Hersteller : Schuco (Minimax Import & Export Ltd.)
Modell : Audi Quattro, 1980 bis 1991
Update : Nein, erstes neues Modell in 2026 (Ersterscheinung in Deutschland)
Modell : Audi Quattro, 1980 bis 1991
Update : Nein, erstes neues Modell in 2026 (Ersterscheinung in Deutschland)
Rubrik : Edition 1:64
Produktionsort : China
Produktionsort : China
Farbe : Weiß
Maßstab : ca. 1/64
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 6,9 cm x 2,7 cm x 2,1 cm (l/b/h)
Preis : ca. 22,00 € ( Kaufpreis neu in 2026 )
Es geschehen tatsächlich noch Zeichen und Wunder. Da präsentierte mir vor kurzem einer meiner Händler tatsächlich ein "neues" Schucomodell für den Maßstab 1:64, so dass der neue Hersteller Minimax für das Modelljahr 2026 endlich die Versprechung für das damalige erste Modelljahr 2023 einlösen konnte. Und hätte man tatsächlich in 2023 den Quattro bereits verkaufen können, wäre man sozusagen als kleine Modellautoschmiede dem großen Giganten Hot Wheels diesbezüglich sogar noch mit dieser Neuerscheinung zuvor gekommen. Ok, der Audi Quattro ist ja aus heutiger Sicht ein altes Fahrzeug, und es hat ihn ja tatächlich bereits schon vor über vierzig Jahren im Handel seitens Matchbox gegeben. Und Matchbox war nicht der einzige Hersteller des Ingolstädters. Auch der damalige Hersteller Guisval aus Spanien war seinerzeit im Modelljahr 1983 ein echter Konkurrent von Matchbox zumindest innerhalb Spaniens gewesen. Wenn das Modell seinerzeit innerhalb Europas vertrieben worden wäre, dann wäre der wunderschöne Audi von Guisval ein vermutlich deutlich größerer Kassenschlager geworden, als er damals war, denn es fehlte ihm einfach an Vertrieb und Bekanntheit. Schade eigentlich, denn das Guisval Modell von 1983 ist aus meiner Sicht optisch deutlich besser als das Matchboxmodell gewesen, da man nicht nur Front und Heckleuchten aus Plastik modelliert hatte, sondern damals auch noch die Türen öffnen konnte, was Matchbox ja nicht bei jedem Modell in den 80er Jahren oder auch seinerzeit bei den Regulars 1-75 davor machte. Weiterhin gab es in den 80er Jahren den Audi Quattro auch noch von Yatming sowie einigen anderen NoName Herstellern, so dass man ihn durchaus etwas mehr als "populär" für die damalige Zeit einstufen konnte. Den echten Autohersteller Audi wird es seinerzeit gefreut haben, denn außer Siku´s Audi 100er war die Marke seinerzeit nahezu nicht in unserem Maßstab erhältlich.
Der Audi Quattro ist aber nun endlich da, und die erste öffentliche Modellfarbe ist Weiß. Auf den ersten und zweiten Blick erscheint das Modell unten nahezu unverändert aus der damaligen Neuvorstellung in die Produktion über gegangen zu sein. Von den Details her bleibt es in der ursprünglichen Schuco Qualität erhalten. Um das Modell als Spielzeug auszuschließen, sind die Außenspiegel aus dem flexiblen Gummi hergestellt worden, können und werden voraussichtlich im Spieleinsatz schnell abbrechen. Auch der Heckspoiler besteht aus filigranem Plastik und würde beim ersten harten Spieleinsatz diesen nicht überleben. Auffallend ist, dass die Vorderräder bei diesem Modell ausschließlich nur bei Druckausübung rollen. Damit liegt aller Voraussicht nach das Interieur auf den vorderen Achsen, oder der Gummieüberzug der Felgen ist zu dick für die Felge geworden, so dass nicht genügend Platz für den gesamten Reifen im Radhaus zum Drehen ist. Durch das Lockern der Vorderen Verschraubung hat man meistens schon den Mangel in Bezug zum Interieur behoben und sollte das nicht funktionieren, muss man halt immer den leichten Druck ausüben. So schön das Hot Wheels Modell für unter 2 Euro auch aus der aktuellen Produktion von Hot Wheels ist (kann man hier im Blog über die Suchfunktion finden), umso mehr merkt man den gesamten qualitativen Unterschied beider Modelle im direkten Vergleich. Mit diesem Modell spielt man wieder eher eindeutig in der Liga der Tomica Limited Vintage oder Neo Modellen. Der Preis geht ja in vollen Schritten auch dahin über, so dass man beispielsweise für einen Quattro etwa 13 Hot Wheels Modelle kaufen könnte. Interessant ist noch, dass erstmals der Herstellername "Spark" auf der Bodenplatte auftaucht und der Name "Schuco" dort nicht mehr zu finden ist.
Zu den Details : Rechteckscheinwerfer in Klarglasoptik mit unterteilten Leuchten, in den Außenscheinwerfern ist sogar das Leuchtmittel zu erkennen, Kühlergrill rechteckig mit waagerechten Lamellen (typisches Fahrzeuggesicht der 80er Jahre für VW und Audimodelle), die vier Audiringe in Silber mittig auf dem Kühlergrill platziert, Nebelscheinwerfer neben den Blinkereinheiten, Blinker in Orange vorne waagerecht und leicht um die Seiten gezogen, Stoßstange in Wagenfarbe, Kennzeichenhalter erkennbar, Lüftungsschlitze unterhalb der Stoßstange, schwarze Außenspiegel (leider gummiert und beweglich), schwarze Fensterumrandungen, kleine Blinker in Orange in den vorderen Kotflügeln, Türgriffe in Schwarz, Zierleiste darunter umlaufend in Schwarz, Audi Logo der 80er Jahre auf den vorderen Türen im Helligkeitsverlauf aufgedruckt, Ziergitter in Schwarz im hinteren Heckbereich, gummierte und profilierte Bereifung auf weißer Speichenfelge (Originalfelge Audi!), Scheibenwischer in Schwarz, Schiebedach mit Gummidichtung Darstellung in Schwarz, Heckscheibenwischer, Heckspoiler auf der Kofferraumklappe, durchgehende schwarze Heckblende mit waagerechter Riffelung und einem Kennzeichenhalter, geschwärzte Heckleuchten in den Außenecken, Positionsleuchten waagercht und in Rot im Stoßstangenbereich, zweiflutige Abgasanlage in Silber sowie ein schwarzes Interieur. Das Modell ist ein Linkslenker.
Der geistige Vater und Förderer des ersten Audi Quattro, der auch Urquattro genannt wird, ist Ferdinand Piech gewesen, der seinerzeit bei Audi Entwicklungsvorstand war. Der Ursprung seiner Idee einen permanenten Allradantrieb in einen Sportwagen zu packen, ist seinerzeit in einer Fahrt in einem VW Iltis mit diesem Antrieb gewachsen, der seinerzeit an die Bundeswehr verkauft wurde. Vollkommen begeistert beauftragte er seine Ingenieure in den Jahren 1976 und 1977 den Antrieb in ein Sportcoupße zu integrieren. 1980 war das Fahrzeug fertig und ging als Audi Quattro in den Verkauf. Rund 11.452 Fahrzeuge wurden in 11
Produktionsjahren gefertigt, was in Stückzahlen zwar als Flop gilt, aber
unter begehrlichen Sportwagen immerhin eine ansehnliche Stückzahl
darstellt. Auch der von ihm mitentwickelte Audi-Fünfzylinder ist in dem Quattro verbaut worden, nachdem ihn zuvor im Audi 100 des Typs C2 ausreichend testen konnte. Der Motor schöpfte mit seinen 20 Ventilen und 2,2 Liter Hubraum daraus bis zu 220 PS Leistung, welches auch für den Urquattro der höchste Leitungsstand war. Der spätere und kürzere Sport Quattro enteilte der Leistungskurve mit rund 530 PS und ist auch als eigenständiges Fahrzeug zu betrachten. Auch im Rallyesport war der Quattro mit Fahrerlegenden wie Walter Röhrl
und Björn Waldegard erfolgreich.