Donnerstag, 5. März 2026

Keiner guckte aus Detroit in der Automodellgeschichte so böse und grimmig wie er.... : Dodge Custom Royal Lancer D500, 1957, M2, Modelljahrgang 2025

Hersteller : M2
Modell : Dodge Custom Royal Lancer D500, 1957
Update : Ja, neue Modellfarbe in 2025
Rubrik : Dodge
Produktionsort : China
Farbe : Schwarz + Braun 
Maßstab: 1/64
zu öffnen : die Motorhaube
Maße : ca. 8,9 cm x 3,1 cm x 2,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. 15,50€ ( Mein Kaufpreis neu 2026 )
 
Zugegeben, ich hatte neulich bei einer kleinen Einkaufrunde mal echt wieder Lust auf Heckflossenfahrzeuge und machte mich auf die Suche nach solchen Modellautos, welche ich noch nicht besitze. Da kam mir beispielsweise der Dodge Coronet von Matchbox wieder in den Sinn, den es seinerzeit ja leider nur als viertürige Limousine und dann auch nur als Polizeiwagen gegeben hatte. Da aber auch gewisse kleinere Hersteller von Modellautos im Bereich der Heckflossenära unterwegs sind, machte ich mich auf die Suche nach weiteren Modellversionen von dem Modell. So konnte ich mir vor wenigen Wochen dann endlich ein sehr schönes, zweitüriges Hardtop Coupé in der begehrten Version des D500 Modells in einer durchaus sehr attraktiven Farbgebung der 50er Jahre erwerben. Der Hersteller ist M2, wovon ich tatsächlich einige wenige Modelle besitze und auch hier im Blog schon einmal in den letzten Jahren vorgestellt habe. M2 baut in dem Segment der 50er und 60er Jahre sehr gute Modelle, hat aber irgendwie nicht so den Sprung in die Big Seller wie Greenlight geschafft, obwohl das Modell sehr gut und preislich auch ebenso attraktiv ist.    
 
Zu den Details : Doppelscheinwerfer in unterschiedlichen Größen aus durchsichtigem Plastik, eleganter Chromüberzug über der Scheinwerfereinheit, durchgehendes Verbindungselement in Chrom zwischen den Scheinwerfern, schwarze Lüftungseinlässe zwischen den Chrombauteilen, Dodge Emblem auf der Motorhaube in seitlicher Einfassung mit Chromzierrat, massive Doppelchromstoßstangen mit dazwischenliegenden Lüftungseinlässen, Einzelbuchstaben von Dodge in Gold auf der Motorhaube aufgedruckt, markanter Motorhaubenschmuck in Form zweier Chrombauteile im "Fast Forward Look" (Designelemente aus der Flugzeug- sowie auch Schiffsbauära), aufwendiger Zweifarbenlook mit einer Trennung in Silber, Motorraum in Schwarz mit Motordarstellung in Silber und Rot, Scheibenzierrat in Silber, an den Seitenrändern verchomtes Seitenausstellfenster, Schriftzug in Silber "Custom Royal" in Schreibschrift vorne auf dem Kotflügel, Ausstattungsbedingtes Emblem "D" mit Zierrat an den seitlichen Heckflossen, Türgriffe in Silber, gummierte und profilierte Weißwandbereifung, verchromte Felge, doppelrunde Heckleuchten in Rot, silbernes Kennzeichen am Heck mit schwarzer Aufschrift "1957", Einzelbuchstaben von Dodge in Gold auf der Kofferraumklappe aufgedruckt, Heckflossendarstellung, Modellbezeichnung am Heck in Silber und Rot, verchromte Heckstoßstange, je Seite einer einflutigen Auspuffanlage in Schwarz sowie ein schwarzes Interieur.
  
Der Dodge Coronet schaut einen immer so ein wenig an, als wäre er sogar mit Darth Vader verwandt. 1957 schaffte man ein unglaublich schönes und markantes Design und verpasste dem Modell einen beindruckenden grimmigen Look, der nahezu unvergleichbar mit anderen Modelle ist. Insbesondere der Designtrick mit innenliegenden kleineren Scheinwerfern und äußeren größeren Scheinwerfern war zu dieser Zeit noch recht selten. Der sehr elegante Chromschwung über die Doppelscheinwerfer hinweg lässt sich dann fast mit einem Augenlied vergleichen. Um der Grimmigkeit noch weiter Ausdruck zu verleihen, setzte Dodge eine Reihe von Lüftungslöchern je Fahrzeugseite mit vertikal trennenden Chromstäben darunter, so dass dies wie eine fletschende Zahnreihe ausschaut, sprich der Dodge zeigte dem Vordermann buchstäblich die Zähne, um zu zeigen, wer da kommt. Und mit der Leistung des D-Modells konnte er das sogar sehr gut. Um den Vergleich mit einem menschlichen Gesicht abzurunden, setzte man dazu noch ein in Chrom eingefasstes Markenemblem eingerückt in die Stoßstange als kleine "Nase" dazu ein. Und fertig ist eines der markantesten Autogesichter der Welt gewesen. 
 
Die vierte Generation des Dodge Coronet ist zugleich die Einstiegsversion der Dodge Modellreihe in 1957 gewesen. Wer damals mehr Ausstattung und Luxus wollte, griff seinerzeit zu den Dodge Coronet Royal und Dodge Coronet Royal Custom Modellen. Die technischen Details lesen sich recht eindrucksvoll für ein fast 70 Jahre altes Fahrzeug. Neben einem Sechszylinder als Einstiegsmotor gab es diese Limousine auch als starke V8 Version mit rund 339 PS Leistung in der Topversion. Das unten gezeigte Modell ist in zweierlei Hinsicht technisch interessant. Zum einen ist es ein aus heutiger Sicht rares D500 Modell, welches sich technisch aus dem Bereich Bremsen und Fahrwerk aus den oberen Baureihen New Yorker und Imperial bedienen konnte. Weiterhin erhielt er einen 5,2 Liter großen V8 Hochleistungsmotor, der allerdings in Gänze der Leistung mit rund 260 PS unterhalb der des Topmodells liegt. Mit einem D-1 Upgrade konnte man sich noch einmal 25 PS mehr einbauen lassen. Parallel zum Hardtop Coupé gab es auch das zweitürige Cabrio als D-500. Wer das Sondermodell nicht erwerben konnte, bediente sich in der normalen Produktlini zusätzlich bei der Limousine sowie einem Station Wagon. Wer sich ein wenig in der Geschichte der Straßenkreuzer der 50er und 60er Jahre in den USA auskennt, erkennt optische Parallelen zu den DeSoto Fireflite Modellen, denn Dodge nutzte für dieses Modell die Karosse. Inklusive dem Kombimodell verkaufte sich eines der markantesten Gesichter der US Automobilgeschichte alleine im Modelljahr 1959 rund 150.000 Mal.
 
 










  

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