Samstag, 28. April 2018

Italien, Sonne, Insel, Urlaub, Capri ??? : Ford Capri, 1968, NoName Modell mit unbekanntem Modelljahrgang

Hersteller : NoName (Grell Modell)
Modell : Ford Capri, 1968
Update : Nein, neues Modell (gehe zumindest davon aus)
Produktionsort : nicht bekannt
Farbe : Rot
Maßstab: 1/63
zu öffnen : nichts
Maße : ca. 6,6 cm x 2,7 cm x 2,0 cm (l/b/h)
Preis : ca. 5,00 € ( Kaufpreis gebraucht in 2018 )

Es gibt ja manchmal Veranstaltungen am Wochenende, da würde man alles erwarten, aber niemanden, der auf einem halben Quadratmeter großen Tisch sich irgendwo dazwischen mogelt, um privat ein paar Sachen von sich zu verkaufen. Und manchmal lohnt es sich auch, einfach mal einen Blick darauf zu werfen. Kostet ja nix, wie der Volksmund so schön sagt. Es sei denn, es steht zwischen all den Sachen auf einmal ein Modellauto. Dann kostet es schon was, wenn man das Modell dann kauft oder unbedingt haben möchte. In meiner Sammlung gibt es ja eigentlich schon alle Typen vom Ford Capri. Schuco baute den Capri I als reguläres und als RS Modell, ebenso baute man den Capri II. Majorette baute auch den Capri II, Siku wiederum den Capri I. Und den Capri III? Gab es den auch? Ja, Corgi Juniors hatte den Capri III sogar mal im Programm. Dennoch ist dieses Modell kein schlechtes Modell. Im Gegenteil, es erinnert stark an das Schucomodell. Nach langem hin und her wollte der Verkäufer gar nicht handeln und je mehr ich das Modell angesehen und geprüft hatte, umso mehr entschied ich mich dann zum Kauf. 5 Euro mögen für ein NoName Produkt viel Geld sein, aber nachdem ich den originalen Rostyle Felgensatz aus den 70er Jahren entdeckt hatte, war klar, dass dieses Modell in meine Sammlung aufgenommen werden muss. Und da ist er nun...

Als Gegenpol zum Opel Manta stand der Ford Capri einst in der aufstrebenden Käuferschicht mit ganz oben auf der Wunschliste. Vorbei waren die Zeiten von VW Käfer, denn nun durfte es auch mal "schnitter" und rassiger werden. Und da der Deutsche mit Schlaghosen und langen Haaren in den 60er und 70er Jahren gerne nach Italien in den Urlaub fuhr, war der Produktname "Capri" im Hinblick auf die Insel vor Neapel natürlich ein gekonnter Werbeschachzug. Im krassen Gegensatz stand der Ford Capri aus Deutschland und England nur seinem amerikanischen Pendant gegenüber. Während der Europäer anfänglich mit 50 PS aus einem Vierzylinder motorisiert wurde, bollerte der Amerikaner doch mit V8 und bis zu 270 PS durch die Gegend. Wie zierlich und unschuldig doch deutsche Coupés einmal aussehen konnten. Doch dieser Capri wurde auch im größten Ford Werk in Dagenham in England gebaut. Ford Europa traf sowohl auf der Insel als auch auf dem Festland mit den meisten Modellen bei der Kundschaft ins Schwarze. Hundeknochen Escort, Capri, Taunus und Granada bescherten Ford sogar einmal große Gewinne in Deutschland und gerade im Krisenjahr 1968 lag der Marktanteil mit 13,5 Prozent damals immer noch doppelt so hoch in Deutschland wie heute. Der Ford Capri ließ den Marktanteil wieder steigen.     

Das Modell bringt unwiderruflich kurz die 70er Jahre wieder in das Gedächtnis, in der er sich ja hauptsächlich wie geschnitten Brot verkaufen ließ. Das erste Modell wurde von 1968 bis 1974 gebaut und bis 1986 gab es den Ford Capri III, ehe er nach gut 18 Jahren und drei Baureihen eingestellt wurde.   






Kommentare:

  1. Das Modell stammt aus der Sammelserie der Eku-Brauerei, änlich den Biertrucks. In der finde sich auch noch weitere deutsche Old- und Youngtimers die sonst nirgendwo erschienen sind: Auto Union 1000S, NSU TT, Mercedes 180 Ponton, Ford Taunus P2.

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    1. Schönen Dank für die Zusatzinfo. Den Ford Taunus und andere Modelle von Grell gibt es bereits hier im Blog zu sehen.

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