Samstag, 11. Juli 2026

Schuco und Tarmac Works präsentieren mit diesem Modell nun den dritten VW Caddy und zeigen hier ein wunderschönes Sondermodell... : VW Caddy, Typ 14D, 1979 - 1992 & PKW Anhänger , Schuco, "Moon equipped", Modelljahrgang 2024

Hersteller : Schuco (Minimax Import & Export Ltd.)
Modell : Volkswagen Caddy "Moon", Typ 14D, 1979 - 1992
Update : Ja, neue Modellversion und Modellfarbe in 2024
Rubrik : Edition 1:64, Tarmac Works Kollaborationsmodell
Produktionsort : China
Farbe : Weiß + Gelb
Maßstab : 1/64
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 7,1 cm x 2,5 cm x 2,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. 18,00 € ( Kaufpreis neu in 2024)
 
Schuco baute vor etwa vier Jahren den VW Caddy in unserem Maßstab nach. Bis dato war das aber fast eher ein vergessenes Modell oder eines, welches sich wieder in der Vergesslichkeit der Köpfe der Sammler befand und fast aus deren Augen verschwinden würde. Bei der Entwicklung dieses Modells war man zumindest im Hinblick auf das seinerzeit von Siku gebaute Modell sehr bedacht, hier eine  Neuentwicklung in unserem Maßstab zu bringen, welches die runden Frontleuchten statt der eckigen Kastenleuchten des Siku Caddy´s verbaut bekommen sollte. Was seinerzeit noch Schuco nicht ganz auf dem Schirm hatte war, dass Hot Wheels bereits einen solchen VW Caddy seit 2015 sowohl in der Mainline als auch in den begehrten Sonderserien nachbaute. Allerdings hatte und hat Hot Wheels hier immer noch den mit einem Skateboard bestückten VW Caddy eine ganz andere Kundschaft im Hinterkopf, hier den Sportler und Zweitkäufer des Fahrzeugs. Siku hingegen baute das Modell mit Kastenleuchten zwischen 1983 und 1990 als Neufahrzeug und endete dann kurioser Weise sogar genau innerhalb der echten Produktionszeit des VW Caddy in Deutschland. Während man damals bei Siku als Hauptmodell ein schlichtes Silber mit einem weißen Kastenaufsatz wählte, gab es das Modell später auch beispielsweise als rotes Werbemodell von CocaCola mit einem "Coke" Aufdruck zu erwerben. Schuco baute den Caddy zunächst in einem matten Anthrazit Farbton nach, ehe man dann auf eine schöne und schlichte Version in Weiß umstieg.  
 
Qualitativ gehört das Modell in unserem Maßstab zu den Besten seiner Art und zeigt auf, wo Schuco, oder Schuco in Verbindung mit Tarmac, qualitativ im Gesamtbild eingeordent werden könnte. Vielleicht ist man sich auch bewusst, dass man ein starker Jäger von den Tomica Limited Vintage Modellen hätte dauerhaft sein können, wenn der Verkauf der Sparte 1: 64 von Schuco an Minimx nicht so katastrophal gelaufen wäre. Auch der ehemalige Preis von im Mittel 12 Euro war attraktiv genug, um den Benchmark der Branche das Leben etwas schwerer zu machen. Aufgrund des Stillstands und einem ähnlichen Abbild bei der Entwicklungen von Neuerscheinungen hat man sich bei den Sammlern viel Geduld verspielt. Und es ist ja nicht so, als könnte man in punkto guter Modelle dieser Art nicht auch einmal viel öfter nach China und dessen vielen guten und neuen Marken gucken, die praktisch die besten Modelle dieser Art bereits heute nachbauen. Minimax als neuer Eigentümer wird es schwer haben, wieder dahin zu kommen, wo Schuco war. Die Qualität stimmt, der Preisanstieg von 50 Prozent ist allerdings weniger sexy und die an einer Hand abzählbaren Neuerscheinungen im Jahr müssen ebenfalls schnell nach oben angekurbelt werden. Vom Grundkonzept ist der Caddy sehr gut gelungen, da es sich um eine "normale und realitätsnahe" Variante des Caddys handelt. Bei diesem Modell ist einfach löblich zu erwähnen, dass der Außenspiegel an der Tür als Metallobjekt befestigt ist und auch dort im harten Spieleinsatz verbleibt. Die Stoßstangen sind ebenfalls aus Metall und irgendwie hat man in der Tat darauf geachtet, dass dieses Modell eher auf das Spielen als auf das Sammeln ausgelegt wurde. Hier widersetzt man sich dem Trend der leicht abzubrechenden Plastikspiegel, was ich persönlich einfach großartig finde. Zu Meckern gibt es tatsächlich absolut nichts !
 
Zu den Details : Rundscheinwerfer aus Plastikglas, schwarzer Kühlergrill mit mittig platziertem VW Emblem in Silber, silberne Stoßstangen mit waagerechten Blinkern in Orange (Bestandteil der Karosse), kleine Frontspoilerlippe in Gelb, Außenspiegel in Schwarz, Scheibenwischer in Schwarz, Motorhaubengitter im Frontscheibenbereich in Schwarz, Shadowline um alle Fenster herum, schwarze Türgriffe, originale VW Lochfelge in Silber (oder der unternommene Versuch, hier die Standardfelge des VW Golf 1 nachzubilden, was aufgrund der überhöhten Mitte leider nicht so funktioniert hat), "Moon equipped" Werbezeichen auf der Haube / den Seitenflächen / der Pritsche in Schwarz, gummierte und profilierte Bereifung,  "GO! with MOON" auf der Heckklappe in Schwarz aufgedruckt, Teilstoßstangen in Silber um die Ecke des Heckbereiches herum, weiße Kennzeichenfläche unbedruckt zwischen den Stoßstangen, silberner Auspuff mit Ausgang auf der Fahrerseite (meines Wissens betrifft das nur die Dieselfahrzeuge, so dass die Verlegung auf die Seite dazu führte, dass das Heck und der Kennzeichenbereich nicht so schnell von den Dieselpartikeln verrußte) sowie ein cremefarbenes Interieur.

Der originale und somit erste gebaute VW Caddy wurde von 1979 bis 1992 vermutlich im Nutzfahrzeugwerk Hannover gebaut. Als leichter Pritschenwagen basierte er auf dem VW Golf 1 und sollte mit dieser Variante der Handwerkerschaft schmackhaft gemacht werden. Die deutsche Bundespost wird vermutlich seinerzeit der größte Kunde dieses Modlles gewesen sein, da für deren Bedürfnisse der Laderaum in Form Ladepritsche sowie Pritschenaufbau in die Höhe vollkommen ausreichte. Allerdings sind nach Angaben von VW, welche man im Netz findet, in den  Baujahren ja nicht allzuviele Caddys gebaut worden. Die T1, T2 und T3 Transporter gab es ja auch als Pritschenfahrzeuge und wurden seitens der Handwerkerschaft deutlich mehr geordert. Der Caddy wurde mit drei Benzinmotoren mit bis zu 95 PS Leistung und einem Dieselmotor mit bis zu 54 PS Leistung nur 94.659 Mal gebaut. Auch im Ausland wurde der der Caddy gebaut und weiter produziert. Im jugoslavischen VW Werk in Sarajevo entstanden bis 1992 rund 200tsd Fahrzeuge. Bis 2007 überlebte der VW ausserhalb Europas beispielsweise in Afrika, weil dort simple und robuste Transporter nach wie vor gefragt sind. Wie viele Fahrzeuge in Afrika gebaut worden sind, ist derzeit nicht bekannt. 
 








 

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