Samstag, 10. November 2012

Camping von Siku : Oldsmobile Toronado mit Wohnwagen

Ein wenig habe ich bei dieser Zusammenstellung natürlich geflunkert. Jedes Element gab es auch einzeln zu kaufen, in dieser Form und Zusammenstellung allerdings gab es das nicht, denn der Wohnwagen wird eher von einem Opel Kapitän und ein Boot von dem Oldsmobile Toronade gezogen. Später, so sagt es die Siku-Chronik, gab es die Faceliftmodelle von Oldsmobile und dem Wohnwagen sogar als Gespann. Sei es drum, diese Kombination hat etwas. 1967 brachte Siku den cremefarbenen Oldsmobile heraus. In Realität ein gigantischer Wagen von über 5m Länge, einem V8 und über sieben Liter Hubraum. Siku brachte zunächst eine Version mit Doppelscheinwerfern heraus, die später mit der nächsten Generation und dem Facelift sozusagen geschlossen wurden. Die frühen Sikus waren deutlich aufwendiger als die der 80er und 90er Jahre und machen beim Anschauen und Entdecken einfach viel mehr Spaß. Zum Spielen sind sie zu selten und zu kostbar geworden. Der Nachteil der Siku´s gegenüber der Konkurrenz waren zunächst die schwarzen Reifen, die auch gerne mal quietschten oder nicht so ganz rund liefen und speziell bei diesem Modell fürchterlich unterdimensioniert erschienen. Dennoch ist dieses Modell zunächst einmal einzigartig, denn weder matchbox noch Hot Wheels oder Majorette wagten sich an diesem Ungetüm von Auto. Siku hat es auf seine Weise perfekt dargestellt und er ist einfach sehenswürdig und macht sich in der Vitrine sehr gut.

Zu den Details : Firmenname "Oldsmobile" auf der Motorhaube, Katzenaugen als Scheinwerfer, Modellschriftzug "Toronado" zwischen Blinker und Räder vorne, gesondert geformte Radhäuser, zu öffnende Seitentüren, umlegbare Frontsitzlehnen, rote plastikfarbene Rückleuchten und genaue Konturen und Sickenführung. Der Wohnwagen ist nur ein Jahr jünger und kam 1968 auf die Welt. Siku´s Vorstellung von Camping ging sozusagen in den späten 60ern weitreichender und luxuriöser vor, als die Campingideen von der Konkurrenz (siehe Eintrag Camping-Spezial). Der Wohnwagen hat eine zu öffnende Tür sowie ein abnehmbares Dach. Ein Dachteil ist eröht, die Fenster sind vom Design her schräg angeordnet und sehr stylisch. Beim Blick in den Innenraum ist man von Siku sehr positiv überrascht, denn da fehlt eignetlich nur noch der Teller oder das Gedeck auf dem Tisch. Die Detailgenauigkeit ist für 1968 sensationell. Der Wohnwagen bietet aufgrund der drei riesigen Sitzmöbel somit auch drei Schlafplätze. Neben der Tür findet sich vorraussichtlich ein Schrank für das Bettzeug oder den restlichen Wohnacessoires im Wohnwagen. Zwei große Sitzmöbel stehen sich gegenüber und haben einen großen Tisch in der Mitte stehen. Dreht man den Wohnwagen nun um, sieht man hier noch eine große Küchenzeile mit Herdplatte, Spüle und einem Hochschrank /Kühlschrank in der Ecke. Ein schönes Stück Zeitgeschichte und eine damalige schöne Erweiterung für das Kinderzimmer, die gerne auch einmal Camping spielen wollten. Man darf allerdings nicht vergessen, dass dieses Modell samt Anhänger in den 60ern schon der totale Luxus war.



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