Hersteller : Majorette
Modell : Jaguar E-Type Cabriolet
Update : Ja, neue Modellfarbe in 2025
Modellnummern : REF 291B
Rubrik : City (sowie auch Vintage)
Produktionsort : Thailand
Produktionsdatum : 12.02.25
Farben : Weiß
Maßstab : ca. 1/57
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 8,0 cm x 3,1 cm x 2,0 cm (l/b/h)
Preis : ca. 8,00 € das Set (Kaufpreis neu in 2025) Wenn
ich ein Modellautohersteller wäre, wäre tatsächlich der Jaguar E-Type
das so ziemlich allerletzte Modell auf der Welt, was ich jetzt "neu"
produzieren würde. Warum? Es liegt ja nicht am faszinierenden E-Type
selber, dessen unterschiedlichen Produktionsstände oder an den
faszinierenden Motoren des Fahrzeuges. Auch die Modellgeschichte ist
interessant und der E-Type wurde einst sogar zum schönsten und sexiesten Automodell der Welt gekürt. Aber es läge wohl eher daran, dass es bis heute
so unglaublich viele Modelle davon in unserem Maßstab gibt, dass es
sich aus meiner Sicht einfach nicht lohnt, noch ein weiteres davon herzustellen. Außer man heißt Tomy
und würde tatsächlich ein Sondermodell in der 70 Euro Liga herstellen,
welches so perfekt wäre, dass man regelrecht danach lechzen würde.
Zudem gibt es bereits sehr gute Modelle vom E-Type, so dass ich davon
ausgehen würde, dass das X-te Modell davon wenig Interesse erreichen
wird. Und wer sich der Ikone annimmt, muss sich Kritik gefallen lassen,
denn der E-Type ist wie jede andere Ikone ein absolutes Design
Meisterwerk. Majorette hat selber in den 70er Jahren einen der wenigen E-Type Meilensteine in unserem Maßstab mit einer schier aufklappbaren langen Motorhaube hergestellt. Ein Modell
ist davon auch im Blog zu finden und sollte auch in jeder guten
Sammlung einmal vorkommen. Nachdem das "neue" Erstlingswerk von Majorette in der Moderne im schönen Grünmetallic tatsächlich von mir mit berechtigter Kritik zerissen wurde, zeigt sich hier und heute die zweite Version, welche noch im alten Jahr im Handel aufgetaucht ist.
Die harte Kritik scheint angekommen zu sein, denn es hat sich nicht nur die Farbe geändert, sondern gleich der wichtigste Kritikpunkt bei dem Modell überhaupt => Die Rad-Felgen-Kombination. JETZT sieht das Modell tatsächlich authentisch aus, denn die überwiegend schwarzen Reifen mit einer kleinen Radnarbenabdeckung in Silber von den Vintage Jubiläumsfahrzeugen zum 60. Geburtstag der Marke Majorette passen nun wie die Faust aufs Auge auf das Modell, wie der Volksmund so schön sagt. Auch zur Farbe möchte ich ein sehr positives Wort verlieren, denn es fällt mir durchaus gerade kein weiteres Modell in dieser Farbe Weiß von anderen Modellautoherstellern in unserem Maßstab ein. Und Ja, auch der E-Type ließ sich seinerzeit in Weiß bestellen, was grundsätzlich mit einem schwarzem Interieur wunderbar kombiniert wurde. Passt also. Die hinteren Seitenblinker sind entfallen, so dass auch hier das Modell dadurch optisch besser wird. Auch der nächste Kritikpunkt mit dem Fahrwerk wurde, soweit es eben im schmalen Radhaus möglich war, tatsächlich etwas nachjustiert. Zwar müssen die Pylonen nicht mehr fürchten, gleich beim ersten Mal abrasiert zu werden, doch in der Länge der Reihe kratz das Edelkätzchen die eine oder andere durchaus mal an oder schiebt sie minimal beiseite. Das "über die Seite hinweg schieben" hat sich deutlich reduziert, so dass man auch hier weiter sagen kann : Majorette, warum nicht gleich so? Was bleibt von der Kritik noch über? Das billige Plastik der Stoßstangen und die geschichtlichen Schwächen in der Karosse bezüglich der Blinkerposition, welche man im letzten Punkt natürlich nicht ändern kann. Somit kann man ab jetzt durchaus gnädig mit der Überarbeitung sein und dieses Modell unten nun als gelungen und sammelwürdig ansehen. Weitere Versionen bitte dann im gleichen Stil fortführen... !
Zum MAN TGS Modell wurde schon viel geschrieben, so dass ich diese Sätze hiermit wiederhole. Zu den bisherigen Verwandlungswundern passt auch
noch dieses Modell perfekt dazu. Der MAN TGS kommt ebenso bei Majorette
derzeit mehrfach in den Handel und ist ebenso wandlungsfähig wie ein
Chamäleon. Hier kommt er in der REF 299H als Autotransporter mit
beweglicher Pritsche in den Handel. Weiterhin kennt man das Modell mit
einem Abfallcontainer, einem Kastencontainer oder auch als Zugmaschine
für einen Sattelzug. Auch hier gibt es keine Grenzen und alle Modelle
inklusive deren Versionen machen in diesem Maßstab schon viel Spaß. Und
auch bei den Abschleppwagen gibt es bereits einige Varianten mit
unterschiedlich geladenen Fahrzeugen zu erwerben.
Zu den Details des Jaguars : Flächenscheinwerfer aus durchsichtigem Plastik, waagerecht liegende orangeweiße Blinker, graue Stoßstangen mit mittig platziertem rotem Jaguar Emblem, vordere Bumper in Grau, schwarze Lüftungsgitter auf der Motorhaube, linker Außenspiegel, rahmenlose Klarglasscheibe mit oben ausgeklappten Sonnenspiegeln sowie den originalen drei Scheibenwischern der Serie 1 (ein echtes Kuriosium!), silberne Türgriffe, linker Außenspiegel (an der Fahrerseite für Linkslenker), Schriftzug in Silber auf der Kofferraumklappe "E-Type Jaguar", graue Plastikstoßstangen, schwarze Kennzeichenplatte, graue Bumper am Heck, zwei Auspuffrohre (stehen für den Sechszylinder), rote Heckleuchten sowie ein schwarzes detailliertes Interieur.
Der Jaguar E-Type wurde in verschiedenen Serien mit verschiedenen Updates von 1961 bis 1974 gebaut. Das unten gezeigte Fotomodell ist ein Serie 1 Modell, welches als OTS Modell (Open Two Seater, genannt Cabriolet) erschaffen wurde. Die Serie 1 startete mit dem legendären XK150 Motor, hier einem 3,8 Liter Reihensechszylinder mit rund 269 PS Leistung, was in dieser Zeit scho eine überaus bemerkenswerte Leistung war. Im heutigen Verständnis war es damals ein Supersportwagen, denn auch die Höchstgeschwindigkeit ließ mit einem Zahlenwert von 240 Stundenkilometer kaum eine große Anzahl von Konkurrenzfahrzeugen zu. Den Sprint auf einhundert Stundenkilometer legte das Edelkätzchen in nur sieben Sekunden zurück, wobei auch dieser Wert tatsächlich nur in den seltensten Fällen von der Konkurrenz erreicht wurde. Etwa 15.508 Modelle wurden mit Sechszylinder gebaut und insgesamt verließen etwa 72.500 Stück die englischen Hallen in Coventry, was seinerzeit ein großer Erfolg war.