Freitag, 12. September 2014

Nicht nur Red Bull verleiht Flügel : Mercedes Benz 300 SL "Gullwing", Siku, Nr. 1470, Modelljahrgang 2007

Hersteller : Siku
Modell : Mercedes Benz 300 SL, "Gullwing" / Flügeltürer
Update : nein, neues Modell 2007
Farbe : Silbermetallic
Maßstab : ca. 1:60
Maße : ca. 8,3cm x 3,3 cm x 2,3cm (l/b/h)
Preis : ca. 4,00 € (Kaufpreis neu)

Ausstattung / Extras : Rundscheinwerfer vorne mit durchsichtigem Plastik, großes Mercedes Emblem mittig auf dem Kühlergrill in Silber, schön detailierte Front, Stoßstangenbumper vertikal vorne und hinten, Bodengruppe aus Plastik komplett unter Karosse versenkt, gesonderte und originalgetreue Mercedesfelgen 300 SL als Rad-Felgen Kombination und gummierten Reifen, Scheibenwischer, in das Dach geschnittene und öffenbare Flügeltüren (Gullwings), detailiertes Interieur in Grau, sehr schön detailierte Karosse, Heckleuchten in Rot lackiert, Mercedes Stern und Modellbezeichnung in Schwarz am Heck aufgedruckt, Mercedes Benz Schriftzug auf den Seitenflächen unter den Flügeltüren aufgedruckt,  Kennzeichen aus Siegen (SI, Siegen, Siegerland), Auspuffrohr am Heck zu sehen.

Fazit : Siku´s Historie zum Mercedes Benz 300 SL geht schon bis auf das Jahr 1963 zurück, wo man den 300SL Roadster als Zinkgussmodell auf den Markt gebracht hatte (siehe Eintrag : Der Superroadster : Mercedes Benz 300SL Roadster mit Hardtop, Siku, 1963, V221 ). In der mittleren 1000er Serie kam dieser gezeigte 300 SL tatsächlich schon einmal heraus, ebenfalls in Silber und später in der Farbe Rot. Damals war das Modell noch schlichter. 2007 machte man erneut das Modell in der Produktion auf, allerdings hier mit dem Unterschied der höheren Detailqualität. Prinzipiell gesehen hat das Fahrzeug nur einen optischen Mangel. Scheinwerfer Ringe und Stoßstangen hätten in Chromoptik kommen müssen, dann wäre der 300er perfekt gewesen. Gerade mit den individuellen Felgen setzt dieser 300er hier einfach neue Maßstäbe. Sein großes Problem aber war, dass dieses Modell irgendwie floppte, vielleicht weil die Differenz zum 1000er Modell nicht so groß ist. Die höchstwahrscheinliche Überproduktion an Reifen/Achsen löste man bei Siku klever. Die Reifen kamen auf moderne E-Klassen Taxen und Streifenwagen, was reichlich skuril ausschaut. Aber dennoch muss man sagen, dass hier ein verkanntes und auch wirklich fast schon erstklassiges Sikumodell entstanden ist. Nur leider hat das Publikum es nicht verstanden. Wer Zugriff auf den 300er SL bekommt, sollte schnell handeln. Hier sieht man einen künftigen Klassiker... 







Der Untergang des Abendlandes oder britischer Katzenjammer : Jaguar XJ 6, Typ XJ40, Nr. 1069 Siku, Modelljahrgang 1988

Hersteller : Siku
Modell : Jaguar XJ 6, Typ XJ40, 1986-1994
Update : nein, neues Modell bei Siku ab 1988 bis 1995 gebaut
Farbe : Dunkelblau
Maßstab : ca. 1:60
Maße : ca. 8,6cm x 3,4 cm x 2,4cm (l/b/h)
Preis : ca. 4,50 DM (Kaufpreis neu)

Ausstattung / Extras : durchsichtige rechteckige Scheinwerfer vorne, schön detailierter Kühlergrill in Zinkguss, Bodengruppe aus schwerem Zinkguss, Standard Siku Räder der 1000er Serie , Scheibenwischer, Rückspiegel, detailiertes Interieur in Hellbraun, Türen lassen sich öffnen, sehr schön detailierte Karosse, Kennzeichen am Heck ist bedruckt, Kennzeichen aus dem Märkischen Kreis (MK, Sauerland, Siku Standort Lüdenscheid).

Fazit : Während man es bei Jaguar gewohnt war, ab 1968 für rund 28 Jahre in Doppelrundschinwerfer zu schauen, schockierte Jaguar die Kundschaft mit diesem XJ 1986. Das klassische und zeitlose Design war in der wechselnden automobilen geprägten Welt eine Ikone des Fahrzeugbaus und dann kastrierte man die Ikone bis auf die letzte Rundung und glättete diese zu gesichtslosen Kanten. Heraus kam dieser unten gezeigte XJ und löste alsbald auch bei Jaguar ein wenig Katzenjammer aus. Vom Untergang einer Ikone wurde oftmals in jenen Tagen gesprochen, doch auch dieses Fehlkätzchen hat die Marke in ihrer Historie überstanden und die Kunden später erneut zurückgewonnen. Die Verkaufszahlen erholten sich mit dem Nachfolger und der Neuinterpretation des klassischen Designs. Damals fand ich diesen Jaguar auch furchtbar und mittlerweile versteht man das Design bzw. was Jaguar eigentlich wollte : einfach nur in der Neuzeit ankommen. Doof nur, wenn die Kundschaft das nicht wollte oder nicht verstanden hatte, es passte die Kante doch so unschön zur englischen Trutzburg oder dem Cottage in Cornwall. Als reales Fahrzeugmodell bekommt man das edle Kätzchen bereits für 1000 Euro. Als Sikumodell schaut es preislich besser aus, rund ein bis fünf Euro darf man ausgeben, es sei denn, man füttert die Preistreiber und ersteigert ein Modell mit Verpackung für um die 15 Euro. Das unten stehende XJ Kätzchen hatte wenigstens noch Format, denn mit dem Facelift und den Baumarktfelgen bei Siku tötete man auch hier den englischen Autoadel.





Sportwagenikone und ewiges Kultfahrzeug : Porsche 911 Turbo, Matchbox, Modelljahrgang 1978

Hersteller : Matchbox
Modell : Porsche 911 Turbo, Modelljahrgang 1978
Update : nein, voraussichtlich erste Modellfarbe
Farbe : Silbermetallic
Maßstab : nicht bekannt
Maße : ca. 7,6 x 3,2 x 2,4 cm (l/b/h), hier ist die Länge das Anhängerkupplungsmaß
Preis : ca. 1,00 DM (Kaufpreis damals gebraucht)
 
Ausstattung / Extras : detailierte Fahrzeugfront, Rundscheinwerfer vorne, schöne Detailierung an der Karosse, leicht getöntes Colorglas, zeitgeistige Matchboxfelge, rotes Interieur, Rückspiegel, Scheibenwischer, Schiebedach, Kennzeichen ist mit einem deutschen Kennzeichen bedruckt (hier aus "S", Stuttgart, Heimat von Porsche), Seitenscheiben sind offen, Türen lassen sich öffnen, Linkslenker, Anhängerkupplung.
 
Fazit : Auch dieser Porsche war in den 70ern und frühen 80ern in jedem Kinderzimmer vertreten. Durch die lange Bauzeit gab es ziemlich viele Farben. Silber ist der Hauptfarbton, aber auch Schwarz, Grün und ein Braunfarbton sind bekannt. Die Proportionen stimmen einfach und das kann nicht jedes Modell von sich behaupten. Hot Wheels 911er war deutlich simpler und weniger original geraten. Siku´s 911er passte während der 1000er Serie, rutschte im Design allerdings bei den Modellen mit Baumarktfelge und somit der Modellpflege in der Qualität stark ab. Matchbox kann zu Recht heute von sich sagen, hier auch im Modellbau eine Ikone gut interpretiert zu haben. Und das Modell ist zudem sehr nett ausgestattet und hier zumindest in einer klassischen Kombination  auf die Welt gekommen, silber aussen und rot innen. Die Anhängerkupplung ist gewöhnungsbedürftig, allerdings wäre der 911er ein echter Hit auf dem Campingplatz mit einem Anhänger! Erschreckender Weise liegt die Ikone preislich zur Zeit in der Marktbeobachtung am Boden. Für bis zu 3 Euro lässt sich schon bequem der "Oldtimer" erwerben. Es haben zu viele Überlebt, so dass sich auch Top Modelle immer noch gut einkaufen lassen und diese Chance sollte man ggf. nutzen, um seine Fehlfarben zu vervollständigen...




 

Flach, flacher, Challenger : Dodge Challenger, Matchbox, Superfast, Modelljahrgang 1978

Hersteller : Matchbox
Modell : Dodge Challenger, Modelljahrgang 1978
Update : nein, erste Modellfarbe
Farbe : Rot / Weiß
Maßstab : nicht bekannt
Maße : ca. 7,5 x 3,2 x 2,5 cm (l/b/h)
Preis : ca. 1,00 DM (Kaufpreis damals gebraucht)
 
Ausstattung / Extras : detailierte Fahrzeugfront, Doppelrundscheinwerfer vorne, detailierter Kühlergrill als Zinkguss, schöne Detailierung an der Karosse, zeitgeistige Lochfelge in groß von Matchbox, chromfarbenes Interieur, Dodge Schriftzug auf der Motorhaube, Scheibenwischer, Seitenscheiben sind offen, Chromfarbene Luftschlitze auf der Motorhaube, weißes Vinyldach, schön detailiertes Zinkgussheck, Dodge Schriftzug auf der Heckblende.
 
Fazit : 1974 gab es einen besonderen Film, den echte Autofans verinnerlicht haben : "Gone in 60 Seconds". Hier ging es um eine Truppe, die innerhalb einer gewissen Zeitspanne luxuriöse Autos knacken und klauen wollten. Beim letzten Modell, einem Boss Mustang Mach 1 ging der Diebstahl schief und eine Stunde lang fegte der Wagen in einer endlosen Verfolgungsjagd über den Bildschirm. Witzig ist, dass man zumindest in den 79ern schön zeigte, wie einfach es ist, ein Modell zu steheln und die Seriennummer zu tauschen. Warum schreibe ich das? Eine der bemerkenswerten Szenen war der Diebstahl eines Dodge Challengers, der bei einem Gebrauchtwagenhändler vom Hof geholt wurde, hier auch ein roter, allerdings mit schwarzem Vinyldach. Man tauschte die Fahrgestellnummer eines gleichen, aber bereits verunfallten Dodge Challengers gegen die des gestohlenen Fahrzeuges aus, um dann den gestohlenen Wagen mit "neuer alter Identität" gegen viel Geld wieder veräußern zu können. Den Schrottwagen hatte man zuvor für kleines Geld erworben, da man hier nur die Identität benötigte. Allerdings, wenn man den Film gesehen hat, fällt einem auf, dass der Challenger deutlich anders proportioniert ist (siehe z.B. diesen Eintrag hier : Ultimate Power : Dodge Challenger mit einem 426er Hemi V8 von Hot Wheels. ). Das Modell ist relatitätsnah, das Matchboxmodell leider nicht. Aber aus der Erinnerung weiß ich noch, dass dieser Challenger in den 70ern ein echter Verkaufshit war. Was ich seinerzeit noch für die obgligatorische "eine Mark" eingekauft habe, wird heute im elektronischen Handelshaus für viel Geld angeboten. 15 Euro sollte im Mittel  jeder aufbringen, der diesen Dodge erwerben möchte. Der Matchbox Challenger ist individuell und sehr gut und man verzeiht ihm merkwürdiger Weise seine nicht stimmenden Proportionen....  



 
 
 

US Streifenwagen in Black & White : Chevrolet Impala (Caprice), 1977-1990, Majorette, Modelljahrgang voraussichtlich Anfang bis Mitte 90er Jahre

Hersteller : Majorette
Modell : Chevrolet Impale (Caprice), 1977-1985 (1985-1990)
Update : nein, voraussichtlich neues Modell
Farbe : Schwarz / Weiß
Maßstab : ca. 1:69
Maße : ca. 8,0 x 2,9 x 2,6 cm (l/b/h), Höhe Signalanlage
Preis : 3,50 DM (Kaufpreis neu Mitte der 90er Jahre)
 
Ausstattung / Extras : sehr markanter Kühlergrill mit Maschenmuster als Zinkguss, sehr schön detailierte Front, blaue Signalanlage auf dem Dach, Scheibenwischer, hellblaues Interieur, klassische Lochfelge der 90er Jahre von Majorette, schönes Interieur in Hellblau, schöne Detailierung der Karosse, "Police" Schriftzug an den Seitenflächen inklusive Polizeiwappen, Türen vorne lassen sich öffnen, Zweifachlackierung in Schwarz und Weiß.
Fazit: Genau kann ich es nicht mehr sagen, aber gemäß meiner Datenbank ist dieses Fahrzeug Mitte der 90er Jahre neu von mir gekauft worden. Zu dem Zeitpunkt konnte man noch relativ problemlos in Supermärkten Majorettefahrzeuge kaufen, heute geht das ja nicht mehr so einfach. Der Polizeistreifenwagen ist recht schön geworden. Typisch Majorette ist die extrem weiche Federung. Kinder mit Spieltrieb haben mit Sicherheit vor 20 Jahren mit diesem Fahrzeug die Verfolgungsjagd aufgenommen, denn die Wendigkeit und Flexibilität fand man in der Regel nur bei Majorette. Matchbox und Siku hatten fast schon Starachsen. Das Modell hat eine lange Laufzeit bei GM hinter sich. Zuerst hieß der Wagen von 1977 bis 1985 Chevrolet Impala, und zwischen 1985 und 1990 wurde der Wagen in Chevrolet Caprice umgetauft. Das gezeigte Modell entspricht den letzten Jahrgängen des Capricemodells. Die Lackierung ist authentisch, ein Stadwappen oder Countynamen fehlt leider. Für heute wenig Geld bekommt man einen erstklassigen Vertreter der US Streifenwagen. Mit maximal bis 5 Euro kann man rechnen, in der Regel kauft man so einen Chevrolet für einen oder zwei Euro ein.



 

Darauf fährt Amerika total ab : Ford F-150, zwölfte Generation, hier der Jahrgang 2009, Hot Wheels Modelljahrgang 2013/2014

Hersteller : Hot Wheels
Modell : Ford F-150, Bauzeit 2008-2013
Update : ja, neues Modell in 2013 / 2014
Farbe : Silbermetallic
Maßstab : unbekannt
Preis : ca. 1,80 € ( Mein Kaufpreis neu )
 
Ausstattung / Extras : schön detailierte Zinkgussfront, großer Chromkühler mit Chromstoßstangen, leicht getöntes Scheibenglas, Frontspoilerlippe, Aufdrucke seitlich als Linien- und Flächenaufdruck, Hot Wheels Speichenfelge mit Rotring, schöne Detailierung der Karosse mit perfekten Proportionen, Hot Wheels Aufdruck an den vorderen Kotflügeln, "F-150" Aufdruck auf dem seitlichen Heckblech, graues Interieur, Heckleuchten in Rot bemalt.
 
Fazit: Darauf fahren die Amerikaner nun einmal ab, hier leichte Trucks oder auch noch Pick ab genannt. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten hat sich das Paradepferd der angeschlagenen Autoindustrie wieder erholt. Der Finanzkrise und höheren Benzinpreisen zum Trotz fährt man(n) wieder Pick Up, und so wie hier, sehr gerne den Ford F-150. Amerika ist nicht nur das Land der unbegrenzten Möglichkieten, sondern auch ein Land mit einfach "viel Platz". Der Europäer fährt lieber Audi, BMW und Mercedes, der Amerikaner halt Pick Up. Hot Wheels hat bis heute viele Modelle gebaut, was angesichts des mit Hauptabsatzmarktes USA auch nicht wirklich verwundert. Für einen Hot Wheels ist er relativ simpel in der Optik dargestellt, nur die Felgen sind etwas poppig. Der Rest lehnt sich sehr schön an dem echten Modell an. Für schmales Geld bekommt man somit ein Stück "American way of drive...".




 

Donnerstag, 4. September 2014

Ein Richtungswechsel mit einem eleganten Bayer : BMW 3er Serie, Baureihe E46, Matchbox, Modelljahrgang 1999

Hersteller : Matchbox
Modell     : BMW 3-Series Coupé, Baureihe E46
Update     : nein, erste Modellvariante 1999
Farbe       : Silbermetallic
Maßstab  : ca. 1:59
Maße      : ca. 7,6 x 3,0 x 2,4 cm (l/b/h)
Preis        : ca. 3,00 DM (Kaufpreis damals neu)

Ausstattung / Extras : schön detailierte Fahrzeugfront, Scheinwerfer- und Blinkeraufdrucke vorne und hinten, die BMW Niere ist detailiert dargestellt, Kennzeichen bedruckt mit "I love my BMW" vorne wie hinten, sehr schöne Detailierung an der Karosse, getöntes Scheibenglas, zeitgeistige Sternfelge, schwarzes Interieur, Rückspiegel, Scheibenwischer, Aussenspiegel, Schiebedach, Seitenscheiben sind heruntergelassen, Linkslenker.

Fazit : Die Baureihe E46 war in jeder Hinsicht ein echter Richtungswechsel. Für BMW war sie die erfolgreichste 3er Baureihe aller Zeiten, ein Wandel von schwindender Qualität zur Langzeitqualität und für Matchbox war sie ein echter Rettungsanker. Zum Modell : Mitte der 90er war Matchbox auf dem allertiefsten Punkt angekommen. Modelle ohne Pfiff, ohne Details, schreckliche Farben und poppige Aufdrucke sowie einfach furchterregende Felgendesigns waren das Markenzeichen einer einst stolzen Modellautofirma. Da sahen die Baumarktradkappen von Siku noch sogar zeitgleich hochwertig gegen die Matchboxfelgen aus. Die neuen Modelle, hier vertreten durch die 3er Baureihe E46 setzten die Kehrtwende ein. Harmonische Proportionen, eine realistische Bedruckung bei den Lampen und eine Spur von "ordentlicher" Felge machten den 3er im zeitlosen Silberlack zum echten Kassenschlager. Die Aussage auf dem Kennzeichen "I love my BMW" haben viele Käufer auch so gesehen, denn der 3er sollte noch etwa ein gutes Jahrzehnt weiterleben. Zig Sondermodelle in Form von limierten Auflagen sowie Modelle, die zusätzlich in BMW Autohäusern mit gesonderten Farben verkauft wurden und zusätzlichen Modellvarianten wie Limousine sowie Cabrio waren auf einmal der Hit des neuen Jahrtausends. Nur der Touring und der Compact fehlten noch, aber die hatte konsequent zumindest kein anderer seinerzeit produziert. Die limitierten Varianten liegen zur Zeit bei guten 10 Euro mit klarer Tendenz nach oben, die frühen Coupés sieht man schon mal für rund 5 Euro. Dennoch sind je nach Zeit durchaus mal noch Schnäppchen zu machen, die im ein bis drei Euro Bereich liegen. Der zeitlose BMW in Form der Baureihe E46 ist im Original sowie als Modell ein Hingucker. Wer ihn heute als Modell kauft, wird einen zeitlosen Klassiker mit Potential in der Wertsteigerung für die Zukunft erwerben. Und wer das nicht glaubt, sollte in die Scheinwerfer schauen. Können diese Augen etwa lügen???
 



 

Mon Dieu , ein exotisch kantiger Franzose : Citroen Xantia 1.8X , Siku, Produktionszeit 1997-1999, Nr. 1087, Modelljahrgang 1997

Hersteller : Siku
Modell     : Citroe Xantia 1.8X, von 1997 - 1999 bei Siku gebaut
Update    : nein, neues Modell 1997
Farbe      : Saphirblaumetallic
Maßstab  : ca. 1:60
Maße      : ca. 8,3cm x 3,3 cm x 2,6cm (l/b/h)
Preis        : ca. 4,00 DM (Kaufpreis neu)

Ausstattung / Extras : in Silber bedruckte Scheinwerfer vorne, Citroen Emblem mittig auf dem Kühlergrill in Silber, Bodengruppe aus Plastik komplett unter Karosse versenkt, Standard Siku Rad-Felgen Kombination (die "gute" Baumarktfelgenabdeckung), Scheibenwischer, Rückspiegel, Schiebedach, detailiertes Interieur in Grau, Außenspiegel , Türen lassen sich öffnen, sehr schön detailierte Karosse, Heckleuchten in Rot lackiert, Kennzeichenblende am Heck ist Schwarz, Kennzeichen aus dem Märkischen Kreis (MK, Sauerland, Siku Standort Lüdenscheid).

Fazit : Dieser Citroen Xantia war schon zu Lebzeiten als reales Automodell hier in Deutschland weniger gefragt, umso erstaunlicher, dass Siku diesen Wagen damals nachproduziert hat. Die Mischung aus einem Hauch Gesichtslosigkeit, einem Hauch Unförmigkeit und als Ausstattungsvariante die Baumarktfelgen gaben dem Citroen leider schon von Beginn an den Todesstoß für das Abseits  (aber aus Sammlersicht ist das Modell dennoch schön, da es kein anderer produziert hat). Und ich habe eindeutig ein Herz für Exoten, so wie dieser Franzose einer ist. Für ein Gebrauchtwagendiorama wäre dieses Modell ein perfekter Kandidat für die letzte Ecke, dabei funkelt das Saphirblaumetallic an einigen Stellen so schön. Obwohl unbespielt zeigt das Modell die Schwächen dieser Siku Ära, denn der Lackauftrag ist an einigen Stellen fragwürdig. Zum Glück handelt es sich hierbei um eines der wenigen Modelle, wo die Plastikbodengruppe nicht knistert. Allen Mängeln zum Trotze könnte dieser Citroen irgendwann einmal wertvoll werden. Zur Zeit liegt das Modell mit Originalverpackung bei rund 6 bis 7 Euro, was im direkten Vergleich zu anderen Modellen schon nach Unterbewertung schreit. Irgendwann werden sich die nur zwei Produktionsjahre in der Seltenheit der Modelle wiederspiegeln. Also liebe Sammlerfans, jetzt kaufen, Freude an einem exotischen Franzosen haben und vielleicht in wenigen Jahrzehnten damit die eigene Rentenkasse beim Verkauf aufpolieren, wenn anderen auffällt, dass dieser Citroen eigentlich doch schön und sammelwürdig war...




 

Ein Kompaktsportler zeigt Muskeln : Ford Escort RS 2000, Matchbox, Modelljahrgang 1978

Hersteller : Matchbox
Modell     : Ford Escort RS 2000, Modelljahrgang 1978
Update     : nein, erste Modellfarbe
Farbe       : Weiß
Maßstab  : nicht bekannt
Maße      : ca. 7,5 x 3,2 x 2,5 cm (l/b/h)
Preis        : ca. 1,00 DM (Kaufpreis damals gebraucht)

Ausstattung / Extras : detailierte Fahrzeugfront, Doppelrechteckscheinwerfer vorne, detailierter Kühlergrill als Zinkguss, schöne Detailierung an der Karosse, gelbes Colorglas, zeitgeistige Strichlochfelge, hellbraunes Interieur, Rückspiegel, Scheibenwischer, Kennzeichen ist mit einem englischen Kennzeichen bedruckt, Seitenscheiben sind offen, Heckstoßstange in Schwarz ist Bestandteil der Bodengruppe, Aufkleber in Gelb sowie Hellblau und Blau auf der Motorhaube (Ford RS 2000) / dem Dach (Werbeträger Shell) / den Seitenflächen (Werbeträger Dunlop und Cibie sowie die Nummer 9), Rechtslenker, Anhängerkupplung.

Fazit : Auch dieses Modell gab es zu meiner Zeit, also in jenen wilden Kinderzimmertagen, zu Hauf gebraucht zu kaufen. Wer eine deutsche Mark investierte, bekam schon damals einen fast perfekten Ford Escort zu kaufen. Das Modell hatte Matchbox ebenso perfekt gewählt. Schuco und Corgi hatten den Hundeknochenescort als Vorgängermodell gebaut und Schuco hatte auch den Nachfolger auf dieser hier gezeigten Basis gebaut, allerdings mit schmalen Motor sowie einfacher Ausstattung ( siehe Eintrag : Hundeknochen & Co., die Gebrüder Escort : hier Ford Escort 1968-1974 und Ford Escort 1974 -1980 von Schuco ). Grund genug für Matchbox, das Powermodell RS 2000 zu bauen, welches sozusagen konkurrenzlos zu seiner Zeit war. Und schön bedruckt ist es auch. Die späteren Escort hatten sogar ein Segelflugzeug mit Anhänger im Schlepptau. Heute gibt es einen vernünftigen Escort für ca. 5-10 euro, mit Verpackung werden zur Zeit sogar bis 25 euro geboten. Das Modell ist gut proportioniert und nach über 35 Jahren auch immer noch ein echter Hingucker. In Realität ist dieser schöne Ford mittlerweile fast von der Bildfläche verschwunden. Hoffentlich bleibt das gleiche Schicksal dem Modell wenigstens vorenthalten... 





 

Stuttgarter Luxuscoupé auf Basis der S-Klasse : Mercedes Benz 500 SEC, Nr. 1052, Siku, Modelljahrgang 1983

Hersteller : Siku
Modell     : Mercedes Benz 500 SEC ( 1983 - 1990 bei Siku gebaut)
Update    : ja, neue Modellfarbe, voraussichtlich ab etwa 1987
Farbe      : Silbermetallic (letzte Farbgebung bis zur Einstellung)
Maßstab  : ca. 1:60
Maße      : ca. 8,3cm x 3,2 cm x 2,5cm (l/b/h)
Preis        : ca. 1,00 DM ( mein Kaufpreis damals gebraucht )

Ausstattung / Extras : Kühlergrill samt Front schön detailiert als Zinkgussbauteil eingesetzt, Scheinwerfer sind in der Front platziert (aufwendige Konstruktion), Sikufelgen / Plastikreifen der 1000er Serie hier in der Fassung B4 ab 1978 mit Sikuschriftzug auf den Reifen, Rückspiegel, detailiertes Interieur in Rotorange und Lenkrad samt Armaturenbrett in Schwarz (gesondertes Bauteil), schön detailierte Karosse, Türen lassen sich öffnen, rote Heckleuchten aus Plastik (Lampen sind ein Bauteil mit dem Interieur).

Fazit : Vor gut 30 Jahren war das schon eine kleine Sensation, ohne vielleicht damals als Sensation gegolten oder entdeckt zu haben. Siku stellte der zeitgleich produzierten S-KLasse W126 das gleichwertige Luxuscoupé C126 zur Seite. Mercedesfreunde wird es gefreut haben, wobei auch noch andere Hersteller sich am großen Benzcoupé versucht haben. Matchbox baute es gleich in Perfektion als AMG Modell, und auch diverse NoName Hersteller hatten den großen Benz auf dem Schirm. Siku hatte zwar seinerzeit ein Vollblutcoupé geschnitzt, welches aufgrund der Masse und der Schwere auch einen heftigen Spieltrieb über die Jahre überleben konnte. Aber beim genauen Hinschauen im Vergleich zum Original fallen dem Betrachter einige sehr relevante Punkte auf, die nicht stimmig sind und somit das Coupé verschlechtern. Die Frontschürze ist viel zu hoch und müsste auf dem Niveau der seitlichen Beplankung von der Unterkante her liegen, ebenso fast auch die Heckpartie, Die vorderen Scheinwerfer sind so in der Karosse platziert worden, dass sie fast schon so scheinen, als würden sie über die Haube "gucken". Die B-Säule exisitiert im echten C126 nicht und der hier gezeigte Hüftschwung an der C-Säule ist beim Original äußerst minimal. Das Heck könnte auch stimmiger sein, ist aber vom Konstruktionsprinzip an der Limousine hier angelehnt (Heckleuchten und Interieur sind ein Bauteil). So fünf bis sieben Euro sollte man für einen brauchbaren Benz heute hinlegen. Der Erstfarbton in Grünmetallic wird gerne sehr hochpreisig mit deutlich über 30 Euro angeboten, was aber aufgrund des Alters noch ein wenig überbewertet ist. Das Coupé macht sich heute auch noch gut im Regal, auch wenn es durchaus schickere und bessere Siku´s oder tatsächlich auch bessere C126 gibt...