Samstag, 22. August 2026

Minimax streicht dem VW Golf Modell die Bezeichnung "GTi" und feiert das zehnjährige Jubiläum des Grundmodell VW Golf 1 im eigenen Programm... : VW Golf 1, Typ 17, 1974 bis 1983, Schuco (Minimax Import & Export Ltd.), Modelljahrgang 2026

Hersteller : Schuco (Minimax Import & Export Ltd.)
Modell : VW Golf 1, Typ 17, 1974 bis 1983
Lenkung : Linkslenker 
Update : Ja, neue Modellfarbe in 2026
Rubrik : Edition 1:64
Produktionsort : China
Farbe : Hellblau (Monacoblau, Originalfarbton 1981)
Maßstab : 1/64
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 5,8 cm x 2,2 cm x 2,2 cm (l/b/h)
Preis : ca. 14,50 € ( Mein Kaufpreis neu in 2026 )

Ich persönlich finde die Entscheidung von Minimax, auf den Zusatz "GTi" bei dem VW Golf 1 zu verzichten, mehr als mutig und tatsächlich auch sinnvoll. Matchbox und Majorette hatten sich in der jüngsten Zeit fast schon eine regelrechte Modellschlacht mit dem VW Golf 1 GTi geliefert und das trotz der Modelle, welche man in den 70er Jahren bereits produzierte hatte. Überhaupt baute irgendwie jeder den VW Golf nach, so dass mindestens noch die Sikumodelle als auch die Schucomodelle 1:66 sowie Tomica als auch Polistil mit hinzugezählt werden müssen. 

Qualitativ trennt sich dieses normale Minimaxmodell von dem vorherigen Schucomodell gewaltig. Ein Lackmangel oder ein eingedrückter Lackschaden am vorderen Kotflügel wurde bereits im Werk beseitigt. Die Aufdrucke der schwarzen Scheibenumrandungen sind nicht gerade, so dass es aussieht, als hätte die Dachform Knicke. Der Grundreifen als Gummireifen ist viel zu groß für das Modell. Erst wenn man die Schrauben des Modells löst, hat zumindest die Vorderachse einen halbwegs guten Lauf. Die Hinterachse hat das Problem, dass der Reifen das Radhaus komplett ausfüllt und das rad sich entsprechend dadurch nicht flüssig dreht. Viellecht kann man die Mängel noch bei Teppich verschleiern aber bei glatten Untergründen hat das Modell definitiv ein Problem. Ok, es ist ja auch eher ein Vitrinenmodell, aber dennoch fließen diese Punkte in meine Bewertung ein, so dass das Modell nur ein Durchschnittsmodell ist und verbessert anstatt verschlimmbessert werden muss. 

Zu den Details : Rundscheinwerfer aus durchsichtigem Plastik, schwarzer Kühlergrill mit mittig platziertem VW Emblem in Silber, "GTi" Platzhalter in Schwarz unbedruckt noch vorhanden, orangefarbene waagerechte Blinker, Frontspoiler in Schwarz, Stoßstangen an der Front undem Heck des Modells in Schwarz, schwarze Scheibenwischer, Außenspiegel auf der Fahrerseite in Wagenfarbe lackiert (zu dem Zeitpunkt gab es nur einen Außenspiegel in der Serie. Der zweite Außenspiegel musste immer dazu gekauft werden!), schwarzer Dekorstreifen seitlich (Gürtellinie des Modells), Türgriffe und Tankdeckel in Schwarz, silberne Grundfelge auf gummierten und profilierten Reifen (das ist auch eine Originalfelge vom Golf 1), mehrfarbiges durchsichtiges Plastik als Rückleuchten, Hersteller- und Modellschriftzug "VOLKSWAGEN" in Silber auf schwarzem Grund (auch dieses Detail hatten viele Modelle wobei der Schriftzug oftmals verchromt war und der schwarze Anteil dann ein Gummiduplikat zwischen Blech und Chrom war!), Heckscheibenwischer in Schwarz, Auspuff in Farbe der Bodenplatte (hier Schwarz) sowie ein detailliertes, dunkelgraues Interieur.

Volkswagen steckte Anfang der 70er Jahre tief in der Absatzkrise, da seine ehemaligen Zugpferde mit luftgekühltem Motor nicht mehr den erhofften Erfolg im Verkauf brachten. VW brauchte dringend in fast allen Klassen Nachfolger, welche technisch auch tatsächlich "Uptodate" waren, um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Ab 1974 wurde der VW Golf 1 in den Werken gebaut und wurde tatsächlich auf Anhieb ein Erfolg. Volkswagen baute hier einen Dreitürer, einen Fünftürer sowie auch ein Cabriolet, welches aufgrund des Überrollbügels auch "Erdbeerkörbchen" im Volksmund genant wurde. Insgesamt setzte man vom Golf 1 rund sechs Millionen Modelle ab, wovon bereits jeder sechste ein Diesel war. Auch das Cabriolet war für seine Verhältnisse überdurchschnittlich erfolgreich, denn VW setzte etwa 389tsd Stück davon ab.   

Damals konnte die Kundschaft bei den Autoherstellern noch richtig viel Auswahl im Motorenbau vorfinden. Volkswagen baute elf Motoren beim VW Golf 1, um so breit aufgefächert zu sein, so dass man Sparfüchse und auch sportliche Fahrer zugleich als Kunden gewinnen konnte. Neben acht Benzinmotoren mit einer leistungsspanne von 50PS beim Einstiegsmodell bishin zum 110 PS starken GTi gab es auch zwei Diesel mit 50 PS und 54 PS und sogar schon einen Turbodiesel mit 70 PS Leistung. Da sich in den 80er Jahren schon einige Autohersteller mit der Verbrauchssenkung beschäftigten, gab es bei VW frühzeitig die Formel E Automodelle, so dass der Verbrauch um ein bis ganze drei Liter nach unten differierte, was bis zu 30% Einsparung entsprach. Formel E Motoren waren ausschließlich in  Vergasermotoren zu finden.  
 










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