Samstag, 9. August 2025

Dieses T-Modell machte bereits den Sammlern bei den Einsatz- und Rettungsfahrzeugen sehr viel Freude und kommt nun in einer zweiten zivilen als auch in der neuen begehrten Taxiversion in den Handel... : Mercedes-Benz E-Klasse All Terrain, T-Modell, Majorette, REF 232I, Modelljahrgang 2025

Hersteller : Majorette
Modell : Mercedes-Benz E-Klasse All Terrain, Typ S213 sowie eine Taxivariante 
Update (grünes Modell) : Ja, neue Modellfarbe bei dem zivilen Modell in 2025, REF 232I
Update (cremeweißes Modell) : Nein, komplett neues Taximodell in 2025, REF 232I 
Rubrik : Showroom & City
Produktionsort : Thailand
Farbe : Grünmetallic & Hellelfenbein (typische Taxifarbe in Deutschland).
Maßstab : 1/62 & 1/62
zu öffnen : Heckklappe
Maße : ca. 8,5 cm x 3,0 cm x 2,4 cm (l/b/h), Maße mit Anhängerkupplung gemessen
Maße Taxi : ca. 8,5 cm x 3,0 cm x 2,7 cm (l/b/h), hier Oberkante Taxischild gemessen.
Preis : ca. je 8,00 € (Kaufpreis neu in 2025)
 
In diesem Modelljahr kommt Majorette mit zwei neuen Varianten von den bereits in 2021 vorgestellten Mercedes-Benz E-Klasse All Terrain Modellen in dn Handel. Seinerzeit war man bei Majorette sehr früh dran und präsentierte die E-Klasse als T-Modell im Faceliftformat. Das Sonderset der Einsatzfahrzeug schlug echte Wellen und bediente auf einen Schlag alle Einsatzfahrzeuge an, welche Siku einst beherrschte. Polizeistreifenwagen in deutschem Design, Feuerwehreinsatzfahrzeug als auch ein Notarzt zeigte man im aktuellen Look und darüber hinaus sogar mit Blaulichtfunktion. Ein E-Klasse T-Modell als seltene Variante der State Highwaypatrol aus den USA zeigte sich als echter Hingucker und ist heute sogar ein Sammelobjekt geworden. Ein Jahr später folgte ein T-Modell als ziviles Fahrzeug in Rotmetallic, welches aufgrund der fehlenden Blaulichtleuchte einen anderen, sogar größeren Kofferraum hatte (also keinen Batterieplatz beinhaltete). Heute folgend zwei weitere Varianten des T-Modells, welche den Händlern nahezu aus den Händen gerissen werden. Ein grüner, ziviler Kombi im edlen Look sowie eine zweite Variante als eine noch ausstehende Taxiversion in Hellelfenbein. Damit fallen zwei weitere ehemalige Sikudomänen weg. Zum einen baut Majorette als derzeit einzigster Herster das T-Modell nach und zum zweiten ist man nun Erster bei der Erschaffung der langersehnten Taxiversion. 
 
Und dieses Taxi ist sensationell geworden. Natürlich gibt es die Sammler und die eigentlichen T-Modell Fahrer als Käufer, aber bei diesem Modell kommen ganz andere Qualitäten zum Vorschein, welche Kinder zum Spielen bevorzugen. Mit der Heckklappe lässt sich ein Bauteil öffnen, mit der Anhängerkupplung lässt sich etwas ziehen, gute Laufeigenschaften der Räder lassen das Modell weit rollen und eine gute Federung zeugt von möglicher Fahrdynamik bei der sich das Fahrzeug beim Lastwechsel in die Radhäuser eintauchen lässt. Und hier unterscheidet sich die Taxiversion vom grünen Modell, denn Majorette hat etwas am Fahrwerk getan. Auch wenn beim schnellen Lastwechsel beim Taxi die vorderen Räder ebenfalls leicht blockieren, so zeigt sich am Heck doch eine minimal Höherlegung, welche dem Modell und der Spurstabilität gut tut. Insgesamt betrachtet machen beide Modell fahraktiven Spaß, aber das Taximodell wirkt eine Spur besser. Die Vitrinenqualität bestehen beide Modelle sowieso mühelos.

Zu den Details des T-Modells : Scheinwerfer aus getöntem Plastik (wie Scheibenfarbe), schwarzer Kühlergrill mit silbernen waagerechten Lamellen, silberner Mercedes Stern in der Mitte des Kühlers, Mercedes Plakette auf der Motorhaube, typische Frontmaske mit schwarzen Lüftungsgittern des All-Terrain-Modells (unterscheidet sich zum normalen Kombi!), Außenspiegel, geschwärzte seitliche Fahrzeugsäulen, seitliche geriffelte schwarze Schwellerleiste, großes Schiebedach, umlaufende schwarze Schweller, Vielspeichenfelge in Chrom, rote Heckleuchten, Mercedes Stern am Heck in Silber, rote Positionsleuchten auf der schwarzen Stoßstange, Heckscheibenwischer, Anhängerkupplung und ein schwarzes Interieur. Die Heckklappe lässt sich öffnen. Das Taxischild sowie die Farbe unterscheiden die Modelle.

Mit diesem Modell pflegt nicht nur Mercedes seine Kunden, sondern auch die nachfolgenden Generationen fangen früh an, das T-Modell zu schätzen und gedanklich zu verinnerlichen. Das Original mit dem Entwicklungscode S213 wird seit 2016 bei Mercedes als Limousine und als T-Modell gebaut. Als Modell der oberen Mittelklasse (Oberklasse) darf man hier schon einiges erwarten. Neben normalen Benzinmotoren sind im Handel auch Hybrid und Dieselmodelle erhältlich. Das Einstiegsmodell hat einen Reihenvierzylinder mit 184 PS Leistung und 1,6 liter Hubraum. Das Topmodell ist mit einem Reihensechszylinder und rund 367 PS Leistung ausgestattet. Mit dieser Motorenvariante erreicht das Fahrzeug mühelos die 250 Stundenkilometer und benötigt im Sprint von Null auf einhundert Stundenkilometer nur 5,3 Sekunden. Die Motorisierung des Taximodells dürfte mit Sicherheit ein Diesel sein. Der Einstiegsdiesel E 200d schöpfte aus einem 2,0 Liter Reihenvierzylinder Dieselmotor rund 150 PS in den ersten Jahren und nach dem Facelift aus einem 1,6 Liter Motor rund 160 PS Leistung. Bei Verbräuchen von unter 5 Liter Diesel auf 100 Kilometer konnte das T-Modell dennoch bis zu 217 Stundenkilometer schnell sein. Die Topversion stellt ein 2,9 Liter Reihensechszylinder Diesel dar, der als E 400d 4Matic rund 340 PS Leistung aufweist und bis zu 250 Stundenkilometer schnell ist.     














 

Donnerstag, 7. August 2025

Mortal bringt als erster Modellautohersteller dieser Welt den BMW E34 Touring in den Handel. Und dann ausgerechnet noch in der raren M-Version...(2) : BMW E34 Touring, M5 Touring, Mortal, Modelljahrgang 2025

Hersteller : Mortal
Modell : BMW E34 Touring, M5 Touring
Update : Ja, neue Modellfarbe mit parallel gebautem Derivat in 2025
Rubrik : BMW, limitierte Auflage, Modell 757 von 799 Stück
Produktionsort : China
Farbe : Blaumetallic (Avusblau Metallic)
Maßstab: 1/64
zu öffnen : Motorhaube  
Maße: ca. 7,4 cm x 2,9 cm x 2,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. 41,00 € ( Mein Kaufpreis neu in 2025 )

Mortal geht mit dem E34 5er BMW in der Touring Variante weitere Originalfarben durch und zeigt vielleicht eine der berühmtesten M-Farben auf der E34 Baureihe, welche heute sogar noch sehr beliebt ist und sowohl an bedeckten Tagen als auch Sonnentagen einfach nur bezaubernd schön aussieht : das Avusblaumetallic. Parallel zu diesem blauen Modell wurde noch ein Touring in Calypsorotmetallic eingefärbt, der ebenfalls bestechend und unvergleichlich schön aussieht. Die Qualität des Modells ist überragend und selbst das zu öffnende Bauteil in Form der Motorhaube bestätigt auch die Finesse dieses Modells. Ja, das Modell ist teuer, doch nach dem Beitrag ist auch klar, warum sich dieses Meisterstück lohnt, dennoch zu besorgen. Aber man muss schnell agieren, denn dieses Modell hat sich bereist herumgesprochen und selbst die Alpinavarianten lassen Sammler in der ganzen Welt aufhorchen. Der BMW ist leider, wie bisher alle Modelle von Mortal, auf eine bestimmte Stückzahl limitiert worden. 
 
Achtung Tomy, hier kommt ein fast ebenbürtiger Qualitätsfanatiker. Das Modell erwärmt sofort jeden BMW Fan oder E34 Fahrer durch die Aufmachung des Modells. Die Details zum Faceliftmodell stimmen, die Farbe ist original, die Felgen sind original, selbst Kleinigkeiten wie die formschöne Niere des Faceliftmodells oder die Shadowlineausstattung verzaubern sofort. Dass alle Spiegel auch innen verspiegelt sind, ist herausragend. Beim Interieur verzaubern die Cockpitverkleidungen als auch die wellige Kofferraumabdeckung innen vom Touring. Die Motordarstellung ist äußerst genau und selbst die schwarze Innenverkleidung der Motorhaube ist originalgetreu nachgebildet worden. Selbst das Öffnen der Motorhaube in die richtige Richtung als auch die Zuklappfunktion mit Zwischenposition der Motorhaube, wo man beim Original mit dem Handballen auf dem BMW Emblem drückend die Motorhaube zum Einrasten bekam, ist perfekt dargestellt worden. Und je länger man darauf guckt, entdeckt man noch mehr Details.  
 
Zu den Details :  Doppelrundscheinwerfer aus durchsichtigem Plastikglas, schwarze Ziergitter vorne, BMW Niere in außen Silber und innen Schwarz (Faceliftniere, da in Breite und Form erweitert), orangefarbene Blinker, Kennzeichenplatte in Schwarz, Rammschutzleiste der Stoßstange in Schwarz sowie Aufsicht in Wagenfarbe lackiert, Nebelscheinwerfer aus durchsichtigem Plastikglas, als Stylingelement unterhalb der Nebelscheinwerfer die V8-Ecken (so nannte man die zusätzlichen Frontschürzenelemente, welche bereits bei den 540i Modellen als Erkennungsmerkmal verbaut wurden), BMW Emblem auf der Motorhaube, Außenspiegel mit Spiegeldarstellung innen, Scheibenwischer in Schwarz, schwarze Fensterleisten seitlich (Shadowline Ausführung), Seitenblinker im vorderen Kotflügel in Orange, seitliche Rammschutzleiste in Schwarz, Türgriffe in Schwarz, M-Doppelspeichenfelge in Silber auf gummierten und profilierter Bereifung, Bremscheiben sowie Bremsbacken in Rot sichtbar, Linkslenker, Innenspiegel mit Spiegeldarstellung, Motordarstellung mehrfarbig sowie ablesbarem "BMW M Power" Schriftzug auf der Motorverkleidung, Heckklappenspoiler am Dachrand in Schwarz, aus mehrfarbigen durchsichtigen Plastik dargestellte Heckleuchten, schwarze Kennzeichenplatte hinten, BMW Emblem auf der Kofferraumklappe, doppelflutige Abgasanlage in Silber sowie ein detailgetreues Interieur.
 
Mit dieser BMW Baureihe gegen Ende der 80er Jahre ließ BMW den Mercedes W124 recht schnell recht alt aussehen. Zudem baute BMW zu der Zeit offiziell den ersten BMW Fünfer Touring, somit den zweiten Lifestylekombi in der Unternehmensgeschichte, der dem T-Modell paroli bieten sollte und konnte. Weiterhin schob sich der E34 erstmalig über viele Monate dauerhaft in den Verkaufszahlen in der Zulassungsstatistik vor den W124. Neben Komfort, Größe, Verabeitungsqualitäten sowie der technischen Leistungen bis hin zum Vierliter V8 Motor zogen auch die Airbags dauerhaft Einzug in die Modellreihe mit ein. Als technische Spitze der Baureihe bot dann die damals noch junge M GmbH den BMW M5 an, den BMW parallel zu dem M3 E30 erstmalig auch in hohen Stückzahlen verkaufen konnten. Testweise verpflanzte BMW dann den M5 Motor erstmalig in den Touring, um den weltweit schnellsten Kombi bauen zu wollen. Der 3,8 Liter Reihensechszylinder leistete in der Faceliftversion 340 PS. Die Höchstgeschwindigkeit war bei 250 Stundenkilometer abgeriegelt und der Touring katapultierte ab 1992 in nur 6,1 Sekunden von Null auf 100 Stundenkilometer. Rund 891 Stück wurden produziert, so dass dieser M5 Touring heute zu den gesuchtesten M Fahrzeugen gehört. In den Stückzahlen zum originalen Vorbild unterscheidet sich somit das Modell nicht. 
 













  

Montag, 4. August 2025

Majorette startet in diesem Modelljahr im neuen Selbstbewusstsein mit sehr vielen neuen Modellen und kippt dabei sein bewehrtes Verpackungskonzept, um noch mehr Aufsehen bei Sammlern und Kindern zu erregen... : Ein Spezialeintrag über die aktuellen Verpackungen von Majorette, Matchbox und Hot Wheels in 2025!

Hallo liebe Leser und Modellautofreunde,
 
heute gibt es einmal einen etwas anderen Eintrag, da es sich aus meiner Sammlersicht durchaus lohnt, einmal darüber zu sprechen oder besser noch darüber zu schreiben. Thema des Eintrages : Die Verpackung eines Modellautos!!! Wegwerfartikel, Kunstwerk oder Verkaufsargument?
 
Fakt ist, dass die Modellautoindustrie in 2025 so groß und vielfältig vor uns steht wie noch nie zuvor. Das Thema Modellauto wurde seit nunmehr einem viertel Jahrhundert aus der Zange des Abgesangs von Mitte bis Ende der 90er Jahre von links auf rechts gedreht und somit in sich komplett neu erfunden. Das heißt nicht, dass man ursprüngliche Werte aufgegeben hat, aber man hat den eigenen Horizont erweitert, um sich für die Zukunft sicher und breit aufzustellen. Die Vielfalt der Modelle änderte sich, die Rubriken änderten sich, die Modellautomarken änderten sich, die Farben und Ausstattungen änderten sich, die Qualitäten änderten sich, das angestaubte Image änderte sich. Es wurde sogar nahezu begraben. Modellautos im Maßstab 1/64 zeigen heute einen Fortschritt und Qualitäten in sich, die man sonst nur im Maßstab 1/18 glaubte zu finden. Der Maßstab ist besser denn je, angriffslustiger denn je und die Großen sowie kleinen Hersteller rotten sich sogar in einem Maßstabsgebiet mit wenigen Skalierungspunkten nach oben und nach unten zusammen, um diesen Maßstab zu feiern und zu einigen. Der Maßstab 1/64. Im Zeitalter der aufkommenden Dioramen gewinnen nur diejenigen, die das berücksichtigen und mitmachen. Wer das ignoriert, ist vielleicht sogar dem Untergang geweiht und ich nenne jetzt bewusst nicht die Modellautomarke, an die viele genau jetzt denken mögen... .
 
Jede Modellautomarke der folgenden großen drei Hersteller stand schon einmal so gut wie vor dem Nichts oder in der Gefahr, in der vollständigen Belanglosigkeit innerhalb eines Jahresangebotes zu versinken. Aber man lernte den Markt und das Produkt neu zu denken. Hot Wheels fing früh an, das Thema Verpackung zu instrumentalisieren. Matchbox und Majorette folgten, um ihr Sortiment klar zu gliedern und gerade die teureren Modelle besser verkaufen zu können. Der Modelljahrgang 2025 zeigt bei allen drei Herstellern ein regelrechtes Feuerwerk an Modellen, welche aber bewusst über die Verpackung mit verkauft werden, denn den einen bestimmten Audi, BMW oder Mercedes wäre man auch so losgeworden. Aber heute attaktieren die Hersteller das Unterbewusstsein mit einer spektakulären und höchst stilvollen Verpackung und dem "DAS-WILL-ICH-UNBEDINGT-HABEN-FAKTOR" !!!
 
Majorette verlässt gerade die seriöse, aber durchaus gelunge Aufteilung der Street Cars, der Premium Cars, der Deluxe Cars und auch der bisherigen Einzelthemen wie Frankreich (ursprüngliches Lokalcolorit), Japan (JDM Cars) sowie der ganzen Giftpacks mit den unterschiedlichen Themen. Die neue Verpackung weckt Dich regelrecht auf, etwas zu verpassen. Das fängt bei dem Markenanmen an und hört bei den Bildern auf. Den Einstieg machen die "Ready for the Ride? / Ride Now" Modelle und es scheint mit den ersten neuen Modellen überall gleich darauf zu stehen. Wer mag da nicht sofort die Verpackung aufreißen und mit den Modellen zu spielen? Die neue große Langschild Verpackung fängt das ganze Vintage / City / und sonstige Edelsegment auf, wo mit unterschiedlichen und zum Teil bekannten Bereichsnamen gearbeitet wird. Neu ist der Seitenhieb auf Matchbox, denn es steht der Begriff der "Moving Parts" drauf. Viel wichtiger ist aber das Bild, denn bei dem unten gezeigten Beispiel springt Dich der Mercedes praktisch von weitem an und ich finde es immer noch erstaunlich, dass Majorette mittlerweile die komplette Bandbreite des E-Klasse T-Modells bereits verarbeitet hat, ohne einen Konkurrenten im Nacken zu haben. Zumindest kenne ich gerade kein weiteres Modell dieser Art auf dem Markt. Und es passiert jetzt was auf der Verpackung. Die drei Striche , oder besser gesagt zwei Striche und der Unterteil des "J" von Majorette bekennen sich klar und deutlich zur Herkunft Frankreich (Frankreichs Farben in der Flagge) und zeigen alternativ die äußeren Signalleuchten Blau und Rot von weltweit fahrenden Streifenwagen, um ein Signal zu setzen. Seht her, hier passiert etwas, hier gibt es "Action!". 
 
Matchbox hat sich durch die neue Verpackungsart ebenfalls komplett gewandelt. Mit den Einstiegsmodellen setzt man klar auf Themen bedingte Einsatzgebiete wie Showroom, Metro, Road Trip, Convoys oder Countryside, um nur ein paar dieser Bereiche zu benennen. Und das ist auch mit einem jeweiligen Hintergrund belegt, so dass man von weitem erkennt, was man vielleicht schon sucht oder unbedingt kaufen will. Das die zu öffnenden Bauteile wieder in unserem Maßstab eingekehrt sind hat man mit allergrößter Sicherheit ausschließlich Matchbox zu verdanken, denn der Begriff "Moving Parts" ging medial um die Welt. Die ersten Modelle der Serie, welche als Ballonversuch galten, wurden zu Höchstpreisen verkauft. Der alte Spaß, Bauteile wieder zu öffnen, viel aktiver mit den Modellen umzugehen, kam für Alt und Jung wieder neu in den Handel und wird tatsächlich ein unverkennbares Markenzeichen mit einer eigenen Rubrik von Matchbox. Weiterhin wird es ein Segen für Matchbox, denn mit den Moving Parts Modellen kann man höherpreisiger verkaufen und mit den Collectors zeigt man die Spitzenqualität der Marke Matchbox. Egal wie, es springen Dich alle Verpackungen sofort von weitem an und man kann gezielt auf das zusteuern, was man mag. Die Power Grabs Verpackung habe ich hier weggelassen, weil diese kein Sichtfenster hat und im normalen Geschäft (in Deutschland) sowieso nicht verkauft wird.

Hot Wheels ist der Verpackungskönig von allen und hat früh verstanden, mit Begehrlichkeiten Modelle zu verkaufen. Das Abbild des Inhaltes als reales Auto auf der Verpackung der Einzelblister darzustellen (früher als Grafik, heute als reales Automodell dargestellt) dürfte mit großem Erfolg den Abverkauf der Mainline deutlich schneller gestaltet haben. Die Langschildkarte ist attraktiver, aber leider in Europa nicht regulär im Laden zu finden. Mit den Einzelserienmodellen ging Hot Wheels ab 2018 im Jubiläumsjahr einen neuen Weg ein, der nicht nur das besondere und höherwertige Modellauto vermarkten sollte, sondern die Lang- und Breitschildkarte plötzlich fast genauso attraktiv wie das Modell machte. Viele Serien gehen bereits in die wiederholte Runde, wie beispielsweise die Japan Historics, Modern Classics, Silhouettes, Forza Motorsport und viele, viele andere Serien, welche ich hier nicht alle aufzählen werde. Hot Wheels schaffte es als erster im Bunde, den Begriff "Premium" zu vermarkten. Es folgten bewusst die Begriffe "Car Culture, Pop Culture oder Retro Entertainment" in der Unterteilung. Hot Wheels schaffte es sehr früh und sehr schnell, das Marken-Gruppen-Bewusstsein zu bilden, was man früher vielleicht nur in den Bereichen Treasure Hunt oder Redliners zeigte. Auch wenn viele Käufer alles kaufen, spricht Hot Wheels nahezu alle unterschiedlichen Sammler an, und selbst nur die, die vielleicht mal nur ein James Bond Auto oder ein Modell mit den Peanuts kaufen. Hot Wheels ist als Marke global, denkt global, handelt global und unterteilt auch global. Mit den größten Verpackungen wie den 2-Packs oder den Team Transport Modellen hat man somit eine Königssparte gebildet, denn auch hier zeigen sich die Renderings der Modelle immer in Aktion und immer mit interessanten Themenbereichen wie die Rennstrecke oder sonstigen Bereichen des Motorsports. Man lebt praktisch den Motorsport. Darüber hinaus gibt es noch die "kaiserliche Sparte", denn das Preisniveau bei den Elite 64 Fahrzeugen sowie den gesonderten Club- und Spezialmodellen ab 25€ über 50€, bis hin zu 100€ und darüber mögen manche Sammler begeistern, wobei ich mich immer damit im zukünftigen Wiederverkauf gedanklich schwer tue, dass mir jemals einer so einen Preis erneut bezahlen könnte. Nur weil viel drauf steht, heißt das noch lange nicht, dass mir das einer bezahlt. Das mag bei Tomy funktionieren, aber bei Hot Wheels gibt es aus meiner Sicht echte Preisgrenzen bei Sammlern... .       
        
So, ich hoffe der kleine Diskurs über das Nebenprodukt "Verpackung" ist für Euch ebenso interessant, wie für mich gewesen. Viel Spaß beim Sammeln, und durch einmal daran denken, nicht alle Verpackungen wegzuwerfen. Manchmal ist diiese faste in ebenbürtiges Sammelobjekt... .  
 







  

Sonntag, 3. August 2025

Matchbox sichert sich zum ersten Mal in seiner Geschichte den großen 7er BMW der Münchner Edelmarke... : BMW 7 Series, 2024, Matchbox, MBX Road Trip, Modelljahrgang 2025

Hersteller : Matchbox
Modell : BMW 7 Series, 2024, Modell G70 
Update : Nein, neues Modell in 2025
Rubrik : MBX Road Trip
Produktionsort : Thailand
Farbe : Rotmetallic
Maßstab : ca. 1/69
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 7,8 cm x 3,0 cm x 2,3 cm (l/b/h)
Preis : ca. 1,50 € ( Mein Kaufpreis neu in 2025)
 
Bei diesem Modell geht einem etwas das automobile Herz auf, da Matchbox das auf den asiatischen Markt getrimmte Design des 7ers etwas abschwächt und irgendwie auf das Thema einer klassischen Limousine eingeht. Die Farbwahl ist einfach exzellent, denn dieses kräftige Rotmetallic hat einen klassischen Schuss Orangeanteil erhalten, so dass es fast einem alten Farbton namens Siennarot etwas ähnelt. Tatsächlich reduzierte Matchbox den 7er optisch auf eine fahraktive Limousine ohne den ganzen Schnick-Schnack aufzufahren, den Mini GT im Modell anbietet. Tatsächlich gefällt mir das Modell genau so, wie es erstellt wurde und gerade der Einsatz der wunderbar verchromten Doppelspeichenfelge unterstreicht das Design der langen Limousine. Der derzeit einzige Nachteil des Modells ist die Flut von übergierigen Verkäufern, welche die Geschäfte plündern und das Matchboxmodell für knapp 16 Euro ohne Versand im elektronischen Kaufhaus angeboten und somit preislich mit dem Niveau von Mini GT gleichgezogen haben. Das ist zwar Matchbox nicht anzukreiden, aber mich ärgert das Verhalten einiger Verkäufer schon. 
 
Zu den Details : Frontleuchten fotorealistisch aufgedruckt, darüber weitere Frontleuchten als Schlitze in Silber aufgedruckt, schwarzer Kühlergrill mit silbernem Rand und versilberten Vertikallamellen, BMW Emblem auf der Motorhaube, Außenspiegel, Scheibenwischer, Dachantenne, Doppelspeichenfelge verchromt, Beschriftung am Heck "i7" in Silber (schade das es kein 735i oder 740i wurde), BMW Emblem auf der Kofferraumplatte, schwarze Schürze, Heckleuchten fotorealsitisch bedruckt, Linkslenker, schwarze Kennzeichenplatte mit silberner Aufschrift "BMW", schwarzes Interieur mit Kopfstützen.
 
Da Matchbox den Antrieb dieses Modells auf der Verpackung nicht verrät, gehe ich in dieser Vorstellung nicht wie bei den bereits vorgestellten Mini GT Modellen auf den elektrischen Antrieb sondern tatsächlich auf den klassischen Antrieb eines Verbrennungsmotors ein (trotz i7 Bezeichnung am Heck), da der klassische Tankdeckel des Modells auch hinten platziert wurde (ist tatsächlich auch die Betankungsart des Stromers) und zudem kein Hybrid mit Tankklappe vorne erkennbar ist. Damit ist "für mich" dieser BMW Siebener ein klassischer Verbrenner, der in Europa gerade noch mit einem Dreiliter Reihensechszylinder mit 286 PS und für Amerika noch mit einem der letzten 4,4 Liter V8 Motoren mit 380 PS Leistung ausgestattet wurde. Bei einer Beschleunigung von Null auf 100 Stundenkilometer kämpft der Sechszylinder ersichtlich mit den 2,15 Tonnen, denn er benötigt immerhin noch 6,7 Sekunden dafür. Der Achtzylinder schlägt sich bei fast gleichem Gewicht besser und benötigt 1,3 Sekunden weniger. Beide reinen Verbrenner erreichen die 250 Stundenkilometer, wo sie abgeregelt sind. Was BMW mit dieser Motorenauswahl bezwecken will ist fraglich, so dass man vielleicht noch darauf kommen könnte, dass wer tatsächlich noch einen Zwölfzylinder möchte, dann zu Rolls-Royce als Konzernmarke aufschließen muss. Gerade das High End Produkt des V12 im 7er nicht anzubieten, ist ein echter Imageverlust. 
  








  

Freitag, 1. August 2025

Mit großer Überraschung taucht der noch aktuelle Jaguar I-Pace nun bei Matchbox anstatt bei Hot Wheels auf... : Jaguar I-Pace, 2022, Matchbox, Moving Parts, Modelljahrgang 2024

Hersteller : Matchbox
Modell : Jaguar I-Pace, EV400, 2022
Update : Nein, neues Modell in 2024
Rubrik : Moving Parts
Produktionsort : Thailand
Farbe : Orange matt & Schwarz
Maßstab : ca. 1/62 
zu öffnen : Türen vorne
Maße : ca. 7,5 cm x 2,9 cm x 2,2 cm (l/b/h) 
Preis : ca. 8,50 € ( Mein Kaufpreis neu in 2024)
 
Im Hinblick des Jaguar I-Pace eTrophy Modells von Hot Wheels, welches mit der Einstellung der iD Modelle dann bisher auch nicht weiter produziert wurde, ist die Form des I-Pace irgendwie wohl übrig geblieben. Ich fand es schon sehr interessant, dass Matchbox daraus einen normalen I-Pace machen durfte, denn insgeheim dachte ich mir damals schon, dass der e-Trophy auch für die Mainline interessant sein könnte. Und der I-Pace ist gar nicht mal schlecht bei Matchbox gelungen, denn es ist das Pendant zur sportlichen Variante von Hot Wheels. Außer dass die schwache schwarze Farbe des Daches sich leider an der neuen Verpackungsart abreibt, ist erst einmal kein Fehler erkennbar. Während das Original nicht so erfolgreich war, wie es sein sollte, darf sich der Exot als Modellauto in unserem Maßstab aber sehr wohlfühlen, denn hier ist er bestimmt gesucht. Das Problem des Jaguar Designs ist hauptsächlich, dass es sich um eine aufgepumte Limousine handelt, so dass hier kaum eine Eigenständikeit der hochgelegten Baureihe herrscht. Genauso führt man dann die zukünftigen Designs vor, so dass die Marke Jaguar aufgrunddessen vermutlich auch nicht eigenständig überleben wird, sollte diese zusätzlich nur elektrisch betrieben werden. Weiterhin sieht das Modell noch nicht einmal sportlich oder gesondert elegant aus, wobei die Doppelspeichenfelge hier dem ganzen Modell schlussendlich noch einen kleinen Kick gibt. Wir können nur hoffen, dass noch weitere Modelle folgen werden, denn moderne Jaguar Modell sind in unserem Maßstab ja eher selten geworden... .     
 
Zu den Details : fotorealistisch bedruckte Frontscheinwerfer in Schlitzform, schwarzer Kühlergrill mit silberner Umrandung sowie silbernen Streben, Andeutung von Lüftungseinlässen links und rechts, Andeutung einer Luftschürze unten, Tagfahrlicht im Bereich der Spoilerlippe, Außenspiegel, Scheibenwischer, extrem dunkel getöntes Scheibenglas, schwarze Rammschutzleisten an den Seiten, Dachantenne, Heckspoiler im Dachbereich, Doppelspeichenfelge in Grau, fotorealistisch bedruckte Heckleuchten, Jaguar Emblem in Silber, Modellname "I-Pace" und Modellbezeichnung "EV-400" in Silber, Positionsleuchten in Rot, schwarze Kennzeichenplatte mit silberner Aufschrift "Jaguar", leicht hochgezogenen Heckschürze sowie ein schwarzes Interieur. 
 
Der Jaguar I-Pace wurde von 2018 bis Ende 2024 produziert und aufgrund sinkender Absatzzahlen eingestellt. Erstaunlicher Weise produzierte Jaguar rund 66.750 Stück nach eigener Angabe, wovon etwa jeder sechste nach Deutschland verkauft wurde. Das Modell erhält derzeit keinen Nachfolger. Zwei Modelle wurden angeboten. Eine Einstiegsversion mit rund 320 PS und eine Hochleistungsversion mit rund 400 PS Systemleistung. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 Stundenkilometer und das Modell soll eine Reichweite von etwa 470 Kilometer haben. Das Modell war mit rund 78.000€ Einstiegspreis auch schon sehr teuer, so dass es schon aufgrunddessen keinen Massenabsatz geben konnte.