Sonntag, 8. Februar 2026

Ein französisches Sportcoupé der Oberklasse mit einem italienischen Herzen...(3) : Citroen SM, 1970-1975, Norev, Modelljahrgänge bis 2025

Hersteller : Norev
Modell : Citroen SM, 1970-1975
Update : Ja, neue Modellfarben bis zum Jahr 2025
Rubrik : Standardserie
Produktionsort : China
Farben 1 + 2 : Braunmetallic ( Sable Métallisé ) & Rot ( Rouge de Rio )
Farben 3 + 4 : Silbermetallic ( Gris Nacré ) & Dunkelgrün Metallic, nicht erratbar, 
enormes Farbspektrum, hier ( Vert Argenté Métallisé ) oder ( Vert des Tropiques Métallisé )  
Maßstab: 1/58 (größerer Maßstab als sonst)
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 8,5 cm x 3,3 cm x 2,3 cm (l/b/h)
Preis : ca. 6,00 € ( Kaufpreis neu in 2025 )

Norev lässt das Modell des unsterblichen Citroen SM erneut wieder auferstehen, und spendiert dem flinken Franzosen weitere neue Originalfarben. Norev ändert übrigens neben der Farbe nur noch die Felgen, welche je nach Wagenfarbe in den Zwischenräumen in Wagenfarbe teillackiert wurden und mit der sichtbaren Radnarbe und der Verschraubung der Felge ein schönes Detail geschaffen haben. Die unten gezeigten Farben entsprechen dem Zeitgeist der 70er Jahre, wobei mir tatsächlich das Braunmetallic und das Rot am Besten gefallen, und der langgestreckten Karosse die größte Eleganz geben. 
 
Der revolutionäre und dynamische Entwurf der Marke Citroen setzte seinerzeit einen Maßstab im Luftwiderstandswert und verzauberte den Betrachter mit einen schier unendlich langen Motorhaube. Der SM wirkte damals schon wie eine Art Keil, denn während die Front sehr flach sowie rund aufgefächert war, wirkte das Heck wie ein kantiger Klotz, welches an so manchen Sonderumbau von Citroenmodellen im Heckbereich entweder von Chapron als auch Opron erinnern mag. Von der DS übernahm man auch in den 70er Jahren noch die leicht überdeckten Reifen im Heckbereich, wobei diese Blenden auch herausnehmbar waren. Hätte man das technische Desaster vorhergesehen, hätte man auch von dort die großen Vierzylinder übernehmen sollen. Dieses Modell ist beim Anblick einfach Frankreich, denn Frankreich gehört zu den Taktgebern der Mode. Dieses Modell stellte 1971 den Aufbruch in die Moderne dar, ohne die bisherigen modischen Schnitte zu vergessen. Das Kleid des Citroen wirkt darüber hinaus wie ein Maßanzug, ohne dabei auch nur ansatzeise zu geordnet zu wirken. Alles passt, ist faltenfrei und mit wenigen akzentuierten Details aufgewertet worden. Das hatte auch zur Folge, dass mit diesem Auto eher die oberen Zehntausend als Kundschaft angesprochen waren, anstatt des normalen Mannes von der Straße, der sich die Diva mit einem italienischen Motor sowieso nicht hätte leisten können. Dementsprechend verwundern einen auch die tatsächlichen Stückzahlen nicht, wobei man mit anderer Technik durchaus die einen oder anderen zehntausend Fahrzeuge hätte mehr verkaufen können. 
 
Zu den Details : durchsichtige Scheinwerfereinheit mit drei Scheinwerfern in Silber, schwarze Kühlergrilloptik hinter Glas (wobei die Farbe nur als Hintergrundfarbe für das darauf zu setzende Kennzeichen war), Citroen Emblem in Silber auf schwarzem Untergrund auf der Motorhaube (Beifahrerseite), silberne Stoßstangen mit Einbuchtungen für die waagerechten Blinker, rundum Scheibenumrandungen in Chrom, Armaturenbrett in Schwarz, Scheibenwischer in Silber, linker Außenspiegel in Silber, rechtes Spiegeldreieck in Silber, silberne Radabdeckungen sowie eine im Teilbereich abgedunkelte Felgenfläche mittig, gummierte und profilierte Bereifung, silberne Türgriffe, Zierrat an der C-Säule in Silber, Stoßstange am Heck in Silber, Scheibenumrandung am Heck in Schwarz, Interieur in Schwarz, Hutablage in Schwarz, Heckleuchten in Rot und Gelb sowie mit silberner Einfassung, Chromzierrat am Heck, sowie ein Interieur in Schwarz.

Es gibt ja Fahrzeuge auf dieser Welt, die aufgrund eines zweifelhaften Rufes der verbauten Technik dennoch zu der damaligen Zeit über alles erhaben waren und deren Glanz und Glamour über Jahrzehnte hinweg niemals untergegangen ist. Hierzu gehört der wunderbare Citroen SM. Technisch galt der Citroen SM als ein absolutes Desaster, denn der zugekaufte Motor von Maserati trieben Kunden wie Werkstatt als auch den Hersteller dieses Autos buchstäblich in den Wahnsinn, so dass die Zusatzbezeichnung SM auch fast schon verbal bei Käufern mit einer Neigung zu einer sexuellen Spielart seinerzeit verglichen wurde, wenn sie einen SM kaufen oder besitzen würden, was die Verkäufe ebenfalls in den Keller trieben. Die eingebaute Lage des Motors sowie die Steuerkette führten zu der technischen Misere. Warum ein Maseratimotor aus Italien in einem Franzosen verbaut wurde, ist sogar schnell erklärt, denn die Marke Maserati gehörte zu dem Zeitpunkt mehrheitlich Citroen. Bis zu 180 PS konnte der schnelle Franzose mit italienischem Herzen an Leistung verbaut haben, so dass ihn diese Leistung sogar lange zum schnellsten Fronttriebler der Welt gemacht hatte. Ein persönliches Erlebnis mit dem SM hatte ich einmal auf einer Autobahn vor einigen Jahren, wo ich zunächst bei geöffnetem Fenster an einem Sonnentag ein leichtes, aber immer näher kommendes Donnergrollen hörte, ehe der Citroen SM dann mehr als Eindrucksvoll auf der linken Seite gewaltig mit hoher Geschwindigkeit nahezu an mir verbeigeschossen war. Wenn er denn fuhr, musste er wohl ein Highlight gewesen sein. Der Zusammenschluss von Citroen mit der Marke Peugeot läutete im Jahr 1975 im Übrigen das Ende des Modells ein, da nach dem Zusammenschluss dieser Verlustbringer mit nur knapp 13.000 Exemplaren eingestellt wurde. Das Design stammte übrigens von Robert Opron, der immerhin ein optisches Highlight für den französischen Automobilbau entworfen hatte. 
  














  

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