Dienstag, 9. Juni 2026

Brittaniens Ford Cortina kreuzte sich Anfang der 60er Jahre mit Lotus, so dass eine der schärfsten und schönsten Sportlimousinen dazu entstand...(2) : (Ford) Lotus Cortina Mk1, Hot Wheels, HW Euro, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Hot Wheels
Modell : (Ford) Lotus Cortina, Typ Mk1
Update : Ja, neue Modellfassung in 2026
Rubrik : HW Euro 
Produktionsort : Malaysia
Farbe : Rot matt & Gold matt
Maßstab: ca. 1/63
zu öffnen  : nichts  
Maße: ca. 6,8 cm x 2,7 cm x 2,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. 1,60 € ( Mein Kaufpreis neu in 2026)
 
Hot Wheels geht mit einem meiner absoluten Lieblingen unter den Neufahrzeugen in die zweite Runde, welche schon sehr farbenfroh in den Handel gekommen ist. Man schließt mit dem Ford Cortina der ersten Generation tatsächlich eine wichtige Lücke nach unten in der britischen Ford Produktion und kommt dem ehemaligen Superfastmodell Ford Cortina MkII von Matchbox geschichtlich entgegen und nicht in die Quere. Doch warum sind solche Nachbildungen in unserem Maßstab so wichtig? Ford England war wie Ford Köln seit Ende der 30er Jahre ein eigenständiger Ableger der US Marke Ford, welche für den heimischen Markt der Briten Autos bauten. So kam es, dass zwischen den späten 30er Jahren bis hin zu den 60er Jahren vollkommen unterschiedliche Fahrzeuge zwischen Ford England und Ford Deutschland gebaut wurden. Und das tat man sowohl auf der einen als auf der anderen Seite durchaus anfänglich sehr erfolgreich. Aufgrund unterschiedlicher Erfolge und Absatzzahlen wurden die Ford UK Modelle mit den Ford Deutschlandmodellen ab den 60er Jahren zusammengelegt. Der Ford Escort 1 (genannt Hundeknochen Escort) war ein Ford UK Produkt. Die Taunus- und Cortinamodelle liefen zunächst noch parallel und bekamen parallel das Kürzel TC dazu (TC=Taunus/Cortina). Erst ab dem Ford Taunusmodell des Jahrgangs 1976 wechselte man final auf das deutsche Produkt um, Bei dem Granada war der Wechsel deutlich einfacher, denn der britische Entwurf der Zephyr und Zodiac Modelle kam aufgrund der unverhältnismäßigen Modellproportionen beim Publikum nicht so wirklich an, so dass der Granada diese dann ablöste und dann die neue Oberklasse (oder obere Mittelklasse) weiterhin maßgebend bildete.  
 
Die erste Fassung des Ford Cortina Mk1 war sehr erfolgreich, denn es erfüllte die Nachfrage nach mehr Platz, mehr Zuladung und mehr Komfort, da man anfing, mit dem Auto speziell in den Nachkriegsjahren der späten 50er und ab Anfang der 60er zu verreisen. Aber nicht nur solche Argumente feuerten den Verkauf an, denn der Motorsport gab in jenen Tagen noch eine weitere große Portion des Erfolges eines Serienmodells mit dazu, wenn zum Beispiel der Fahrer nach einem Unfall überlebte oder das Fahrzeug pannenfrei ins Ziel kam. Klingt bitter, war aber so. Auch die Sportlichkeit oder die sportliche Note ließen sich in der Serie bestens verkaufen, so dass die Auswahl des Ford Cortina vom Lotuseigentümer Colin Chapman eine sehr gelungene Kombination war. Es stellten sich schnell Erfolge ein, denn 1964 gewann man die British Salon Car Championship. Im Folgejahr holte man sich mit dem Cortina den Sieg in der European Touring Car Championhip. Weiterhin stellten sich auch Erfolge bei den Langstreckenrennen in Brands Hatch als auch auf der anderen Seite der Welt im australischen Bathhurst ein.  
 
Zu den Details : Rundscheinwerfer ohne Bedruckung, gelber Kühlergrill mit Gitterstreben, rote Stoßstangen, schwarzes Modellschild in der Hutze auf der Motorhaube mit silbernem Schriftzug "Consul", Rennwagennummer "63" in Gold mit schwarzem Kreis auf der Motorhaube und den Seitenflächen, goldfarbenes Streifendekor, Lotus Aufdruck (plus gleicher Aufdruck auf der Gegenseite), auf beiden Modellautoseiten mit "Hot Wheels Flagge / Castrol Werbeschriftzug / Team HWS" gleicher Aufdruck, Aero Disc Felge, dritte Bremsleuchte auf Kofferraumdeckel montiert, Sternförmige Unterteilung bei den Rundleuchten am Heck, Heckleuchten samt Kennzeichenschild in Gold abgesetzt, Abgasanlage unter der Fahrertür in Gold sowie ein Interieur in Gold. Das Modell ist ein Rechtslenker.  
 
Die Grundlage des unten gezeigten Modells ist der Ford Cortina Mk1, welcher ab 1962 bis 1967 in den Ford Werken in Dagenham in Großbrittanien gefertigt wurde. Während das Basisstraßenmodell die berühmten und langlebigen Kent Motoren mit 48 PS Leistung verbaut bekommen haben, hatte der Lotus Cortina deutlich mehr Leistung zu bieten. Und hier kam dann auch in den 60er Jahren zusammen, was tatsächlich für einen schönen kleinen Sportwagen auch erfolgreich zusammen gehörte : Lotus und Ford. Als Gruppe 5 Fahrzeug wog der Lotus Cortina etwa nur 850 Kilogramm in der Serie sowie später sogar noch etwas weniger und hatte gemäß dem sportlichen Vornamen Lotus Technik unter der Haube. Hier hat es unterschiedliche Leistungsangaben gegeben, denn frühe Exemplare ab 1962 hatten wohl die 141 PS Leistung und spätere Modelle wurden bereits mit rund 176 PS Leistung aus einem 1,6 Liter Vierzylinder Motor bestückt. In der Gruppe 2 der britischen Tourenwagen hatte der Lotus Cortina rund 106 PS Leistung. Nach Internetangaben sind nur etwa 3.306 Stück von dem exklusiven Sportwagen gebaut worden. Die Gesamtstückzahlen der ersten Ford Cortina Baureihe beläuft sich auf rund 930tsd Stück. 
 









 

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