Montag, 18. Mai 2015

Die feinen Deluxe Roadster von Mercedes Benz : Mercedes Benz SL 55 AMG, Typ R230, Siku, Nr. 1055, Modelljahrgang 2002

Hersteller : Siku
Modell : Mercedes Benz  SL 55  AMG, Typ R230
Update : nein, neues Modell 2002
Farbe :  Silbermetallic
Maßstab : ca. 1:60
Maße : ca. 8,3cm x 3,2 cm x 2,4cm (l/b/h)
Preis : ca. 3,00 € (Kaufpreis neu in 2002)

Ausstattung / Extras : Doppelovalscheinwerfer vorne mit durchsichtigem Plastik, großes Mercedes Emblem mittig auf dem Kühlergrill in Silber, sehr schön detailierte Front, schwarze Lüfzungseinlässe unten mit silbernen Nebelschlussleuchten, schwarzer Kühlergrill mit horizontalen Chromlamellen, Bodengruppe aus Plastik komplett unter Karosse versenkt, gesonderte und originalgetreue Mercedesfelgen im  Sterndesign als Rad-Felgen Kombination und gummierten Reifen, Scheibenwischer, Rückspiegel, Außenspiegel, zwei Auspuffrohre je Seite in Schwarz, detailiertes Interieur in Dunkelgrau (und Darstellung von Navigationsgerät, Handschuhfach, Schaltung, Lüftungsauslässen, Lenkrad mit Mercedesstern u.v.m.), sehr schön detailierte Karosse, Heckleuchten in rotem durchsichtigem Plastik, Mercedes Logo und Modellbezeichnung "SL 55 AMG" am Heck in Silber aufgedruckt, Scheibenleiste in Silber, Sonnenschutzblenden, Kennzeichen SI (hier aus Siegen, Siegerland).

Fazit : Das Modell stammt aus einer Zeit bei Siku, wo man äußerst kreativ war, viele weiterführende Modelle aus den vorhandenen Modellen zauberte und das noch auf einem der hochwertigsten Qualitätsniveaus aller Zeiten. Auch aus diesem Modell wurde noch ein interessanter Ableger entwickelt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt bei diesem Modell einfach, denn die Detailierung des Modells inklusive der originalen Mercedesfelgen machten plötzlich aus einem Spielzeugauto eher ein schönes und dekoratives Sammlerobjekt für die Vitrine. Das Modell an sich befindet sich zur Zeit ungerechter Weise in der Talsohle der Preisfindung. Maximal 5 Euro muss man für so ein Spitzenmodell ausgeben und hat gute Chancen hier mit einem oder zwei Euro als Preis davon zu kommen. Also, schnell kaufen und wegstellen.

Als Mercedes wieder "schön" wurde entstand auch dieser SL in dieser Ära. Das Doppelovalaugendesign kam bei der Kundschaft an und technisch war das Modell auf der Höhe der Zeit angekommen. Man legte mit dem Sondermodell SL 55 AMG natürlich noch die eine oder andere Leistungsschüppe drauf und verwandelte den eher soliden SL zu einem bestialisch klingenden und kleine-hässliche-Autos-verschlingenden Fahrmaschine. 470 PS aus einem V8 Motor sind auch heute noch mehr als imposant. Mit rund zehn Produktionsjahren gehört dieser SL ab 2001 bei Mercedes gebaut zu den mit am Längsten produzierten SL überhaupt. Rund 150.000 Stück wurden von diesem SL gebaut, wo natürlich die AMG Modelle beinhaltet sind.





Vom Pony Car bishin zum Muskelsportwagen : Camaro Z 28, 1983 - 1995, Siku, Nr. 1051, Modelljahrgang 1983

Hersteller : Siku
Modell : Camaro Z 28, 1983-1995 (bei Siku gebaut)
Update : nein, neues Modell 1983
Farbe : Silbermetallic
Maßstab : ca. 1:60
Maße : ca. 8,3cm x 3,2 cm x 2,2cm (l/b/h)
Preis : ca. 2,50 DM (Kaufpreis damals gebraucht)

Ausstattung / Extras : zurückversetzte Doppelrechteckscheinwerfer in Zinkguss, schön detailierte Front, Kühlergrill und Stoßstangen in Zinkguss, Bodengruppe aus Metall, 1000er Serienfelge von Siku, Rückspiegel, schwarzes Lenkrad, detailiertes Interieur in Rot, schön detailierte Karosse, Türen sind zu öffnen, Heckleuchten aus rotem Plastik (aufwendige Konstruktion, Heckleuchten und Interieur sind ein Bauteil), aufgrund des Erstelldatums noch "Made in W-Germany" auf der Bodenplatte eingraviert, Kennzeichen aus MK (Märkischer Kreis, Sauerland, NRW).

Fazit : Und hier ist noch einer der fast schon ewigen Dauerbrenner von Siku. Der Grund des Erfolges ist recht einfach zu beschreiben, denn die Proportionen dieses Modells sind schon extrem gut  gelungen. Selbst der zeitgleich gebaute Camaro bei Matchbox konnte dem Erfolg des Sikumodells nichts anhaben und blieb somit ein eigenständiges Modell. Neben dem silbernen Farbton schaffte es Siku in den zwölf Baujahren noch zwei weitere Farben auf den Markt zu bringen. Ein schwarzes wie auch weißes Modell gibt es noch von diesem Camaro zu kaufen. Wer so einen Camaro heute erwerben möchte, der kann mit ein wenig Glück bereits das schwarze Modell für 3 bis 5 Euro zu erhalten. Der Silberne liegt bereits bei 10 bis 15 Euro und auch der Weiße liegt in etwa in diesem Preissegment. Gute Lacke, die massive Bodenplatte und die guten Laufeigenschaften der Reifen machen dieses Modell fast ewig haltbar und deshalb auch für viele attraktiv.
 
Das hier gezeigte Modell stellt die dritte Generation des Camaro Z28 Modells dar. 1982 wurde er mal von einer deutschen Testzeitschrift zum Auto des Jahres gewählt. Vom 2,5 Liter Vierzylinder bishin zum großen 5 Liter V8 wurde der Camaro bestückt und sorgte somit auch für ordentliche Verkaufszahlen. Die dritte Generation wurde im Übrigen von 1983 bis 1985 gebaut, ehe die Form etwas schärfer wurde und dann auch der markante IROC Camaro gebaut wurde ( das ist dann das Matchboxmodell, welches ich hier auch schon gezeigt habe). Selbst Cabriolets soll es einmal gegeben haben, die aber weder Siku noch Matchbox je im Programm hatten. An sich gehört dieses Camaromodell zu den mit am meisten nachgebildeten Modellen überhaupt, jeder hatte ihn im Programm.
   
 


 

Amerikanischer Autokult und Sportwagenlegende aus den kühlen 80er Jahren : Chevrolet Corvette, Typ C4, 1984 - 1990, Siku, Nr. 1055, Modelljahrgang 1984

Hersteller : Siku
Modell : Chevrolet Corvette, Typ C4, 1984 - 1990 gebaut
Update : nein, neues Modell 1984
Farbe :  Blaumetallic
Maßstab : ca. 1:60
Maße : ca. 8,1cm x 3,1 cm x 2,3cm (l/b/h)
Preis : ca. 4,00 DM (Kaufpreis damals in 1984 neu)

Ausstattung / Extras : Schön detailierte Front, Motorhaube sowie Front und Stoßstangen sind in Zinkguss ausgebildet, Modell mit dem Corvette Emblem auf Motorhaube und Kofferraumklappe, Bodengruppe aus Metall, 1000er Serienfelge von Siku, Rückspiegel, detailiertes Interieur in Dunkelgelb, schön detailierte Karosse, Türen sind zu öffnen, getöntes Scheibenglas, aufgrund des Erstelldatums noch "Made in W-Germany" auf der Bodenplatte eingraviert, Kennzeichen aus MK (Märkischer Kreis, Sauerland, NRW).

Fazit : Die Corvette gehört zu Amerkia wie Hamburger und Wolkenkratzer. Kaum ein anderer Sportwagen ist so dauerhaft und fast schon legendär im Programm geblieben, wie die Corvette, die sogar ultimative Größen wie den Trans Am von Pontiac überlebt hat. Der hier gezeigte Typ C4 ist die vierte Corvette in Folge, die in den nüchternden 80er Jahren produziert worden ist. Vorbei ist die Zeit der geschwungenen Formen, des Coke Bottle Designs und der exzessiven maskulinen sichtbaren Muckis des Vorgängers. Die Corvette wird dezenter, aber nicht schlechter. Unauffällig wird sie auch nicht, aber modern. Und zwar so modern, dass die 80er Jahre Corvette im Autodesign fast schon den Spagat schafft, auch heute noch modern zu wirken. Von 1983 bis letztendlich 1996 wurde der vierte und erfolgreiche Typ gebaut. Der Nachfolger schaffte gerade einmal knapp etwas mehr als die Hälfte der Jahre bis zur Ablöse. Die Corvette wurde im Übrigen gemäß eines kleinen und wendigen Kriegsschiffes benannt, wobei die Namensfindung wohl daraus entstanden sei, dass ein GM Mitarbeiter schlichtweg in einem Wörterbuch danach suchte.
 
Siku baute den Typ C4 nach und strich ihn leider ersatzlos nach sechs Jahren Bauzeit. Amerikanische Autos waren seit den 50er Jahren immer ein Erfolgsgarant für Siku, wobei solche Modelle halt nicht weiter in anderen Versionen verarbeitet werden konnten. Matchbox versetzte den Sauerländer in den 80er Jahren den schweren Schlag, dass sie ebenfalls die Corvette aus dem 83er Jahrgang im Programm hatten. Allerdings handelte es sich hier um ein Targamodell und später fügte Matchbox gar noch das Vollcabrio hinzu. Das Sikumodell bestach schlichtweg in der unglaublichen Qualität und konnte somit zumindest etwas dem Matchboxmodell entgegensetzen. Das Modell ist sehr schwer, die 1000er Reifen mit der Laufrille gelten als laufruhige Könige über einem hölzernen Kaffeetisch. Unbespielte Modelle wie dieses kosten um die 12 Euro, bespielte Modelle bekommt man schon für 1 bis 5 Euro.
    
 


 

Japanische Sportwagenkunst aus den geglätteten 80er Jahren : Nissan 300 ZX, 1985 - 1990, Nr. 1061, Siku, Modelljahrgang 1985

Hersteller : Siku
Modell : Nissan 300 ZX, 1985 - 1990 bei Siku gebaut
Update : nein, neues Modell 1985
Farbe :  Blaumetallic
Maßstab : ca. 1:60
Maße : ca. 8,3cm x 3,0 cm x 2,2cm (l/b/h)
Preis : ca. 2,00 DM (Kaufpreis damals gebraucht)

Ausstattung / Extras : Schön detailierte Front, Motorhaube und Stoßstangen in Zinkguss, getöntes Scheibenglas, Bodengruppe aus Metall, 1000er Serienfelge von Siku, Rückspiegel, Scheibenwischer, detailiertes Interieur in Rot, schön detailierte Karosse, Türen sind zu öffnen, Heckleuchtenband aus rotem Plastik (aufwendige Konstruktion, da Heckleuchten und Interieur ein Bauteil sind), aufgrund des Erstelldatums noch "Made in W-Germany" auf der Bodenplatte eingraviert, Kennzeichen aus MK (Märkischer Kreis, Sauerland, NRW).

Fazit : Diese japanischen Sportwagen hatten in der Tat einmal eine Lobby in Deutschland. Sie steckten mit ihrem Modell in irgendeiner nicht definierbaren Nische, in der sie sogar von Einheimischen gekauft wurden. Ok, es waren nicht die Verkaufsmassen, aber man konnte durchaus den einen oder anderen Wagen in Deutschland und Europa absetzen. So wirkliche Konkurrenz gab es nicht. Porsche lag mit dem 911er weit darüber, Audi steckte in den 80er Jahren noch im mitteldeutschen Spießbürgertum in seinen Modellen fest, Mercedes hatte mit dem SL eine ganz andere Kundschaft und der 6er von BMW war eher ein GT als ein flacher Superportwagen. Also ist dieser Nissan eigentlich mit nichts zu vergleichen. Dabei hätte man sich den Sportwagen durchaus einmal näher anschauen sollen, denn rund 218 PS aus einem V6 Turbo Motor bei knappen 1400kg Gewicht zeugen von einem interessanten Leistungs-/Gewichtsverhältnis. Und so ganz altbacken ist das Design nicht und wirkt zwar etwas angestaubt aber halbmodern heute immer noch. Den Begriff "geglättet" habe ich extra verwendet, da der Vorgänger doch sehr schwungvoll war. Als Nachfolger der frühen Datsun/Nissan Fairlady trat er sein schweres Erbe an, meisterte es aber über rund 7 Jahre Bauzeit recht ordentlich. Er gilt als erfolgreichster Vertreter der ZX Baureihe. Hauptabsatzmärkte waren Japan und die USA natürlich.
 
Mir persönlich gefällt dieses Modell sehr gut, auch wenn es zugegeben zu den Modellen mittlerweile gehört, die so langsam aber sicher in Vergessenheit geraten oder einfach imSchatten einiger anderer Modelle stehen. Zwar hatten andere Hersteller den 300 ZX ebenfalls im Programm, aber durch seine Größe und Eleganz, die das Sikumodell ausstrahlt, überwiegt der Siku im Gesamteindruck und der Qualität. Alles wie gehabt, die schwere Bodengruppe, die Reifen der 1000er Serie, gute Verarbeitung und solide Lacke zeugen von einem Spitzenmodell. Gute Exemplare kosten um 15 Euro, gebrauchte Exemplare liegen bei 1 bis 5 Euro. Schaut man sich das Angebot an, scheint die Nachfrage nach dem japanischen Sportler sehr gering zu sein.
 


 

Caroll Shelby´s bestes Stück aus den späten 60ern : Ford Shelby Mustang GT 500, 1967, Hot Wheels, Modelljahrgang 2010

Hersteller : Hot Wheels
Modell : Ford Mustang "Shelby" GT 500, 1967
Update : Ja, x-te Farbvariante 2010
Farbe : Dunkelgrünmetallic
Maßstab: nicht bekannt
Maße : ca. 7,4cm x 2,9 cm x 2,1cm (l/b/h)
Preis : ca. 1,50 € ( Mein Kaufpreis neu 2010)

Ausstattung / Extras : Rundscheinwerfer in Zinkgussfront, schön gestaltete Zinkgussfrontfront, offene Seitenscheiben, zurückversetztes Lüftungsgitter der Front in Schwarz, Interieur in Schwarz, leicht getöntes Colorglas, goldene Aufdrucke auf den Haupt- und Seitenflächen (Rennstreifen auf Motorhaube, Dach und Kofferraum/seitlicher kleiner Streifen/GT 500/Shelby Emblem an den Kotflügeln), Hot Wheels klassische Felge in Chrom, schöne Detailierung der Karosse, schön detailiertes Interieur, zwei Auspuffrohre in Schwarz.

Fazit: Ein Hot Wheels Jahrgang ohne einen Mustang gibt es eigentlich fast gar nicht. Natürlich zielt dieses Modell speziell auf den amerikanischen Modellautomarkt. Aber mal ehrlich, einen Mustang und dessen Historie samt Philosophie mag fast jeder Autofreund auf dieser Welt, so dass Flut von Mustangs auch nicht wirklich überrascht. 1967 nahm sich Caroll Shelby mit seiner Motorenschmiede und kleinen Autofabrik dem Facelift Mustang an und werkelte los. Heraus kam ein Shelby GT 500 mit V8, Bigblock, 7 Liter Hubraum und Leistungskurven bis zu 500 PS für ein leichtes Ponycar und Männerauto. Genial! Die Rückleuchten stammen vom Thunderbird und dieses Modell war auch eines der ersten serienmäßigen Modelle, welches einen Überrollbügel verbaut bekam. Die berühmteste TV Rolle bekam dieser Shelby als Eleonor in "Nur 60 Sekunden"... 
 
Das Angebot an solchen Modellen mag durchaus groß sein, aber man beachte die kleinen Unterschiede der einzelnen Farben. Da Hot Wheels in kleinen Zeitabständen seit ein paar Jahren diese Modelle farblich innerhalb eines Jahres bis zu zwei oder drei Mal weiter verändert, können hier interessante preisliche Gefälle zu registrieren sein. Die Stückzahlen sind nicht immer nachvollziehbar, so dass auch mal die zweite oder dritte Farbe tatsächlich so selten daher kommt, wie ein Treasure Hunt Modell. Der zur Zeit einzigst in British Racing Green mit Golddekor angebotene Mustang kostet heute 10 Euro, was schon für einen Hot Wheels recht hoch ist. Aufgrund dieser Farbkombination bleibt er vermutlich nicht lange im Angebot, denn diese Kombination ist heiß begehrt und wirklich gut gelungen.
 


 

Boattail-Klassiker aus den USA der 70er Jahre : Buick Riviera, 1971, Hot Wheels, Modelljahrgang 2015

Hersteller : Hot Wheels
Modell : Buick Riviera, 1970 - 1973 (echte Bauzeit)
Update : Ja, neue Farbvariante im Jahr 2015
Farbe : Grünmetallic
Maßstab: nicht bekannt
Maße : ca. 8,3cm x 3,1 cm x 2,0cm (l/b/h)
Preis : ca. 1,80 € ( Mein Kaufpreis neu 2015)

Ausstattung / Extras : drei kleine Rechteckscheinwerfer je Seite in Chromplastikfront, schön gestaltete Chromfront, offene Seitenscheiben, Lufthutzen auf der Motorhaube, Interieur in Chrom, leicht getöntes Colorglas, schwarze Aufdrucke in Form von schwungvollen Streifen auf den Seitenflächen (Mr. Gasket Co. , hier Hersteller von Performance Parts in den USA /Hot Wheels Flagge), Hot Wheels Doppelspeichenfelge in Chrom, schöne Detailierung der Karosse, schön detailiertes Interieur, schwarzes Leuchtenband am Heck.

Fazit: 2005 baute Hot Wheels den ersten Buick Riviera des Jahrgangs 1971 nach und erfreute viele US-Autofreunde, die sich dem verkannten Modell gerne angenommen haben. Die Nachbildung ist hervorragend gelungen und für Hot Wheels Verhältnisse beläuft sich das Tuning und auch die Aufdrucke noch hier relativ dezent. Verkannt ist dieses Modell dehalb, da sich in den frühen 70er Jahren die Käufer nicht an das berühmte Boattail-Design, also einem spitz zulaufenden Heck, gewöhnen konnten. Ursprünglich stammt das Design aus den 30er Jahren, wo einst auch Rolls Royce mit solchen Modellen aufsehen erregte, da man dann um das Interieur noch eine Lage Schiffsplanken spannte und das Auto dann in der Tat einem Boot ähnelte. Die Amerikaner nahmen hier für nur das auslaufende Dach in dieser Optik, welches sanft auf der eckigen Karosse auslief. Tolles Design, aber nicht jedermanns Geschmack. So kam es dann, dass die dritte und vierte Version des Riviera zwar unverkennbar gestaltet wurden, allerdings mit sehr schlechten Verkaufszahlen in den Geschichtsbüchern stehen. Rund 253 PS schöpfte man dann seinerzeit aus einem 7,5 Liter V8 Motor. Wer dieses unglaubliche Modell sein eigen nennen möchte, kann mit rund 1,5 bis 4,5 Euro an Kaufpreisen rechnen. Teurer sind nur die Treasure Hunt Modelle, wenn auch gleich nicht unbedingt hübscher...
 


 

Dienstag, 12. Mai 2015

Ein typisches Muscle-Car der auslaufenden 60er Jahre : Buick Gran Sport 400 Hardtop Coupé, 1967, Auto World, Modelljahrgang 2013

Hersteller : Auto World
Modell : Buick Gran Sport, 1967
Update : Nein, neues Modell aus dem Jahr 2013
Farbe : Hellbraunmetallic matt / Schwarz matt
Maßstab : ca. 1:64
Maße : ca. 8,1cm x 3,0 cm x 2,4cm (l/b/h)
Preis : ca. 2,50 € (Kaufpreis neu in 2015)

Ausstattung / Extras : Zinkgussfront mit Doppelrechteckscheinwerfern in Weiß, der Kühlergrill ist schwarz lackiert und mittig durch einen Steg in Wagenfarbe getrennt, markante hervorstehende Front, Lufteinlässe in Schwarz sind darunter zu finden, dicke Chromstoßstangen vorne und hinten, waagerechte Blinker in Orange in der Stoßstange dargestellt, Dach in mattem Schwarz lackiert, Scheibenchrom, klares Scheibenglas, schwarzes Interieur, Scheibenwischer in Silber, kleine Lufthutze auf der Motorhaube, sehr schöne Detailierung an der Karosse, Türgriffe in Silber und ein Lüftungsgitter in Schwarzsilber auf den jeweiligen Fahrzeugseiten, "GS 400" Aufdruck an den hinteren Kotflügeln und auf der Heckschürze, Plastikreifen mit einer Chromfelge, rote Rückleuchten in Silber eingefasst.

Fazit : Seit gut zwei Jahren stößt der aus dem Maßstab bekannte Modellautohersteller Auto World auch in den Maßstab 1:64 vor und reproduziert amerikanische Modellautos, die sogar zum großen Teil noch nicht in diesem Maßstab existieren. Dieser Buick Gran Sport, kurz ein GS Modell, wurde Weise ausgesucht, denn Hot Wheels hat das Fastbackmodell mehrfach vermarket und so kann Auto World mit dem langgestreckten Hardttop Coupé bei der Käuferschaft erneut gut punkten, in dem dieses Modell ergänzend dazu gekauft wird. Die Modelle an sich liegen seit dem Verkaufsstart auf einem sehr hohen Niveau in der Verarbeitung. Hochwertige Lacke, ein sehr schöner Detailierugsgrad und tolle Felgen machen dieses Modell zu einem Hingucker. Und genau diese Optik wird sich bei immer mehr Modellautos durchsetzen und den Maßstab 1:64 weiter profilieren.
 
In Deutschland sind diese Modell nur im Internet bzw. über ausgewählte Importeure erhältlich. Die Illusion des "Schnäppchens" sollte ich hier an dieser Stelle allen Lesern nehmen, denn mein Kaufpreis entspricht nicht dem sonstigen Angebotspreis, welcher inklusive Versand dann bei rund 10 bis 12 Euro pro Stück liegt. Auf einer Messe konnte ich zu dem vorher genannten Preis vier Stück erwerben und hatte dabei einfach Glück. Bei 12 Euro pro Stück hätte ich das Modell vermutlich nicht gekauft...
 


 

Opels noch aktuelle Mittelklasse : Opel Insignia, Norev, Modelljahregang ca. 2012 oder etwas später...

Hersteller : Norev
Modell : Opel Insignia
Update : ja, voraussichtlich neue Modellfarbe zu dem parallel gebauten Modell in Schwarz
Farbe : Graumetallic
Maßstab : 1/64
Maße : ca. 7,6cm x 2,9 cm x 2,3cm (l/b/h)
Preis : 3,00 € (Kaufpreis neu in 2015)

Ausstattung / Extras : Flächenscheinwerfer in Klarglasoptik, sehr schön detailierte Zinkgussfront, Nebelscheinwerfer in Silber, Kühlergitter in Schwarz mit silbernen Lamellen, Opel Emblem mittig auf dem Kühlergrill (oberste Leiste), Lufteinlässe unten in Schwarz, Kennzeichenblende vorne und hinten in Silber (bedruckt mit dem Modellnamen "Insignia"), Scheibenwischer, Außenspiegel, Sitze in Schwarz, sehr schöne Detailierung der Karosse, Plastikreifen auf originalen Speichenfelgen von Opel, Scheibenchrom, B-Säule in Mattschwarz, Heckleuchten in Rot, dritte Bremsleuchte in Rot, Türgriffe in Silber, silberne Dekorleiste sowie das Opel Emblem auf dem Kofferraumdeckel, schönes detailiertes Interieur.

Fazit : Dieses Modellauto habe ich vor kurzem für einen sehr kleinen Betrag erstanden. Bei der Historie von Modellautos hätte in der Regel Siku diesen Opel nachbauen müssen, doch Norev verdient hier in diesem Fall sein Geld damit und schöpft auch noch diverse Farben und somit doppelte Verkäufe aus. Und das Modell ist außergewöhnlich gut gelungen. Für rund drei Euro erhält man ein Modell der Spitzenklasse mit hohem Detailierungsgrad und sehr ordentlicher Qualität. Prinzipiell gesehen ist es fast auf der Höhe mit den Limited Modellen von Tomy aus Japan. Auch die eigene Konkurrenz Majorette schlägt man mit diesem Modell haushoch im direkten Vergleich und ist dabei nur gering teurer. Weiterhin ist dieser Opel noch deutlich seltener in der Vitrine als ein Porschemodell, so dass er aus diesem Grund schon deutlich mehr Kaufanreiz bietet.
 
Dieser Opel ist im Übrigen von der Geschichte her ein Weltauto von GM (General Motors) und der Nachfolger des Vectra. Als Buick La Crosse findet man ihn genauso mit wenigen optischen Änderungen in den USA und als Vauxhall in Großbrittanien sowie natürlich als Opel in Deutschland. Das nennt man übrigens Badge Engineering, wenn die Grundkonstruktion mit wenigen Änderungen mehrmals verkauft wird. Und das wurde GM und anderen US-Automarken schon einmal zum Verhängnis und für Opel leider auch, denn der Insignia war zwar anders als der Vectra, trifft aber mit diesem Design nicht unbedingt den Geschmack der Europäer. Seit 2008 gibt es den Opel Insignia bereits und wurde mit der Werbekampagne "Umparken im Kopf" kurzzeitig in den Verkäufen angeregt. Das aktuelle Modell ist in diesem Maßstab übrigens einzigartig und ist wirklich als Kauf zu empfehlen. "Umparken im Kopf" kann man sozusagen auch im Modellautoregal...
    
 


 

Europa´s beliebtester Luxuslademeister der 90er Jahre : Mercedes E290 Turbodiesel, T-Modell, Siku, Nr. 1088, Modelljahrgang 1999

Hersteller : Siku
Modell : Mercedes Benz 290 Turbodiesel T-Modell (Typ W210)
Update : ja, neues Modell 1999
Farbe :  Blau
Maßstab : ca. 1:60
Maße : ca. 8,7cm x 3,1 cm x 2,7cm (l/b/h)
Preis : ca. 5,00 DM (Kaufpreis damals in 1999 neu)

Ausstattung / Extras : Vier ovale Rundscheinwerfer vorne in Silber bemalt, schön detailierte Front, Kühlergrill in Silber, Mercedes Emblem ist in Silber auf der Motorhaube dargestellt, Bodengruppe aus Plastik vorne und hinten zudem als Schürze dargestellt, gesonderte und originalgetreue Mercedesfelge im Kanaldeckeldesign, Reifen aus Plastik mit Randprofilierung, Scheibenwischer, Rückspiegel, Außenspiegel, detailiertes Interieur in Hellgrau, schön detailierte Karosse, Heckleuchten in Rot lackiert, Mercedesstern sowie Typ "E290" und Motorart "Turbodiesel" am Heck in Silber aufgedruckt, Heckklappe öffnet sich, Kennzeichen aus MK (Märkischer Kreis, Sauerland, NRW).

Fazit : Diese Mercedes E-Klasse ist das Nachfolgemodell des W124. Während der Vorgänger bei Siku sehr lange gebaut wurde, ist dieses T-Modell erstaunlicher Weise nur vier Jahre lang produziert worden. Auch den Bruder als Limousine gab es wie bei dem Vormodell parallel zu kaufen. Zur Produktionszeit muss man noch erwähnen, dass sowohl Farbwahl als auch Motorenauswahl nicht die Beste war, denn das Blau ist komisch dominant und der kleine Turbodiesel wenig spektakulär für den Erwerb eines Traumautos, den die E-Klasse an sich für viele Menschen darstellt. Knisternde Scheiben und die knisternde Bodengruppe zeugen von einer schlechten Verarbeitungsqualität. Dafür gab es dieses Modell nicht nur als PKW Modell, sondern wurde noch als Taxi sowie als Feuerwehreinsatzfahrzeug gebaut und angeboten.
 
Der W210 war seit seinem Erscheinen ein echter Verkaufsschlager bei Mercedes. Während dem W124 die zeitgleich gebaute 5er Baureihe E34 schon mehrfach in den Verkaufszahlen überholt hatte, konnte man mit der ersten Vier-Augen-E-Klasse den Abstand zu BMW in den 90er Jahren wieder vorerst ausbauen. Allerdings steckte Mercedes 1998 direkt in der Übernahme von Chrysler drin, so dass mit der größte Fehler unternommen wurde, den ein Fahrzeughersteller machen konnte. Es wurde an der Qualität gespart, um Geldmittel für die Übernahme und Sanierung der Marke Chrysler einzuholen. Daher geht der W210, egal ob Kombi oder Limousine, als fast schon "rostigste" E-Klasse aller Zeiten in die Geschichte bei Mercedes ein. Auch bei den Dieselmodellen E270CDi gab es deutliche Qualitätsprobleme, so dass Mercedes zum Ende dieser Baureihe auch den Vorsprung an die Konkurrenz verlor. 
 


 

Weltweit gefragter Lademeister der 80er Jahre : Mercedes Benz 300 TE, Typ W124, Siku, Nr. 1064, Modelljahrgang 1986

Hersteller : Siku
Modell : Mercedes Benz E 300  T-Modell (Typ W124)
Update : nein, neues Modell 1986
Farbe : Silbermetallic
Maßstab : ca. 1:60
Maße : ca. 8,6cm x 3,0 cm x 2,6cm (l/b/h)
Preis : ca. 4,50 DM (Kaufpreis damals in 1986 neu)

Ausstattung / Extras : Flächenscheinwerfer in durchsichtigem Plastik, schön detailierte Front, Kühlergrill und Stoßstangen in Zinkguss, Modell mit dem Mercedesstern, Bodengruppe aus Metall, 1000er Serienfelge von Siku, Rückspiegel, detailiertes Interieur in Weiß, schön detailierte Karosse, Heckklappe ist zu öffnen, Dachreeling, aufgrund des Erstelldatums noch "Made in W-Germany" auf der Bodenplatte eingraviert, Kennzeichen aus MK (Märkischer Kreis, Sauerland, NRW).

Fazit : Dieses T-Modell ist wie sein reales Vorbild im Original fast unkaputtbar. Massives Metall, sehr gute Lacke, Top Verarbeitung, schwere Bodenplatte und noch die klassischen Reifen der 1000er Serie lassen dieses Modell alles mitmachen und widerstehen fast schon jeder "brutalen" Kinderhand im Spielwahn. Neun Jahre wurde dieser Dauerbrenner als T-Modell und als Taxi gebaut und erfreute viele Sammler und mit Sicherheit auch noch die spielenden Kinder. Die Baureihe W124 ist bei Siku durchaus als Meilenstein zu betrachten, denn neben dem Kombi gab es auch zeitgleich die Limousine parallel zu kaufen. Diese Kombination funktionierte noch beim Nachfolger ebenfalls sehr Verkaufswirksam und danach ließ es Siku leider aus bisher unerklärlichen Gründen, das E-Klassen Duo zu reproduzieren. Da die E-Klasse Bestsellergarantien besitzt, machen das Geschäft ab dem W211 T-Modell andere und Siku bleibt außen vor. Den W124 gab es übrigens noch als Taxi T-Modell. 
 
Der Lack des Modells hat ein paar Blessuren und das war es dann auch schon mit den Nachteilen dieses Modells, mit dem ich tatsächlich selber noch ein klein wenig gespielt habe. Ist es tatsächlich schon knapp 30 Jahre her??? Wie doch die Zeit vergeht... Das T-Modell ist in hohen Stückzahlen produziert worden, so dass sich nun heute der Kaufpreis nahezu in Grenzen hält. Das Angebot ist groß und zwischen 3 und 5 Euro wird man bereits mit guten Modellen fündig. Erstaunlicher Weise glauben manche Verkäufer, hier bis zu 20 Euro erhalten zu können, wobei ich diese Tatsache als nicht für umsetzbar bei diesem Modell und dieser Angebotsfülle halte. Käufer sollten lieber die frühen Originale nehmen, denn die letzten Modelle haben gräßliche Felgen und komische Lacke erhalten. Somit dürften diese auch künftig nicht sonderlich weiter gefragt sein.