Sonntag, 4. November 2012

Camping Spezial , die 70er : hier Hot Wheels, Corgi Matchbox und Majorette

Es ist ja schon recht witzig, dass die Hersteller von Modellautos so dann und wann aus ihrem Bereich stärker über den Tellerrand schauen und dann solche interessanten Vehikel wie diese Camper bzw. Campingwagen herstellen. Es muss halt nicht immer ein Porsche sein. Campingwagen muss es auch geben und gibt dem spielenden Kind eine hoch interessante Alternative neben den üblichen Sportwagen. Im Alltagsverkehr auf der Straße oder Autobahn schaut es auch nicht anders aus, wenn solche Fahrzeuge nebeneinander stehen. Doch  nun zu den eigentlichen Modellen :


Majorette : Es sind die 70er und das Campingvergnügen geht auch auf die Modellautos über. Auch Majorette baut einen Camper und schließt sich der Konkurrenz mit dessen Produkt an. Welches Automodell hier Pate stand, bleibt allerdings eine große Spekulation. Im Internet konnte man die Vermutung auf ein Chevroletmodell finden, wobei ich persönlich eher daran glaube, dass es sich hierbei um ein Renaultmodell handelt, welches nur speziell hierfür gebaut wurde (so á la Citroen Mehari für spezielle Einsätze / Einsatzgruppen). Die klare Struktur und das freundlich guckende Rundaugengesicht punkten auf Anhieb. In der realen Größe dürfte dieser Renault zwischen dem Ford und dem Holden liegen. Der Aufsatz hingegen ist höchst hochwertig und überzeugt hier aus den vier Modellen am Meisten. Die Schlafkoje über der Fahrerkabine ist größer ausgebildet. Der gesamte Aufsatz hat grünes Colorglas als Extra bekommen. Die Schlafkoje hat Lamellen als Sicht- und Lichtschutz, der Wohn- und Kochraum hat an den schönen Fenstern sogar Gardinen nachgebildet. Wie bei der Konkurrenz findet man auch hier eine Rillenstruktur im Aufsatz sowie diverse Details wie Dachluken, Seitenbefestigungen, eingelassenes Kennzeichen sowie an den Eckseiten jeweils eine Fahrt- und Standbeleuchtung knapp unterhalb des Daches. Mit einer schön detailierten Tür ist dieser Wagen ebenfalls ausgestattet. Insgesamt betrachtet haben auch hier über die knapp 40 Jahre wenig bis kaum einer überlebt. Bisher kannte ich das Grundmodell auch nur ohne oder mit Abschlepperaufsatz. Weiterhin wurde dieser Renault auch für Feuerwehren verwendet. Für mich bekommt er unumstritten den Platz1.




Husky / Corgi Juniors : Hier steht ein fantastisches Modell aus den 60er Jahren mit einer Fülle von schönen Details. Das US-Modell, hier ein Ford mit Campingaufsatz ist mit dem mehrteiligen Plastikaufsatz samt zu bewegender Tür ein echter Hingucker. Das mintgrüne Modell macht schon mit seiner Außenfarbe auf sich aufmerksam. Typisch für die USA ist die silberne Aluverkleidung die sonst nur auf den Campinganhängern udn Trailern zu finden ist. Außen Alulamellenstruktur mit schöner Nachbildung von weiterene Elementen wie einem kleinen Außenstromkasten, obere Fensterlüftung für z.B. eine kleine Innenküche, Schlafkojenerhöhung und einer kleinen Dachluke für Licht und Lüftung im Wohn-Schlaf-Kochabteil. Macht man die kleine Hintertür auf, entdeckt man die Möblierung. Die Reifen sind mit den Felgen optisch zweigeteilt und vermitteln fast schon den Route 66 "Way of Drive". Über die Jahre ist er leider beschädigt worden, welches auf eine nicht ganz so resitente Verarbeitung schließen lässt. Im Vergleich ist er der älteste Camper mit geschätzten 45 Jahren auf dem Buckel. In der Vitrine ist er ein Hingucker, denn viele Überlebende seiner Art wird es nicht bis heute gegeben haben. er schippert als größter Camper knapp an Platz 1 vorbei und landet auf dem zweiten Rang.




Matchbox : Als Grundlage dient hier ein australisches Modell zur Erkundung des Outbacks. Die Automarke Holden kommt gehört zum GM-Konzern, ist bis auf das Modellauto aus den 70ern in jenen Jahren noch vollkommen unbekannt. Optisch gesehen ist es aber ein schöner klassischer und schlichter Wagen, der auf der Höhe seiner Zeit war. Im direkten Platzvergleich ist der Holden der zweitkleinste Wagen und hat nur einen festen Aufsatz, eine Möblierung ist nicht zu erkennen. Aber, der Aufbau ist sehr massiv und qualitativ hochwertig. Mit den Außenfarben Rot und Cremeweiß /Cremebeige geht dieser Wagen ins Rennen des Vergleiches. Das Plastik ist schön geformt worden und der Aufsatz wurde mit einer Rillenstruktur, einer aufgehenden Leiter sowie einem Ersatzreifen aufgewertet. Insgesamt betrachtet handelt es sich um ein sensationelles Modell, doch die Konkurrenz baut besser, darum hier nur Platz drei für Holden und Matchbox.



Hot Wheels : Als Grundlage dient hier ein Modell aus dem GM-Konzern, vorraussichtlich der Vorläufer des GMC Vandura. Hot Wheels spielt mit diesem Modell übermaßen, denn von diversen Aufbauten wie Abschleppern, Van´s und sonstigen Varinaten gab es auch bereits vor knapp vierzig Jahren diesen Camper , hier in Grün lackiert mit weißem Aufbau. Im direkten Vergleich ist es der kleinste Camper, voraussichtlich nur ein Aufsatz, in dem man schlafen kann und qualitativ ist es das schwächste Modell. Typisch für Hot Wheels ist die Aufmachung in Form von Lackierung und Reifengrößen und Sidepipes. In dem Vergleich kommt er auf Platz 4 im Ranking, weil er fast nicht so wirklich dazugehören möchte... .




Kommentare:

  1. Der Matchbox Camper ist wohl ein Ford Courier

    http://matchbox.wikia.com/wiki/Ford_Camper

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ford_Courier_%28USA%29

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  2. Edit sagt : Das ist Richtig! Der ursprünglich angenommene Holden Rodeo ist es nicht. Trotz fast gleicher Front ist es in der Tat der Ford Courier nach genauem Abgleich, denn der kleine rechteckige Kasten auf der rechten Seite der Front beinhaltet den Fordschriftzug. Auch der kleine Kreis, vermutlich eine Art Plakette, ist bei dem Ford Courier zu sehen. Vielen Dank für das Aufpassen!!!

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  3. Sehr toller Artikel!

    Habe auch alle 4 Modelle zuhause und frage mich ebenfalls seit meiner Kindheit welches Vorbild das Majorette-Exemplar (in sämtlichen Ausführungen...) hat. Hab bis jetzt immer auf ein (sehr gelungenes) Fantasie-Auto getippt, weil ja Majorette sonst meistens immer Marke und Typ auf der Bodenplatte stehen hat.

    Vielen Dank fürs Einstellen dieses und der anderen Artikel (:

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  4. Der Ford Courier wurde in Japan als Toyota Hiliux angeboten ( ähnliche Koperationen gab es und gibt es immer noch / Fahrzeugtechnik / Karosserienpoduktionentausch in der intern. Autoindustrie istt all gegenwärtig ) und nach dem meinigen literaturischen intern. Modellbaumodellautosunterlagen ist der Camper von Majorette ein älterer Toyota Hiliux, der Ende der 1960iger - 1979iger Jahre gebaut wurde.

    Autokenner1967

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    1. Hallo. Auch die Theorie kann man durchaus in Ansatz bringen, es spricht einiges dafür. Gerade bei dem Feuerwehrmodell mit den Doppelrundscheinwerfern in der Ovalform deuten die Zeichen auch in Richtung Toyota. Der Aufbau bei dem Campingmodell spricht eindeitig eine US-Formensprache und zwar klar eine der 70er Jahre zu Dodge und Chevrolet Modellen. Im Netz gibt es viele Vermutungen, viele Lösungsansätze und keiner passt zu 100%. Ich bin immer wieder überrascht, wieviele Menschen dieses Modell interessiert. Man kommt einfach nicht davon los und sucht ein Original. Die zur Zeit verbreitetste Lösung im Netz ist ein Dodge Pick Up mit einem Steckermann Lovely 400 Wohnwagen. Aber einen 100%igen Beweis gibt es als Foto-Bildgrundlage zur Realität nicht...

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