwischer, Klarglas in Kristalloptik, kleines "A" an den vorderen Kotflügeln in Weiß aufgedruckt (Farben variieren je nach Modellfarbe), originale Räder des Renault Alpine (Abweichend von den normalen R5 Modellen),  Seitenschweller gemäß Bedruckung Dachoptik, schwarze Kotflügelumrandungen (im Gegensatz zu Matchbox kein Bestandteil des Interieurs sondern der Karosse!), in Tropfenform am Dacholm der C-Säule hochgezogene Heckleuchten fotorealistisch in Schwarz und Rot bedruckt, Heckscheibenwischer, blaue Dekorleiste um das Dach herum bis in die A-Säule hinein, schwarze Dekorleiste am Heck im Bereich der hochgezogenen Heckschürze in Wagenfarbe, "ALPINE" Schriftzug in Schwarz sowie die aufgedruckte Modellbezeichnung "A290 GT" darunter (Farbe variiert je nach Modellfarbe), eine hochgezogene schwarze Heckschürze sowie ein schwarzes Interieur. Das Modell ist ein Linkslenker. 
 
Das Design ist schon erfrischend anders und bezieht sich tatsächlich auf das Original des Renault 5 der 70er Jahre. Hier trotzt Renault zumindest mit diesem ersten Modell der typischen aktuellen Schlitzaugenscheinwerfern bei fast allen Neufahrzeugen. Die Ähnlichkeiten vom neuen Renault 5 zu seinem bereits mehr als 50 Jahre alten Vorgänger sind da, und wenn man sich die damaligen Renault 5 Modelle so ansieht, sieht der etwas pummelige Neuling auch eher dem letzten gebauten R5 am ähnlichsten. Diese Fahrzeuggruppe setzt ja elektrisch genau an dem Punkt an, wo sich tatsächlich viele (oder sogar die meisten) Emissionen einsparen lassen, hier auf den Kurzwegen, der Fahrt mit den Kindern zur Schule, zum Einkaufen oder den Kurzstrecken zur Arbeit. Mit Reichweiten von 312 bis 405 Kilometern über das komplette Motorenangebot deckt dieses Modell den Kernbereich bestens ab und lässt sich dann am Tagesende oder Wochenmitte aufladen. Die Leistungswerte des Alpine Modells als sportlicher Ableger der Renault 5 Modelle unterscheidet sich deutlich vom Rest der Renaultmodelle. Das Einstiegsmodell der Baureihe A290 hat bereits 175 PS Leistung und das Topmodell der reinen Alpine Modelle hat 218 PS Leistung, was für den Alltag mehr als ausreichend ist. Die Sprintwerte liegen mit jeweils 7,4 und 6,4 Sekunden deutlich unter den Renaultmodellen. In der Endspitze können die Alpinemodelle entweder 10 oder sogar bis 20 Stundenkilometer schneller fahren als die normalen R5. Die Krux der modernen Technik ist eindeutig das Gewicht bei den Elektrofahrzeugen, welches sich je nach Mehrleistung auch erhöht. Um das einmal anhand der 50jährigen Geschichte des R5 aufzuzeigen, wog der erste R5 1972 im Mittel 750 Kilogramm. Der Alpine legt noch einmal rund 30 Kilogramm zum schwersten aktuellen R5 zu, was dann die Reichweite je nach Gasfuß um etwa 40 Kilometer in Summe verringert. Könnte also schlimmer sein. Über 5 Millionen Käufern war die Einfachheit des R5 in den 70er und 80er Jahren absolut egal, denn bestimmte Bevölkerungsgruppen brauchen einfach ein kleines, sparsames Fahrzeug, um von A nach B zu gelangen. Mit einem Alpinemodell geht das auch, aber vermutlich deutlich schneller und sportlicher. Somit ist der A290 eine echte Alternative Ausstattungsvariante und erinnert sogar an das sportliche Renault Alpinemodell in den 80er Jahren.
 
 












 

Samstag, 18. Juli 2026

Ein alter französischer Modellname kommt in einer neuen Technik und Modellform zurück in den Handel... : Renault Scenic E-Tech 100% Electric, 2024, Norev, Modelljahrgang 2025

Hersteller : Norev
Modell : Renault Scenic E-Tech 100% Electric, 2024
Update : Nein, neues Modell mit parallel gebauten Derivaten in 2025
Rubrik : Standardserie
Produktionsort : China 
Farbe : Rotmetallic + Schwarz (Flame Red) & Schwarz (Diamond Black)
Maßstab : ca. 1/64 (3inch)
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 7,0 cm x  3,0 cm x 2,4 cm (l/b/h)
Preis : ca. 6,00 € ( Kaufpreis neu in 2025 )

Es ist schon manchmal erstaunlich, wenn man heute einen vertrauten Namen liest und dann das dazu vom Hersteller produzierte Auto ansieht. Und dann kommt man ins Grübeln, ob der ursprüngliche Fahrzeugtyp nicht einmal einst einen ganz anderen Nutzen oder Zielgruppe hatte. Am Schlimmsten ist es, wenn der Name mit dem Original gar nichts mehr zu tun hat, so wie das beispielsweise beim aktuellen Ford Capri von heute der Fall ist. Aber Ford ist da nicht mit dem Namensdilemma alleine auf dem Markt, denn Renault kann das ebenfalls sehr gut beim Modellnamen Scenic nachmachen. Der erste Renault Scenic oder Renault Megane Scenic traf den Puls und den Geschmack der Zeit, als man jungen Familien endlich einen kompakten Van präsentieren konnte, der für eine ganze Familie reichte. Schon weit in den 60er Jahren zurück bewiesen Fahrzeuge aus Frankreich, dass sie preiswert und variabel sind, wenn eine vierköpfige Familie ein Fahrzeug benötigte. Mit dem Renault Megane Scenic begann somit 1996 eine große Erfolgsgeschichte, so dass der erste Wurf aus Frankreich nahezu keine Konkurrenz hatte. Und die seinerzeit mögliche Konkurrenz, hatte sich in kürzester Zeit buchstäblich fast selber aufgelöst. So wurde einst die erste Mercedes-Benz V-Klasse mit Rost ab Werk schon ausgeliefert, so dass dieses Modell oftmals nach sechs Nutzjahren komplett durchgerostet war. Zeitgleich pulverisierte sich der erste Opel Sintra, der lieblos als Badge Engineering Modell als das Schwesternmodell seiner amerikanischen Brüder Chevrolet, Pontiac, Buick und dem englischen Pendant Vauxhall in den Markt gedrückt wurde. Aufgrund von schlechter Qualität und katastrophalen Crash-Test-Ergbnissen wurde das Modell schlussendlich vom Markt genommen, als Opel beispielsweise mit einem Seitenrammschutz warb, der nach dem Aufschneiden der Türen aber nicht vorhanden war. Das unsägliche Quartett aus einem weiteren Badge Engineering Modell der Marken Fiat Ulysse, Lancia Zeta, Peugeot 806 und Citroen C8 fiel ebenfalls zeitgleich aufgrund von vielen Qualitätsmängeln auf, so dass nach der zweiten Generation die Fahrzeugkooperation in der Versenkung verschwand.
 
Norev ist und bleibt mit diesem Modell am Puls der Zeit und zeigt den aktuellen Renault Scenic E-Tech 100% Electric. Auch dieses Modell ist zweifarbig in den Handel gekommen, wobei das wunderschöne Rotmetallic der Zweifarbigkeit fast schon in Gänze die Show stiehlt. Die Tiefe und der Glanz der Farbe würde man vielleicht eher bei einem Alfa Romeo vermuten, doch Norev zeigt bewusst, dass auch die Franzosen das Spiel der Farben gut beherrschen können. Das Modell weist eine sehr hohe Detailqualität in der Optik auf, weil Norev in dieser Preisklasse keine Bauteile wie Türen, Hauben oder Kofferräume öffnet. Matchbox spart sich beispielsweise bei den Moving Parts Modellen dafür die eine oder andere Bedruckung. Vom Fahrwerk her vertraut Norev auf ein Starachsensystem, was tatsächlich ohne eiern oder Blockierung beim Abrollen bestens funktioniert. Die Felgen sind immer individuell dem Original nach hergestellt worden. Während auf glatten Tischplatten das Modell durchaus mal eine 180° Drehung beim Abrollen hinlegt, bleibt das Modell auf Stoffen und Teppichen mit den Plastikrädern durchaus spurstabiler.

Zu den Details : Schlitzscheinwerfer in fotorealistischer Optik aufgedruckt, schwarzes Gitterelement als Fake zwischen den Leuchten aufgedruckt, mit kleinem Versatz nach innen befindet sich unter den zuvor beschriebenen Scheinwerfern die wie ein Pfeil nach innen zeigenden Zusatzleuchten und Nebelscheinwerfer außen in Schwarz und innen in Weiß, Renault Emblem mittig in Silber in der Front aufgedruckt, Kennzeichenplatte in Weiß mit schwarzer Aufschrift "Scenic E-Tech Electric", schwarze Gitterstruktur unten, Spoilerlippe in Schwarz, Außenspiegel in Wagenfarbe (in diesem Fall die farbliche Übernahme der schwarzen Dachfläche, hier ein Ausstattungs-Extra), Scheibenwischer, kristallklares Scheibenglas, Seitenschweller aus schwarzem Plastik (Bestandteil der Karosse), Plastikbereifung mit originaler Felgendarstellung, Heckleuchten fotorealistisch in Rot und Schwarz bedruckt, Heckscheibenwischer, Scenic Modellschriftzug in Schwarz auf der Heckklappe, Renault Emblem in Silber auf der heckklappe, Kennzeichenplatte in Weiß mit schwarzer Aufschrift "RENAULT", hochgezogene Heckschürze aus schwarzem Plastik, sowie eine schwarze Bodenplatte als auch ein schwarzes Interieur.   

Wie wir eben einmal zuvor in der frühen Zeitgeschichte nachlesen konnten, ist das damalige Erfolgsmodell von Renault heute nicht mehr mit dem verwandt, der seinerzeit für sehr gute Absatzzahlen sorgte. Der Renault Scenic E-Tech 100% Electric ist ein modernes Elektrofahrzeug, welcher sich die Technik und die Plattform des Nissan Ariya teilt (das Modell ist bereits bei den Matchbox Moving Parts Modellen erschienen und hier im Blog auch zu sehen!). Während das erste Modell schnell aufgrund von zu geringer Reichweite beim Kunden durchfiel, ist auch die bereits zweite Variante auf gleicher Basis aber mit höherer Reichweite aus dem Programm genommen worden. Derzeit gibt es den Renault Scenic E-Tech 100% Electric ausschließlich mit 218 PS Leistung sowie einer Reichweite von rund 450 Kilometern. Es fällt zudem auf, dass die Höchstgeschwindigkeit hier bereits weit unter der Konkurrenz bei 160 Stundenkilometer liegt. Ein konstruktiver Schwachpunkt des Modells ist die kleine Heckscheibe. Wenn man als Fahrer oder Beifahrer nach hinten gucken will, ist nur noch ein kleiner Scheibenanteil nach Abzug der im Sichtfeld stehenden Kopfstützen vorhanden. So muss der Fahrer ausschließlich auf die Kameras vertrauen, welche vielleicht das Umgebungssichtfeld zeigen, aber nicht denjenigen, der mit hoher Geschwindigkeit von links oder Rechts beim Rückwärtsfahren angeschossen kommt. Wer sich noch erinnern kann und mag, gab es früher Fahrzeuge mit ausschließlich 100% Sicht durch eine Heckscheibe. Also das war früher auf jeden Fall besser... . 












Mittwoch, 15. Juli 2026

Der erste offizielle Variationsalarm eines Modellautos kommt nun auch bei Hot Wheels fast zeitgleich in den Handel... : Toyota Prius Custom, fünfte Generation, mit Dachbox, 2026, Hot Wheels, HW J-Imports, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Hot Wheels
Modell : Toyota Prius Custom, fünfte Generation, mit Dachbox, 2026
Update : Nein, neues Modell in 2026
Rubrik : HW J-Imports
Produktionsort : Malaysia
Farbe : Weißmetallic mit schwarzer Dachbox
Maßstab : ca. 1/66
zu öffnen : nichts  
Maße : ca. 7,0 cm x 3,2 cm x 2,6 cm (l/b/h)
Preis : ca. 1,60 € ( Mein Kaufpreis neu in 2026) 
 
Jetzt ist es soweit! Hot Wheels steigt nun leider auch in diesen Irrsinn mit ein, innerhalb eines Designs dann ein zweites Design einzubauen und versetzt damit die Sammler nun auch hier in ungewollte und zusätzliche Jagdstimmung. Nach dem man sich nun bei jedem neuen Matchbox mittlerweile die Frage stellen muss, in wievielen Varianten es das Modell nun zu kaufen gibt, fängt man nun auch innerhalb von Mattel an, diesen psychologischen Stress künftig bei Hot Wheels auszulösen und sich an diesem "Spaß" zu beteiligen. Und so lustig ist das nicht wirklich, denn es ist derzeit noch nicht einmal die Info raus, wie hoch die Stückzahl des fast optischen Zwillings ist und ob das Thema auch die Nachfolgevarianten betrifft. Sind beide gleich gut oder gleich schlecht zu besorgen? In welchen Abständen kommen sie in den Handel? Dabei ist es schon manchmal ein Problem, alle begehrten Modelle einzukaufen. Und für Sammler bedeutet das auf einmal auch bei Hot Wheels auf die Jagd nach einer zweiten Variante zu gehen. Betrifft das künftig mehrere Modelle oder ist das hier ein Testballon? Wir wissen es noch nicht. Ich hoffe, es bleibt ein Einzelfall, auch wenn die zweite Variante ebenso ein Hingucker ist und der erste Stimmenfang innerhalb der Hot Wheels Gemeinde doch leider positiv ist... .
 
Das Modell ist für diesen "Spaß" zudem leider sehr gut ausgesucht worden, denn der extrem scharf gemachte Prius, so wie ich ihn bezeichne, ist natürlich ein optisches und technisches Highlight neben den normalen anderen Priusmodellen. Noch spannender wäre es gewesen, wenn man die Verbreiterungen genutzt häte, diese zu bauen oder nicht. Matchbox baut gerade in zwei Varianten das Pendant in der Mainline als auch bei den Moving Parts nach. Und Hot Wheels bleibt zum Glück bei diesem Testballon noch innerhalb der Mainline. Nicht auszudenken, wie schwierig es werden würde, wenn es Modelle innerhalb der Sonderserien im Premiumbereich erwischen würde. Das Modell an sich ist einfach genial, so dass auch dieser (oder gerade dieser) Toyota Prius ein schöner Eyecatcher in der Sammlung ist. Ob die seitlichen Verbreiterungen der Karosse tatsächlich aerodynamische Erfolge bringen oder tatsächlich nur für die Performance eingebaut wurden, ist leider offen. Glauben tue ich das nicht. Fakt ist, dass mir die aerodynamische Dachbox sehr gut gefällt und diese tatsächlich sehr gut und sehr schön in das Modell integriert wurde. Ohne Dachbox sieht das Modell auch gut aus, aber mit der Dachbox ist es natürlich viel interessanter. Darüber hinaus kann man diese "optisch scharfe" Variante auch problemlos neben die Tomica Mainline stellen und ergänzt damit die regulären Modelle innerhalb einer Sammlung. Da haben sich die zwei Designer Jimmy Liu und Bryan Zhao echt mal einen "Spaß" mit uns erlaubt... .      
  
Zu den Details : Schlitzscheinwerfer in Schwarz (durch die beidseitige Verbindung grinst einen das Modell fast schon diabolisch oder regelrecht hämisch aus jeder Betrachtungsrichtung an...), schwarze Lüftungseinlässe unten in der Front, große schwarze Spoilerlippe, Scheibenwischer in Scheibenglasfarbe, areodynamische Dachbox im Scheibenglas integriert, Kotflügelverbreiterungen an der seitlichen Front und dem seitlichen Heck, Schweller seitlich fast schon trittbrettartig in der Breite ausgebildet, diverse Sponsoren sind aufgedruckt worden ( RS-R / ADVAN / Designer Logos von Jimmy Liu und JS), hochgezogene Heckschürze mit Diffusorausbildung sowie ein cremeweißes Interieur.   
 
Die aktuelle Generation zeigt das technisch Machbare im Verbrennertum und zeigt ebenso auf, dass vier dieser Prius für einen leistungsstärkeren Wagen aus dem vorletzten Jahrzehnt fahren können. Im Mittel verbraucht die Baureihe etwa 3,5 Liter Treibstoff auf einhundert Kilometer. Als Plug In Hybrid ist es nur noch eine Literzahl unter einem Liter. Er kann zudem als Benziner mit Elektromotor das vorhandene Tankstellennetz nutzen, ohne strukturelle Veränderungen hervorzurufen, was sich zum einen auf die örtlichen Gegebenheiten einer Stadt und dem deutlich Ressourcen schonenderen Abbau von Materialien auf ganze Landstriche positiv auswirkt. Er ist die automobile Vernunft auf vier Rädern, weil er auf etwa 180 Stundenkilometer in der Spitze begrenzt wurde und eine Reichweite von etwa 1.000 Kilometern im Mittel erreicht. Toyota ist nicht nur der größte Autobauer der Welt, sondern hat auch vielleicht eines der sinnvollsten und ökologischten Fahrzeuge im Programm, welches wir in der Praxis alle nutzen sollten, wenn da nicht die Unvernunft von Luxus und der Drang nach Geschwindigkeit beim Menschen wäre... .    
 









  

Montag, 13. Juli 2026

Hot Wheels bringt in unserem Maßstab eine vollständig eigenständige Fassung des VW ID.BUZZ Cargo in den Handel... : VW ID.Buzz , "BUZZ Bomb" mit zwei Surfbrettern, 2026, Hot Wheels, HW Euro, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Hot Wheels
Modell : VW ID.Buzz , "BUZZ Bomb", 2026
Update : Nein, neues Modell in 2026
Rubrik : HW Euro
Produktionsort : Malaysia
Farbe : Weißmetallic (Candy White, Originalfarbton), pinkes Plastik 
Maßstab : ca. 1/72
zu öffnen : nichts  
Maße : ca. 6,9 cm x 3,1 cm x 3,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. 1,60 € ( Mein Kaufpreis neu in 2026) 
 
Dieser Entwurf des VW ID.Buzz ist eigentlich auch genau das, was ich von Hot Wheels als Sammler erwarte. Im Hinblick der gesamten Historie von VW T1, T2 und T3 Bussen als Nutzfahrzeug bei den Surfern dieser Welt, darf auch gerne diese moderne Variante nicht fehlen. Insbesondere deshalb nicht, weil sich Hot Wheels mit dem Thema "Surfer" immer wieder gerne seit knapp 58 Jahren beschäftigt und das Thema beim Dodge Deora bereits in den "Sweet Sixteen" Modellen vorgekommen ist. Während Mini GT, Majorette und auch Siku sich dem ID.Cargo bereits als Transporter aktuell widmen, schneidet Hot Wheels das Dach auf und setzt zwei Surfbretter in Riffeloptik und in Scheibenglasoptik mit ein (voraussichtlich ist das auch ein Bauteil mit den Scheiben). Um Gewicht und Kosten zu sparen, ersetzt Hot Wheels den untern Teil der Zweifarbigkeit der Karosse durch ein Plastikbauteil, welches in der Haptik nicht ganz so schön ist wie das Metall. Der Rest der Optik bleibt dem Thema "Surfer" verbunden und ist farblich äußerst modern gehalten sowie auch mit einem Schuss Pop Art in der Ausführung im Aufruck hinten seitlich versehen worden.
 
Wer das Modell genau betrachtet stellt schnell fest, dass Hot Wheels die ursprüngliche Proportion etwas verändert hat. In diesem Fall ist die Länge geschrupft worden. Maßstäblich ist das Modell eh schon fast raus aus der Betrachtung im Sinne vom Maßstab 1/64. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber das Modell könnte in der Breite zudem etwas zugelegt haben. Optisch tut das dem Ganzen auch tatsächlich sehr gut, denn der VW wirkt nun durch die zusätzliche Einkürzung etwas kompakter. Konstruktiv ist er tatsächlich komplett anders als der Bus gebaut worden. Das Dach besteht aus Metall und die Frontschürze besteht hier aus schwarzem Plastik.   
 
Zu den Details : Flächenscheinwerfer sind an der Front fotorealistisch aufgedruckt worden, Dekorleiste als Verbindungsmittel in Schwarz zwischen den Leuchten, VW Emblem in Silber auf schwarzem Grund aufgedruckt, Frontschürze unten als Lüftunsgeinlass mit Kameradarstellung für die technischen Assistenten, kleiner Frontspoiler, Außenspiegel in Wagenfarbe Weiß, Head-Up-Display in Frontscheibe erkennbar, Trapezspeichenfelge verchromt auf Plastikbereifung, seitliche Schwellerleiste in Schwarz, hinteres Lüftungsgitter in der letzten Fahrzeugsäule in Schwarz, Dachflächenriffelung, Dachantenne, zwei Surfbretter in Riffeloptik der Dachfläche, Heckscheiben in den Türen am Heck geschlossen, Heckleuchtenband ist Bestandteil der Scheiben in den Hecktüren, Pinkfarbenes Interieur. Das Modell ist ein Linkslenker.
 
Eine der wichtigsten Säulen in der gesamten Welt von Volkswagen ist seit Jahrzehnten die Nutzfahrzeugsparte und somit die Fahrzeuge, welche zum Beispiel im Nutzfahrzeugwerk in Hannover gebaut werden. Die Krux des ID Buzz ist der Preis, der beginnend bei 50tsd Euro anfängt und dafür für viele Handwerker unerschwinglich wird. Auch die Nutzlast mit einer knapp darüber liegenden halben Tonne ist für viele Handwerksbereiche ein No Go und somit Nutzungsfremd. Die Leistung beginnt bei etwa 170 PS und endet bei derzeit 286 PS Leistung. Dazu kommen Höchstgeschwindigekeiten mit 145 oder 160 Stundenkilometer, was bei längeren Auswärtseinsätzen dann die Fahrer frustrierend ist, da diese Geschwindigkeiten auch viel zu gering sind. Die Reichweiten sind von 331 bis 487 Kilometer angegeben und die Praxis zeigt oft, dass die tatsächliche Reichweite dann bei einem Drittel weniger liegt. Und damit kommt der ID Buzz nur lokal für Einsätze in Frage oder für Menschen, die sich den ID Buzz als rollendes Kunstwerk leisten wollen. Der E-Cargo bildet hier das moderne Schlusslicht der Angebotspalette, wird aber voraussichtlich auch einen bestimmten Gang gehen. Majorette war tatsächlich der schnellste Hersteller, Mini GT baut als zweiter den E-Cargo nach und selbst Siku ist aus dem Tiefschlaf erwacht und bringt den Cargo in diversen Ausführungen (es geschehen manchmal noch Zeichen und Wunder...).  










  

Samstag, 11. Juli 2026

Schuco und Tarmac Works präsentieren mit diesem Modell nun den dritten VW Caddy und zeigen hier ein wunderschönes Sondermodell... : VW Caddy, Typ 14D, 1979 - 1992 & PKW Anhänger , Schuco, "Moon equipped", Modelljahrgang 2024

Hersteller : Schuco (Minimax Import & Export Ltd.)
Modell : Volkswagen Caddy "Moon", Typ 14D, 1979 - 1992
Update : Ja, neue Modellversion und Modellfarbe in 2024
Rubrik : Edition 1:64, Tarmac Works Kollaborationsmodell
Produktionsort : China
Farbe : Weiß + Gelb
Maßstab : 1/64
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 7,1 cm x 2,5 cm x 2,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. 18,00 € ( Kaufpreis neu in 2024)
 
Schuco baute vor etwa vier Jahren den VW Caddy in unserem Maßstab nach. Bis dato war das aber fast eher ein vergessenes Modell oder eines, welches sich wieder in der Vergesslichkeit der Köpfe der Sammler befand und fast aus deren Augen verschwinden würde. Bei der Entwicklung dieses Modells war man zumindest im Hinblick auf das seinerzeit von Siku gebaute Modell sehr bedacht, hier eine  Neuentwicklung in unserem Maßstab zu bringen, welches die runden Frontleuchten statt der eckigen Kastenleuchten des Siku Caddy´s verbaut bekommen sollte. Was seinerzeit noch Schuco nicht ganz auf dem Schirm hatte war, dass Hot Wheels bereits einen solchen VW Caddy seit 2015 sowohl in der Mainline als auch in den begehrten Sonderserien nachbaute. Allerdings hatte und hat Hot Wheels hier immer noch den mit einem Skateboard bestückten VW Caddy eine ganz andere Kundschaft im Hinterkopf, hier den Sportler und Zweitkäufer des Fahrzeugs. Siku hingegen baute das Modell mit Kastenleuchten zwischen 1983 und 1990 als Neufahrzeug und endete dann kurioser Weise sogar genau innerhalb der echten Produktionszeit des VW Caddy in Deutschland. Während man damals bei Siku als Hauptmodell ein schlichtes Silber mit einem weißen Kastenaufsatz wählte, gab es das Modell später auch beispielsweise als rotes Werbemodell von CocaCola mit einem "Coke" Aufdruck zu erwerben. Schuco baute den Caddy zunächst in einem matten Anthrazit Farbton nach, ehe man dann auf eine schöne und schlichte Version in Weiß umstieg.  
 
Qualitativ gehört das Modell in unserem Maßstab zu den Besten seiner Art und zeigt auf, wo Schuco, oder Schuco in Verbindung mit Tarmac, qualitativ im Gesamtbild eingeordent werden könnte. Vielleicht ist man sich auch bewusst, dass man ein starker Jäger von den Tomica Limited Vintage Modellen hätte dauerhaft sein können, wenn der Verkauf der Sparte 1: 64 von Schuco an Minimax nicht so katastrophal gelaufen wäre. Auch der ehemalige Preis von im Mittel 12 Euro war attraktiv genug, um den Benchmark der Branche das Leben etwas schwerer zu machen. Aufgrund des Stillstands und einem ähnlichen Abbild bei der Entwicklungen von Neuerscheinungen hat man sich bei den Sammlern viel Geduld verspielt. Und es ist ja nicht so, als könnte man in punkto guter Modelle dieser Art nicht auch einmal viel öfter nach China und dessen vielen guten und neuen Marken gucken, die praktisch die besten Modelle dieser Art bereits heute nachbauen. Minimax als neuer Eigentümer wird es schwer haben, wieder dahin zu kommen, wo Schuco war. Die Qualität stimmt, der Preisanstieg von 50 Prozent ist allerdings weniger sexy und die an einer Hand abzählbaren Neuerscheinungen im Jahr müssen ebenfalls schnell nach oben angekurbelt werden. Vom Grundkonzept ist der Caddy sehr gut gelungen, da es sich um eine "normale und realitätsnahe" Variante des Caddys handelt. Bei diesem Modell ist einfach löblich zu erwähnen, dass der Außenspiegel an der Tür als Metallobjekt befestigt ist und auch dort im harten Spieleinsatz verbleibt. Die Stoßstangen sind ebenfalls aus Metall und irgendwie hat man in der Tat darauf geachtet, dass dieses Modell eher auf das Spielen als auf das Sammeln ausgelegt wurde. Hier widersetzt man sich dem Trend der leicht abzubrechenden Plastikspiegel, was ich persönlich einfach großartig finde. Zu Meckern gibt es tatsächlich absolut nichts !
 
Zu den Details : Rundscheinwerfer aus Plastikglas, schwarzer Kühlergrill mit mittig platziertem VW Emblem in Silber, silberne Stoßstangen mit waagerechten Blinkern in Orange (Bestandteil der Karosse), kleine Frontspoilerlippe in Gelb, Außenspiegel in Schwarz, Scheibenwischer in Schwarz, Motorhaubengitter im Frontscheibenbereich in Schwarz, Shadowline um alle Fenster herum, schwarze Türgriffe, originale VW Lochfelge in Silber (oder der unternommene Versuch, hier die Standardfelge des VW Golf 1 nachzubilden, was aufgrund der überhöhten Mitte leider nicht so funktioniert hat), "Moon equipped" Werbezeichen auf der Haube / den Seitenflächen / der Pritsche in Schwarz, gummierte und profilierte Bereifung,  "GO! with MOON" auf der Heckklappe in Schwarz aufgedruckt, Teilstoßstangen in Silber um die Ecke des Heckbereiches herum, weiße Kennzeichenfläche unbedruckt zwischen den Stoßstangen, silberner Auspuff mit Ausgang auf der Fahrerseite (meines Wissens betrifft das nur die Dieselfahrzeuge, so dass die Verlegung auf die Seite dazu führte, dass das Heck und der Kennzeichenbereich nicht so schnell von den Dieselpartikeln verrußte) sowie ein cremefarbenes Interieur.

Der originale und somit erste gebaute VW Caddy wurde von 1979 bis 1992 vermutlich im Nutzfahrzeugwerk Hannover gebaut. Als leichter Pritschenwagen basierte er auf dem VW Golf 1 und sollte mit dieser Variante der Handwerkerschaft schmackhaft gemacht werden. Die deutsche Bundespost wird vermutlich seinerzeit der größte Kunde dieses Modlles gewesen sein, da für deren Bedürfnisse der Laderaum in Form Ladepritsche sowie Pritschenaufbau in die Höhe vollkommen ausreichte. Allerdings sind nach Angaben von VW, welche man im Netz findet, in den  Baujahren ja nicht allzuviele Caddys gebaut worden. Die T1, T2 und T3 Transporter gab es ja auch als Pritschenfahrzeuge und wurden seitens der Handwerkerschaft deutlich mehr geordert. Der Caddy wurde mit drei Benzinmotoren mit bis zu 95 PS Leistung und einem Dieselmotor mit bis zu 54 PS Leistung nur 94.659 Mal gebaut. Auch im Ausland wurde der der Caddy gebaut und weiter produziert. Im jugoslavischen VW Werk in Sarajevo entstanden bis 1992 rund 200tsd Fahrzeuge. Bis 2007 überlebte der VW ausserhalb Europas beispielsweise in Afrika, weil dort simple und robuste Transporter nach wie vor gefragt sind. Wie viele Fahrzeuge in Afrika gebaut worden sind, ist derzeit nicht bekannt.