Dienstag, 18. März 2025

Baut Hot Wheels oder Matchbox den besseren BMW M3 E30 nach??? : BMW M3 E30, 1993, Mattel Creations, Matchbox & BMW M3 E30, 1992, Modern Classics, Hot Wheels, Modelljahrgänge 2024 & 2017

Hersteller : Matchbox & Hot Wheels
Modell : BMW M3 E30, 1993 & BMW M3 E30, 1992
Update : Ja, bei dem Matchboxmodell in 2024 & Ja, bei dem Hot Wheels Modell in 2017
Rubrik : Mattel Creations & Modern Classics, Premium, Car Culture
Produktionsort : Thailand & Thailand
Farbe : Weiß + Schwarz + Gelb + Rot
Maßstab : ca. 1/61 & 1/64
zu öffnen : Motorhaube beim Matchboxmodell
Maße : ca. 7,1 cm x  2,9 cm x 2,2 cm & 7,3cm x 3,0 cm x 2,3cm (l/b/h)
Preis : ca. 38,00€ & ca. 6,50€ ( Kaufpreis neu in 2024 & 2017)
 
Jetzt könnte man beim Anblick dieser beiden BMW Modelle fast schon meinen, dass hier ein Kampf um den besten BMW M3 E30 entfachen könnte. Doch so simpel und forsch der erste Gedanke auch sein mag, so ist es in Realität dann doch nicht. Die beiden Modelle trennen viele kleine Kleinigkeiten, so dass man tatsächlich auch den Einsatzbereich trennen kann. Und es kommen noch zusätzlich für die BMW Experten Fragen auf, die hier hoffentlich sogar noch aufgelöst werden könnten. Zu den Baujahren ist anzumerken, dass die deutlich späteren Jahre des E30 eher eindeutig auf den Motorsport zielen, denn der M3 E30 wurde wurde mit Straßenzulassung, so wie der Rest der zwei- und viertürigen Limousinen, nur bis 1990 gebaut. Nur die Cabrios und das Kombimodell mit dem Namen Touring wurden zunächst noch weiter gebaut.
 
Meine Anmerkungen zum Matchbox Modell : Ja, es ist ein verdammt gutes Modell geworden und ja, es ist ein typischer BMW M3 E30. Doch es gibt klare Unterschiede zum älteren Konzernbruder bei Hot Wheels. Fakt ist, dass Matchbox hier den Motorsport im Sinne des Tourenwagensport aus den 80er Jahren in den Fokus rückt. Der Heckspoiler mit dem extrem steilen Winkel nach oben ist definitiv ein Bauteil aus dem Motorsport. Unweit darunter ist im Bereich der Kennzeichenblende links neben der rechten Heckleuchte auch ein Einfüllstutzen für Treibstoff zu erkennen. Auch das ist ein typisches Motorsportmerkmal, auch wenn uns die Fahrzeuggeschichte lehrt, dass es auch zusätzliche Varianten mit doppelten Einfüllstutzen oder sogar ohne Einfüllstutzen im Rennsport geben hat. Die Motorsportmodelle aus der alten DTM haben auch ausschließlich die Heckleuchten des Vorfaceliftmodells erhalten, so dass auch dieses Detail geschichtlich stimmt (vertikale Optik der einzelnen Leuchtenteile). Auch die Frontschürze mit den drei Zusatzlöchern entspricht der des Tourenwagensports. Doch was ist mit der Karosse los? Der typische BMW M3 E30 hat doch die M-typischen Kotflügelverbreitungen, welche dieses Modell nicht aufweist. Es kann natürlich sein, dass Matchbox so klever war, dass man aus der Geschichte der Baureihe eine echte Rarität herausgefischt hat, um die Begriffe M3 und Motorsport ohne Kotflügelverbreiterung dennoch zusammenfügen konnte. 
 
Geschichtlich müssen wir etwas ausholen, denn in Italien gab es zum Zeitpunkt des E30 eine Luxussteuer auf Automodelle mit einem Hubraum von mehr als zwei Liter. Um den M3 aber auch in den südlichen gefilden Europas verkaufen zu können, war BMW recht trickreich und baute einen eigenständigen Motor mit der Basis des M3, so dass der BMW 320is herauskam. Der Wagen hatte keinen Katalysator und die Motorleistung wurde mit 192 PS angegeben und lag damit nur knapp unter dem regulären BMW M3, der anfänglich 1986 mit Kat 195 und ohne Kat 200 PS hatte. Später bekam das attraktive Sondermodell dann auch den Beinamen "Italo-M3". So könnte sich tatsächlich bei diesem Modell dann auch eine Karosse erklären lassen, die auf die typischen Kotflügelverbreiterungen beim M3 E30 verzichtet. Wie das bei Sondermodellen so ist, gibt es viele Zahlenangaben, aber irgendwo um 2540 Stück sollen entstanden sein.
 
Meine Anmerkungen zum Hot Wheels Modell : Dieses Modell startete 2012 und löste vor mehr als 13 Jahren einen echten Hype aus, denn kaum ein E30 Modell hatte bis dato so eine perfekt detaillierte Front erhalten, wie das Modell von Hot Wheels. Auch die Proportionen des gesamten Modells stimmten auf Anhieb, so dass dieses Modell bis heute sich immer noch einer hohen Nachfrage bedient. Da die Frontschürze nicht den Sprung bei der unteren Spoilerlippe nach vorne macht, ist dieses Modell eher das reine Straßenmodell des BMW M3 E30. Das Modell trägt auch die typischen Kotflügelverbreiterungen. Das kuriose ist allerdings, dass bei dem Hot Wheels Modell die Facelift Heckleuchten zu erkennen sind. Der deutlich flachere Heckpoiler spricht überwiegend für das normale Serienmodell, ist aber auch für den Motorsport so entwickelt worden. 
 
Fazit : Um keine Missverständnisse erst aufkommen zu lassen, trennen sich die beiden Modelle in absoluter Harmonie und kommen sich auch tatsächlich nicht in die Quere. Eigenständig sind beide Modelle. Hot Wheels baut hier das echte BMW E30 Serienmodell und Matchbox geht voll auf den Tourenwagensport, so dass ich hier noch ein Modell erwarte, welches die Winterschall Optik als auch die Warsteiner Optik in der Bedruckung aus den letzten Rennen der alten DTM (Deutsche Tourenwagen Meisterschaft) mit den Fahrern Winkelhock oder Ravaglia als Aufdruck in den Handel bringt.       
 






 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen