Hersteller : Hot Wheels
Modell : Oldsmobile Toronado Custom, 1966, Deluxe Modell
Update : Nein, neues Modell in 2026
Rubrik : Factory Fresh
Update : Nein, neues Modell in 2026
Rubrik : Factory Fresh
Produktionsort : Malaysia
Farbe : Rotmetallic + Schwarz
Maßstab : ca. 1/70
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 7,8 cm x 3,1 cm x 2,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. 1,60 € ( Mein Kaufpreis neu in 2026 )
Ehe ich auf dieses Modell im Detail eingehe, muss ich doch mal wieder mit einer Anekdote aus vergangenen Jahren daher kommen. In 2012 habe ich seinerzeit in diesem Block den Oldsmobile Toronado von Siku mit einem Wohnwagengespann gezeigt. Seinerzeit hatte ich geschrieben, dass nur Siku dieses Modell in unserem Maßstab gebaut hat und weder Hot Wheels, Matchbox oder auch Majorette dieses Modell nachgebaut haben. Das war auch eine richtige Aussage, aber ohne es damals zu wissen, war Siku tatsächlich nur bis zum Jahre 2000 der einzige Hersteller des Modells, denn Johnny Lightning produzierte es ebenfalls bereits vor mehr als einem viertel Jahrhundert. Um auf dieses Modell zurückzukommen muss man sagen, dass es natürlich unfair wäre, das Sikumodell mit dem Hot Wheels Modell zu vergleichen, denn darin liegen zeitlich etwa 59 Jahre Versatz. Ich bin allerdings ziemlich sicher, dass sich nicht nur ich, sondern auch viele andere Freunde der bisherigen Muscle Cars von Hot Wheels über diesen neuen Giganten freuen werden, denn das Modell ist bis auf die unterschiedliche Achsausbildung mehr als gelungen. Da man das Modell optisch so hergestellt hat, könnte es auch in dieser Aufmachung mit der klassischen Felge für die standardtisierten Muscle Cars der letzten Jahre bereits vor zehn oder zwanzig Jahren so gebaut worden sein, so dass man ihn später einmal, wenn man das Baujahr nicht genau kennt, auch durchaus zeitlich in der Hot Wheels Geschichte falsch einordnen könnte.
Zu der Lackierung möchte ich noch ein Wort verlieren, denn dieser fast schon lasurartige dünne Lack hat eine ungewöhnliche Tiefe in der Darstellung, denn sie vereint die Farbe mit dem eigentlichen "ZAMAC"-Look darunter. Der hauchdünne Metallikanteil tut der Optik sehr gut und je nach Lichteinstrahlung könnte er sogar fast ein wenig rotbräunlich wirken. Einfach ein tolles Modell... .
Zu den Details : geschlossene Klappscheinwerfer, verchromte Stoßstangen samt Kennzeichenhalter und waagerchte Blinkern, waagerechtes Lüftungsgitter in Schwarz, Teilschwarze Lackierung auf der Motorhaube um den mittleren Teil farblich abzusetzen (das war so üblich bei den meisten Muscle Cars dieser Zeit), Lüftungsgitter im Bereich Übergang Motorhaube zur Frontscheibe, leicht getöntes Scheibenglas, Gitterdarstellung zwischen Heckscheibe und Kofferraumklappe (das war eine Durchzugslüftung des Fahrgastraumes!), Standradbereifung für Mainlinemodelle in unterschiedlicher Größe, verchomte Seitenschweller sowie verchromte Heckstoßstangen samt waagerechten Heckleuchten (mit den Stoßstangen vorne ein Bauteil mit der Bodengruppe), schwarzes Kennzeichen im Look eines alten Kennzeichens aus Kalifornien mit gelber Aufschrift "Hot Wheels / 66 Toro", je ein verchromtes Endrohr je Seite sowie ein weißes Interieur.
Dieses Fahrzeug steht für alle Goodies, welche so aus der US Autobranche der 60er Jahre kamen. 1966 kam die erste Generation des Oldsmobile Toronado heraus. Zwar gibt es viele US-Fahrzeuge, welche groß und imposant sind, aber der Oldsmobile Toronado topt diese in fast all seinen Eigenschaften. Man könnte auch mit böser Zunge behaupten, dass man darin wohnen könnte, denn der einstige Koloss aus Lansing (Michigan) ist auf eine Länge von knapp über 5,44 Meter angewachsen. Eine zeitgleich gebaute Mercedes S-Klasse mit dem Kürzel W109 würde, wenn sie neben dem Toronado stehen würde, schlichtweg etwas verkümmert und mickrig aussehen, denn sie wäre mit einer damaligen Breite von 1,81 Meter rund 20 Zentimeter schmaler als der Oldsmobile und in Gänze sogar um 44 Zentimeter kürzer. Obwohl der Zweitonner alles andere als filigran ist, wirkt er dennoch vom Design her absolut harmonisch. Und das ist schon eine große Kunst gewesen, welche vom damaligen GM Chefdesigner Bill Mitchel offensichtlich beherrscht wurde. Der Fronttriebler war zudem seinerzeit technisch eine kleine Revolution, und obwohl es den Begriff des Downszizing in dem Jahr noch nicht gab, würde ein Besitzer eh die Achseln zucken und schlichtweg in allen Belangen bei so einem Auto darauf pfeifen. Mit aller Wahrscheinlichkeit gehört dieses Modell zu den besten Fahrzeugen der Marke Oldsmobile, ebenso zu den Fahrzeugen mit dem größten Hubraum, vielleicht sogar auch zu den schnellsten je gebauten Oldsmobilen überhaupt. Es handelt sich einfach um Luxusauto mit sportlichen Genen, der auch optisch als Wolf im Schafspelz gelten könnte. Das Coupe wird von einem Siebenliter V8 Motor mit 375 PS angetrieben, der im Folgejahr 1967 noch einmal auf 7,5 Liter Hubraum aufgebohrt wurde und 25 zusätzliche PS Leistung bekam. Caroll Shelby soll einmal gesagt haben, dass "Hubraum durch nichts zu ersetzen ist, außer durch noch mehr Hubraum...". Er muss dabei an Oldsmobile und vielleicht sogar an den Toronado gedacht haben. Recht hatte er auf jeden Fall mit dieser Aussage !!!
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