Freitag, 3. Juli 2026

Schuco Minimax erneuert die Farbgebung des Mercedes Ponton und erinnert an die Erfolgsgeschichte des ersten Nachkriegsdieselfahrzeug... : Mercedes-Benz 180D (W120), Schuco (Minimax Import & Export Ltd.), Modelljahrgang 2025

Hersteller : Schuco (Minimax Import & Export Ltd.)
Modell : Mercedes Benz 180D Ponton, Typ W120, 1954 bis 1959
Update : Ja, neue Modellfabe in 2025 (Ersterscheinung in Deutschland)
Rubrik : Edition 1:64 
Produktionsort : China 
Farbe : Rot + Schwarz
Maßstab : ca. 1/64 (3inch)
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 6,9 cm x 2,8 cm x 2,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. 18,00 € ( Kaufpreis neu in 2025 )
 
Eines der wenigen ersten neuen Modelle der Schuco Minimax Produktion ist auch das unten gezeigte Modell geworden, welches bei Schuco als normaler PKW zuvor in zwei Farben nachgebaut wurde. Das erste Farbdoppel aus dem Modelljahrgang 2022 erhält damit eine weitere Variante, so dass aus dem ehemals cremeweißen Dach nun ein schwarzes Dach (voraussichtlich ein Vinyldach) geworden ist. Damit baut nun Minimax eine dritte PKW Limousine zu den bisher noch erschienenen zwei Varianten des Hong Kong Taximodells sowie dem eines der ersten deutschen Polizeifahrzeugen, dem Peterwagen. Weitere Varianten könnten folgen, denn aus dem Diesel ließen sich noch problemlos die Benziner ableiten sowie mit einem geänderten Heckaufbau vielleicht auch seinerzeit einer der seltenen Krankenwagen. Das Minimax bei diesem Modell bleibt ist sehr gut, denn gerade die späten Vorkriegsmodelle sowie die frühen Nachkriegsmodelle des zweiten Weltkrieges von Mercedes Benz sind noch etwas in unserem maßstab rar gesäht. Wir Sammler lassen uns da mal zu überraschen, was noch kommen mag.   
 
Ansonsten ist das Modell tatsächlich auf dem Niveau des Vorgängers geblieben, so dass das Modell problemlos ohne eierige Räder oder eierige Starachsen über die Tischplatte rollt. Die Qualität und die ganzen Details passen sehr gut zu dem Modell, so dass wir optisch, modisch wie gefühlstechnisch schön in die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts eintauchen können. Auch die Zweifarbigkeit ist gut und hochwertig gelungen. Die Verfügbarkeit des Modells gleicht aber auch hier einer Katastrophe. Ich gehe gerade in Bezug zu so einem Modell davon aus, dass nur eine Handvoll Fahrzeuge nach Europa kommt und der Rest bereits im asiatischen Bereich und insbesondere China verkauft wird. Dieses Modell kommt inklusive Versandkosten aus China und liegt mit einem 50%igen Aufschlag (in diesem Fall rund 6,00€) bei rund 18 Euro an der Schmerzgrenze von damaligen Schucomodellen.  
 
Zu den Details : Rundscheinwerfer aus durchsichtigem Plastikglas mit Silberrandeinfassung, hochstehender Kühlergrill in Schwarz mit Silberrand und waagerechten silbernen Kühlerstreben, silberner Mercedesstern auf dem Kühler, waagerechte Lüftungsschlitze in Schwarz und Silberstrebe in der Front, silberne Stoßstangen an Front und Heck, Scheibenwischer in Silber, Scheibenumrandungen an Front und Heck in Silber, silbernes Fensterdreieck auf der Fahrer- und Beifahrerseite (Lüftungsflügel zum Aufdrehen, genannt "Aufstellfenster"), orangefarbener Blinker mit Silberrand auf den vorderen Kotflügeln montiert, Aussenspiegel Fahrerseite sowie Türgriffe in Silber, Zierleiste in Silber am unteren Teil der Seitenflächen als Verlängerung oder Bindeglied zwischen den Stoßstangen, gummierte und profilierte Bereifung, Felge in Wagenfarbe und zweifarbigen Radnarbendeckel in Wagenfarbe und Silber mit Mercedesstern, Heckleuchten aus mehrfarbigen Plastik, Kofferraumschloss in Silber, Mercedesstern und Modellbezeichnung 180 D in Silber als Aufdruck sowie ein schwarzes Interieur.  
 
1953 galt es für Mercedes Benz mit der neuen Baureihe W120 auch in eine neue Ära des Designs aufzubrechen. Vorbei sind die schwülstigen Formen und der "alte Karosseriebau" vor dem zweiten Weltkrieg mit einem Kabinenelement und Kotflügeln sowie geschwungenen Anbauteilen. Die Grundkonstruktion des Autos änderte sich plötzlich nach 50 Jahren und ging in die Moderne über. Die Pontonform wurde ebenso gelebt wie das einstige deutsche Wirtschaftswunder zu Zeiten von Ludwig Erhard. Was ist Ponton? Hierbei handelt es sich um eine Karosserieform mit glatten Seitenteilen ohne aufgesetzte Kotflügel und seitliche Trittbretter. Mercedes Benz nutzte und lebte die Form, so wie es Konkurent Borgward mit dem Hansa oder auch Peugeot mit dem Typ 403 zeitgleich vormachte. Der Ponton wurde bis 1962 gebaut und galt bei Mercedes-Benz als Vorläufer der kleinen Heckflosse. Das unten gezeigte Modell ist zum einen ein Faceliftmodell, da es einen breiteren Kühlergrill verbaut bekommen hat und die sogenannten Bumper bei der Stoßstange entfallen sind. Der 180D zog zunächst mit dem Vorkriegsdiesel aus den 30er Jahren ins Programm ein und hatte somit 40PS Leistung, welche später zum Facelift auf 43PS anwuchsen, was dann auch ein Bekenntnis zum privaten Diesel PKW war und auch eine Art Bekenntnis zur Sparsamkeit sowie Langlebigkeit eines Autos. Kurz vor der Ablösung in die Heckflossenära wurde der Diesel erneut um 5 PS Leistung verbessert, so dass der Ponton zum Schluss 48 PS Leistung hatte. Das lag zwar über der Leistung eines VW Käfers, lag aber dennoch weit weg von der Dynamik oder Sportlichkeit eines Fahrzeuges. Die Benzinmotoren bis 68 PS Leistung waren schwungvoller! Erstaunlich ist, dass von dieser Limousine rund 150tsd. Stück zwischen 1954 und 1961 verkauft worden sind und der Diesel den Benziner um rund 32.000 Einheiten übertraf. Somit finden wir in diesem Automodell auch einen sehr frühen und sehr erfolgreichen Dieselpionier! 
 
 







  

Mittwoch, 1. Juli 2026

Schuco Minimax bringt vom wunderschönen VW T3 Bus tatsächlich zwei neue Farbvarianten und Modellversionen heraus... : VW Transporter T3, hier als Bus und Wohnmobil, EA 162, Schuco, (Minimax Import & Export Ltd.), Modelljahrgang 2024 und 2026

Hersteller : Schuco, (Minimax Import & Export Ltd.)
Modell : VW Transporter T3, hier als Bus, EA 162
Update : Ja, neue Modelle in 2024 und 2026
Rubrik : Edition 1:64 
Produktionsort : China 
Farbe : Cremeweiß + Orange & Hellbraun + Braun
Maßstab : ca. 1/64
zu öffnen : nichts
Maße : ca.  7,1 cm x 2,9 cm x 3,0 cm (l/b/h)
Preis : ca. 17,00 € & ca. 14,50 € ( Kaufpreis neu in 2024 & 2026 )
 
Minimax liefert mit den beiden unten dargestellten Modellen endlich mal wieder zwei neue weitere Farbvarianten aus, und unterscheidet diese VW T3 Modelle aber interessanter Weise nicht nur an den Stoßstangen, sondern auch im Interieur- und Themenbereich. Während der orangefarbene Bus tatsächlich das Interieur des Campingbus erhalten hat, ist das Interieur des braunen VW Bus schlicht nur ein Mehrsitzer mit einer mittleren und hinteren Sitzreihe. Der braune Bus verzichtet hier auch noch auf weitere Details und stellt damit optisch eine eher spartanische Variante dar, oder einfach nur einen simplen Bus zum Transport von Mitarbeitern im Handwerksbetrieb. Die schwarzen Stoßstangen sind hier das eine Element wo gespart wurde, sowie auch das fehlende Ziergitter beim Kühlergrill die andere Sparvariante darstellt. Interessanter Weise hat es so einen "nackten" Bus von Schuco vorher meines Wissens noch nicht gegeben, auch wenn die einfachere Ausführung bei Kühlergrill und Stoßstangen so schon einmal in 2019 bei dem "Joker" Campingbus zu sehen war. Beide Modelle sind qualitativ sehr hochwertig verarbeitet worden und laufen auch trotz Starachse vollkommen ruhig auf der Schreibtischplatte. Auszusetzen gibt es hier tatsächlich nichts, so dass wir uns alle nur wünschen können, dass es qualitativ mit den neuen Modellen so weitergeht mit den ursprünglichen Schuco Modellen vor dem Verkauf an Minimax.  
 
Zu den Details : durchsichtige Rundscheinwerfer, ein schwarzer Kühlergrill in Silber eingefasst (bei dem braunen Modell wurde die Umrandung eingespart), mittig positioniertes silbernes VW Emblem im Kühlergrill, Blinker in Orange, Stoßstangen in Schwarz bei dem braunen Modell und teilverchromt bei dem orangefarbenen Modell (je nach Ausstattung und Modelljahr war das eine einteilige oder beim Chrom eine mehrteilige Stoßstange), Scheibenwischer in Schwarz, Außenspiegel in Schwarz, Zweifarbigkeit bei den Modellen, Dachrillen, Türgriffe seitlich in Schwarz, Tankdeckel seitlich in Schwarz, gummierte und profilierte Bereifung mit silberner Felgenabdeckung, Küchenmöblierung innen mit Sitzen sowie Kochstelle und Sitzen bei dem orangefarbenen Modell / durchgehende Sitzreihen bei dem braunen Modell, mehrfarbige Plastikleuchten am Heck, Heckklappenschloss in Silber und Schwarz, getrennte Schriftzüge "Volkswagen" und "Bus" in Silber auf schwarzem Grund am Heck sowie ein braunes Interieur.
 
1979 legte VW den Grundstein für die dritte Transporterreihe bei den hauseigenen Nutzfahrzeugen. Ziel war es, den steigenden Anforderungen der Fahrzeuge gerecht zu werden und natürlich Marktanteile der Vorgänger zu behalten bzw. weiter auszubauen. Die Variabilität des Transporters spielte ebenfalls eine große Rolle, so dass VW seinerzeit folgende Modelle anbot : Pritschenwagen, Doppelkabine, Kastenwagen, Kombi und Bus. Auch der öffentliche Bereich wurde mit einem Rettungswagen von VW abgedeckt. Campingfreunde freuten sich auf die damals angebotene Caravelle (Westfalia). Neben drei Dieselmotoren bot VW etwa 15 Benzinmotoren in den 13 Jahren der Produktionszeit an. 1,3 Millionen Exemplare werden letztendlich produziert. Als Modell kann man sich somit ein Stück deutsche Transportergeschichte sichern...    
 










 

Montag, 29. Juni 2026

Dies ist der Auftakt der ersten neuen Schucomodelle aus dem vorletzten und aktuellem Modelljahr... : VW Käfer 1500, reale Bauzeit 1966-1974, Schuco, (Minimax Import & Export Ltd.), Modelljahrgang 2024 und 2026

Hersteller : Schuco, (Minimax Import & Export Ltd.)
Modell : VW Käfer 1500, reale Bauzeit 1966-1974
Update : Ja, neue Modellfarben in 2024 und 2026 
Rubrik : Edition 1:64 
Produktionsort : China 
Farbe : Orange + Weiß & Dunkelblau + Cremeweiß
Maßstab : ca. 1/64 
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 6,5 cm x 2,4 cm x 2,3 cm (l/b/h)
Preis : ca. 17,00 € & ca. 14,50 € ( Kaufpreis neu in 2026 )
 
Es gibt wieder oder weiterhin Schucomodelle in unserem Maßstab, aber man muss diese Modelle echt suchen. Auch das Modelljahr 2025 darf bei dem neuen Eigentümer der Minimax Import & Export Limited durchaus als "schwergängig" zu bezeichnen sein, denn man hat zum einen mit Verkauf viele Sammler verärgert und dessen Geduld schon bis aufs letzte ausgereizt. Und wer weiß schon, wie viele Sammler letztendlich der Marke auch den Laufpaß gegeben haben. Auch die ersten Modelle des neuen Eigentümers wiesen Mängel auf, so dass auch hier erst einmal wieder deutlich nachjustiert werden musste. Vielleicht musste sich Minimax sogar einen neuen Produzenten suchen. Während man früher vor der Abspaltung und dem Verkauf der 1:64 Sparte von Schuco an Minimax ein Schuco Automodell haben wollte, ging man entweder in ein Kaufhaus oder aber in sehr gut sortierte Spielzeugfachgeschäfte. Heute gleicht der Einkauf einer absoluten Vollkatastrophe und man bekommt solche Modelle fast ausschließlich nur noch über das Internet und kauft dann solche Modelle eher weltweit statt regiona ein. Der Verkaufspreis ist mit dem neuen Eigentümer Minimax vielleicht im heutigen Produktionsland gleich geblieben, aber für Auslandskäufer liegt der Aufschlag derzeit bei den neuen Modellen bei bis zu 50 Prozent. Das solche Modelle sammelwürdigs sind, waren und auch in Zukunft sein werden, wird keiner bestreiten. Suchen muss man können. Zeit und Geduld sollte man bei der Beschaffung ebenfalls haben. Es lohnt sich aber. 
 
Heute fangen wir mit zwei wunderschönen VW Käfer Modellen in der Neuvorstellung an. Die Grundform ist gleich geblieben, der 1500er Schriftzug in Silber ist aber entfallen. Dafür erhalten wir aber von dem zweifarbigen VW Käfer Modell wieder sehr schöne neue Varianten. Beide Modelle sind sehr gut verarbeitet worden und bieten tatsächlich heute auch wieder den Qualitätsstand, den wir zumindest vor dem Verkauf an Minimax von Schuco kannten. Die Starachsenproblematik gibt es nicht und beide VW Käfermodelle weisen eine schöne Laufruhe auf den gummierten Reifen auf. Interessant ist, dass das Weiß in der Zweifarbigkeit variiert, denn der dunkelblaue Käfer hat eher seitlich ein sanfteres Cremeweiß erhalten. Das Weiß als Gegenpart zum Orange ist deutlih heller. Auch das Detail mit der Grundfelge in Wagenfarbe samt verchromter Kappe ist weiterhin mit dabei und verschönert das Modell deutlich. Wenn das ein Anfang der Versöhnung ist, dann ist er zumindest dabei gelungen. Allerdings wünsche ich mir etwas mehr Modelle, als nur eine Handvoll pro Jahr in äußerst geringen Dosierungen... .  
 
Zu den Details : Rundscheinwerfer vorne in durchsichtigem Plastik und Chromeinfassung, Zierrat in Silber auf der Fronthaube, ovales Ziergitter unter den Scheinwerfern, aufgesetzte Blinker in Orange und Silber auf den Kotflügeln, VW Emblem ist auf der Fronthaube zu sehen, Stoßstangen an Front und Heck mit Bumpern in Silber, Scheibenwischer in Silber, Trittbretter seitlich in Schwarz, Silberzierleiste seitlich, Türgriffe in Silber, graues Interieur, originale VW Felgen in Wagenfarbe mit Chromdeckel, gummierte und profilierte Bereifung, Zweifarbenlook (weiße Seitenflächen unterhalb der Silberzierrates, schöne Detailierung der Karosse, Scheibenchrom am Heckfenster, Heckleuchten aus rotem durchsichtigen Plastik mit Chromrand, schwarzes Gitter unterhalb der Heckscheibe (Lüftungsgitter für den Heckmotor) und ein schön detailliertes Interieur in Grau. 
 
Der VW Käfer ist eine echte deutsche Erfolgsgeschichte und erfüllte vielen den Traum vom Fahren. Darüber hinaus wurde er zum Exportweltmeister und eroberte bereits in den 50er und 60er Jahren die ganze Welt. Er gilt als solide, für seine Zeit genügsam im Verbrauch und trotzte Kälte und Hitze zugleich. Nur der Rost und der der deutsche TÜV können ihm etwas anhaben. Etwas mehr als 21,5 Millionen Fahrzeuge wurden insgesamt gebaut, davon alleine entstanden in deutschen Werken rund 16 Millionen Stück. Er verhalf der Marke VW zum Aufstieg und sicherte über fast zwei Jahrzehnte Arbeitsplätze in Deutschland, da 1974 zumindest in Deutschland die Produktion eingestellt wurde. In Mexiko lief der letzte VW Käfer 2003 vom Band, so dass dieses Fahrzeug innerhalb unserer Welt rund 68 Jahre Laufzeit hatte. Das Modell 1500 aus dem Jahrgang 1966 war bereits mit einer stärkeren Maschine ausgestattet worden und hatte 44 PS Leistung. Der Motor hatte rund 1,5 Liter Hubraum und war ein Vierzylinder Boxermotor. Die Beschleunigung von Null auf 100 Stundenkilometer dauerte bis zu 25 Sekunden und der Käfer fuhr in der Spitze rund 128 Stundenkilometer. Da kann man mal sehen, mit wie wenig man einmal ausgekommen ist... .
 










  

Samstag, 27. Juni 2026

Auch Norev steigt in das Fahrwerksthema mit ein und zeigt den nagelneuen französischen Außenseiter Alpine A390 mit gummierter Bereifung... : Alpine A390, Norev, Modelljahrgang 2026

Hersteller :Norev
Modell : Alpine A390
Update : Nein, neue Modelle in 2026 (Ersterscheinung in Deutschland)
Rubrik : Standardserie
Produktionsort : China 
Farbe : Blaumetallic + Schwarz & Warmgraumetallic
Maßstab : ca. 1/64 (3inch)
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 7,3 cm x  3,0 cm x 2,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. 6,00 € ( Kaufpreis neu in 2026 )
 
Was sich von der Modellbezeichnung her erst einmal wie eine Flugzeugbezeichnung von Airbus anhören mag, entpuppt sich schnell als die dritte Baureihe des französischen Kleinherstellers Alpine. Das Design des A390 ist meiner Meinung nach allerdings sehr austauschbar und könnte eher von Renault im Mutterkonzern aufgetragen werden, als von der kleinen Sportwagenschmiede Alpine. Wenn man nun die Einzelbuchstaben des Modells vorne und hinten demontieren würde, bin ich mir sicher, dass die meisten Menschen dieses gefälligen Modell eher bei Toyota oder sogar Lexus einordnen würden. Und wenn nicht dort, dann auf jedem Fall im chinesischen oder erweiternd im asiatischen Raum ansiedeln würde. Obwohl man bei Alpine doch das interessante Designelement der Frontleuchten des A110 hat, nutzt man diese hier leider nicht. Auch der Innenraum ist im Hinblick auf ein Fahrzeug, welches Ende 2025 auf den Markt gekommen ist und im edleren Segment angesiedelt werden soll, weniger überzeugend.   
 
Würde man dieses Modellauto unter 100 anderen Modellen auf einer Tischplatte aufgestellt verstecken, könnte man es vielleicht auf den ersten Blick wahrnehmen, aber nicht als erstes im Blick erfassen und auswählen. Auch in der Masse sieht das Modell nach alles oder nichts aus. Dennoch muss man wieder einmal erwähnen, dass Norev hier einen absoluten aber durchaus interessanten Außenseiter produziert, welcher die jeweilige Sammlung aus anderen Gesichtspunkten heraus deutlich bereichert. Die Qualität ist wie immer hoch, wobei auch hier einmal die Bodengruppe beim Durchlaufend es Pylonentests etwas knarzen kann. Das Modell hat in der Hand eine schöne Schwere. Das Thema Fahrwerk ist interessanter Weise auch hier bei Norev zum Thema geworden, was mich persönlich sehr überrascht hat, da diese Bereifung anders ist als sonst. Gefühlstechnisch konnte es kein Plastik sein, obwohl genau das ein Markenzeichen von Norev ist. Das Modell rollt relativ Leise und souverän über die Tischplatte. Die Bereifung ist aber bei genauer Betrachtung gummiert aber nicht profiliert ausgebildet worden. Norev schickt den Betrachter hier mit der Grundfelge aus Plastik leicht auf den Irrweg. Mit ein wenig Geschick kann man dann eine Art hauchdünnen Reifenüberzug erkennen, so wie das Majorette im Tuningbereich bei den Tune Up´s optional angeboten hat. Bei Norev passt der Überzug über den Reifen allerdings so gut, das man ihn nur aufgrund der Laufruhe vermuten kann. Genial. Der Zweifarbenlook bei dem zweiten Modell ist hochwertig ausgefallen.                         
 
Zu den Details : Schlitzscheinwerfer in Weiß bedruckt, Leuchtenband vorne in Weiß bedruckt (verbindet auch die beiden Leuchteneinheiten, Unterhalb der Scheinwerfer finden sich noch Löcher in der Blechkarosse (nur Darstellung, hier Erweiterung der Frontleuchten, welche hinterleuchtet sind,(ähnlich wie bei Hyundai), Tagfahrlicht und Lüftunsgitter seitlich in den Ecken, schwarzer Kennzeichenhalter mit "A390" als Aufschrift in Weiß (ist verbunden mit der Fontlippe), auf Hochglanz lackierte Frontlippe in Schwarz (ebenso bei den Seitenschwellern und der hochgezogenen Heckschürze), kristallklares Scheibenglas, Außenspiegel in Schwarz, schwarzes Dach (nur bei dem zweifarbigen Modell), Scheibenwischer, aerodynamische Dachform mit einem mittig liegenden abgesenkten Bereich, Seitenscheibenbereich in Schwarz,  unterschiedliche aber originale Felgen bei den beiden Versionen, gummierter und nicht profilierter Gummiaufzug auf der Plastikfelge, Heckleuchtenband in Rot und schwarz fotorealistisch bedruckt, Kennzeichen in Schwarz mit weißer Aufschrift "A390", Positionsleuchten in Rot und in hoch detailliertes Interieur in Schwarz. 
 
Die technischen Details sind bei diesem Modell durchaus beachtenwert, welche man in der Tat auch so nicht bei einer solchen SUV-artigen Limousine vermuten würde. Das Modell weist drei Elektromotoren un dzwei Motorisierungen auf, welche insgesamt auf eine Gesamtleistung beim Einstiegsmodell 400 PS und beim Topmodell auf rund 470 PS Leistung kommen. Auch die Beschleuinigung ist interessant, denn das Modell benötigt nur 4,8 oder beim Topmodell rund 3,9 Sekunden, um von Null auf einhundert Stundenkilometer zu kommen. Allerdings hat die Antriebsseite auch eine Schattenseite, denn das Gesamtgewicht des Modells steigt knapp auf bis zu 2,1 Tonnen. Damit ist der A390 kein Leichtgewicht. Der Hersteller verspricht im Mittel eine Reichweite von rund 520 bis 550 Kilometern Reichweite, allerdings ist die Reichweite vom rechten Fuß oder dem Gaspedal abhängig. Wenn man die derzeitigen 20% Reibungsverluste beim Fahren auch bei diesem Modell berücksichtigt, schwimmt der A390 bestensfalls im Verkehr mit, weist aber dafür auch keine gesonderet Reichweite für sich aus. Das Modell ist erst gegen Ende des Jahres gestartet, so dass abzuwarten bleibt, wie sich die Verkaufszahlen entwickeln werden. Ein Bestseller wird das allerdings nicht...
 











 

Mittwoch, 24. Juni 2026

Nummer 4 lebt - Norev zeigt die Wiederbelebung eines weiteren ehemaligen Kassenschlagers von Renault als rein elektrisch fahrendes Modell... : Renault 4 E-Tech 100% Electric, 2025, Norev, Modelljahrgang 2025

Hersteller : Norev
Modell : Renault 4 E-Tech 100% Electric, 2025
Update : Nein, neues Modell mit parallel gebauten Derivaten in 2025
Rubrik : Standardserie
Produktionsort : China 
Farbe : Hellgrünmetallic (Hauts-de-France Green) & Weiß+Schwarz (Glacier White & Black)
Maßstab : ca. 1/64 (3inch)
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 6,5 cm x  2,8 cm x 2,5 cm (l/b/h)
Preis : ca. 6,00 € ( Kaufpreis neu in 2025 )
 
In der Tat kann ich mich noch sehr gut an einen Renault 4 aus der damaligen Zeit erinnern. Mein Schwager hatte einen solchen Wagen in Beige und das Besondere an diesem Fahrzeug war neben dem sehr markanten Motorengeräusch von Renault während des Startens und des Laufens auch die Schaltung des Fahrzeuges, welche seinerzeit "Revolverschaltung / Knüppelschaltung" genannt wurde. Warum? Weil sie nicht dort saß, wo sonst alle Schaltungen saßen, sondern neben dem Lenkrad in der Höhe des Armaturenträgers herausguckend zwischen Fahrer und Beifahrer. Die Form war gebogen und funktierte nach dem Schaltschema wie eine liegende H-Schaltung. Auch das Mitfahren im R4 war ein kleines Abenteuer und glich einer Fahrt in einem Citroen 2CV, so dass eine ordentliche Seitenneigung und Fahrdynamik beim Herausfordern des Fahrzeuges vorhanden war. Die Fahrzeuge waren zudem billig in der Anschaffung und einfach zu reparieren. Die Ausstattung war sehr gering, und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass das Auto meines Schwagers keine Innenverkleidung an den Türen hatte (das war tatsächlich so ab Werk!) und man den Öffnungsgriff im Metall der jeweiligen Tür suchen musste, um aussteigen zu können. Weiterhin war die praktische Kastenkiste seinerzeit dafür bekannt, dass man auch einen Kühlschrank bei umgelegter oder ausgebauter Sitzreihe hinten transportieren konnte. Er wurde für Jedermann zur Kultkiste, welche vom Studenten, dem örtlichen Pfarrer bis hin zur Ehefrau von Superreiche als Zweitwagen auf Sylt gefahren wurde. 
 
So mancher Autohersteller mag sich mit dem Begriff des "Retrodesigns" nicht mehr wirklich auseinander setzen, oder tut sich damit heute ersichtlich schwer, da nur die wenigsten Fahrzeuge ihrer Art tatsächlich weltweit im Verkauf funktioniert haben. Man geht somit eine Wette um diejenigen ein, deren erstes Auto das Urmodell einst gewesen ist und hofft, dass diese Generation "heute" mit gefüllten Brieftaschen erneut dieses Design aufgrund ihren Erinnerungen kaufen und somit dann mit einem elektrischen Antrieb ein modernes Modell mit einem grünen und ökologischen Gewissen fahren. Auch wenn der heutige Renault 4 ausser der ähnlichen Optik nichts mit dem Urahn gemeinsam hat, ist das unten gezeigte Modell absolut in der Moderne angekommen. Mit der Erweiterung der E-Tech Modelle nimmt Renault einen weiteren damaligen Kassenschlager im Retrolook wieder ins Programm, hier den Renault 4. In Anlehnung an das Urdesign ab 1961 war das Original ein ganzes Jahrzehnt eher im Verkauf als der Renault 5. Renault fabriziert mit dem aktuellen Renault 5 E-Tech 100% Electric tatsächlich im ersten Modelljahr einen kleinen Kassenschlager in der Welt der Elektrofahrzeuge, wo sich nach ersten Erkenntnissen aus der Fachpresse Verkaufszahlen um 6-7tsd Stück pro Monat in den ersten 15 Monaten verkaufen ließen. Heute starten die beiden Bestseller fast zeitgleich und hoffen auf die damalige Zugwirkung. Da noch keine wirklichen Zahlen vom Verkauf bekannt sind, müssen wir hier noch etwas warten, ob sich ein ähnlicher Erfolg damit einstellen wird. Eine gewisse Ähnlichkeit zum Ur-Renault 4 ist da, doch ich fürchte, dass die gewisse Einfachheit und ehemalige Leichtigkeit vom damaligen R4 schnell eine Ernüchterung erfahren wird. Es sind halt doch Erinnerungen.

Zu den Details : Rundscheinwerfer mit silberner Umrandung in einer schwarzen und ebenfalls silbern umrandeter Frontmaske, Renault Emblem mittig auf der Frontmaske in Silber, eine breite schwarze  Rammschutzleiste als Stoßfänger ist Bestandteil des Frontbauteils, Kennzeichen bedruckt in Weiß mit schwarzer Schrift "RENAULT" an Front und Heck, in den jeweiligen seitlichen Frontecken der Frontmaske befindet sich das Tagfahrlicht, großer schwarzer Lüftungseinlass unterhalb des Kennzeichens mit Kameratechnik für die Fahrassistenten, Fahrzeug wurde etwas hochgelegt, Andeutung von Lüftungsgittern in der Motorhaube gemäß dem Original aus den 60er Jahren, Außenspiegel und Spiegeldreieck in Schwarz, schwarz lackierte Dachreeling, Dachfläche weist Rillenoptik auf, Scheibenwischer, Klarglas in Kristalloptik, schwarz umrandete Fenstre seitlich, originale Räder des Renault 4 E-Tech, schwarze Seitenschweller, schwarze Kotflügelumrandungen (im Gegensatz zu Matchbox kein Bestandteil des Interieurs sondern der Bodengruppe!), Heckleuchten in Schwarz und Rot, Dachspoiler in Schwarz über der Heckscheibe, schwarze Dekorleiste am Heck über dem Kennzeichen und beinhaltet einen "RENAULT" Schriftzug in Schwarz auf weißem Grund, rechts daneben findet man eine Modellnummer "4" in Silber, eine hochgezogene schwarze Heckschürze sowie ein schwarzes Interieur.  
 
Das Design ist in der Tat schon erfrischend anders und bezieht sich tatsächlich auf das Original der 60er Jahre. Hier trotzt Renault erneut mit einer Scheinwerferoptik der typischen aktuellen Schlitzaugenscheinwerfern bei fast allen Neufahrzeugen. Die Ähnlichkeiten vom neuen Renault 4 zu seinem bereits mehr als 60 Jahre alten Vorgänger sind da. Diese Fahrzeuggruppe setzt ja genau an dem Punkt an, wo sich tatsächlich viele (oder sogar die meisten) Emissionen einsparen lassen, hier auf den Kurzwegen, der Fahrt mit den Kindern zur Schule, zum Einkaufen oder den Kurzstrecken zur Arbeit. Mit Reichweiten von 308 bis 409 Kilometern deckt dieses Modell den Kernbereich bestens ab und lässt sich dann am Tagesende oder Wochenmitte aufladen. Das Einstiegsmodell hat aufgrud einer anderen Größe bereits 122PS Leistung und das derzeitige Topmodell hat wie sein kleiner Bruder R5 rund 150 PS Leistung. Für den Alltag reicht das auch vollkommen aus. Die Sprintwerte liegen demnach bei etwa 8,2 bis 9,2 Sekunden von Null auf 100 Stundenkilometer. Die Krux der modernen Technik ist eindeutig das Gewicht bei den Elektrofahrzeugen. Um das einmal anhand der über 60jährigen Geschichte des R4  aufzuzeigen, wog der erste R4 1961 im Mittel 660 Kilogramm, also etwas weniger als die Hälfte des aktuellen Modells. Auch die ganze Komfortausstattung verfettet ein Fahrzeug deutlich. Über 8 Millionen Käufern war die Einfachheit des R4 in den 33 Produktionsjahren absolut egal, denn bestimmte Bevölkerungsgruppen brauchen einfach ein kleines, sparsames Fahrzeug, um von A nach B zu gelangen. Und innerhalb des Renault Konzerns ist das noch bei der Tochtergesellschaft Dacia zu finden. So ändern sich die Zeiten... .