Freitag, 23. Januar 2026

Die zweite Modellneuheit in 2025 ist bei Siku ein VW Käfer geworden und die Frage nach dem "Warum?" wurde bis heute noch nicht beantwortet... : VW Käfer Ovali, 1953 bis 1957, Straßenwacht und Streifenwagen, Siku, Modelljahrgang 2025

Hersteller : Siku
Modell : VW Käfer Ovali, 1953 bis 1957
Update: Nein, neues PKW Modell und parallel gebaute Modellversionen in 2025 
Ausführung : PKW & ADAC Straßenwacht & Polizei Streifenwagen 
Modellnummern : Nr. 1557 CE & Nr. 1561 CE & Nr. 1560 CE 
Rubrik : Siku Super
Produktionsort : China
Farben : Hellblau & Gelb + Weiß + Schwarz & Dunkelgrün 
Maßstab : ca. 1/58
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 7,2 cm x 2,9 cm x 3,1 cm (l/b/h), Höhe bis 3,1 cm & Maß ohne Anhängerkupplung
Preis : ca. je 6,00 € (Kaufpreis neu in 2025)
 
Tja, was soll man zu diesem tatsächlich zweitem, "neuen" Modell von Siku nur sagen? Gehen wir doch erst einmal in die Geschichte des Modells voll rein, denn das ovale Rückfenster ohne Mittelsteg gab dem Käfer aus den Modelljahren 1953 bis 1957 den Beinamen "Ovali". Wenn mir als Hersteller von Modellautos das Wasser bis zum Hals stehen würde, wäre ein VW Käfer mit 100%iger Sicherheit nicht mein neues Jahrgangsmodell, zumal Hot Wheels den Ovali (ovales Heckfenster) sowie auch den Brezelkäfer (ovales Heckfenster mit Unterteilung) schon vermutlich hunderttausendfach produziert und verkauft hat. Und überhaupt ist der VW Käfer nicht nur bei Siku rauf und runter in mehreren Jahrzehnten gebaut worden, sondern bei nahezu jedem großen, mittleren oder kleinen Modellhersteller ist er ebenfalls mehrfach gebaut worden. Das ist ein fast vollständig gesättigter Markt, in dem ein Modell nur noch durch eine Modellautolücke oder extrem hohe Qualität zu einem günstigen Preis verkauft werden kann. Wenn ich persönlich einen VW Käfer bauen würde, dann würde die Auswertung meiner Sammlung hier das schöne Hebmüller Cabriolet als fehlend melden, was sich vermutlich weltweit glänzend verkaufen lassen können. Hätte man bei Siku aber auch drauf kommen können, wenn es jemanden dort geben würde, der mit Sinn und Verstand agiert oder tatsächlich Produkte mit Marktchance entwickelt.
 
Um den hellblauen Käfer auseinander zu nehmen, brauche ich tatsächlich nur wenige Blicke sowie wenige haptische Eindrücke von dem Modell. Diese angefressene Lücke zwischen Stoßstange und Fronthaube sieht nicht nur blöd aus, sondern läßt das Modell unfertig wirken. Die Qualität des Plastikbodens ist so schäbig und billig wie noch nie zuvor bei einem Sikumodell geworden, dass es sogar tatsächlich haptisch auffällt. Durch die seitlichen Trittbretter, welche noch nicht einmal die typischen Rillen haben, kann man das Plastik mühelos runterdrücken, so dass hier das Gleiche Ausbrechen passieren kann, wie bei dem bereits zuvor beschriebenen VW ID BUzz Modell. Da hat selbst Maisto bessere Bodengruppen. Die Anhängerkupplung ist bei diesem Modell fragwürdich, und die Außenspiegel entsprechen nicht dem Jahrgang. Erst mit dem Typ 3 sitzen die Außenspiegel an der A-Säule. In den oben genannten Baujahren stecken sie optisch in den Türholmen und stehen mit einem dünnen Steg seitlich ab. Das die Fahrzeugachse mit einem Durchmesser von etwa drei Milimetern Dicke so herausguckt, sieht nicht nur blöd aus, sondern ist auch bei keinem anderen Hersteller so dilettantisch zu finden. Die Beleuchtung wurde nur simpel einfarbig aufgedruckt, so dass ich hier einmal gesondert das Polistil Modell aus den 70er Jahren hervorheben möchte, welches schon vor knapp 50 Jahren die Streuscheibenoptik im Metall darstellen konnte. Eine dicke Lackblase oder Beule lässt sich zudem am Heck finden, was bei einer Neuerscheinung auch nicht mehr hätte vorkommen dürfen. Bei den anderen Herstellern passiert das ja auch nicht, wobei Lackblasen tatsächlich leider zum Alltag gehören. . 
 
Das ADAC Modell wirkt auf den ersten Blick schlüssig, lässt aber eindeutig die Finesse des Siku Modells VW 1300 in der ADAC Variante mit Dachschild sowie einer Antenne aus der damaligen 1000er Serie vermissen. Während die Optik mit dem seitlichen Streifen zwar stimmt, fehlt allerdings die Wagennummer in Weiß auf der schwarzen Fläche sowie die schwarze Wagennummer auf dem weißen Dach. Auch eine Funkantenne fehlt diesem Modell, wobei man sich dann fragt, wie die Zentrale mit diesem Modell kommunizieren würde. Das sind zwar kleine Details, aber wichtige Details und so viel mehr können die Details nicht kosten. 
 
Das Polizeimodell erhält die gleiche Kritik wie das ADAC Modell. Optisch nicht schlecht, aber dennoch fehlerbehaftet, weil man sich bei Siku nicht wirklich die Mühe machen konnte oder wollte. Eine Funkantenne fehlt sowie der auf den Kotflügeln montierte Lautsprecher, den es selbst bei Siku in der V-Serie seinerzeit schon gegeben hat. Ist also nicht neu, hätte man darauf kommen können, hätte das Modell sinnvoll verbessert. Ist das Zusatzteil denn wirklich so teuer??? Neben dem Lautsprecher fehlen zudem die an den Stoßstangen montierten Sirenen. Die Lage der Blaulichtleuchte macht mich noch etwas stutzig, denn beim VW Käfer gab es baujahrsbedingt dort Unterschiede. Meiner Auffassung nach müsste an diesem Baujahr zumindest eine der damals montierten Zapfenleuchten mit Einsatz seitlich über dem Fahrer montiert gewesen sein. Je nach Bundesland gab es auch Versionen mit zwei Zapfenleuchten und einem dazwischen klemmenden Schild mit der Aufschrift "POLIZEI". Außerdem schwingt immer noch der Gedanke bei mir mit, dass es den Käfer mit einer seitlichen Peilstableuchte zwischen Tür und Kotflügel gab, was aber auch wieder abhängig vom Bundsland variieren konnte. Zumindest die Farbe und die Aufdrucke passen. Die schäbige Felge ist allerdings bei diesem Modell farbig hergestellt worden, so dass ich wieder einmal nach dem "Warum?" frage, warum die anderen Modelle das nicht auch so mit auf den Weg bekommen haben? Da würde der Gesamteindruck zumindest etwas verbessert dastehen. In der Fachsprache würde man sagen : "Siku war immerhin stehts bemüht..."    
 












 

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