Hersteller : M2
Modell : Ford Fairlaine 500, 1957
Lenkung : Das Modell ist ein Linkslenker
Update : Ja, voraussichtlich neue Modellfarbe in 2023 / 2024
Rubrik : Ford, FoMoCo ( Ford Motor Company )
Produktionsort : China
Farbe : Hellbraunmetallic + Grauweiß ( innere Streifendekorfarbe )
Maßstab: 1/64
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 8,3 cm x 3,0 cm x 2,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. 20,00€ ( Mein Kaufpreis neu in 2025 )
Anfang des Jahres hatte ich bei einer kleinen Einkaufsrunde mal echt wieder Lust auf Heckflossenfahrzeuge und machte mich auf die Suche nach solchen Modellautos, welche ich noch nicht besitze. Zwar habe ich das Grundmodell des unten gezeigten Fordmodells schon mit einer anderen Motorisierung in der Sammlung, aber die Ausführung als Topversion "Fairlane 500" hatte ich noch nicht. Auch farblich passte diese Variante gut in den ganzen Heckflossenkader in meiner Sammlung, welche ich eines Tages auch mal alle zusammensuchen werde, um wieder einmal ein kleines Diorama für die Zeit der 50er und 60er Jahre zusammenstellen. Mit Hot Wheels und Matchboxfahrzeugen ist zumindest so etwas hier im Blog schon unter den frühen Einträgen zu finden sein. Tauchen wir also nun mit diesem Modell mit einem herrlich gedanklichen V8 Donnergrollen in die stimmungsvolle späte Zeit der 50er Jahre tief ein. Die USA hatten die größten und weltweit erfolgreichsten Autobauer im eigenen Land und die Bevölkerung vergnügte sich gerne mit Rock N´Roll und trank dazu Coca Cola. Eine schnell wachsende Fastfoodkette namens McDonalds war schon seinerzeit mit Burger und Milchshakes in aller Munde. Dwight D. Eisenhower war Präsident und der Petticoat war bei den Damen auf dem Vormarsch, um einmal die guten Sachen aus dieser Zeit zu benennen. Was muss das diesbezüglich nur für eine tolle Zeit gewesen sein...
M2 baut in dem Segment der 50er und 60er Jahre sehr gute Modelle, hat aber irgendwie nicht so den Sprung in die Big Seller wie Greenlight geschafft, obwohl das Modell optisch sehr gut und preislich auch ebenso attraktiv ist. Die Qualität des Modells ist, sofern das Modell nur steht, auch sehr hochwertig und gut. Das letzte Bild zeigt aber das Elend dieses Modell und zugleich auch das hausgemachte Problem mit der Hinterachse. Wenn man mal bedenkt, dass Kyosho im obersten Segment vor über 20 Jahren bereits funktionierende Starachsen gebaut hat, ist es umso fraglicher, was M2 hier heutzutage verbaut hat. Die Heckbereifung gleicht einer Bereifung für ein Viertelmeilerennen und ist so schlecht ausgeführt worden, dass die Führungsmöglichkeit der Hinterachse sich gerade einmal auf sechs Milimetern zwischen den Reifen abspielt. Die Hinterreifen haben zudem mit sieben Milimetern Breite eine unsteuerbare Gesamtdicke erreicht. Die Felge darunter ist schon schlecht in der Oberfläche als zu buckelig ausgeführt worden, so dass der Gummiüberzug noch nicht einmal einwandfrei über den Reifen passt. Die Achse wabbelt daraufhin schon in alle Richtungen, so dass der Reifen auf der Fahrerhinterseite dann zu allem Übel noch an der Bodenplatte hinten hängenbleibt und blockiert. Auf geraden Flächen laufen tatsächlich nur die Vorderräder. Auf Teppich verschwindet dann spürbar das Laufelend der Achskonstruktion. Die Unterbrodenkonstruktion steuert aber noch ein weiteres Manko hervor. Drückt man jeweils auf den Bodenplattenteil je Seite vor der Achse in Richtung Stoßstange, merkt man, wie sich der Bodenplattenanteil in der Mitte anhebt. Da ich mittlerweile schon etliche Fahrwerke, Starachskonstruktionen inklusive, in den letzten Jahren bei meinen Modellen selber repariert habe, bin ich zuversichtlich auch dieses Problem noch zu lösen. Einfach wird es auf jeden Fall nicht.
Zu den Details : Rundscheinwerfer in Silber, detaillierter Chromkühlergrill mit überwiegend waagerechten Streben sowie mittig einer senkrechten Strebe, Blinker waagerecht in den Außenecken des Kühlergrills, vertikale Bumper in Chrom, Stoßstange vorne verchromt, Ford Motorhaubenzierrat auf
der in Silber, Scheibenwischer in Silber, aufwendiger Zweifarbenlook mit einem Trennzierrat in Silber außen und grauweißer Farbe innen (interessanter Weise muss man bemerken, dass der Chromzierrat seitlich beim Custom 300 ab der C-Säule nach vorne ganz anders verläuft), Scheibenzierrat in Silber rundum, an den Seitenrändern verchromtes Seitenausstellfenster vorne, Türgriffe in Silber, gummierte Slicks mit Herstelleraufdruck "Goodyear" auf verchromter Speichenfelge, runde Heckleuchten in Rot, versilberter V auf der Heckklappe mit darüberliegendem Schriftzug in Silber "FAIRLANE", verchromtes Kennzeichen am Heck mit schwarzer Aufschrift "1957" (ist Teil der Stoßstange), vorchromte Doppelstoßstange mit eckigen Kanten am Heck, Heckflossendarstellung sowie ein schwarzes Interieur.
Oftmals liegt der Reiz im Einfachen als im Exklusiven. So kam es dann auch, dass das hier im Blog vorgestellte Ford Custom / Custom 300 Modell in seiner Einfachheit den Massengeschmack des Basismodells traf, so dass die Käufer seinerzeit zahlreich zugeschlagen haben. Der Ford Custom 300, hier im Blog als Modell von Matchbox vorgestellt, wurde seinerzeit im Maßstab
1:1 ca. 1,35 Millionen Mal als Limousine und mit rund 262.500 Kombimodellen in drei Jahren gebaut. Als
Grundmodell hatte er selbstverständlich noch einen 3,7 Liter
Sechszylinder mit rund 144 PS Leistung an Bord. Es gab ihn aber auch
ebenso als V8 Modell zu kaufen, wo aus einem 4,4 Liter Motor dann
bereits 190 PS Leistung abgerufen werden konnten. Das Topmodell wies
einen 5,4 Liter V8 mit 265 PS Leistung auf, welcher im Thunderbird zum
Einstz kam. Während der Custom dann das Sechszylindermodell darstellte,
waren die V8 Modelle an dem Zusatz "300" erkennbar. Die Topversion der gesamten Baureihe war der unten gezeigte Ford Fairline 500, der seinerzeit im Modelljahr 1957 als Spitzenmodell der gesamten Baureihe galt, und noch einmal um 20 PS Leistung auf 285 PS insgesamt zulegte in der Spitzenversion zulegte. Diesen Motor teilte er sich beispielsweise mit dem im Modelljahr 1958 vorgesehenen Thunderbird. Zusätzlich zu den zuvor genannten Verkaufszahlen kamen noch einmal rund 400tsd Stück als Fairlane 500 dazu. Ohne alle anderen Zahlen hier aufzuzählen, galt dieses Modell 1957 als das meistverkaufteste Automobil in den USA.