Samstag, 20. Juni 2026

Der Zwölfzylinder ist tot. - Es lebe der Zwölfzylinder. Neben Ferrari trotzt auch Hot Wheels erfolgreich dem Entfall einer genialen Motorenidee aus dem letzten Jahrhundert... : Ferrari 12Cilindri, Hot Wheels, Rubrik Ferrari, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Hot Wheels
Modell : Ferrari 12Cilindri, 2024
Update : Nein, neues Modell in 2026
Rubrik : Ferrari 
Produktionsort : Malaysia
Farbe : Rotmetallic (Rosso Magma, Originalfarbton) 
Maßstab : ca. 1/67
zu öffnen : nichts  
Maße : ca. 7,2 cm x 3,0 cm x 2,1 cm (l/b/h)
Preis : ca. 1,60 € ( Mein Kaufpreis neu in 2026) 
 
Hot Wheels und Ferrari ist ja auch so eine Kombination, die bereits seit dem einen oder anderen Jahrzehnt immer wieder sehr gut funktioniert. Seit der letzten Übereinkunft, so könnte man es meinen, darf oder kann Hot Wheels erstaunlich viele Ferraris nachbauen, was nun so die eine oder andere Lücke in einer ganzheitlich und markenoffenen geführten Sammlung schließen wird. Wie so viele nun grübeln werden, wann denn der erste Ferrari nachgebaut wurde, musste auch ich eben einmal nachschlagen. Gedanklich war ich zuerst in den 80er Jahren beim Testarossa gelandet, doch es war bereits schon 1970, wo der Ferarri 312p der erste Nachbau eines Ferraris von Hot Wheels war. Der 12Cilindri passt einfach bestens in die Mainline, wobei wir Sammler auch nicht böse wären, wenn Hot Wheels dieses Modell in die eine oder andere Sonderserie der Supersportwagen im Premiumbereich veröffentlichen würde, auch wenn die kleine Sägezahnfelge bereits besser zum Modell passt, als die Originalfelge von Ferrari (Hot Wheels ist einfach der Felgenpapst in unserem Maßstab!). Ansonsten gibt es an dem Modell wedre bei Hot Wheels noch bei Ferrari zu meckern. Sofern man das Kleingeld besitzt, wäre dieses Auto einfach ein schönes Ringtool am Nürburgring oder tatsächlich ein perfektes Zweit-, Dritt-, oder Viertauto für den Wochenendtripp.... .    
 
Viele Hersteller haben vor wenigen Jahren den Zwölfzylinder im Zuge der Elektrifizierung der eigenen Flotte aus dem eigenen Motorbau gestrichen, um sich dadurch auch etwas "umweltfreundlicher" als Autobauer präsentieren zu können. Einige haben das vielleicht auch gemacht, weil man damit im reinen Verkauf mit einer geringen Stückzahl kein Geld verdienen kann. Doch was ist, wenn der Zwölfzylinder als DNA so mit einer Marke verbunden ist, dass man es sich defacto nicht leisten kann, diese Konstruktion entfallen zu lassen? Bei Ferrari ist das so, und irgendwie scheint es auch keiner den Italienern übel zu nehmen. Auch wenn sich ein Großteil der Menschen diese Art von Auto und Motor finanziell nicht leisten kann, muss man diesen Motor einmal rein vom Konstruktiven her als Ingenieursleistung betrachten. Und wenn man die Zündfolge akustisch verfolgt (insbesondere bei alten Zwölfzylindern), das Starterlebnis, die Laufruhe bis hin zum infernalen Sprint ohne eine Grenze bis zum Top Speed zu spüren, erst dann versteht man die Berechtigung dieses einzigartigen Motors. Und davon lebt letztendlich auch Ferarri und das seit nunmehr fast 80 Jahren. 
 
Zu den Details : schön modellierte Zinkgussfront mit einer aufgedruckten schwarz-silbernen Frontblende (ein Tribut und Anlehnung an das Frontdesign des ehemaligen Ferrari 365 GTB/4, hier ebenfalls ein Hot Wheels Produkt), Ferrari Emblem auf der Frontmaske und auf den vorderen Kotflügeln, Lüftungseinlässe in der Front in Schwarz darunter (inklusive der Technik / dem Sichtauge für die Fahrzeugassistenten), Frontlippe in Schwarz (Teil der Bodengruppe), Außenspiegel, Scheibenwischer, Panromadachdarstellung undurchsichtig inklusive Sonnendachdarstellung durchsichtig sowie undurchsichtiges Plastikglas im bereich des Innenrückspiegels (den es aber hier nicht gibt!), kleines Lüftungsgitter in Schwarz sowie ein Zierleiste in Silber im Anschluss der vorderen Radhäuser, Sägezahnfelge verchromt, Seitenschweller in Schwarz sowie eine hochgezogene Heckschürze in Schwarz mit je zwei Abgasauslässen je Fahrzeugseite, Heckklappenbauteil aus Plastikglas mit freier Scheibe und heruntergezogener Heckklappenkante, Teilheckschürze ausn rotem Plastik (ein Bauteil mit dem Interieur),  
 
Um den Schwärmereien vom vorletzten Absatz nun etwas Nüchternheit einzutrichtern, kommen wir mal wieder zu den reinen Zahlen und Fakten, welche allerdings runtergehen wie Öl. Das Modell wird seit knapp eineinhalb Jahren bei Ferrari ausgeliefert. Der verbaute Zwölfzylinder gehört damit fast zu den letzten seiner Art. Aus einem 6,5 liter großen Hubraum werden bei diesem fast einzigartigen Zwölfzylinder rund 830 PS Leistung geschöpft. Wenn der Sprint aus dem Stand erfolgt, ist der Ferrari nach nur 2,9 Sekunden bei der 100 Stundenkilometermarke. Nach weiteren fünf Sekunden durchbricht er die 200 Stundenkilometermarke. Der Top Speed liegt bei rund 340 Stundenkilometer, was schon eine irre Leistung bei einem Straßenfahrzeug bedeutet. Über Verbräuche sprechen wir hier einmal nicht, aber die Gewichtsangaben dürften bei knapp unter 1,6 Tonnen ebenso als revolutionär gelten, wie die Höchstgeschwindigkeit dieses Ferraris.  
 









  

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