Montag, 1. Juni 2026

Heute gehen wir mit einem der aktuellen Majorettemodelle der Spielfreude und somit auch der Fahrdynamik noch einmal auf den Grund... : BMW M3, Typ E30, Majorette, Premium Cars, BMW Edition, Modelljahrgang 2025 / 2026

Hersteller : Majorette
Modell : BMW M3, Typ E30
Update : Nein, neues Modell mit parallel gebauten Derivaten in 2025 / 2026
Modellnummern : REF 257F
Rubrik : Premium Cars, BMW Edition
Produktionsort : Thailand
Produktionsdatum : der 22.12.25 & 22.09.25
Farben : Rot (Brilliantrot, Originalfarbton) & Schwarz ( Schwarz / Glanzschwarz, Originalfarbton)
Maßstab : ca. 1/60
zu öffnen : die Türen
Maße : ca. je 7,3 cm x 2,8 cm x 2,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. je 6,00 € (Kaufpreis neu in 2026)  
 
Auch wenn ich schon einiges über dieses Modell sowohl bei Majorette als auch bei anderen Herstellern geschrieben habe, möchte ich dennoch etwas mehr über die Dynamik und die Spielfreudigkeit des Modells bei Majorette schreiben und diese auch gesondert hervorheben. Es ist durchaus positiv gemeint, wenn ich sage, dass man bei so einem Modell eine komplette Rolle Rückärts in punkto Spieltrieb betrieben hat, denn Kinder stehen bei diesem Modell tatsächlich primär im Focus (oder spielfreudige Erwachsene, die eigentlich sonst nur mit den großen Autos spielen). Heute steht hier der BMW M3 E30 vor mir und in Gedanken flimmert sofort der BMW 733i in einem Hellgrünmetallic auf (damals hieß das noch Resedagrün), mit dem ich noch selber im Sandkasten, auf Asphalt oder vorzugsweise auf Teppichen aller Art gespielt habe. Auch wenn Matchbox und Hot Wheels auf ihre Art und Weise die Fahrwerke markentypisch peekt getrimmt haben, so unterscheidet sich Majorette doch wie früher auch deutlich davon und zeigt auch das, was man seinerzeit bei nahezu allen Modellen mit der verchromten Dreisternfelge ab den 70er Jahren über mindestens etwas mehr als zwei Jahrzehnte verkauft hat. 
 
Dieser BMW M3 E30 ist ein echtes Spielmobil. Es schreit förmlich "Nutz mich und spiel mit mir...", denn es ist äußerst agil und höchst dynamisch. Kein (oder kaum ein anderes) Majorette Modell lässt die Reifen so tief in die Karosse tauchen wie dieses und bleibt dabei noch in der Spur. Insbesondere als Hecktriebler lässt sich das Kurvenräubern sehr schön nachstellen, da der BMW hinten viel tiefer eintaucht als vorne.
Durch die unterschiedliche Druckintensität der Fingersteuerung agiert das Modell im Prinzip wie ein Originalfahrzeug. Je nach Fingerstellung senkt sich beim Beschleunigen das Heck und hebt sich leicht die Front. Da würde nur noch die früher bei Autos zu beobachtende kleine Blaurauchfahne bei der Beschleunigung am Heck bei so manchem BMW fehlen. Beim Bremsen ist das das Gleiche, denn je nach Druckintensität bremst das Modell langsam oder kommt mit blockierenden Reifen zum Stehen. Gibt man als Hersteller den Reifen genügend Luft in den jeweiligen Radhäusern, macht auch das Kurvenräubern sehr viel mehr Spaß, egal ob man enge Kurven beim Bremsen oder sehr weit gezogenen Kurven beim Herausbeschleunigen nimmt. Warum so viel Majorettemodelle trotz der Dynamik den meinigen Pylonentest bestehen, liegt an der jeweiligen Beschaffenheit der Reifen, insbesondere denen, welche zusätzlich profiliert sind (also auch keine Slicks darstellen). Und Majorette spielt hier deutlich je nach Modell / Modellart in der Justierung der Breiten der jeweiligen Laufflächen und der seitlichen Flankenflächen, welche profiliert sind. Alleine der Unterschied der Bereifung in der Auslegung des X5 M Competition zum M3 E30 ist gewaltig. Bei der Federung an sich kommt noch das gleiche Konstruktionsprinzip von früher zum Tragen. Kleine Metallstäbe mit einer gewissen Länge sorgen dafür, dass die Bereifung in den jeweiligen Achsen nicht die Position verliert und halten die jeweiligen Achsen auf jeder Seite einzeln. Sollten die Stäbe dennoch mal verrutschen, gehe ich einmal davon aus, dass sich diese Modelle immer noch so einfach reparieren lassen wie früher. Denn da benötigte man nur etwas Fingerspiel und einige Minuten, ehe sich die Federung wieder herstellen ließ. 
 
Damit beweist Majorette, dass man nicht nur für Sammler baut, sondern immer noch für die eigentliche Zielgruppe : Kinder! Das passt dann auch zu den neuen Slogan "Ready for the Ride? / Ride now!"   
 
Zu den Details : Doppelrundscheinwerfer dunkel getönt, waagerechtes BMW Ziergitter in Schwarz links und rechts neben der BMW Niere, BMW M-Emblem im rechten Ziergitter, BMW Niere in Silber außen und Schwarz innen, Orangefarbene Blinker waagerecht, Spoilerlippe unten, BMW Emblem auf der Motorhaube, seitliche Positionsleuchten in Hellorange vorne und hinten (fast schon strichartige Ausbildung), Außenspiegel, Scheibenwischer, B-Säule geschwärzt, kleine V- oder Sternfelge verchromt, Heckspoiler, kleiner Dachspoiler, silberner "M3" Schriftzug am Heck links, BMW Emblem mittig auf der Heckklappe, rechteckige und mehrfabige Heckleuchten aufgedruckt ( Optik eines Vorfaceliftmodells), doppeltes Endrohr in Schwarz auf der Fahrerseite hinten erkennbar sowie ein schwarzes Interieur.   
 
Der BMW M3 E30 war für die sonst eher kleinen Stückzahlen der bisherigen "M-Fahrzeuge" wie der erste BMW M5 E28 oder der M635 CSi E24 ein absoluter Verkaufserfolg. Über 18.300 Stück wurden vom ersten BMW M3 in knapp 5 Jahren bei der M GmbH in München gebaut. Aufgrund des sowieso schon sehr sportlichen und agilen E30 löste der M3 eine weltweite Begeisterung für sportliche Limousinen und Coupés aus, die bis heute mit dauerhaft ansteigenden Verkaufszahlen anhält. Der ursprüngliche M3 hatte im Jahre 1986 ohne Katalysator eine Leistung von 200 PS. Das letzte offizielle BMW Produkt des BMW M3 E30 hatte als Sport Evolution 238 PS. Alpina setzte auf Basis des E30 nochmals einen drauf und verschaffte dem kompakten Sportler eine Leistung von rund 254 PS in einem Fahrzeug, welches je nach Austtattung nur zwischen 1200 und 1360 Kilogramm gewogen hat.