Freitag, 7. August 2026

Tomy präsentiert dem Handel und den Sammlern dieser Welt mit der zweiten Generation des Toyota Celsior erneut ein echtes Vorzeigestück für die Vitrine... : Toyota Celsior, zweite Generation, Faceliftmodell 1997-2000, Tomica Limited Vintage Neo, LV-N356a, Modelljahrgang 2026

Hersteller : Tomy / Tomica
Modelle : Toyota Celsior, zweite Generation, Faceliftmodell 1997-2000
Lenkung : Rechtslenker 
Update : Nein, neues Modell mit zeitgleich gebautem Pendant in 2026
Rubrik : Tomica Limited Vintage Neo, LV-N356a 
Produktionsort : China
Farbe : Weißmetallic + Silber
Maßstab : 1/64
zu öffnen : nichts
Maße Modell: ca. 7,8 cm x 2,9 cm x 2,2 (l/b/h)
Preis : ca. 32,00€ ( Mein Kaufpreis neu in 2026 )
 
Wie immer achtet zumindest Tomy sehr gut darauf, was in diesem Segment produziert wird oder auch wurde. Hausintern hat man bereits die erste Generation des Celsior in der regulären Serie als auch im Premiumbereich hergestellt. Matchbox und andere nahmen sich vermehrt dem Exportmodell Lexus aus der Zeit an. Somit ist es nur logisch, dass man sich auch der zweiten Generation des Celsior im Hause Tomy selber widmet, um hier ein deutliches Statement zum Modell aus der Heimat zu setzen. Gerade im wachsenden Markt der Konkurrenz, welche sich beispielsweise bei Mini GT gesondert um die deutsche Luxusklasse bemüht, setzt Tomica verstärkt auf die Automodelle aus dem eigenen Land. Und das waren bei weitem keine schlechten Modelle, wie man hier im Blog erkennen kann. Mit dem Toyota Celsior der zweiten Genration und somit zudem noch mit dem Faceliftmodell der Baureihe setzt Tomica wieder einmal ein absolutes Highlight in unserem Maßstab und zeigt das Modell so detailliert, dass es mit dem Detailreichtum der größeren Maßstäbe absolut mithalten kann. Die Qualität bleibt zum Glück auf dem bekannten Spitzenniveau, so dass auch Tomica weiterhin als Benchmark gelten darf. Aber die wachsende Konkurrenz rückt bereits verdammt nah an den Primus der Branche heran, so dass man sich weiterhin etwas einfallen lassen muss, um dauerhaft auch die Nummer 1 in unserem Maßstab zu bleiben.   
 
Tatsächlich fallen mir zwei Punkte an dem Modell auf, welche die Konkurrenz bereits öfter behandelt als Tomica selber. Die Innenseite der Außenspiegel spiegelt nicht (also weder in Silber noch in Spiegel-funktion hergestellt). Das Gleiche gilt für den mittlerweile wieder zurückgekehrten Innenspiegel an der Frontscheibe, der auch bei diesem Modell nicht vorhanden ist. Dafür punktet man nahezu konkurrenzlos mit dem Detailgrad des Interieur im Vergleich zum Originalfahrzeug, der Darstellung der Frontleuchten bishin zum Glühmitteleinsatz sowie mit einem Fahrwerk, an dem sich merkwürdiger Weise die Konkurrenz bis heute noch die Zähne ausbeißt. Auch wenn es sich um ein reines Vitrinenmodell handelt, ist die Verführung zu groß mit so einem wunderbaren Modell auch zu spielen. Der schnelle Lastwechsel funktioniert ebenso im Pylonentest so gut wie bei einem deutlich weiteren Abstand der Pylonen und einer höherer Geschwindigkeit. Ein Bremstest absolvieren die Gummireifen bei blockierter Frontbereifung mit einem extrem schnellen Stand. Man kann dabei beobachten, dass die Räder zwar im Radhaus eintauchen, aber nirgends an einem der benachbarten Bauteile scheuern oder stoßen (so wie das bei Majorette beispielsweise genau das der Fall ist). Somit zeigt sich deutlich, dass die Limited Vintage und Limited Vintage Neo Baureihen so ganzheitlich in allen Teilen durchdacht wurden, dass man sich vielleicht genau deswegen vermutlich auch in Zukunft um die Konkurrenz noch nicht so ganz die Sorgen machen muss.  

Zu den Details : rechteckige Flächenscheinwerfereinheit aus durchsichtigem Plastikglas mit Doppelrundscheinwerfern im Versatz samt Leuchtmitteldarstellung und versilberter Randeinfassung, Klarglasblinkereinheit am Rand mit orangefarbenen Blinkereinsatz, verchromter Kühlergrillrand mit schwarzen waagerechten Lamellen innen, silbernes Toyota Emblem mittig auf dem Kühlergrill, silbern abgesetzte Frontschürze mitintegrierter Stoßstange vorne und als Beplankung fortführend seitlich, Lüftungsschlitz unterhalb der Stoßstange in Schwarz mit waagerechten silbernen Dekorleisten, aufgesetzte weiße Kennzeichenplatte, seitlich in Frontschürze befindliche Zusatzleuchten in Silber abgesetzt, orangefarbene Seitenblinker innerhalb des Kotflügels vorne rechteckig dargestellt, Außenspiegel innen matt und außen in Wagenfarbe, Klarglasscheiben, schwarze Scheibenumrandung an Front- und Heckscheibe, silberne Seitenumrandung der Fensterscheiben seitlich, Klarglasschiebedach, B-Säule schmal in Schwarz, Türgriffe seitlich in Wagenfarbe, silberne Schwellerleiste (auch als Beplankung seit der Mercedes-S-Klasse benannt), originaler Felgensatz verchromt mit profilierten Gummireifen, Heckstoßstange in Silber, Modellbezeichnung "Celsior" am Heck  rechts in Gold, Toyota Emblem mittig auf der Kofferraumklappe in Gold, große Heckleuchten aus mehrfarbigen durchsichtigem Plastik (mit Rückfahrlicht in Silber), Kennzeichenplatte in Weiß, je Seite eine einflutige Auspuffanlage in Silber (inklusive Endtopfdarstellung unter der Bodenplatte), originale Darstellung der Innenausstattungslinie in hellgelb, in braun dargestellete Holzapplikationen, perfekt konturierte Sitze samt Kopfstützen und Seitenwangen, Hutablage mit darstellung des Soundsystems wie der dritten Bremsleuchte, perfekt konturierte Innentüren sowie ein perfekt dargestelltes Armaturenbrett in Grau.
 
Toyota hat noch nie so wirklich halbe Sachen gemacht, so dass es auch mehr als einen Grund gibt, warum dieser Autohersteller aus bestimmten Gründen an der Weltspitze in punkto Absatz und oftmals auch in punkto Qualität steht. Eine Luxusklasse für die Masse zu etablieren, dürfte wohl zu den schwierigsten Aufgaben im Autobau überhaupt zählen. Als man in 1983 sich aufmachte, genau das zu tun, um in diesem lukrativen Markt mitmischen zu können, nahm Toyota mehr als eine Milliarde US Dollar in die Hand, um nicht nur ein solches Auto zu entwickeln, sondern für den Export auch gleich parallel daraus eine ganze Automarke zu schaffen. Nach oben hatte man als Gegensatz zum Rolls-Royce den Toyota Century im Programm und nach unten den gerade neu erschaffenen Toyota Camry als starke Mittelklasse, so wie das auch noch über 40 Jahre danach heute der Fall ist. Somit wurde die Baureihe Toyota Celsior für den Inlandsmarkt Japan und die Marke Lexus für den Export gegründet. Das Fahrzeug ist bis auf wenige Bauteile baugleich mit dem Lexus LS 400 entstanden (Baureihenbezeichnung UCF20/21). Der unten gezeigte Toyota Celsior gehört der zweiten Generation der Baureihe ab 1994 an und wurde als Faceliftmodell zwischen 1997 und 2000 oftmals in der typischen Farbe Weißmetallic gebaut. Wie bei Mercedes-Benz und dessen S-Klasse, setzte man den unteren Teil der Karosse mit Planken strukturell und farblich ab. Der Toyota hatte einen Vierliter V8 Motor erhalten, der als Faceliftmodell von ursprünglich rund 260 PS Leistung auf bis zu 290 PS Leistung anwuchs. Zum einen fiel der Celsior damit auf, dass er zum leichtesten Luxusliner seiner Klasse gewählt wurde (nur rund 1690 Kilogramm Gewicht) und zum anderen zeigte sich der V8 Motor durchaus als sehr drehfreudig und leistungsstark. Es sind verschiedene Beschleunigungsangaben im Netz zu finden, so dass ich hier einmal auf den baugleichen Wert des Lexus und somit auf die nur 6,7 Sekunden im Sprint von Null auf 100 Stundenkilometer eingehen möchte. Wie die deutsche Konkurrenz hat Toyota den Celsior auf rund 250 Stundenkilometer in der Endspitze abgeriegelt. Die genauen Stückzahlen sind unbekannt, aber schätzungsweise hat Toyota im Inland zwischen 30tsd und 50tsd Modelle jährlich absetzen können und setzte damit einen erfolgreichen Gegenpunkt zum weltweiten Erfolg der S-Klasse von Mercede und dem 7er von BMW.
 













  

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