Freitag, 28. Juni 2013

Der erste Siebener von Siku : BMW´s Flagschiff, hier der BMW 735il E32 um 1988

Nicht nur in der Realität, sondern auch bei Siku war der zweite große BMW eine kleine Sensation. Obwohl es 1988 bereits den ersten deutschen Nachkriegs-Zwölfzylinder von BMW bereits gab, begnügte man sich bei Siku mit einem der kleineren Modelle, hier einem 735i , Sechszylindermodell mit 211 PS. Bescheidenheit im Kinderzimmer? Vielleicht ist das ein Grund, warum es den E32 nur rund zwei Jahre bis 1990 gab bzw. gebaut wurde. Die hier gezeigte Farbe ist eine der letzten bekannten Farben, hier ein hellbraunmetallic. Während ich den großen 7er damals gebraucht für rund eine D-Mark gekauft habe, liegt dieser Farbton bei bereits knappen 20 Euro, also rund einer vervierzigfachung des damaligen Kaufpreises. Das ist selten! Weiter im Bild ist das Nachfolgemodell, der BMW E38, der ab 1994 gebaut wurde. Achja, Majorette baute den E32 auch, wobei der dann etwas "gefälliger" gebaut wurde...

Zum Modell: BMW 735il, Siku 1988, Hellbraunmetallic aussen, innen weißes Interieur, Viertürer, Luxuslimousine. Beim echten 7er sah die Front schon irgendwie passender aus, bei Siku fehlte immer der Übergang zur Karosserie. Doppelscheinwerfer, zartes Ziergitter zwischen Scheinwerfer und Niere sowie eine massive Stoßstange sind schon prägend für das Modell. Die Konturen der Haube samt BMW Emblem ist OK. Aufgebrachte Scheibenwischer und ein sehr zarter Rückspiegel sind mit die einzigen "Extras", die der 7er mit sich bringt. Luxus schaut dann doch anders aus. Die Türen vorne sind zum Glück zu öffnen und geben auf das bekannte spartanische Interieur einen Einblick frei. Seitliche Rammschutzleisten sind vorhanden, die restlichen Konturen sind eher schwach. Die alten und herrkömmlichen Sikuräder, die hier äusserst straff mit extrem breiter Lauffläche eingebaut worden sind, vermitteln eher das Krawalloimage, als die luxuriöse Elegenz. Wirklich gut hingegenb ist das Heck gelungen, wo über den profilierten Heckleuchten noch eine minimale Spoilerlippe auf dem Kofferraumdeckel zu finden ist. Die Heckscheibe ist mit leichten Rillen versehen und weist somit noch eine Heckscheibenheizung auf. Das Kennzeichen trägt "MK" für Märkischen Kreis, der Herkunftsbereich der Sikumodelle aus Lüdenscheid im Sauerland in NRW.

Fazit : Es ist garantiert nicht Siku´s bestes Modell. Aber BMW Freunde mögen ihn, und immerhin war er der Startschuss für den Bau der großen BMW Modelle bei Siku, die allerdings prompt schon wieder beim Nachfolger dem E38 endeten. Insgesamt ist der E38 auch als Modell harmonischer, wobei die Baumarktfelgenabdeckungen Siku hier das Kreuz brechen. Zum Glück endete diese Ära relativ fix und man baute wieder Modelle mit schönen Felgen. Der BMW 735il E32 ist etwas schlicht geraten und dennoch ist er ein sehr prägnantes Modell mit den alten Tugenden aus der guten alten 1000er Serie, ehe diese umgerüstet wurde...



Kommentare:

  1. Hallo,
    wobei der rotmetallische aus der
    schwierigsten Zeit von Siku war, Produktionszeitraum
    1996-20 made in China. Ich habe da von dem rotmetallischen einige, in kruder Qualität ab Werk China (Zinkpest), obwohl er von den Proportionen ganz gut hinkam.
    Der Alte Goldfarbene ist wirklich selten.

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    1. Hallo zurück. Ja, in der Siku Historie kann man nachlesen, dass man sich bei Siku entschlossen hatte, in Hong kong ab 1992 die unteren Preisgruppen zu produzieren, um den stetig steigenden Produktionskosten entgegen zu wirken. Die fatalen Folgen in der Endqualität der damaligen Neuausrichtung der 1000er Serie wurden zu spät erkannt und viel zu langsam korrigiert. Heute nach 25 Jahren steht man aber irgendwie wieder genau an dem gleichen Punkt, Fehlentscheidungen in der Auslandsproduktion zu korrigieren...

      Mit Erschrecken habe ich übrigens auch eben festgestellt, dass sich über die Jahre 5 Stück vom roten 7er bzw. der Nr. 1052 bei mir angesammelt haben. Es gab einmal die Zeit, wo man den 7er für einen Euro im unbespielten Zustand kaufen konnte... Schade, dass es nie eine Polizei- oder Taxivariante des BMW E38 gab, die ich persönlich sehr spannend gefunden hätte.

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  2. Aber dass die Probleme bei dem Siku VW Amarok Feuerwehr
    wieder auftreten, der erst 2 Jahre alt ist, ebenso in
    China produziert, lässt langsam vermuten, dass Sieper
    offensichtlich immer noch nicht die Qualität in den Griff
    bekommt.
    Ferner haben große Markenfirmen wie Schuco und
    Norev ebenso erhebliche Probleme mit der Qualität(auch im Premiumsegment), gerade in der China-Produktion.
    Ich glaube ganz und gar nicht, dass es am Standort China liegt, wohl eher dadurch, möglichst mit den billigsten Zuschlägen im Material und in der Produktion mit dem Maximalprofit herauszukommen, und dass das nicht gut geht, zeigen die Foren im Internet, die sich darüber auslassen.

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    1. Es gibt auch Positivbeispiele! Tomica und dessen TLV Modelle kommen aus China und sind makellos und waren es seid erscheinen.

      Jeder hat doch schon in China produziert. Matchbox macht es meines Wissens nicht mehr, Hot Wheels ebenso nicht mehr. Auch Majorette fühlt sich in Thailand deutlich wohler. Der Kunde entscheidet am Ende über den Fortbestand der Geschäftbeziehung. Kauft keiner mehr schadhafte Modelle, wird der Hersteller wach und betreibt erst dann Ursachenforschung...

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