Dienstag, 11. August 2026

Japan baute schon so manche schöne und scharfe Limousine, aber dieser Kombi aus dem letzten Viertel Jahrhundert stiehlt ihnen besonders als Turbo die Show... : Toyota Crown Estate Athlete V, elfte Generation, Typ S170, Faceliftmodell, 1999-2007, Tomica Limited Vintage Neo, LV-N355a, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Tomy / Tomica
Modelle : Toyota Crown Estate Athlete V, elfte Generation, Typ S170, Faceliftmodell, 1999-2007
Lenkung : Rechtslenker 
Update : Nein, neues Modell mit zeitgleich gebautem Pendant in 2026
Rubrik : Tomica Limited Vintage Neo, LV-N355a 
Produktionsort : China
Farbe : Silbermetallic
Maßstab : 1/64
zu öffnen : nichts
Maße Modell: ca. 7,6 cm x 2,8 cm x 2,3 (l/b/h)
Preis : ca. 29,00€ ( Mein Kaufpreis neu in 2026 )
 
Dieses Modell darf mal wieder in die Rubrik des kleinen Paukenschlages gepackt werden. Die Geschichte des Toyota Crown aufzuarbeiten, verfolgt ja mittlerweile Tomica sehr erfolgreich, doch während die Hauptmodelle fast alle vorhanden sind, gibt es bei den herrlichen Nebenmodellen wie diesem gezeigten Kombi oder den wenigen wunderschönen Coupés noch ein wenig Nachholbedarf. Im Jahre 2001 ist in der Mainline von Tomy das zeitgleich gebaute Limousinenmodell entstanden, welches hier ebenfalls im Blog zu finden ist. Ein viertel Jahrhundert später entsteht nun in dieser ganz anderen Modellrubrik von Tomica und deutlich hochwertiger sowie detailreicher das unten gezeigte Kombimodell. Und wenn man sich diesen wunderschönen Kombi so ansieht, kommt man schnell zu dem Entschluss : Kombimodelle können die Japaner. Im Gegensatz zur damals veröffentlichten Limousine ist der Kombi auch sportlich geworden, zeigt aber diese Sportlichkeit deutlich dezenter und überhaupt nicht mehr in Richtung der Krawalloptik. Bis auf den durchaus noch dezenten Dachspoiler, wirkt dieser Kombi wie aus einem Guß. Die Sportlichkeit kommt also vom Motor her, so dass dieser Kombi auch gerne mal unterschätzt wird.        
 
Tatsächlich fällt mir an diesem wunderbaren Modell sofort ein bestimmtes Fahrwerksdetail auf. Das Toyotamodell weist wieder einzeln steuerbare Räder auf. Mir persönlich ist bis heute unklar, warum man trotz dieser bekannten Technik dann bei manch anderem Modell wieder auf die Starachsen zurückgeht. Ist es der Preis? Ist es die Modellkategorie, so dass zumindest sportlichere Fahrzeuge auch die bessere Reifentechnik erhält? Zwar gehört Tomica zu denen, welche die Starachsenproblematik auch vollständig für sich selber gelöst hat, aber dennoch ist die Verwunderung groß, dass bei bestimmten Modellen dann doch wieder gewechselt wird. Nimmt man zu diesem Modell den Toyota Celsior aus dem vorherigen Eintrag in den direkten Vergleich, fällt auf, dass die schnell gefahrenen Lastwechsel bei diesem Modell noch besser funktionieren. Eine Vollbremsung unterscheidet sich allerdings deutlich, so dass man bei diesem Modell anmerken muss, dass hier die Räder nicht blockieren. Der Federungskomfort scheint auch bei diesem Modell etwas besser zu sein. Ansonsten sieht das Modell durch die herrlich in Schwarz hervorgehobene Dachreeling auch wie ein normaler Kombi aus, obwohl er das nicht ist. Ein sehr witziges Detail sind die auf den Kotflügeln montierten kleinen Positionsleuchten, welche offiziell als Begrenzungsleuchten oder Parkleuchten benannt werden, um im Dunkeln dann die volle Breite des Modells beim Einparken besser einschätzen zu können. Keine schlechte Austattung, oder?       

Zu den Details : rechteckige Flächenscheinwerfereinheit aus durchsichtigem Plastikglas mit Doppelrundscheinwerfern im Versatz samt Leuchtmitteldarstellung und versilberter Randeinfassung, Klarglasblinkereinheit am Rand, verchromter Kühlergrillrand mit schwarzen Waben innen, silbernes Toyota Crown Emblem mittig auf dem Kühlergrill (das Emblem zeigt auch eine Krone) sowie den silbernen "ATHLETE" Schriftzug rechts im Kühlergrill, silbern abgesetzte Nebelscheinwerfer in der Frontschürze, Lüftungsschlitze unterhalb der Stoßstange in Schwarz mit waagerechten silbernen Dekorleisten, aufgesetzte weiße Kennzeichenplatte in Aussparung der Frontschürze, seitlich in Frontschürze befindliche Zusatzleuchten in Silber abgesetzt, Positionsleuchten auf den Kotflügeln, Außenspiegel innen matt und leicht spiegelnd, Außenspiegel außen in Wagenfarbe, Klarglasscheiben, silberne Scheibenumrandung an Front- und Heckscheibe, silberne Seitenumrandung der Fensterscheiben seitlich,  Fenstersäulen schmal und in Schwarz, Türgriffe seitlich in Schwarz, dezente schwarze Dekorleiste seitlich, originaler Felgensatz Y-Speiche verchromt mit profilierten Gummireifen, Heckklappenspoiler, Andeutung eines Heckscheibenwischers in Schwarz, Modellbezeichnung "ATHLETE" am Heck links in Schwarz, Toyota Emblem mittig auf der Kofferraumklappe in Schwarz, Modellbezeichnung "CROWN ESTATE" rechts auf der Heckklappe in Schwarz, große Heckleuchten aus mehrfarbigen durchsichtigem Plastik (mit Rückfahrlicht in Silber), Kennzeichenplatte in Weiß mit seitlicher Kennzeichenbeleuchtung (oder doch Rückfahrlicht?), Kofferraumschloss in Schwarz, einflutige Auspuffanlage in Silber (inklusive Endtopfdarstellung unter der Bodenplatte), originale Darstellung der Innenausstattungslinie in Schwarz, perfekt konturierte Sitze samt Kopfstützen und Seitenwangen, perfekt konturierte Innentüren sowie ein perfekt dargestelltes Armaturenbrett.
 
Die elfte Generation des Toyota Crown Modells hat es in Japan in sich. Von 1999 an wurden sowohl Kombi als auch Limousine gebaut. Während die Limousine im Jahr 2003 endete, wude der Kombi noch bis 2007 weitergebaut. Bei dieser Baureihe kamen ausschließlich Reihensechszylindermodelle zum Einsatz. Da es sich um ein Luxusfahrzeug handelt, gibt es auch eine kleine Zweiliter Hubraum mit 158 PS Leistung als Einstigesversion, da auf dieses Modell dann keine Luxussteuer entfällt. Danach folgten zwei Abstufungen des 2,5 liter Modells mit rund 170 PS und rund 200 PS Leistung sowie ein weiterer 2,5 Liter Turbo, der mit rund 280 PS Leistung um die Jahrhundertwende dann ein tatsächlicher Dampfhammer gewesen ist. Damit ist der Turbo mit dem etwas kleineren Sechszylinder das Topmodell der gesamten Baureihe. Bei den Dreiliter Reihensechszylindermodellen wurde einer als Mildhybrid angeboten und der zweite dann als Topmodell der Großmotoren der Baureihe. Dieses Modell hatte aber rund 50 PS wenige und hatte dann rund 230 PS Leistung zur Verfügung, was ja auch keine schlechte Motorleistung war. Insgesamt baute Toyota von dieser Modellreihe knapp 351.000 Stück, wobei nicht bekannt ist, wie hoch der Kombianteil im Allgemeinen war. Auf diese Stückzahl entfielen dann rund 10.545 Crown Athlete V Limousinen und nur rund 5.02 Stück Crown Athlete V Kombimodelle. Somit handelt es sich bei beiden Modellversionen um eine echte Rarität. Vom Design her ist dieser Kombi absolut ausgewogen, so dass es echt die Frage übrig bleibt, warum nicht nicht jeder dritte der Gesamtzahl ein Kombi gewesen ist. 
 










  

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