Mittwoch, 16. Dezember 2020

Ein rarer Kombi aus der Luxusklasse und dem japanischen Raritätenkabinett kommt in den Handel... : Nissan Cedric Wagon V20E SGL Limited, Typ Y30, 1983-1999, Tomy, Modelljahrgang 2020

Hersteller : Tomy / Tomica
Modell : Nissan Cedric Wagon V20E SGL Limited, Typ Y30, 1983-1999
Update : Nein, neues Modell in 2020, LV-N209a
Rubrik : Limited Vintage Neo
Produktionsort : China
Farbe : Weißmetallic + Braunmetallic
Maßstab : 1/64
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 7,3 cm x 2,6 cm x 2,4 cm (l/b/h)
Preis : ca. 28,00 € (Mein Kaufpreis neu in 2020)
 
Die Baureihe Y30 und insbesondere der Nissan Cedric ist ein Lieblingsthema von Tomy und der 44-jährigen Geschichte der Baureihe, welche man bisher sehr gut im Griff hat. Mittlerweile geht man auf die Nebenprodukte der Baureihe ein und zeigt einen der raren Oberklassekombis aus der Zeit der 80er Jahre. Das unten gezeigte Modell ist ein Kombi aus dem Modelljahr November 1995 und ist demnach vor rund 25 Jahren auf den Markt gekommen. Allerdings wurde dieser High End Kombi nur vier Jahre bis zur Produktionseinstellung der Baureihe Y30 gebaut. Auffallend ist, dass dieses Modell von Tomy zweifarbig lackiert in den Handel gekommen ist. Das mag daran liegen, das diese Modelle seinerzeit einen schweren Kampf antreten mussten, denn in den 80er Jahren dominierten die Mercedes S-Klasse und der 7er BMW den Markt für Luxusautos, und die Japaner mussten sich was einfallen lassen. Im Gegensatz zur deutschen Konkurrenz bot man tatsächlich in der Luxusklasse auch Kombis an. Wenn man sich das Modell betrachtet hat das auf das Design des Fahrzeuges eher einen Nachteil, aber der Nutzwert stand auch im Vordergrund. Der unten gezeigte Nissan Cedric war seinerzeit für 8 Personen zugelassen, was dann für die Großfamilien wieder interessant wurde.
 
Die Details sind üppig wie immer : Scheinwerfereinheiten aus durchsichtigem Plastikglas und orangefarbenen Blinkern (an der Seitenfläche schräg laufend), ausladender Kühlergrill in Silber, waagerechte Kühlerstreben in Silber, Positionsleuchten und Haubenemblem in Silber, Stoßstangen vorne und hinten in Silber, waagerechte Blinker in Orange, weiße Kennzeichenplatte vorne und hinten, schwarzer Lüftungsschlitz vorne, verchromte Außenspiegel, verchromte Dachreeling innerhalb der Dacherhöhung (wurde nicht vollständig bis vorne über das ganze Dach verbaut), untere Seitenbeplankung in Braunmetallic abgesetzt (Plankenoptik wie bei Mercedes seinerzeit), schwarze Schrammschutzleiste, Türgriffe in Silber, Scheibenchrom in Silber, schwarzes Ziergitter am Übergang zur Heckklappe, gummierte und profilierte Bereifung, Chromfelge, innerer Scheibenrahmen am Heck in Schwarz, dreifarbige Heckleuchten aus Plastik, Heckleuchten in Silber eingefasst und mit schwarzem Gitter versehen, silberne und schwarze Zierleiste auf der Heckblende, "SGL" Schriftzug links und "NISSAN" Schriftzug rechts in Silber auf einer Holzplankenleiste, Heckklappenschloss in Silber, rotes Interieur mit durchgehenden Sitzbänken.  

Ok, insgesamt betrachtet ist der Nissan Cedric gerade am Heck keine Schönheit und man erkennt die optisch designerisch etwas halbherzig gestaltete Notlösung, um daraus einen Kombi mit wenigen Mitteln zu zaubern. Das macht ihn etwas skuril und davon gibt so einige Fahrzeuge in der japanischen Autowelt. Aber man erkennt neben den zuvor genannten durchgehenden Sitzreihen auch im Kofferraumbereich die entgegengesetzt zur Fahrtrichtung angebrachte Sitzbank. Der Chromschmuck ist ausladend üppig und das Modell glänzte seinerzeit mit einer fast unendlich kombinierbaren Ausstattungssliste, denn Klimanlage, Radioempfang von TV Stationen, Diktierfunktion beim Autoradio und ein extrem hoher Fahrkomfort waren nur einige Aussattungsoptionen des Modells. Das macht den Kombi bis heute fast schon einzigartig und somit wertvoll. Motorentechnisch wurde er wie beim Design behandelt. Für den Kombi gab es für die private Kundschaft ausschließlich einen Reihenvierzylinder als Zweiliter Motor mit 115 PS Leistung sowie einen Vierzylinder Diesel mit 94 PS Leistung. Meiner Meinung nach wären die Sechszylinder eher optimal gewesen, denn immerhin wog der Kombi seinerzeit auch schon 1,5 Tonnen an Gewicht. Das Modell entspricht dem Original und ist somit perfekt gelungen...
 






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