Hersteller : Majorette
Modell : BMW 2002 Turbo, 1973 bis 1974 & BMW M3, Typ E30, DTM Look
Update : Nein, beides neue Modelle mit parallel gebauten Derivaten in 2026
Modellnummern : REF 257H & REF 257F
Rubrik : Deluxe Series BMW
Produktionsort : Thailand
Produktionsdatum : der 15.12.25 & der 22.12.25
Farben : Weiß matt / Weiß mit Farben der M GmbH ( kein Originalfarbton)
Maßstab : ca. 1/58 & ca. 1/60
zu öffnen : jeweils die Türen
Maße : ca. 7,3 cm x 2,8 cm x 2,3 cm & 7,3 cm x 2,8 cm x 2,3 cm (l/b/h)
Preis : ca. je 15,00 € (Kaufpreis neu in 2026) Der zweite Teil der Deluxe Series BMW wird von den Modellen BMW 2002 Turbo sowie dem legendären BMW E30 Modell bestritten. In dem BMW Edition Giftpack gibt es bereits jeweils eine Modellvariante von den unten gezeigten Modellen in der normalen Ausführung, welche der ehemaligen Premium Serie von Majorette qualitativ entsprechen. Die Ausführung der Deluxe Series ist allerdings noch einmal verbessert worden und damit auch preislich höher anzusetzen. Das zeigt auch die Verpackung der Deluxe Series, so dass selbst
eingefleischte Hot Wheels Sammler ganz deutlich und etwas neidvoll
darauf schauen werden. Neben dem gezeigten Modell in Fahraktion sind
aber noch die Hintergrundfarben hoch interessant, denn die sind farblich
voll und ganz nicht nur auf die M GmbH Farben abgestimmt, sondern
erinnern die Hardcore BMW Sammler an die Farben des BMW Art Car
"Feuerfuchs auf Hasenjagd" von Ernst Fuchs aus dem Jahr 1982. Der
wiederum ließ sich von einer biblischen Geschichte inspirieren, in dem
der Prophet Elija mit einem feuerigem Wagen Streitwagen gen Himmel
fuhr.
BMW M3, Typ E30 => Der M3 E30 ist in dieser Farbfassung und Aufmachung tatsächlich auch bei Majorette ein großer Wurf geworden, denn der erste Eindruck vermittelt die Optik eines originalen DTM Fahrzeugs und an die seinerzeit zeitgleich laufenden europäischen Tourenwagenrennen. Durch seine Leichtigkeit und Agilität hat er viele Rennen gewonnen und zeigte sowohl den Sternträgern als auch den Vier-Ringe-Trägern mehr als nur die Zähne (...oder den Auspuff von hinten!). Das unten gezeigte Modell ist ohne die ganzen Werbeaufdrucke recht nah am Original. Auch der M3 E30 zu der Zeit und auch heute noch trägt gerne die goldfarbene BBS Speichenfelge montiert. Majorette begnügt sich leider mit einer Siebenspeichenfelge (immerhin Speichen!!!). Die M-Farben sitzen zumindest an der richtigen Stelle und die geschwärzte B-Säule ist auch vollkommen original. Beim Spielfaktor reißt die Version mit den gummierten Reifen alles heraus und zeigt den Plastikreifenträgern, wie man problemlos durch den Pylonenkurs kommt. Mit einer aktiven Federung und einem abgestimmten Fahrwerk ist dieser M3 E30 ein echt starkes Modell geworden und auch dieses Modell sollte besser in der Vitrine platziert werden.
Ich muss und kann nicht anders, als eine Anekdote zu erzählen, weil ich seinerzeit noch in den Genuss gekommen bin, als der BMW M3 E30 an den Wochenenden am Sonntag Nachmittag im TV und seinerzeit im ZDF zu sehen war. Vielleicht gab es samstags schon mal ein Qualifying zu sehen, aber sonntags wurde es tatsächlich ab so 13/ 14 Uhr in meiner damaligen Wohngegend ruhiger, wenn die DTM im TV zu sehen war. In den späten 80ern fuhren die Mercedes-Benz 190er gegen den BMW E30er praktisch mit dem Messer in den Zähnen, und so galt es auf bayerischer Seite mit den Herren Ravaglia, Soper, "Smoking Jo" Winkelhock und Grohs so manches Mal gegen den Giganten Klaus Ludwig oder auch Roland Asch anzutreten. So fuhren durchaus öfter mal fünf DTM Fahrzeuge in die erste Kurve, wobei im Anschluss nur noch zwei heraus kamen. Bei den legendären Rennsportwochenenden flogen die Fetzen und sie machten einfach nur noch Spaß. Schreiend, schimpfend, Daumen drückend und jubelnd saß man alleine oder zu mehreren vor dem TV in voller Spannung und lauschte Rainer Braun, hier dem ebenfalls legendärsten Motorsport Moderator aller Zeiten, der mit Können und einem ultimativen Motorsportwissen die Rennen verbal untermalte. Das war einzigartig und dürfte in dieser Qualität von einst so auch heute leider nicht mehr vorkommen.
Der BMW M3 E30 war für die sonst eher kleinen Stückzahlen der bisherigen
"M-Fahrzeuge" wie der erste BMW M5 E28 oder der M635 CSi E24 ein
absoluter Verkaufserfolg. Über 18.300 Stück wurden vom ersten BMW M3 in
knapp 5 Jahren bei der M GmbH in München gebaut. Aufgrund des sowieso schon sehr sportlichen und
agilen E30 löste der M3 eine weltweite Begeisterung für sportliche
Limousinen und Coupés aus, die bis heute mit dauerhaft ansteigenden
Verkaufszahlen anhält. Der ursprüngliche M3 hatte im Jahre 1986 ohne
Katalysator eine Leistung von 200 PS. Das letzte offizielle BMW Produkt
des BMW M3 E30 hatte als Sport Evolution 238 PS. Alpina setzte auf Basis
des E30 nochmals einen drauf und verschaffte dem kompakten Sportler
eine Leistung von rund 254 PS in einem Fahrzeug, welches je nach
Austtattung nur zwischen 1200 und 1360 Kilogramm gewogen hat.
BMW 2002 Turbo => Während die erste Fassung des BMW 2002 in dem BMW Edition Giftpack einige Kritik einstecken musste, ist das unten gezeigte Modell doch deutlich näher am Original, wie die zuvor gezeigte Fassung in Orange. Auf den ersten Blick stimmen hier die meisten Details des berühmten und heute sehr rar gewordenen BMW 2002 Turbomodells. Positiv ist, dass der seitliche Turboschriftzug in Schwarz samt der Dekorfarben aus
dem M-Bereich am vorderen Kotflügel wieder getauscht
wurde. Auch der Turboschriftzug in Spiegelschrift im unteren Bereich der Frontschürze hat hier gemäß dem Original auf das Modell gefunden. Negativ ist, dass zunächst einmal die Außenfarbe falsch ist. Der originale Weißfarbton heißt auf dem Nullzwo "Chamonixweiß" und ist auch nicht matt. Erst die Modelle der späten 70er und frühen 80er Jahre wechseln auf den Begriff Alpinweiß, später sogar noch mit einer weiteren Zahlenfolge in den Fassungen II und III. Die weiße Stoßstange ist auf unglaublich vielen Reproduktionen im Modellbereich zu finden. Nur auf dem Original ist die Stoßstange nicht lackiert worden und hätte hier verchromt dargestellt werden müssen. Auch die typischen Kotflügelverbreiterungen mit der Vernietung oder Verschraubung fehlen leider auf dem Modell. Das graue Speichenrad ist prinzipiell gut in der Darstellung, aber das Originalspeichenrad der Nullzworeihe in der Alpinaversion oder der normalen BMW Speichenversion hat 20 Speichen und nicht sieben! Ansonsten kann sich der Sammler über ein sehr schönes Modell im kleineren Preisbereich erfreuen.
BMW
fand in den 60er Jahren eine Nische und besetzte mit dem 2002 die
sportliche Mittelklasse, die seinerzeit reißenden Absatz fand. Vom
Sparmodell mit 75PS als 1502 wurde die Nullzwo Reihe bis zum BMW Turbo
als Topmodell mit 170 PS gebaut. In die Schlagzeilen geriet der BMW 2002
Turbo seinerzeit wegen der
Spiegelschrift "2002 Turbo" am Frontspoiler und löste damit sogar eine
Bundestagsdebatte mit dem Erfolg aus, dass die Spiegelschrift
verschwinden musste. BMW argumentierte seinerzeit, dass man den
schnellsten BMW bereist im Rückspiegel erkennen könnte, um dann
rechtzeitig die linke Spur der Autobahn räumen zu können. Tatsächlich
war und ist es bis heute so, dass ausschließlich Einsatz- und
Rettungsfahrzeuge die Spiegelschrift tragen dürfen. Auch der hohe
Treibstoffverbrauch wurde kritisiert, so dass BMW den 2002 Turbo nur
knapp über ein Jahr baute und dann aus dem Programm nahm. Insgesamt
entstanden bei BMW nur 1672
Fahrzeuge, so dass dieses Modell auch ein Opfer der ersten weltweiten
Ölkrise war.
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