Dienstag, 12. Mai 2015

Ingolstädter "Open Air" Genuss : Audi A4 Cabrio 3.2 FSi, Typ B7, Nr. 1339, Siku, Modelljahrgang 2007

Hersteller : Siku
Modell : Audi A4 Cabrio 3.2 FSi, Typ B7
Update : nein, neues Modell 2007
Farbe :  Rotmetallic
Maßstab : ca. 1:60
Maße : ca. 8,3cm x 3,1 cm x 2,4cm (l/b/h)
Preis : ca. 3,00 € (Kaufpreis neu in 2007)

Ausstattung / Extras : Flächenscheinwerfer vorne mit durchsichtigem Plastik, großes Audi Emblem mittig auf dem Kühlergrill in Silber, sehr schön detailierte Front, schwarze Lüfzungseinlässe unten mit silbernen Nebelschlussleuchten, schwarzer Kühlergrill in Chromrand eingefasst, Bodengruppe aus Plastik komplett unter Karosse versenkt, gesonderte und originalgetreue Audifelgen im  Lamellendesign als Rad-Felgen Kombination und gummierten Reifen, Scheibenwischer, Rückspiegel, Außenspiegel, ein Auspuffrohr je Seite in Silber, detailiertes Interieur in Dunkelgrau, sehr schön detailierte Karosse, Heckleuchten in rotem durchsichtigem Plastik mit unten liegendem Silberstreifen, Audilogo und Modellbezeichnung am Heck in Silber aufgedruckt, silberne Leiste um das Interieur herum, Scheibenchromleiste, Kennzeichen SI (hier aus Siegen, Siegerland).

Fazit : Kurzum vorweg gesagt, das Modell ist handwerklich einfach sehr gut gemacht. Die Verarbeitungsqualität passt, nichts knistert, das Fahrzeug ist edel verarbeitet und spiegelt ein äußerst hohes Niveau für Modellautos in diesem Preissegment wieder. Aber die Hauptfrage vieler Sammler und Betrachter lautet, was hat sich Siku nur bei der Darstellung der Reifen gedacht? Ist hier der Maßstab irgendwo entglitten? Oder sind das ggf. Reifen eines Audi Q7 gewesen? Oder ist das Modell ein Offroadprototyp für die Scheichs in der Wüste geworden? Fragen über Fragen, die vermutlich nicht einmal Siku beantworten kann, denn "optische Entgleisungen" und Fehlinterpretationen von Proportionen dieser Art sind ja leider heute keine Seltenheit mehr bei der Modellautomarke aus dem Sauerland. Fakt ist, der Audi war seinerzeit relativ beliebt, denn dieses Modell hat diverse Farben in seinem Modellleben erlebt. Interessant ist, das andere Farben heute teurer erscheinen als diese erste Farbe hier. Das Modell wird zur Zeit zwischen 3 und 5 Euro gehandelt und es ist fast schon eine Wohltat, dass Siku auch mal wieder einen Benziner statt einen Diesel als Modell in den Handel bringt.
 


 

Ultimative Rennwagenlegende der 60er Jahre : Ford GT, 1964 - 1968, Matchbox, Modelljahrgang 2007

Hersteller : Matchbox
Modell : Ford GT, 1964-1968
Update : Ja, neue Modellvariante in 2007
Farbe :  Orange
Maßstab : ca. 1/62
Maße : ca. 7,5 cm x 2,9 cm x 1,9 cm (l/b/h)
Preis : ca. 1,50 € ( Kaufpreis neu 2007)

Ausstattung / Extras : Zinkgussfront mit Flächenscheinwerfer in Fotooptik bedruckt, Scheibenwischer,Aussenspiegel, sehr schön detailierte Front, Interieur in Schwarz, klassische Doppelspeichenfelge von Matchbox, geschwärzte Felge, sehr schön detailierte Karosse, schön detailiertes Interieur, Fahrzeug bedruckt mit Startnummer "56", schwarzer Streifen über das Fahrzeug gedruckt, Auspuffrohre in Schwarz, Tankdeckel in Silber auf Motorhaube.

Fazit: Es gibt ja Autos, über die man nichts aussagen braucht, weil sie doch jeder kennt und liebt. Der Ford GT, insbesondere als GT 40, war so ein Typ. Ein Rauhbein, ein Supersportwagen, ein Rennsieger in Le Mans (sogar einer, der einst sogar Ferrari das fürchten lehrte und genau dazu konzipiert wurde). Nur 124 "echte" GT wurden in den 60er Jahren gebaut. Dieses Fotomodell ist ein Fahrzeug im Retro Look, welches Ford in einer ganzen Reihe von Retrofahrzeugen Anfang des letzten Jahrzehnts wieder aufleben ließ. Ein altes Design gepaart mit moderner Technik war durchaus ein Erfolg für so einen gesonderten Wagen in seiner zweiten Lebenshälfte. Zwischen 2004 und 2006 entstanden ca. 4038 Exemplare mit einem sagenhaften 5,4 Liter V8 Motor und 550 PS Leistung.   
 
Für Matchbox geriet gerade dieses Modell als Neuauflage mit in die Bestsellerliste oder gar Hall of Fame. Mehrere Farben und Optiken sowie Felgen gab es bei dem Supersportwagen im Angebot und verzückten ganze Käuferscharen, die die Legende erneut im Regal sehen wollten und für den geringen Kaufpreis seinerzeit zugeschlagen hatten. Das Ursprungsmodell aus den späten 60ern in Weiß oder gar aus den 70ern in Rotbraunmetallic hatte Matchbox vor rund 40 Jahren bereits auf den Markt gebracht. Matchbox rekultivierte sich selber in der Mitte des letzten Jahrzehnts zur Kultmarke unter Modellautobauer und wurde aufgrund des immer größer werdenen Erfolges vom Mutterkonzern empfindlich stark beschnitten. Auch der GT fiel dem neuen Regime zum Opfer. Da das Angebot relativ schmal zur Zeit ausfällt liegt der Sportwagen bei 4 bis 7 Euro, was schon eine ordentliche Wertsteigerung in den kurzen Jahren bedeutet.
 
 


 

Ein Schwede aus Holland mit japanischen Genen : Volvo V40 2.0 16V, Siku, Nr. 1084, Modelljahrgang 1997

Hersteller : Siku
Modell : Volvo V40 2.0 16V
Update : nein, neues Modell 1997, gebaut bis 2001
Farbe :  Rot (Karminrot)
Maßstab : ca. 1:60
Maße : ca. 8,3cm x 3,2 cm x 2,7cm (l/b/h)
Preis : ca. 4,00 DM (Kaufpreis damals in 1998 neu)

Ausstattung / Extras : Flächenscheinwerfer vorne in Silber bemalt, schön detailierte Front, Kühlergrill in Silber, Bodengruppe sowie Stoßstangen vorne und hinten aus Plastik, Standardfelge mit Einheitsmuster, Reifen aus Plastik mit Randprofilierung, Scheibenwischer, Rückspiegel, Außenspiegel, detailiertes Interieur in Hellgrau, schön detailierte Karosse, Heckklappe ist zu öffnen, Volvo Schriftzug am Heck in Silber aufgedruckt, Kennzeichen aus MK (Märkischer Kreis, Sauerland, NRW).

Fazit : Rund zwei Jahre nach dem Original startete Siku mit dem Volvo V40 in den Modellautomarkt.
Etwas ungewöhnlich ist dieser Volvo für Siku schon gewesen, aber dennoch passte das Modell gut in das Programm hinein. Die Zweiliterversion mit dem 16V Motor ist sogar eine echte Volvoproduktion, obwohl das Fahrzeug in den Niederlanden gebaut wurde und die Plattform eine Gemeinschaftsarbeit mit Mitsubishi war ( Baugleich mit dem Carisma). Das "V" steht im Übrigen für "Versatility" oder zu Deutsch "Vielseitigkeit", die ein Kombi in der Regel ja aufzuweisen hat.
 
Das Modell an sich ist zwar gut gemacht, entstand aber in der Ära mit der lausigsten Qualität bei Siku. Allerweltsfelgenabdeckungen machten das neue Modell schon alt, bevor es tatsächlich mit den Jahren aus der Mode kam. Die knisternde Bodengruppe aus billigem Plastik ist ein Ärgernis bei vielen Siku´s aus der Zeit. Zwar hatte wenigstens nur Siku diesen Volvo im Programm, allerdings wurde er nur vier Jahre als PKW ohne Variation produziert, ehe er genau so leise wieder verschwand, wie er einst aufgetaucht war. Emotionen weckt es leider nicht, obwohl auch simple Alltgasautos ihren Charme haben. Aus einst 4,00 DM wurden heute rund 4,00 € als Wert, wenn man ihn denn überhaupt an den Mann bringen kann...
 


 

Montag, 4. Mai 2015

Das große Feuerwehr Spezial (1) : Dodge Monaco, Chicago Fire Department, 1974, Greenlight, Modelljahrgang 2014

Hersteller : Greenlight
Modell : Dodge Monaco, Chicago Fire Department, 1974
Update : ja, neues Modell 2014
Farbe : Rot / Schwarz
Maßstab : ca. 1:64
Maße : ca. 8,8cm x 3,1 cm x 3,0cm (l/b/h)
Preis : ca. 7,00 € (Kaufpreis neu in 2015)

Ausstattung / Extras : Detailierte Zinkgussfront mit Doppelscheinwerfern in Silber, Streifenkühlergrill in Silber, Bumper an der Frontstoßstange (Grundlage ist ein Polizeifahrzeug), Scheibenränder in Chromoptik, klares Scheibenglas, schwarzes Dach, schwarzes Interieur, sehr schöne Detailierung an der Karosse, "Chicago Fire Department" Aufdruck auf den jeweiligen Fahrzeugkotflügeln vorne, Feuerwehrabzeichen auf den vorderen Türen, Türgriffe in Silber, Gummireifen mit Chromfelgen und rotem Reifeninlet, rote Rückleuchten mit weißem Tupfer als Rückfahrlicht, Signalanlage auf dem Dach, Chromstoßstange am Heck, Dodge Buchstaben auf der Heckklappe und der Motorhaube.

Fazit : Das Grundmodell von Greenlight stammt aus dem Jahre 2011, wo man sich dort überlegt hatte, das Blues Brothers Mobil nachzubauen und den 1974er Dodge Monaco dann gleich mit als realen Streifenwagen der Chicago Police zu verwenden. Was zu dem Zeitpunkt keiner ahnen konnte, war der unglaubliche Hype um diesen Dodge und das Blues Mobil sowie auch diese Art von 70er Jahre US-Streifenwagen. Es gab ihn mit und ohne Lampenaufsatz in verschiedenen Ausführungen, und nun als Feuerwehrmodell und meines Wissens gibt es auch eine zivile Variante für die Fans der US Fahrzeuge. 7 Euro gehen als Kaufpreis auch absolut in Ordnung, denn das Modell ist schön verarbeitet und für mein Empfinden schon unglaublich massiv und schwer.
 
Die Behörden und auch Taxiunternehmer orderten dieses Modell recht häufig und es galt auch als zuverlässig. Dodge Modelle mit dem Beinamen Monaco gab es ab etwa 1965 und basierte auf dem damaligen Polara Modell. Das Modell Royal Monaco war noch einmal etwas edler, hatte seine Leuchten unter einer schicken Klappe und auch dieses Modell gibt es von Greenlight als Polizeiwagen zu kaufen. Im Zuge der Ölkrise brachen die Verkäufe des Monaco wohl drastisch ein, so dass der Name dann für zwei weitere Fahrzeuggenerationen verschwand, ehe man in den frühen 90ern den wohlklingenden Namenszusatz wieder verwendete, wenn auch gleich nur für eine Fahrzeuggeneration. Sammelwürdig ist er auf jeden Fall, in jeder Variante.
 
 


 

Das große Feuerwehr Spezial (2) : Ford Crown Victoria Interceptor, 2009, Greenlight, Modelljahrgang 2014

Hersteller : Greenlight
Modell : Ford Crown Victoria Interceptor, 2009
Update : ja, neues Modell in voraussichtlich 2014
Farbe : Rot / Schwarz
Maßstab : ca. 1:64
Maße : ca. 8,4cm x 3,0 cm x 2,1cm (l/b/h)
Preis : ca. 7,00 € (Kaufpreis neu in 2015)

Ausstattung / Extras : Zinkgussfront mit flachen bemalten Langfeldscheinwerfern, der Kühlergrill ist schwarz lackiert, Ford Emblem mittig auf Kühlergrill, Fahrzeug mit Aufdruck "Chicago Fire Department" lesbar auf vorderen Kotflügeln aufgedruckt, Aussenspiegel in Schwarz, Scheibenchrom, klares Scheibenglas, schwarzes Interieur, sehr schöne Detailierung an der Karosse, schwarzweiße Streifen auf den jeweiligen Fahrzeugseiten, Gummireifen mit silberner Felge, Aufdruck "We are there where you need us", rote Rückleuchten, Ford Emblem auf der Heckklappe, schwarze Heckschürze mit roten Rückleuchten, rot-weiß-blaue Signalanlage auf dem Dach, graue Auspuffendrohre..

Fazit : Auch dieser Ford Crown Victoria gehört zu den universellen Modellen bei Greenlight und somit zu den Bestsellern. Zig verschiedene Polizeifahrzeuge sind bekannt und mit verschiedenen Aufdrucken, Felgen und auch teilweise Signalleuchten (je nach Bundesstaat) ausgestattet. Das Feuerwehrmodell ist mindestens ebenso gelungen wie die Polizeifahrzeuge. Die Vergleiche von alten und neuen Fahrzeugen ist zudem immer schön und auch interessant. Bekannt ist der Crown Victoria auch als Taximodell, welches man in nahezu allen US-Filmen immer wieder über die Straßen fahren sieht. Auch wenn der Crown Victoria zig Auszeichnungen für Zuverlässigkeit und geringe Wartungskosten bekommen hat, scheint er wohl auf dem Privatmarkt kaum noch eine Chance in Realität zu haben. Das mag aber auch eher daran liegen, dass dieses Modell als Behördenfahrzeug in den USA fast an jeder Ecke zu sehen ist... 7 Euro sind für das Modell ein reeller Verkaufspreis und das ist das Modell auch zweifelsohne Wert.
 
 


 

Das große Feuerwehr Spezial (3) : Lamborghini Espada GT "Firehunter", 1975-1977, Siku, Nr. 1618, Modelljahrgang 1975

Hersteller : Siku
Modell : Lamborghini Espada 400GT, Firehunter, (gebaut bei Siku von 1975-1977)
Update : Ja, neue Räder R10 ab 1975
Farbe : Feuerrot (Neonrot)
Maßstab : 1/60
Maße : ca. 8,0 cm x 3,0 cm x 2,3 cm (l/b/h), gemessen bis Oberkante Spritzkanone 
Preis : ca. 3,00 DM (mein Kaufpreis gebraucht)

Ausstattung / Extras : Doppelrundscheinwerfer in Zinkgussfront, schön gestaltete Zinkgussfront, gelbes Colorscheibenglas, Interieur in Weiß, Einsitzer mit Tankanlage im Interieur, schön gestaltete Karosse, blaue Signalleuchte auf dem Dach, Spritzkanone auf dem Dach, zwei doppelflutige Signalfanfaren auf der Motorhaube (hier fehlen zwei kleine Lautsprechertrichter), Beschriftung ist noch vollständig ( Motorhaube: TOTAL, Sicherheit Feuerschutz, Renndienst ; Türen: Firehunter), Plastikreifen R10 aus der 1000er Serienbereifung, Türen lassen sich öffnen, schönes Interieur, Stoßstangen in Zinkgussfront, Kennzeichen aus W (Wuppertal, Bergisches Land, NRW), auf der Bodenfläche ist noch der Hinweis "Made in West-Germany" und V317 zu finden.

Fazit: Ja, dieser Lamborghini wurde schon zu mehreren Einsätzen in seinem langen Modellautoleben gerufen, das sieht man ihm zweifelsohne an. Allerdings hat er es im Gegensatz zu anderen Modellen noch relativ human überstanden, zumindest in den letzten 20 Jahren gab es keinen Einsatz mehr. Die Außenfarbe zeigt Blessuren und die Grundierung darunter ist sogar noch zu erkennen. Zwei Lautsprecher haben es nicht überlebt und ein kleiner Sprung in der Heckscheibe zeugen von etwas rauherem Umgang. Als Spielzeug wurde die Rennfeuerwehr einst konzipiert und avancierte bis heute zu einem Kultobjekt unter Sammlern. Das damalige Original und Vorbild der Grand Prix Feuerwehr war allerdings ein Maserati Ghibli, der gewiss eine ähnliche Optik wie der Lamborghini besitzt. Warum Siku seinerzeit den Lamborghini gewählt hat, dürfte allen klar sein, man hatte das Fahrzeug im Programm und musste es nicht neu auflegen. Für das Modell werden heute hohe Preise bezahlt, da es viele Unterschiede in den wenigen Produktionsjahren gibt. Ich denke um die 20 Euro würde dieses Modell vermutlich selbst mit diesen Macken noch bringen.
 
Wer einst einen originalen Lamborghini Espada einmal zu Gesicht bekommen hat, wird durchaus positiv bemerken müssen, dass Siku hier einen recht guten Job in der Nachbildung unternommen hat. Das Fahrzeug von Siku hat sozusagen die Krönung der Karriere zum Serienstopp mit auf den Weg bekommen und wurde als Firehunter noch Jahre später zur Legende. Das Original besitzt einen V12 Motor der rund 350PS leistet, was zugegeben, selbst heute noch nach rund 45 Jahren äußerst beeindruckend klingt. Rund 1217 Exemplare wurden gebaut, so dass er zu den erfolgreicheren Lamborghini´s gehört. Der Clou des Fahrzeuges ist die senkrecht stehende Scheibe über den Rückleuchten, die dem Fahrzeug noch einmal mehr eine gewisse Leichtigkeit gibt. Nur 1480kg wiegt das Fahrzeug, so dass er heute noch durchaus zu den agilsten Fahrzeugen der Welt zählen dürfte. Legenden sterben bekanntlich nie und dieses Sikumodell unterstützt die Legende gerne, da es selber eine ist...
 



 

Das große Feuerwehr Spezial (4) : BMW 325i Einsatzfahrzeug, Typ E36, Herpa (NoName), Modelljahrgang vermutlich Anfang bis MItte 90er Jahre

Hersteller : Herpa (NoName)
Modell : BMW 325i Feuerwehr, Typ E36
Update : nein, voraussichtlich neues Modell parallel zu anderen Einsatzderivaten und PKW
Farbe : Leuchtrot
Maßstab : ca. 1/66
Maße : ca. 6,8 cm x 2,5 cm x 2,4cm (l/b/h)
Preis : ca. 5,00 DM (Neupreis in den 90er Jahren)

Ausstattung / Extras : Flächenscheinwerfer vorne in Silber, der Kühlergrill zeigt die BMW Niere in Schwarz, schwarz lackierte Stoßstangen vorne und hinten, "Feuerwehr" Aufdruck in Weiß auf der Motorhaube sowie den Seitenflächen und dem Kofferraum zu sehen, Scheibenwischer in Schwarz, Außenspiegel, Rückspiegel, Signalanlage typisch der 90er Jahre mit weißem Anzeigeteil und äußeren Blaulichtern, schwarzes Interieur, schwarze Türgriffe und schwarze seitliche Zierleisten, originale BMW Flachfelge des Serien 325i Modells von Herpa, Plastikräder mit grauem Felgeneinsatz, schöne Detailierung der Karosse, Heckleuchten in Rot, schwarze Fußleisten an den Seitenflächen,schön detailiertes Interieur.

Fazit: Natürlich ist Herpa kein NoName Hersteller aber wer hat schon gewusst, dass Herpa tatsächlich einmal einen Versuch in die große und weite Welt von Siku, Matchbox & Co. in den 90er Jahren gestartet hat? Vermutlich kaum einer. Ganze 8 Modelle mit Schwerpunkt Mercedes und BMW sind in meinem Besitz und so wirklich viel mehr wird es vermutlich auch nicht von den recht schweren Metallfahrzeugen gegeben haben, so dass sie im Maßstab 1/64 auch keine Rolle spielen. Der Grund für das Scheitern der Modelle ist mir nicht ganz klar. Der Preis war natürlich heiß in jenen Tagen der 90er Jahre, denn er lag bei kleineren Modellen deutlich über Siku, Matchbox und Co. Aber schauen wir uns das Preis-Leistungs-Verhältnis einmal an, so lag man mit den exklusiven und gut verarbeiteten Modellen eigentlich ziemlich gut im Rennen. Der Vertrieb muss allerdings seinerzeit sehr schlecht funktioniert haben, denn wenn ich mich zurück erinnere, gab es diese Modelle nur in wenigen auserwählten Spielzeugfachgeschäften (die es heute auch schon nicht mehr gibt). Schade, dass Herpa es nur bei einem Testballon gelassen hat, denn mit den ganzen Lizenzen der Plastikmodelle hätte man die Metallautobranche kurzerhand auf den Kopf stellen und revolutionieren und letztendlich auch damit den Preis senken können. Der Maßstab war ein klein wenig zu ungünstig gewählt, denn dieser Maßstab passte eher zu den Schucomodellen der 70er Jahre als zu den Sikumodellen seiner Zeit. Dafür glänzt das Modell bis heute mit seiner Top Verarbeitung und den zahlreichen schönen Details. Das BMW 3er Modell wurde im Übrigen mit der vermutlich verkauften Lizenz an die Chinesen weitergegeben, denn dieses Modell taucht auch schon mal unter dem Label von Hongwell auf.

Der Preis dieses Modells von Herpa ist extrem schwer zu schätzen. Ich vermute einmal, dass die produzierten Modelle fast alle in fester Sammlerhand sind, sich die Sammler an dieser fast einzigartigen Perle erfreuen und daher auch keine Nachfrage oder großartigen Handel hervorrufen. Mit 5 bis 7 Euro würde ich ihn selber in unbespieltem Zustand wie unten zu sehen schätzen. Vielleicht besinnt man sich eines Tages wieder an diese Modelle zurück, die es nicht verdient haben, in staubigen und dunklen Ecken ihr dasein zu fristen...





Das große Feuerwehr Spezial (5) : Mercury Park Lane Fire Chief, No. 55, Matchbox, Modelljahrgang vorraussichtlich ab 1971

Hersteller : Matchbox
Modell : Mercury Park Lane Fire Chief
Update : Ja, neue Modellvariante mit Superfastreifen ab 1971
Farbe : Rot
Maßstab : ca. 1/72
Maße : ca. 7,7 cm x 2,7 cm x 2,7 cm (l/b/h)
Preis : ca. 2,00 DM ( Kaufpreis gebraucht )

Ausstattung / Extras : Zinkgussfront mit Doppelrundscheinwerfer, "Knudsen-Nase", Scheibenwischer, Rückspiegel, Signalleuchte in Blau, sehr schön detailierte Front, Interieur in Cremeweiß, Feuerwehraufkleber mit Feuwerwehrhut und Äxten auf Haube und Seitenflächen,  zwei Insassen zu erkennen, klassische frühe 70er Jahre Superfastfelge von Matchbox, sehr schön detailierte Karosse, schön detailiertes Interieur, Kennzeichen bedruckt mit "MC701-3", "park Lane" Modellbezeichnung auf den hinteren Kotflügeln.

Fazit: Dieses Modell könnte in der Tat das erfolgreichste und bekannteste Matchboxmodell aller Zeiten sein. Jeden, den ich früher vom Spielen kannte, hatte mindestens einen Mercury als Spielzeug. Es wurde zudem ewig lange gebaut, zuletzt als Super Lasers Modell bis in die späten 80er Jahre hinein als State Patrol Police. Was als C-Modell der Regulars 1968 als Polizeiwagen begann, uferte in zig Modelle der Polizei und Feuerwehr im Laufe der Jahre aus. Zudem wurde der Limousine auch noch der baugleiche Kombi zur Seite gestellt und um die privaten PKW ergänzt. So kommen dann durch verschiedene Aufdrucke, Ausführungen und Modelle dann bestimmt auch so 10-20 Varianten zusammen. Das hier gezeigte Modell der Feuerwehr mit nur einer Leuchte auf dem Dach gehört heute zu den selteren Modellen. Meistens haben die späten Modelle mit zwei Dachleuchten überlebt. Mit 10 Euro ist man für den bald 45 jährigen Modellautoopa heute dabei. Ein Schnäppchen, aus meiner Sicht... .
 
Das Fahrwerk, und hier gehe ich einmal gesondert darauf ein, ist bei diesem Superfast Modell in der Tat eine kleine Meisterleistung und verdient den Begriff der Serie "super schnell" auch. Die Reifen aus Plastik haben für den idealen Lauf- und Schwerpunkt an der Innenseite eine Laufrille, so dass das Modell fast wie auf dünnen Schienen dahergleiten kann. Laufruhe und Laufkultur werden mit der gesonderten Federung (nicht zu weich und nicht zu hart) und gerader Spur in Höchstform gebracht. Rollt man diese Modell tatsächlich einmal über eine glatte Tischfläche, merkt man, hier handelt es sich um einen Dauerroller. Die früehn Modelle wie dieses haben die Achse noch in einer Art Klammer stecken, die der Federung den Schwung gibt, der gerade benötigt wird. Das wurde leider in den späten 70ern wieder geändert, so diese frühen 70er Jahre zu den besten Federungs- und Laufkulturjahren überhaupt gehören.
 
Zum Mercury Modell : Prinzipiell gesehen gab es nur zwei Modellreihen um das Park Lane Modell mit einer versteckten dritten Modellreihe in den späten 60er jahren, den edlen Ablegern der Brougham Modellen. Von 1958 bis bis schlussendlich 1968 wurden diese Modelle gebaut. Der Namenszusatz "Park Lane" kam zwar in den 90ern noch einmal in Verbindung eines anderen Modells auf, endete aber prinzipiell in den späten 60er Jahren. Die "Knudsen-Nase" ist ein Begriff für den Versprung in der Mitte der Modellfront. "Bunkie" Knudsen war seinerzeit für die Modelle bei Ford zuständig und prägte eine gewisse Ära der Modelle mit dieser Optik. In Deutschland traf es den Taunus der 70er Jahre, der unter dieser "Knudsen-Nase" auch so bekannt wurde. Die Marke Mercury endete im Jahre 2011 als Folge der großen Finanzkrise im Jahre 2009 und der daraus folgenden US Autokrise.   
 


 

Das große Feuerwehr Spezial (6) : Renault Mégane II Feuerwehr, Majorette, REF 221C, Modelljahrgang 2014

Hersteller : Majorette
Modell : Renault Mégane II Feuerwehr, Original ab 2002 bis 2009 gebaut
Update : nein, neues Modell
Farbe : Rot
Maßstab : ca. 1:58
Maße : ca. 7,8 x 3,0 x 2,9 cm (l/b/h), (Anhängerkupplungsmaß)
Preis : 1,80 € (Kaufpreis neu in 2014)

Ausstattung / Extras : Flächenscheinwerfer in Silber, gelbe aufgedruckte Flächen mit ausgesparter Schrift "Feuerwehr" auf Motorhaube und Seitenflächen, schön detailierte Zinkgussfront, Scheibenwischer, Aussenspiegel, Signalleuchte in Rot auf dem Dach, aktuelle Vielspeichenfelgen von Majorette, schönes Interieur in Dunkelgrau, schöne Detailierung der Karosse, vordere Seitenfenster fehlen und geben Einblick ins Innere, die Türen lassen sich öffnen, Anhängerkupplung.

Fazit: In Frankreich und Teilen von Europa sind solche Feuerwehreinsatzfahrzeuge keine Seltenheit. Es muss nicht immer groß und schwer sein, je nach Einsatzbedarf können auch kleinere Feuerwehrleitfahrzeuge sinnvoll sein. Umso schöner ist dann dieser Renault Mégane II auch in dieser Optik. Majorette ist ja ein ehemals französischer Hersteller von Modellautos und hegt auch heute noch seine guten Beziehungen zu Frankreich und dessen Modellen. Die schöne Flut an französischen Modellen gefällt somit nicht nur Franzosen sondern auch vielen Deutschen. Nach der Pleite von Majorette hat man die Marke neu erfunden und insbesondere in den letzten zwei, drei Jahren es fast von Null auf 100 wieder geschafft, die alten Fans und neue Fans der Marke zurückzuholen. Mit über 70 sehr aktuellen Automodellen, Bussen, LKW und sonstigen Modellen ist man wieder oben auf und spielt im Bereich 1/64 schon wieder mit etwas Bestimmung mit. Automodelle um die 1,80 Euro sind vollkommen OK und sind besser verarbeitet und schöner Detailiert als die Konkurrenz von Matchbox und Hot Wheels als Vergleichsbeispiel. Zudem kostet ein Majorette weniger als die Hälfte eines Sikus, so dass sich der schnelle Wiederaufstieg und der Mehrwert dadurch schon erklären lässt. Das hier gezeigte Modell ist sehr schön und natürlich sammelwürdig. Mit ein wenig Glück bekommt man es noch im Handel, denn zur Zeit finden sich dort eher ein BMW M3 und ein Toyota Hilux als Feuerwehrmodell in den Regalen.
 
Der hier gezeigte Mégane ist übrigens der zweite Mégane in der Modellhistorie und wurde im Original von etwa 2002 bis 2009 produziert. Ob ein normales PKW Modell jetzt auch bei Majorette zur Verfügung stand, entzieht sich zur Zeit meiner Kenntnis. Die schöne Vielspeiche, die sonst nur Mercedes oder BMW ziert, wirkt fast schon ein wenig dekadent...
 
 


 

Das große Feuerwehr Spezial (7) : (Nissan) Prince Skyline 1900 DX Fire Chief, 1957-1963, Japan, Tomy, Modelljahrgang 2009

Hersteller : Tomy
Modell : (Nissan) Prince Skyline 1900 DX Fire Chief, 1957-1963
Update : Ja, neues Modell mit parallel gebauten PKW Modell
Farbe : Rot
Maßstab : ca. 1:64
Maße : ca. 7,0 x 2,6 x 2,5 cm (l/b/h)
Preis : ca. 20,00 € (mein Kaufpreis Neu in 2013)

Ausstattung / Extras : Doppelrundscheinwerfer in Klarglasoptik und ovaler Einfassung, silberner Kühlergrill mit silbernen Grillovalen und weißen Rundleuchten, mittig liegendes Prince Emblem in Gold auf der Motorhaube, silberne Stoßstange, waagerechte Blinker in Weiß oberhalb der Stoßstange, Lautsprecher in Silber auf der Motorhaube, Scheibenchrom in Silber, Scheibenwischer, weißer Kennzeichenhalter hinten, schön detailierte Zinkgussfront, aufwendige Rad-/ Reifenkombination mit Chromfelgenabdeckung auf Weißrand-Gummireifen, Signalleuchte in Rot auf dem Dach, Heckleuchten in Rot in Miniheckflossen, sehr schönes und originelles sowie aufwendig gestaltetes Interieur in Hellbraun, rotes Armaturenbrett mit schwarzem Lenkrad, Rechtslenker, seitlicher Zierstreifen in Silber, Heckstoßstange in Silber, Türgriffe seitlich in Silber, Antenne hinten in Silber, Chromleiste sowie Heckchrombleche in Silber, Prince Emblem und Schreibschriftschriftzug auf Heckklappe mittig montiert, Modelltyp "1900" in Silber aufgedruckt, japanische Schriftzüge in Gold auf den Seitenflächen erkennbar.

Fazit : Ein ungewöhnliches Modell ist dieser Prince Skyline schon. Die Urform ist noch stark amerikanisert und doch ist dieser Wagen so japanisch wie ein Samurei. Der Prince Skyline hat eine ungewöhnliche Geschichte, und zwar eine recht kurze, denn Nissan übernahm die Firma Prince, da sie selber luxoriösere Wagen nicht im Programm hatten und somit auf einen Schlag das Segment beibehalten konnten. Was früher noch als Luxus galt ist heute eher sportlich angehaucht, denn in den 80er und 90er stand der Beiname "Skyline" eher für sportliche anstatt luxoriöse Fahrzeuge. Aber zumindest gibt es heute noch diesen Beinamen nach über vier Jahrzehnten und deutet auf Qualität.
Das Feuerwehrmodell ist herrlich gelungen. Die hohe Qualität ist typisch für die Tomymodelle , so dass sich mittlerweile alle Welt für diese Modelle interessiert und bereit ist, hohe Preise zu zahlen.
 
Auch die Amerikaner etablieren mittlerweile zwei Marken im Bereich von zehn Euro und fahren damit gute Ergebnisse ein. Der Maßstab 1/64 befindet sich im Wandel, so scheint es. Fast möchte man unken, dass die alten Hasen aus dem Bereich mittlerweile schwerer um Kunden kämpfen, als diejenigen, die im High-End-Bereich Modelle produzieren. Ok, um 20 Euro für ein Modell ist und bleibt natürlich eine hohe Summe für solche Modelle, aber der Gegenwert und die daraus resultierende Preisstabilität ist unglaublich. Zumal einen Prince Skyline in der westlichen Welt vermutlich nur eine Hand voll Sammler haben werden...