Sonntag, 16. August 2026

Achtung an alle Sammler : Der Strichachter als Wanderdüne mit dem beliebtesten Diesel der 60er und 70er Jahre kommt wieder in den Handel zurück... : Mercedes Benz 200D, W115, Schuco, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Schuco (Minimax Import & Export Ltd.)
Modell : Mercedes Benz 200D, Typ W115 (/8), 1968 bis 1976
Lenkung : Linkslenker
Update : Ja, neue Modellfabe in 2026
Rubrik : Edition 1:64 
Produktionsort : China 
Farbe : Blau (vielleicht eine Mischung aus Aquablau und Pastellblau)
Maßstab : ca. 1/64 (3inch)
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 7,5 cm x 2,8 cm x 2,3 cm (l/b/h)
Preis : ca. 14,50 € ( Kaufpreis neu in 2026 )
 
Nach einer echt langen Stillstandszeit in der gesamten ehemaligen Schucopalette kommt nun wieder Bewegung in die Modelle. Gerade bei dem unten gezeigten Modell handelt es sich um einen typischen Mercedes, der auch gerne Mal in zehn Farben oder mehr gesammelt wird. So bin ich mir deutlich sicher, dass nicht nur ich als Käufer von allen präsentierten Farben in Frage kommen werde, da nicht nur ich eine Aufreihung von beispielsweise zehn oder mehr Modellen höchst attraktiv finde. Der neue Hersteller Minimax sollte aber auch die Grundform nicht außer Augen lassen. Ein deutsches Taximodell in Schwarz oder Hellelfenbein fehlt definitiv noch in der Auslage. Und die Frage, warum es nicht schon längst auf dem Markt ist, obwohl man bereits zwei Hong Kong Taximodelle entwickelt und verkauft hat, bleibt erst einmal unbeantwortet. Auch ein Feuerwehreinsatzfahrzeug in Rot mit weißen Kotflügeln als auch ein frühes Modell eines Notarztwagens wäre denkbar. Und sollte der W115 einmal in Limousinenform nicht mehr gewollt sein, könnte man daraus wunderbar ein Kombimodell nach Vorlage der Firmen Crayford, Miesen oder IMA herstellen. Und mit einem Kombimodell könnte man alle Farben und Aufbauten wiederholen... .

Qualitativ ist der schöne Mercedes als Strichachter tatsächlich noch immer das, was er auch vorher war. Trotz der Starrachsenthematik rollt das Modell wunderbar über die Tischplatte. Den Pylonentest würde der Diesel aufgrund der Langsamkeit sowieso immer gut überstehen, so dass ich auf der Tischplatte nur mal ein wenig mit dem Lastwechsel gespielt habe. Da eine Federung am Modell fehlt, ist dieser Mercedes tatsächlich auch äußerst spurstabil geraten. Obwohl es ja eigentlich ein Vitrinenmodell wäre, könnte man das Modell fast schon zum Spielen freigeben, wobei die vielen Kleinteile im überaktiven Spielzimmer schnell verlorengehen könnten (leuchten und Mercedes Stern). Das Interieur ist sehr gut auf die Außenfarbe abgestimmt worden. Wenn ich zeitlich zurück auf die Ersterscheinung gucke, stelle ich fest, dass dieses Modell zudem sein zehnjähriges Bestehen in der Produktion feiern kann. Gutes und Attrakives kommt halt nicht so schnell aus der Mode und lässt sich auch noch über den Zeitraum von zehn Jahren hinaus gut verkaufen.
 
Zu den Details : Hochkantscheinwerfer aus durchsichtigem Plastik mit orangefarbenen Blinkern im oberen Teil, Chromkühlergrill innen in Schwarz und waagerechten Chromverstrebungen, auf dem Kühler befindet sich der verchromte Mercedes Stern, silberne Stoßstangen mit dargestellter schwarzer Gummistoßfängereinlage, Außenspiegel in Silber auf der Fahrerseite (in den Jahren war das noch so, dass dieser extra bestellt werden musste!), gegenläufige Scheibenwischer in Silber, Silberzierrat in Form von Dekorleisten / Schwellerleisten und Scheibenumrandung, silberne Türgriffe, Radkappen mit Mercedes Stern in Silber sowie in Wagenfarbe lackiert, gummierte und profillierte Bereifung, Mercedes Stern samt Dekorleiste auf der Heckklappe in Silber, Modellschriftzug "200D" in Silber, durchsichtige Plastikleuchten in Riffeloptik  dreifarbig (die Riffelheckleuchten stellen das Faceliftmodell dar), Auspuffrohr in Silber, sowie ein graues Interieur.
 
Schuco schaffte in den 70er Jahren bereits mit dem Strichachter große Erfolge. Es gab ein Taxi, ein Polizeiwagen (genannt Peterwagen) sowie eine normale Limousine als 200er Benziner mit 95 PS. Interessanter Weise wies das Modell damals im Maßstab 1:66 die erste Stufe des Strichachters auf, welche man prima an den Heckleuchten erkennen konnte. Alle kleineren Motoren, egal ob Benziner oder Diesel gehören als Vierzylinder der Baureihe W115 an. Alle großen Motoren mit dem Sechszylinder sind W114er. Unten sieht man den klassischen und vermutlich den beliebtesten Motor der Baureihe, hier den 200D, sprich ein 55PS Dieselmotor, der auch die Wanderdüne genannt wurde, weil selbst teilweise LKW schneller beschleunigten. Mit rund 31 Sekunden Sprintzeit von Null auf 100 Km/H beschleunigte er genauso schnell wie der VW Käfer. Die Stückzahlen zeigen auf, dass diese sich zwar vom Vorfaceliftmodell zum Faceliftmodell am Laufende um knapp 30tsd Autos unterscheiden. Insgesamt sollen vom 200er Diesel knapp 340tsd Stück vom Band gelaufen sein. Betrachtet man die gesamte Baureihe so blieb Mercedes inklusive dem Coupé bei knapp über 1,9 millionen Stück, was für die 60er und 70er Jahre ein enormer Erfolg gewesen war. Es bleibt aber zu bemerken, dass man bei Mercedes hier einen echten Verkaufsschlager im Programm hatte und der Mercedes-Benz Strichachter insbesondere als Diesel in großen Teilen der Welt über Jahrzehnte über das Bauende hinweg auch ersichtlich präsent war. Die Haltbarkeit der Technik ist bis heute legendär. Weiterhin ging der Mercedes in die Geschichte als das Modell bei Mercedes ein, wo bis zu 43 Extras für ein Modell angeboten wurden. Das individualisierte stark die Modelle, schaffte aber auch Raum für schöne Gewinne bei Mercedes.  
 










  

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