Dienstag, 20. Oktober 2026

Mini GT legt mit diesem BMW Modell für sich selber einen neuen Maßstab in der Fahrwerkstechnik fest und bringt somit das agilste Modell im Maßstab 1/64 heraus... : BMW 750il, Typ E38, Vorfacelift, Mini GT, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Mini GT
Modell : BMW 750il, Typ E38, Vorfacelift
Lenkung : jeweils ein Linkslenker
Update : Nein, neue Modelle in 2026
Modellnummer : 894 & 792
Rubrik : BMW
Produktionsort : China
Farbe : Dunkelblaumetallic ( Sorrento Blue Metallic ) & Hellbraunmetallic (Aspen Silver Metallic)
Maßstab: 1/64
zu öffnen  : nichts
Maße : ca. 8,0 cm x 2,9 cm x 2,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. 19,00€ & ca. 22,00€ ( Mein Kaufpreis neu in 2026 ) 
 
Wenn man einmal die Anfangsstory von dem BMW Siebener der Baureihe E38 anguckt, findet man für eine gefühlte Ewigkeit nur das Sikumodell in Weinrotmetallic als einzigsten Siebener dieser Art wieder. Zwar war das Grundmodell gut, die Bodenplatte aus schwarzem Plastik knisterte gerne mal und auf der Bereifung waren seinerzeit mit Abstand die wirklich häßlichsten Felgenabdeckungen aus jedem üblichen Baumarkt zu sehen, welche Siku jemals entwickeln konnte. Doch nun nimmt die Baureihe endlich Fahrt auf. Almost Real vermarktet sie bereits sehr oft und Mini GT legt derzeit mit einem Dreierlei an E38 Modellen gut nach, wobei zwei Modelle dem Serientrimm entsprechen und ein Modell aus dem James Bond Streifen mit Pierce Brosnan stammt, der einst mit dem BMW und seinen Dachraketen im Film "Der Morgen stirbt nie" böse Buben ausschaltete. Erstaunlich ist, dass man sich bei Mini GT auch für die Langversion entschieden hat, wobei doch tatsächlich auch der normale 7er von der Karosse etwas mehr harmonischer wirkt und tatsächlich in unserem Maßstab immer so noch fehlt. 

Qualitativ schlägt Mini GT mit diesem 7er Modell wieder in die gleiche Kerbe wie mit dem modernen BMW Siebener i7. Insbesondere mit der schönen M-Doppelspeiche wirkt der 7er so sportlich und drahtig wie noch nie zuvor und auch zugegebener Weise so sportlich wie auch nie mehr danach. Fahrwerkstechnisch hat man hier mit der Starachse eine technische Meisterleistung vollbracht, denn das Modell ist spurstabil beim normalen ausrollen und geräuschetechnisch sogar sehr leise. Nimmt man den Siebener sportlich in seine Verpflichtung, absoliviert er den Pylonentest mit höchster Bravour und zeigt deutlich, wie sich die lange Karosse spurstabil und flink auf langen und kurzen Lastwechseln durch die Pylonen bewegt. Eine Federung gibt es hinten nicht und vorne so minimal wie eben möglich. Das Modell bremst so schnell ab, als hätte es ein ABS der Sonderklasse verbaut bekommen, so dass genau dieses Fahrwerk dieses Modells mein bisheriger Favorit aller meiner Modellautos darstellt. Ein leichtes Scheibenknistern und der im Gegensatz zu Tomy etwas stumpf wirkende Lack kostet dem Siebener die gesamte erste Platzierung, reiht sich aber direkt hinter die TLV-Modelle von Tomy ohne weiteren Abstand ein. Ein sensationelles Modell für die Vitrine und für die älteren Sammler auch mal ein schönes Modell zum Spielen auf der Tischplatte. Auf lange Sicht dürfte Mini GT hier eine gute und stabile Nummer 2 im Gesamtranking aller Modellautohersteller darstellen.   
 
Zu den Details : Doppelscheinwerfer hinter durchsichtigem Plastikglas, Kühlergrill in Form der breit liegenden Nierenform in Schwarz mit Chromrand außen, Blinker in Orange seitlich, Teilchromstoßstangen mit lackierter Aufsichtsfläche, schwarze Kennzeichenplatte mit weißem Rand und mit "BMW" in Weiß bedruckt an Front und Heck (die Größe des Kennzeichens auf der Heckklappe zeigt eher das Auslandsmodell für USA, Kanada und Japan), Lüftungsgitter in Schwarz unterhalb der Stoßstange, Nebelscheinwerfer aus durchsichtigem Plastik, BMW Emblem auf der Motorhaube, Lüftungsgitter auf der Motorhaube am unteren Scheibenrand, Klarglasscheiben, Innenrückspiegel aus Plastikglas, Scheibenwischer,Außenspiegel in Wagenfarbe und innen spiegelnd, Türgriffe in Wagenfarbe, verchromte Scheibenumrandung beim blauen Modell und schwarze Scheibenumrandung beim silbernen Modell, geschwärzte B-Säule, Schiebedach aus Scheibenglas, seitliche Zierleisten in Schwarz sowie Schwellerleiste seitlich in Schwarz, gummierte und profilierte Bereifung (M-Doppelspeichenfelge, eine bis heute beliebteste Felge auf der Baureihe), Heckscheibenheizung, BMW Emblem auf der Kofferraumklappe, Modellbezeichnung "750il" rechts auf der Heckklappe in Silber aufgedruckt, Heckleuchten aus mehrfarbigen Plastik, silberne Stoßstange mit lackierter Aufsichtsfläche, schwarze Heckschürze mit silberner einflutiger Abgasanlage je Seite, Abgasanlage von der Unterseite versilbert sowie ein schwarzes Interieur.

Die Baureihe E38 gilt bis heute noch als die beste 7er Baureihe ihrer Art, denn BMW investierte ab Mitte der 90er Jahre in die Baureihen E46, E39 und E38 viel Geld in eine Art Qualitätsoffensive, die man bei den meisten Fahrzeugen nach über 20 Jahren immer noch bemerken kann. Zumal ist das Design aller drei Baureihen bei den Faceliftversionen als sehr zeitlos anzusehen. Technisch wurde bei dem 7er bereits viel geboten. Für die Dieselfahrer wurde zunächst der etwas asmathische 725tds mit 143 PS angeboten, der schon mit dem Gewicht des 7ers ordentlich zu kämpfen hatte. Besser war der 3,0 Liter Sechszylinder Diesel mit zunächst 184 PS Leistung und später 193 PS Leistung. Dieses Motorenaggregat wurde sogar einmal zum besten Dieselmotor der Welt gekürt. Um weiter in den Leistungsstufen aufzusteigen bot man ab dem Faceliftmodell noch einen 3,9 Liter Dieselmotor an, der leider nicht das gehalten hatte, was man der Kundschaft versprach. Mehrere Motorschäden bei Kilometerständen bis zu 40tsd Kilometer Laufleistung brachte BMW dazu, diese Variante nicht mehr zu verkaufen und sogar Autos wieder zurückzukaufen. Die meisten Motoren waren aber Benziner, da die Leistungsentfaltung und Fahrkultur bei den großen Motoren in Verbindung mit dem Flaggschiff 7er bestens harmonierten. Der Einstieg bildete der 728i mit 193 PS, welcher schon vollkommen ausreichend und sehr wirtschaftlich war. Mit dem Fahrzeuggewicht und Ausstattungen im Vollausstattungsbereich waren aber der Vierliter V8 und der V12 mit bis zu 326 PS leistung die allerbeste Wahl für den großen 7er. Während die Benziner alle bei 250 Stundenkilometer abgeriegelt waren, konnte der solvente Käufer seinerzeit auch einen 7er von Alpina haben, welcher als B12 dann bis zu 293 Stundenkilometer in der Endspitze erreichet. Und das als Limousine wohlgemerkt... . Die gesamte Stückzahl belief sich in etwa auf knapp über 327.500 Stück. Gegen die Baureihe W140 von Mercedes hatte dieser 7er ein leichtes Spiel, denn Geschichte, dass ein W140 auf einem DB Reisezug von Niebüll nach Westerland (Sylt) stecken blieb, wird heute immer noch und immer gerne auf Treffen und Stammtischen mit viel Frohsinn erzählt. Mercedes fand das seinerzeit allerdings weniger lustig... 
 











  

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