Freitag, 30. November 2012

Der "Baby-Benz" : Mercedes Benz 190E 2.3 16V , W201, von Majorette

In den 90ern waren Majorettemodelle für eine kurze Zeit absolut "In" und in schöner Hochform. Das hier gezeigte Modell gehört zu den späteren Modellen der 190er Ära bei den Franzosen, in der das "Made in France" unter den Modellen verschwand. Majorette bot den Benz natürlich in hoher Leistungskraft als 2.3 16V an und zeigte damit Siku als Anbieter eines schlichten 190E die Auspuffrohre. Das attraktivere Modell ist das von Majorette, und das hat seine Gründe!

Zum Modell : Mercedes Benz 190E, 2.3 16V, in Grünmetallic mit dunkelgelber Innenausstattung. Eine giftige und schon recht schräge Kombination. Bei dem Modell handelt es sich schon um ein Faceliftmodell der letzten Baujahre mit weißen Lampen und Blinkleuchten aus Plastik vorne, einer sehr sauber verarbeiteten silbernen Frontmaske aus Metall mit aufgesetzten Mercedesstern. Scheibenwischer lassen sich auch erkennen! Die klassische Seitenlinie ist perfekt. Schön gestaltet sind die sportlichen, gebogenen Schweller unten, sowie die Gestaltung der Stoßstangen mit dezenten Spoilerlippen. Die zur Zeit gültige Felge bei Majorette haben alle Modelle getragen, wobei die Lochfelge schon irgendwie recht gut zum Baby-Benz als stilistisches Element der 90er passt. Die vorderen Türen lassen sich übrigens öffnen. Das Heck trägt die Modellbezeichnung und die Motorleistung mit Würde. Passend zur Leistung findet sich der Heckspoiler auf dem Heckdeckel, der nicht so wirklich zum Image von Mercedes passte, zum Modell aber herrlich. Die Lampen hinten sind in Sitzfarbe (konstruktionsbedingt). Interessanter Weise besitzt das Modell noch eine Heckscheibenheizung, denn die feinen Linien wurden in die Scheibe mit eingebracht. Ein schönes Extra, welches andere Hersteller nicht anbieten! Typisch Französisch : Als Schlussbild gibt es noch eine kleine Werbeversion des 190ers mit dem Sponsor-Logo "ANTAR", einer Tochtergesellschaft der ELF-Aquitaine Mineralölgesellschaft, die im Jahre 2000 von TotalFina gekauft wurde und vom Markt verschwand. Ein schönes Zeitdokument und ein herrlicher Wagen für die Vitrine...



In Hochform : VW´s "new" New Beetle von Hot Wheels 2012

Ein Meisterstück von Hot Wheels. Ein aktuelles "neues" Modell aus dem Straßenalltag, eine fast schon sündige Metallicfarbe mit einer Andeutung eines Vinyldaches und dezente Tuningfelgen aus dem hauseigenen Portfolio der Hot Wheels Schmiede. Perfekt. Sollte man sich ggf. nicht darauf einmal spezialisieren? Einen New Beetle zur Zeit in den Geschäften zu bekommen ist gar nicht so einfach, hat er doch fast den Status eines "Treasure Hunt Modells" von Hot Wheels und ist dementsprechend begehrt. Und für die Preisklasse handelt es sich um einen perfekten Wagen bzw. Modell.

Zum Modell an sich : Zwei rund-ovale Kulleraugen vorne, die bedruckt sind und in diesem Fall Männerherzen und Sammler erweichen lassen. Dazu prägt die Front des Modells noch das VW Emblem in Silber. Das wunderschöne Rotmetallic hätte nicht besser gewählt werden können, denn es unterstreicht eine elegant sportliche Note des Fahrzeuges. Die Andeutung des Vinyldaches lässt die 70er fast schon hochleben. Konturen und Karosseriedetails lassen nicht auf Unvollständigkeit schließen. Die Seitenlinie des New Beetles lässt die Qualität des Modells hervortreten. Die schönen Speichenfelgen sind zwar sehr modern, zieren sonst bei Hot Wheels nur Porsche oder Aston Modelle, passen aber erstaunlich gut auf den VW. Aussenspiegel und eine Dachantenne für die Fahrzeugkommunikation finden sich auch auf dem Modell. eine schwarze Innenausstattung wurde ebenfalls Weise zur Farbgebung gewählt. Am Heck des New Beetles geht die Detailierung weiter. Neben einem leichten Heckspoiler finden sich auch hier wieder bedruckte Lampen und das Emblem wieder. Durchaus selten ist das bedruckte Nummernschild des Modells. In den USA wäre so ein Kennzeichen tatsächlich möglich.... Für die Leistungsentfaltung gibt es am Heck noch zwei dezente Auspuffrohre. Fazit? Kurz und knapp : Schulnote 1, hier stimmt alles. Das Modell ist ein Hingucker und eine Bereicherung für jede Vitrine...


Dienstag, 20. November 2012

Giftzwerg : der Mazda 2 von Matchbox, Jahrgang 2008

Das ist einmal ein Kontrastprogramm. Kein klassiker, kein Supersportwagen, keine Oberklasselimousine. Sondern schlichtweg ein kleiner Mazda 2. Ökologisch sinnvoll. Ein vernünftiges Auto. Kostengünstig. Und auch solche Fahrzeuge muss es geben, und gehören zur Modellautovielfalt einfach dazu. Matchbox brachte vor rund 4 Jahren diesen Mazda heraus, wobei es zugegeben, von anderen Derivaten, erfolgreichere Modelle gab. Kompaktautos sind halt doch nicht jedermanns Sache und vorraussichtlich nicht immer erste Kaufwahl.

Zum Modell : ein Mazda 2 in Giftgrünmetallic mit dem Zoom Zoom Effekt. Klein aber OHO! Die Details lassen sich sehen, so gingen doch die Kreateure recht liebevoll mit dem Kleinwagen um. Bedruckte Scheinwerfer mit orangenem Blinker, Markenschriftzug auf dem Kennzeichen und natürlich das Markenemblem in Silber auf der Front, dazu den Kühler und den Lufteinlass in Schwarz. Interessant : der Mazda ist ein Rechtslenker. Als weiteres Gimmick hängt der Rückspiegel im Fahrzeuginneren von dem Dach aus herunter. Ansonsten sind die Sicken und Linien dem echten Modell sehr schön nachempfunden. Die B-Säule besteht hier aus Plastik. Nicht schön, aber selten! Die Felgen sind stumpfer Standard und reißen keinen Betrachter vom Hocker. Warum auch? Es ist ein Kompaktwagen... Das Heck wurde wie die Front behandelt : bedruckte, zweifarbige Lampen, Firmenschriftzug auf dem Kennzeichen, Emblem auf der Kofferraumklappe, Modellbezeichnung aufgedruckt. Einen Heckscheibenwischer gibt´s auch noch. Sammelwürdig? Ich finde schon, denn schlecht ist der kleine nicht, auch wenn er nicht zu den aufregendsten Fahrzeugen der Welt gehört...


Sonntag, 18. November 2012

Der " Bulli " vom Dienst : VW T2 Kastenwagen 1970 von Matchbox

Er gehört zu den markantesten Kastwagen und Nutzfahrzeugen der Welt : Der VW Bus, genannt "Bulli" aufgrund der bulligen Optik, hier der T2 von 1970. Zahlreiche Aufbauten hat es gegeben und dieser Bulli hat Europa und die Welt bereist, was durchaus an der Zuverlässigkeit und der Variabilität des Konzeptes gelegen hat. Matchbox hatte bei der Einführung seiner Heritage Classic Modellreihe den richtigen Riecher bewiesen und sorgte im Jahre 2007 bis heute für einen enormen Ansturm auf die Regale der Spielzeugläden, denn dieser Bulli war gefragt. Die Farbkombination ist typisch für diesen VW, ebenso der Aufbau als Bus, hier sogar als Campingbus mit vorraussichtlich einem Westfalia Aufbau.

Zum Modell : Ja guckt der nicht sogar niedlich oder gar drollig? Form follows Function, das wusste nicht nur der Architekt Ludwig Mies van der Rohe, sondern auch die Designer und Erfinder bei Volkswagen von dem Bulli. Der Fahrer sitzt direkt hinter der Frontscheibe, die Lüftungsgitter dienen zur Scheibenentlüftung. Das VW Zeichen prangt überdimensional mittig auf der Fronthaube, links und rechts daneben etwas kleiner die runden Kulleraugen des Bullis. Matchbox hat hier schon perfekt gearbeitet, denn neben Farbgebung hat mna alle relevanten Teile bedruckt und mit Details bedacht. Selbst an die Winker hat man gedacht. Zurück zu alten Traditionen, hat man sogar wieder die Frontscheibe mit Scheibenwischern und Rückspiegel bedacht. Zusätzlich bekam der Transporter die seitlichen Rückspiegel, denen als I-Tüpfelchen noch ein Hauch von Silberlack gut gestanden hätte. Typisch für die Fahrerseite : nur die Fahrertür ist zu öffnen, auf der Beifahrerseite findet sich dann die mittig liegende klassische Schiebtür des VW Transporters. Die Seitenlinie ist stilistisch perfekt nachempfunden, selbst an die hinteren Lüftungsgitter in der letzten Säule hat mna gedacht. Der Personentransporter an sich war 1970 mit Licht durchflutet, als Wohnwagenaufbau konnte man das Dach noch erhöhen, so dass man in dem Bulli auch stehen konnte. Die Reifen des Modells stammen aus der Heritage Classic Reihe und passen wunderbar auf den Transporter. Ein dickes Gummiprofil, ein zarter Chromring und die Zentrierschrauben in der Mitte lassen fast schon ein enig Fuchsfelgenoptik aufkommen. Das Heck ist ebenso sorgfältig gestaltet worden, wie der Rest des Fahrzeuges. Der Heckscheibenrahmen ist schwarz umrandet, auf dem Heckdeckel steht der lesbare Schriftzug "Volkswagen" und die Heckleuchten sind ebenfalls farbig in Ornage für den Blinker und Rot für die Bremslichter abgesetzt. Weiterhin sind die Schlösser für Heckscheibe und Motorhaubenabdeckung (bei VW sitzt der Motor hinten), in Silber abgesetzt. Selbst das Kennzeichen ist hinten beschriftet worden.

Als Schulnote bekäme er eine glatte Bestnote 1. Denn in diesem Maßstab bietet hier keiner mehr, das Modell ist mit viel Liebe und Sorgfalt gestaltet worden. Seit 2007 ist der Bulli erneut nach rund 30 Jahren wieder im Programm von Matchbox, wobei die heutige Version schöner als die von 1969 ist. Den Bulli gab es bereits mit mehreren Farben und Aufdrucken versehen im handel zu kaufen. Ein vorläufiges ende ist erst einmal nicht in Sicht, denn der Transporter verkauft sich dafür zu gut. Ein Weltauto für jedermann mit hohem Wiedererkennungs- und Wiedererinnerungsfaktor.


La grande Nation : Citroen CX "Prestige" Break von Matchbox

Matchbox brachte rund vier Jahre nach dem Erscheinen des realen Modells dieses wunderschöne Automodell 1979 in den Handel und machte es zu einem seiner Standardmodelle. Neben dem einzelnen Modell brachte Matchbox diesen Wagen auch mit Anhängern wie Wohnwagen oder ähnlichen Zusätzen in den Handel. Darum bekam dieses Modell auch eine Anhängerkupplung, was aufgrund der Art des Fahrzeuges, also einem Kombi, auch vollkommen normal und OK ist. Citroen Modelle sind recht rar, wenn Majorette sich nicht aufopfernd darum kümmern würde. Da Matchbox allerdings auch den Vorläufer im Programm hatte, lag dieses Modell recht nahe. Leben wie Gott in Frankreich, das sagte man auch zu den großen Citroenmodellen, die mit ihrer Luftfederung die Dickschiffe sanft über die Straßen gleiten ließ.

Zum Modell : Citroen CX "Prestige" Break. Kombimodelle hießen in Frankreich grundsätzlich Break. Den Zusatz Prestige habe ich einmal hinzugefügt, da die hinteren Türen hier größer erscheinen und somit auf die vergrößerte Variante mit größerer Beinfreiheit im Fond auf das Prestige-Modell schließen lässt. Der Citroen ist äusserst aerodynamisch in der Form. Zwei große flächige Scheinwerfer findet man perfekt eingepasst in der Motorhaube. Darunter finden sich liegend die Blinker. Ein beschriftetes Kennzeichen, hier natürlich aus England bzgl. des Herstellers Matchbox, sitzt mittig in der Front. Scheibenwischer und Rückspiegel finden sich leicht auf der Frontscheibe aufgepresst. Auf der Haube , eher schon auf der Beifahrerseite , findet sich ein Lüftungsgitter samt Haubenerhebung, als wäre es eine kleine Lufthutze. Die schier unendlich lange Seitenlinie zeigt die Größe und imposante Erscheinung des CX auf. Im hinteren Dachteil findet sich eine optische Erhebung, die durchaus auch auf die Aerodynanik noch Einfluss haben könnte. Ein weiteres sehr schönes Detail ist die Abdeckung der hinteren Räder, ebenfalls auf die Aerodynamik und den Luftwiederstand sowie den Verbrauch des Fahrzeug ausgerichtet. Zudem bot das Blech noch einen Schutz für den Reifen. Das Heck wirkt riesig, die Heckklappe ist hier aus Plastik. Erstaunlicher Weise hat Matchbox hier mit dem Plastikteil den Farbton Blaumetallic recht gut getroffen, wobei das Plastik natürlich nur Unifarben ist. Ein weiteres Designmerkmal sind die länglichen, nach oben hin aufgebaut, fast schon gotisch wirkenden Rückleuchten. Die Anhängerkupplung gab es für den Einsatz als Zugfahrzeug in der Austattung mit dazu. Öffnet man die Heckklappe, gibt diese einen Einblick auf den riesigen Kofferraum des Citroen preis.Die Abkastungen links und rechts könnten zusätzliche Sitzmöglichkeiten oder gar autoeigene Verstaumöglichkeiten für Werkzeuge, Verbandskasten, etc. dienen.

Matchbox hat hier ganz klar einen fantastischen Kombi produziert, ein großes Auto aus Frankreich mit historisch wertvoller Geschichte dazu, sowie eine wunderbare Alternative zu den sonstigen Sport- und edelwagen. Denn die Seltenheit des Citroen CX macht sich auch in der Vitrine bemerkbar. Und heute haben die Käufer eines solchen Citroen noch Glück, denn die späten Superfastmodelle lassen sich im Spitzenzustand zwischen 5 und 10 Euro bereits erwerben, vorausgesetzt, man findet einen Verkäufer. Eine Sammlungsbereicherung ist der Citroen aus optischen Gründen ebenso.



Der Millionär : Opel Rekord D von Schuco

Um die schönen Modelle von Schuco weiter zu ergänzen , zeige ich jetzt hier ein weiteres Modell, welches auf seine Art wiederum einzigartig ist. Der Opel Rekord D wurde von der Konkurrenz wieder einmal verschmäht. Bei Siku hatte das den Grund, da die Sauerländer immer noch den Caravan und auch das Coupé vom C-Rekord im Programm hatten, welche sich wohl gut verkaufen ließen, so dass niemand an den Nachfolger dachte. Opels wichtigstes Modell war in den 70ern der Rekord. In der Tat ließen sich hier weit mehr als eine Million Modelle innerhalb weniger Jahre verkaufen. Das lag an Opels Image "Opel, der Zuverlässige" und natürlich auch daran, dass neben der limousine auch noch ein Coupé sowie ein Kombimodell für Stückzahlen sorgte. Weiterhin sorgte Opel für die Leistungshungrige Gesellschaft mit den Commodoremodellen für ordentliches Überholprestige auf deutschen und Europäischen Autobahnen. Schuco bot seinerzeit auf der Bodenplatte die Leistungsdaten zweier Modelle an : zum einen die des Rekord mit 97PS und die des Commodore mit 130PS. Aufgrund der geriffelten Heckleuchten entscheide ich mich für das Commodore Modell.

Doch nun zum Schuco-Modell : Ein gelber Opel war nichts schrilles, sondern durchaus etwas gefragtes in den 70ern. Die Front ist klassisch aufgebaut. Große Eckscheinwerfer aussen und ein riesiger Kühlergrill in der Mitte, welches durchaus amerikansiche Einflüsse von GM seinerzeit waren. Nebelscheinwerfer und Kennzeichen gehören zu den Schuco Modellen dazu wie die zu öffnenden Fahrer- und Beifahrertüren. Opels Seitenlinie war zu dem Kölner Modell etwas nüchternder, was aber auch bei der kundschaft recht gut ankam. Trotz des gehobeneren Image , Opel war die Nummer 2 der deutschen Autohersteller, gab das teilweise "schlichte" Erscheinungsbild den Kick. Die Gürtellinie lag zum Granada deutlich tiefer. Türgriffe und auch ein Beifahrerschloss kann man hier detailiert erkennen sowie ein kleines Lüftungsriffelgitter in der C-Säule des Opels. Den aufgesetzten und aufgeschraubten Tankdeckel aus Chrom muss man sich jetzt einmal denken. Ein sehr schönes Gimmick neben den geriffelten Heckleuchten ist auch die zusätzlich optional erhältliche Nebelschlussleuchte unterhalb der Stoßstange auf der Fahrerseite. Es sind solche kleinen Details, die diese Modellautos so interessant machen. Der bessere Platz für ein Schucomodell ist eh die Vitrine. Wer einen schönen Rekord/Commodore haben will, muss heute, wie in der Realität auch, etwas Zeit und Geld mitbringen, denn die Modelle sind mittlerweile recht rar geworden...


Der "Ovali" : Ford Granada von Schuco

Schuco war in den 70er Jahren kurzfristig eine echte Alternative zu den Matchbox und Siku Modellen in Deutschland. Im Gegensatz zu Siku hatte man allerdings einen kleineren Maßstab der Autos ausgewählt, was sich langfristig als verkehrte Alternative herausgestellt hat. An den Modellen kann es nicht gelegen haben, denn man packte bei Schuco Modelle an, die sonst keiner produzierte, die allerdings seinerzeit populär und auf der Höhe der Zeit lagen. Aber, zu dem alternativen Maßstab lag es mit Sicherheit an der labilen Achskonstruktion, die sich im Kinderzimmeralltag als nicht so haltbar erwies (wer einen Schuco schon einmal restauriert hat, weiß wovon ich spreche), und höchstwahrscheinlich auch an den leichter abblätternden Autolackfarben, ähnlich wie bei Majorette zu der Zeit.

Doch nun zum herrlichen Modell : Schuco weist zwei Alternativen auf dem Bodenblech aus, wo sich das "Kind" dann entscheiden konnte, welches Modell es haben wollte : entweder als Consul mit 75 PS oder das Modell Granada mit 138 PS. Da das Modell Nebelscheinwerfer und Zusatzbeleuchtung hat, entscheide ich mich für den Granada. Dazu hatte Schuco ebenfalls als Extra das beschriftete Kennzeichen mit dem Hertsellungsort N für Nürnberg. Der Firmenschriftzug Ford ist sogar auf der Motorhaube eingestanzt. Lüftungsgitter unterhalb der Frontscheibe finden sich auch auf den Modellen, die ansonsten auch alle notwendigen und wichtigen Konturen der Karosse nachempfunden haben. Die Seitenlinine des Ford Granada 1 ist ein wahrer Augenschmaus. Die Türen lassen sich wie bei Siku auch öffnen. Der große Kölner mit den Sechszylindermotoren galt früher als robust, langlebig und der große Innenraum war eine echte alternative zu Opel und Mercedes zu seiner Zeit. Das Design war zeitgenössisch mit einem Hauch von USA, welches in Europa sehr gut in den 70ern ankam. Die Hohe Gürtellinie sowie der leichte Knick zum Ende der C-Säule hin sind schöne Designspielmittel. Im Gegensatz zur Konkurrenz aus Stuttgart bot Ford seinerzeit ein Vinyldach für den Zweifarben-Look, welches glücklicher Weise auch von Schuco nachempfunden wurde. Die Schucofelgen sind zwar einheitlich für alle Modelle gemacht, passen aber auf den Ford wie die Faust auf´s Auge. Wie bei den realen Modellen kommt auch hier der Gammel recht schnell von unten. Gerade im Schwellerbereich ist der Farbauftrag dürftig, blättert schnell ab oder setzt sich je nach Einsatzgebietes des Ford durch unterwanderter Feuchtigkeit mit Pickelbildung hervor. Das Heck versöhnt die zuvor genannten Mängel, denn hier zeigt sich der "Ovali" von seiner beliebten Seite, denn die oval gestalteten Heckleuchten waren das Erkennungszeichen des Granadas. Der US-Look lässt grüßen, aber die Deutschen und insbesondere die Briten standen seinerzeit darauf. Inmitten der Heckleuchten gab es eine Blende mit aufgruckten Buchstaben der Automarke Ford. Insgesamt betrachtet ist es ein großartiges Fahrzeug welches von der Konkurrenz auch nicht gebaut wurde, so dass dieses Modell in der Tat einzigartig ist und bleibt. Schuco´s Besenderheit, und das sollte man einmal ganz deutlich sagen, war ein ausgesproches hohes Empfinden für die Proportionen im Modell. Das konnte nicht jeder... Ein Modell, welches nicht nur für Fordfreunde schön ist, denn es handelt sich um ein schönes Stück deutsche (Modell-)Autogeschichte.


Hot Wheels Sonderfahrzeuge aus dem TV : Scooby Doo´s Mystery Machine

Und wieder einmal präsentiert uns der große "Mattel Konzern" eine Sonderform als Sonderfahrzeug aus dem TV, hier aus einer vergangenen Zeichentrickserie aus den 60er Jahren der USA : Scooby Doo. Das war ab 1969 eine erfolgreiche Serie, die von Hanna Barbera speziell für die Trickfilme am Wochenende produziert wurde und dort lange lief. Die populärste Besetzung beinhaltet die sprechende deutsche Dogge  Scooby-Doo und vier Detektive: Fred Jones, Daphne Blake, Velma Dinkley und Norville „Shaggy“ Rogers. Später versuchte man das ganze mit realen Figuren zu besetzen, wobei das dann nicht jedermanns Geschmack traf. Über das Fahrzeug an sich und den Hersteller des Fahrzeuges der Serienhelden gibt es zwar viele Ideen, aber leider keine konkrete Bestätigung, welcher Van hier Pate gestanden haben mag. Recht weit vorne als Grundlage liegen hier der Dodge a 100 van 1964, der GMC Handi-Van oder gar ein umgebauter Ford e100 Econoline. Vermutlich wissen es allerdings noch nicht einmal die damaligen Produzenten genau.

Zum Modell : Etwas poppig aufgemacht, hier mit rot-goldener aktueller Felge von Hot Wheels, die sonst nur Porsche oder Aston Martin tragen dürfen, einem frohen Farben Gemisch aus Türkis, Blau und Grün, durch den Radstand etwas unproportional wirkend (ok, das Original ist ein Zeichnetrickmodell...). Ansonsten handelt es sich um einen schlichten US-Van, zweitürig zum Besteigen an den Seiten mit nach aussen öffnenden Klappen hinten. Vorne wurde unterhalb der Frontscheibe ein großes Reserverad montiert. Das Modell ist sehr schörkellos und fast schon geradlinig. Im Prinzip nichts Aufregendes, aber mit deutlichem geschichtlichem Hintergrund für Freunde der Sonderfahrzeugabteilung von Hot Wheels und natürlich für diejenigen, die das in Kindheitstagen auch auf deutschen Fernseh-Bildschirmen gesehen haben.


Samstag, 10. November 2012

"E" wie Extraklasse : Mercedes Benz E63 AMG

Wie zuvor schon einmal bei dem aktuellen M5-Modell dieser NoName Firma beschrieben, hat diese hier neben dem 5er BMW gleich das Pendant aus Stuttgart mit auf den Markt gebracht : Die E-Klasse, und dann noch als AMG Version, dem hauseigenen Mercedes-Tuner.

Die Vorgängerversion dieser E-Klasse, hier noch das Vier-Rundaugenmodell, hat immer noch Erfolg bei Siku, so dass sich die Lüdenscheider nicht an die Produktion des Nachfolgemodells herangewagt haben. Ich habe mich auch hier schon sehr oft gefragt, warum dieses Modell einfach nicht in den Handel kommt. Siku hat das erneut vollkommen verpennt, denn dieses E-Klasse Modell bekommt in der Realität gerade ein Facelift verpast, so dass schon die industrielle Verfallsuhr tickt und Siku dieses Modell auch nicht mehr auf den Markt bringen wird. Schade, denn das E-Klasse Modell wird seit dem W124 regelmäßig gepflegt und produziert, so dass man hier eine hausinterne Tradition bricht. Ob das nicht ein schwerer Fehler ist? Mercedes-Freunde sind bestimmt "Not amused", denn einfach ist dieses Modell nicht zu finden und zu bekommen!
Zum Modell : Die Qualität ist auch hier erstaunlich hoch! Der Mercedes kommt in einem schwarzen Unilack daher gefahren. Die Frontscheinwerfer sind aus eigenständigem Plastik und die nebenliegenden Fernlichtleuchten sind silbern auflackiert. Der Kühlergrill ist farblich silbern abgesetzt, und wurde oben auf mit einem Mercedesstern versehen. Die Konturen des gesamten Modells sind sehr hochwertig und liegen deutlich über der Qualität von Hot Wheels und Matchboxmodellen. Scheibenwischer, Rückspiegel und Eingravierungen im Interieur zeugen von extrem hoher Qualität und machen beim Anschauen richtig viel Freude. Das Modell wurde weiterhin mit einem schönen Extra ausgestattet : ein großes Glasschiebedach! Die Seitenlinie ist schlicht aber ausreichend konturiert. Das Heck ist ebenfalls aufwendig gestaltet worden. Die Lampen sind in Rot abgesetzt und Markenemblem sowie Modellbeezichnung sind aufgedruckt. Die vier Auspuffrohre verraten die größere Motorisierung und auf der Bodengruppe als solches sind die zweiflutigen Anlagen schön detailiert worden. Besonderes Gimmick dieses NoName-Modells sind auch hier wieder die Gummireifen, die mit der typischen Speichenfelge der E-Klasse ausgestattet wurde. Hier saß ein Kenner am Werk, denn das Modell ist herrlich dezent und stimmig zugleich. Kaufempfehlung? Selbstverständlich, vorausgesetzt man findet dieses Modell irgendwo , so wie ich, per Zufall...


Ford Torino 1970, hier Edition "Hot Wheels" in Blaumetallic.

Um die Lücken in den eigenen Modellreihen zu schließen, hat hier Hot Wheels den 70er Jahrgang des Ford Torino auf den Markt gebracht. Im Gegensatz zu der 69er Talladega Version sind hier z.B. die Frontleuchten unter dem Frontgrillgitter verschwunden. Die geschlossenen, aber erkennbaren Luken sind ein wunderschönes Detail von diesem V8-Coupé. Insgesamt betrachtet verschwinden hier vom Vorganger die Kanten und das Modell ist deutlich weicher geworden. Die Front ist nicht gerade sondern weiter abgewinkelt. Die Seitenlinie ist ebenfalls deutlich modifiziert worden, so dass Heckdeckelkante und Motorhaubenkante deutlich tiefer und schräg als am Anschlag sitzen. Die Türgriffe sind silbern abgesetzt und die Editionsmodelle haben den Schriftzug "Hot Wheels" und das Blaumetallic serienmäßig. Sportlich unterstrichen werden sie durch die dezente Tieferlegung des Modells und den Rotringreifen. Die B-Säule fehlt und die C-Säule macht einen eleganten Knick nach oben. Das Heck weist ebenfalls ein paar Besonderheiten auf. Die gesamte Heckscheibe ist mit schuppenartigen Lamellen überzogen, so dass hier keine Heckscheibe erkennbar ist. Breite Lampen zieren das Heck ebenso wie die übergroßen Auspuffendrohre, die nicht zu übersehen sind. Das Modell wirkt maskulin, aber nicht zu übertrieben und stellt somit einen interessanten Vertreter der US-Coupés dar. Fordfreunde freuen sich und diverse Hot Wheels Sammler auch, denn das Modell ist schon gelungen und vom Torino gibt es eine feste Fangemeinde.